Was die Kleidung anbelangt, um gleich zum praktischen Teil der Frage zu gelangen, so lassen wir uns vielleicht häufiger durch Neuerungssucht und die Rücksicht auf die Ansicht der Leute bestimmen, als durch die wahre Nützlichkeit. Wer zu arbeiten hat, der möge bedenken, daß der Zweck der Kleidung erstens der ist, die Lebenswärme zu bewahren – und zweitens in unerer Gesellschaftsordnung die Nacktheit zu verdecken; er wird dann ermessen, wieviel nötige oder wichtige Arbeit verrichtet werden kann, ohne daß er seine Garderobe bereichert. – Könige und Königinnen, die einen Anzug nur einmal tragen, können, obwohl dieser von königlichen Hoflieferanten hergestellt ist, nicht wissen, wie bequem ein Anzug ist, der sitzt. (…)
Der Mensch sollte sich so einfach kleiden, daß er sich im Dunkeln anziehen kann, und sollte in jeder Hinsicht so geschlossen und vorbereitet leben, daß er, wenn der Feind die Stadt einnimmt, ohne Sorge mit leeren Händen, wie jener alte Philosoph, zum Tore hinausgehen kann.
- H. D. Thoreau, “Walden”

Einer starken, kühnen, verwegenen Seele genießen; mit ruhigem Auge und festem Schritt durch das Leben gehen, immer zum Äußersten bereit wie zu einem Feste und voll des Verlangens nach unentdeckten Welten und Meeren, Menschen und Göttern; auf jede heitere Musik hinhorchen [...] und im tiefsten Genusse des Augenblicks überwältigt werden von Tränen und von der ganzen purpurnen Schwermut des Glücklichen: Wer möchte nicht, dass das alles gerade sein Besitz, sein Zustand wäre! Aber [...] mit diesem Glück Homers in der Seele ist man auch das leidensfähigste Geschöpf unter der Sonne! Und nur um diesen Preis kauft man die kostbarste Muschel, welche die Wellen des Daseins bisher ans Ufer gespült haben.
- Friedrich Nietzsche

You will sleep in hotels. You will sleep in motels. You will sleep in your car. You will sleep in a tent. You will have a graduate degree. You will turn 37.

 

Und mit eindeutiger Klarheit kapiert, warum jeder Tag, den ich nicht bei McSweeney’s Internet Tendency vorbeigelesen hatte, vergeudet war: Failure Map

“Gutes-Tun” – das ist einer der überfüllten Berufe. Übrigens habe ich das zur Genüge versucht, und – so seltsam es erscheint: Ich bin zufrieden, daß es nicht zu meiner Veranlagung paßt.
Wenn ich sicher wüßte, daß jemand in mein Haus käme, mit der festen Absicht, mir Gutes zu tun, würde ich um mein Leben laufen.”
– H. D. Thoreau, “Walden”

“Wenn man sich das mal überlegt, dass es das einzige Leben ist, das wir zur Verfügung haben, da wundert es schon, dass so wenige Menschen Stopp sagen und aussteigen. Stattdessen machen wir lieber, was alle anderen auch machen, und werden krank dabei: mangelernährt in einer überfressenen Gesellschaft. Das muss man erstmal hinkriegen. Hut ab.”
- Die Gräfin, via 500beine

1 von 17123...51015...Letzte Seite »