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	<title>Himmelende &#187; alltag</title>
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	<description>Everything will be okay in the end. If it’s not okay, it’s not the end.</description>
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		<title>Es hört zu</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 11:55:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So kann das nicht weitergehen: Ich personifiziere mein Diktiergerät zu sehr, ich komme damit einfach nicht klar. Es trägt keinen Namen, was sicherlich auch gut so ist; aber immer wenn ich es anschalte,  fühle ich mich plötzlich unbehaglich und verstockt, &#8230; <a href="http://himmelende.de/2011/11/14/es-hort-zu/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So kann das nicht weitergehen: Ich personifiziere mein Diktiergerät zu sehr, ich komme damit einfach nicht klar. Es trägt keinen Namen, was sicherlich auch gut so ist; aber immer wenn ich es anschalte,  fühle ich mich plötzlich unbehaglich und verstockt, ja regelrecht beobachtet. Ich bin von der Tatsache, dass es mir zuhört so gelähmt, dass ich nicht mehr sprechen und schon gar nicht mehr denken kann. Als stünde ich vor einem Zwölfmillionenpublikum und müsse nun die einzige Wahrheit verkünden. Verstärkerrauschen, Zungenschwere. Vierundzwanzigmillionenaugen, Warten.<br />
Also, alles rein hypothetisch.<br />
Aufnahme.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=6554&amp;md5=8a4421025b878e389865ef1797b74b97" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gewohnheit</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 11:25:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>
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		<description><![CDATA[Durch die Straßen fahrender Blutspendeaufruf, ein blechernes Megaphon, das die Stimme des Sprechers in den höheren Vokalen abbrechen lässt. Lockmittel aus den Betonhäusern. Große Kaffeehausketten, auf Kunstledersesseln gestrandete Fashionistas, blähend wie Wale in der Sonne, schlürfen maximalgelangweilt ihre Latte Macchiatos. &#8230; <a href="http://himmelende.de/2011/07/29/gewohnheit/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Durch die Straßen fahrender Blutspendeaufruf, ein blechernes Megaphon, das die Stimme des Sprechers in den höheren Vokalen abbrechen lässt. Lockmittel aus den Betonhäusern.<br />
Große Kaffeehausketten, auf Kunstledersesseln gestrandete <a href="http://www.urbandictionary.com/define.php?term=fashionistas">Fashionistas</a>, blähend wie Wale in der Sonne, schlürfen maximalgelangweilt ihre Latte Macchiatos.<br />
Der Kunde an der Kasse von Aldi regt sich über die Kassiererin an der Kasse von Aldi auf, während sich die Kassiererin an der Kasse von Aldi über den Kunden an der Kasse von Aldi aufregt, während sich all die anderen wartenden Kunden an der Kasse von Aldi über den sich aufregenden Kunden und die sich aufregende Kassiererin an der Kasse von Aldi aufregen.<br />
Und alle versuchen dabei so unaufgeregt wie möglich zu erscheinen.</p>
<p>Draussen scheißt ein Hund.</p>
<p>Autobahnraststättentests in der Zeitung und im Fernsehen und im Radio; in der U-Bahn oder Straßenbahn, jeder wird jetzt ein kleinwenig rummeinen. (Das darf man ja wohl noch! Das darf doch wohl nicht wahr sein?)<br />
Und der Peter wird vom Papa im Kinderzimmer geprügelt und später dann schwer misshandelt, weil er die Erwartungen der Großenwelt nicht erfüllt, einerseits; und weil dem Papa andererseits schon immer stark das Blut in der Hose pochte, wenn er den Kleinen am Kinderspielplatz zusah.</p>
<p>Und irgendwo anders nimmt sich jemand das Leben.<br />
Und die Blumenverkäuferin verkauft einen Nelkenstrauß.</p>
<p>Und Peter wird sich in fünf Jahren das Leben nehmen.<br />
Von heute an, fünf Jahre rückwärts, verstehen Sie das?<br />
Und noch ein Jahr<br />
und noch ein Jahr<br />
und noch ein Jahr<br />
und noch ein Jahr und noch ein Jahr.</p>
<p>Es ist Zahltag, jeder darf heute ein wenig beitragen zum allgemeinen Unmut in unserer Hochkultur (sog.); hier unser Beitrag, unsere kleine kakophonische Intonation maximaler Langeweile.<br />
Wir sind draussen.<br />
Und Deutschland funktioniert.<br/><br/><a class="geolocation-link" href="#" id="geolocation6266" name="48.125120,11.503480" onclick="return false;">Posted from .</a></p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=6266&amp;md5=96560a2ff3f841a5e2bf67948a557351" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>It’s Time We Had That Conversation About “Lost” Again « The Bygone Bureau</title>
		<link>http://himmelende.de/2011/07/29/it%e2%80%99s-time-we-had-that-conversation-about-%e2%80%9clost%e2%80%9d-again-%c2%ab-the-bygone-bureau/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 09:43:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[No Name No Slogan]]></category>
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		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Lost]]></category>

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		<description><![CDATA[Jacob sucks and why are there polar bears? via It’s Time We Had That Conversation About “Lost” Again « The Bygone Bureau.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jacob sucks and why are there polar bears?</p>
<p>via <a href="http://bygonebureau.com/2011/07/27/conversation-about-lost-again/">It’s Time We Had That Conversation About “Lost” Again « The Bygone Bureau</a>.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=6309&amp;md5=6b43de3ecd93cf1836051c392b0d13cd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Fredda, mit den natürlich gelockten Haaren (und andere Situationen)</title>
		<link>http://himmelende.de/2011/05/19/fredda-mit-den-naturlich-gelockten-haaren-und-andere-situationen/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 May 2011 07:43:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[halbseiden]]></category>
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		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Hier haben Sie Destillate, etwas Verdichtetes; Alltagsfetzen, Szenen, Dinge halt, die einem nach und nach langsam ins Bewusstsein träufeln. Passiert Ihnen das nicht auch ständig?&#8221; - Lovable Doc Stanley Das dicke Mädchen rechts neben mir auf der Bank wartet auf &#8230; <a href="http://himmelende.de/2011/05/19/fredda-mit-den-naturlich-gelockten-haaren-und-andere-situationen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Hier haben Sie Destillate, etwas Verdichtetes; Alltagsfetzen, Szenen, Dinge halt, die einem nach und nach langsam ins Bewusstsein träufeln. Passiert Ihnen das nicht auch ständig?&#8221;<br />
- Lovable Doc Stanley</p></blockquote>
<p>Das dicke Mädchen rechts neben mir auf der Bank wartet auf die Studienberatung der Germanistik. Sie wartet, wie ich, seit eineinhalb Stunden, während der Raum immer enger wird und die Wände immer dann, wenn man nicht hinsieht, ein paar Zentimeter näher zu rücken scheinen.<br />
Aus dem Augenwinkel heraus mustere ich sie. Warum so nett? Sie ist nicht dick, sie ist fett! (Dieses Wort sage ich mir in Gedanken immer und immer wieder mit einer Genüsslichkeit, dass es spritzt.) Sie sitzt da und starrt viehisch geradeaus und puhlt sich mit einem Zahnstocher zwischen den Zähnen, ohne ihren Mund dabei zu verdecken. Das zum Vorschein gebrachte hält sie sich so nah vor die Nase, dass sie dabei schielen muss; leckt dann die weißfasrigen Brocken wieder vom Holzstocher, schmatzt gemütlich, versucht leise aufzustoßen, was aber wegen ihres voluminösen Korpus trotzdem irre gewaltig klingt und die Sitzbank inklusive Mädchenkörper in Rülpsschwingung versetzt. Das Mädchen stinkt nach alter Bratensoße oder Frittierfett, so genau kann man das nicht sagen, es gluckst und speichelt stark nach innen ab, das hört man an ihren Schluckgeräuschen. Mit jeder Kopfbewegung wippen ihre kurzen, natürlich gelockten Haare. Sie könnten das schönste an ihr sein, wären sie nicht pechschwarz gefärbt, was in einem zu starken Kontrast zu ihrer blassen, wachsenen Haut steht.<br />
Selbst wenn ich lange darüber nachdenke kann ich mich nicht erinnern, jemals zuvor neben so einem unästhetischen Mädchen gesessen zu haben.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Der Parkplatz meiner Wohnung gegenüber ist in der Nacht hell erleuchtet. Hohe Laternenmasten werfen breite Lichtkegel. Daneben grenzt ein Park an. Die Vögel dort reagieren eigenartig auf diese nächtliche Lichtverschmutzung, sogar um zwei Uhr Nachts zirpen und zwitschern sie noch, als sei es heller Nachmittag. Dieses Zwitschern und die Nacht bilden einen starken Kontrast des Absurden, der mich immer wieder staunend macht. Das Zwitschern der Vögel, mehr noch als das Licht hat eine Wirkung auf mich, ihr Gesang motiviert mich wach zu bleiben. Und obwohl ich schlafen möchte, entscheidet mein Körper beim Zwitschern der Vögel, dass es irgendwie falsch sei jetzt zu schlafen.</p>
<p><a name="kopfsache"></a>&#8212;</p>
<p>„Das ist ein moderner Fetisch, ein Mindgame, alles reine Kopfsache.“ Sie bindet sich die blaue Schnur um das Handgelenk und betrachtet es noch eine ganze Weile, bis sie ihren Blick löst und auf den Fluss starrt. „Kommt also darauf an, ob ich daran glaube oder nicht?“ fragt sie den Mann im grauen Mantel. „Ja“, antwortet der Verkäufer. Und sie nickt, breitet die Arme aus und lässt sich von der Brücke fallen.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Die zwei Brotscheiben hat M. auf seinem hölzernen Brotzeitbrett symmetrisch jeweils mit der Unterkante der Brotkruste so nebeneinander gelegt, dass sie aussehen wie eine Eizelle in der <a href="http://www.google.com/search?q=telophase&amp;hl=en&amp;client=safari&amp;rls=en&amp;prmd=ivns&amp;tbm=isch&amp;tbo=u&amp;source=univ&amp;sa=X&amp;ei=mcfUTa_qM4bJswbV_cSeDA&amp;ved=0CCgQsAQ&amp;biw=1364&amp;bih=648">Telophase</a> der Zellverdopplung. Er redet von <a href="http://services.langenscheidt.de/cgi-bin/fremdwb/searchfw.pl?match=exact&amp;lang=fwde&amp;connect=or&amp;instr=entropie">Entropie</a> und <a href="http://services.langenscheidt.de/cgi-bin/fremdwb/searchfw.pl?match=exact&amp;lang=fwde&amp;connect=or&amp;instr=thermodynamik">Thermodynamik</a>, während S. in der Badewanne ein Stockwerk tiefer langsam verbrennt.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Es ist Samstag in der Innenstadt und vor mir demonstrieren Horden aus dem schwarzen Block. Gegen Kapitalismus, gegen Konsumismus und gegen eine Menge weiterer Ismen. Ich trage auch schwarz. Aber das ist ein Versehen, wie ich ihm versichere. Der Griff ist streng und er blickt kein einziges mal in meine Richtung, während er mich in den Polizeibus zerrt.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Nachts um eins klingelt das Telefon. Es ist eine Fehlschaltung, man hört Vater und Tochter, die sich unterhalten. Man lauscht eine Weile, mischt sich in das Gespräch ein, Verwunderung an jedem Ende und verabredet sich schließlich auf einen Kaffee oder eine Cola.<br />
Die Telekommunikationsunternehmen schalten willkürlich Gespräche zusammen; es klingelt, es wird abgehoben und ein Fremder antwortet, mindestens genau so unvorbereitet. Es wird aber trotzdem immer noch gerne telefoniert, ein jeder hat zwar eine eigene Telefonnummer, aber die hilft nichts, es wird nur ein ganz anderer erreicht. Es gibt auch einen Störungsdienst. Man kann die Nummer dieses Störungsdienstes wählen, aber man erreicht ihn nie, sondern immer jemand anderen. Es klingelt und irgendjemand ist dran, der einen auch nicht anrufen wollte, sondern selbst angerufen wurde. Menschen, die bei den Telefongesellschaften arbeiten, heißen Kommunikationsvermittler.<br />
(aus &#8220;Am Telefon&#8221; &#8211; Ben, 7 J.)</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=6035&amp;md5=ee3547acd9dc16b62f29f2dfa1c4fc4b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gondrellplatz, Tram 18</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 11:54:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Je weiter wir rauskommen, umso fremdartiger wird ihr Deutsch. Und wir sind jetzt sehr weit draußen. Zwei Frauen unterhalten sich, die eine berichtet von ihren großen Problemen im Kopf. Da oben, erzählt sie und tippt sich auf die graue Stirn, &#8230; <a href="http://himmelende.de/2011/04/10/gondrellplatz-tram-18/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Je weiter wir rauskommen, umso fremdartiger wird ihr Deutsch.<br />
Und wir sind jetzt sehr weit draußen.</p>
<p>Zwei Frauen unterhalten sich, die eine berichtet von ihren großen Problemen im Kopf. Da oben, erzählt sie und tippt sich auf die graue Stirn, passieren Dinge, die dort nicht passieren dürften; sie gehe ja schon in Behandlung, seit ein paar Monaten, aber geholfen habe bisher nichts. Nun probiere sie seit letzter Woche eine ganz neuartige Therapie. Sie mache jetzt gute Fortschritte mit Hypnosefischen.<br />
<em>&#8220;Hypnosefische?&#8221;</em>, fragt die andere und auch ich schaue neugierig auf und denke, dass es eben nur solche skurrilen dahingeworfenen Alltagsbrocken sein können, weswegen ich immer noch fest daran glaube, dass alle Menschen um mich herum in Wirklichkeit Aliens sind. Wer den Beweis braucht, der setze sich in die Tram 18 Richtung Gondrellplatz: nur Psychonauten und Magnete des Obskuren.<br />
<em>„Die Fische hypnotisieren mich; ich komm da also hin und die bringen mich dann in Trance und holen mich da auch wieder ab; die machen mich voll ruhig. Die Fische arbeiten mit mir, versteht du? Das ist privat, zahlt die Kasse leider nicht.“</em> Die Gesprächspartnerin, eine angepasste Mittelstandsfrau mit hübschem Gesicht, die aber viel lieber in ihrem Gardena-Katalog blättern würde und nur halbherzig der Fischtherapierten zuhört, sagt: <em>„Ach, ist ja interessant“</em>, in eben diesem Ton wie Menschen jemandem zustimmen, den sie eigentlich für komplett gaga halten und trotzdem größtmöglichstes Interesse heucheln. Und die Tram ruckt und bleibt stehen und ich versuche, so schnell wie möglich Land zu gewinnen.<br />
Mutanten, nichts als Mutanten.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=5861&amp;md5=7d77e4a141240db8696269ae26dcbb09" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ich glaub ich bin eher so</title>
		<link>http://himmelende.de/2010/06/19/ich-glaub-ich-bin-eher-so/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 13:50:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Yuppies]]></category>

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		<description><![CDATA[Erdenklich gute Geschichten: Könnten einem am ehesten draussen kommen. Mal abwarten. Sitze auf einer Parkbank im Münchner Hofgarten; rechts neben mir die Residenz und links vor mir der Diana-Tempel. Es sind die ersten Strahlen der Frühlingssonne, die die Menschen aus &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/06/19/ich-glaub-ich-bin-eher-so/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erdenklich gute Geschichten: Könnten einem am ehesten draussen kommen. Mal abwarten.<br />
Sitze auf einer Parkbank im Münchner Hofgarten; rechts neben mir die Residenz und links vor mir der Diana-Tempel. Es sind die ersten Strahlen der Frühlingssonne, die die Menschen aus ihren Grotten lockt. Der Wind ist kalt, noch immer, nicht ungewöhnlich für die Jahreszeit; die Münchner Teenie-Schickeria ist zu nobel und eitel, um sich dem Wetter angemessene Kleidung anzuziehen und so steht sie rauchend und mit nach innen geknickten Beinen in ihren dünnen Hipster-Klamotten da und friert. Mütter rufen ihren Kindern, Hundehalter ihren Hunden, ein ausgesprochen gewöhnlicher Karfreitag. Aß zuhause noch eine selbstgekochte Gemüsepfanne, nichts fertiges, kein Fleisch, nicht aus moralischen oder religiösen Gründen, ich bin noch nicht einmal ein guter Christ und Tiere, die ich aufesse tun mir wirklich fürchterlich leid, esse sie aber trotzdem. Gewissensbisse.</p>
<p>Manchmal hilft nachdenken nicht. Manchmal kommt man mit Besonnenheit nicht weiter. Und Gewalt kann durchaus eine Lösung sein.<br />
THE CITY IS WRAPPED IN PLASTIC AND THERE IS NOTHING WE CAN DO ABOUT IT.<br />
Gewaltfantasien sind Gedankenmetastasen. Einmal ausgebrochen wuchern sie wild und unaufhörlich und die zwangsverordnete Chemotherapie beruhigt allerhöchstens die Verwandten.</p>
<p>&#8220;Es könnte ruhig ein wenig wärmer sein, hätte ich absolut nichts dagegen.&#8221;<br />
Wie seltsam einen die Leute ansehen, wenn man alleine auf einer Parkbank sitzt und in einem Buch schreibt. Im Blumenbeet neben mir liegt ein Haufen Hundescheisse, ich bemerke ihn erst jetzt. Durch die wärmenden Sonnenstrahlen beginnt er zu stinken. Es ist ein ausgesprochen großer Haufen.<br />
YOU CAN SEARCH FOR THE BOY WITH THE MOLESKINE BUT YOU WON&#8217;T FIND ANY ANSWERS.</p>
<p>&#8220;Das Wichtigste ist das Apres-Ski!&#8221;, schmierig lautes Lachen. Und in diesem Augenblick setzt sich eine Fliege auf mein Buch, irgendwo zwischen der 13. und 14. Zeile der noch unbeschriebenen rechten Seite. Ihr gefällt die Reflexionseigenschaft des weißen Papiers, nehme ich an. Ich glaub, ich bin eher so ein Pseudosubjekt und das zieht manchmal ganz schön viel Fliegen an.<br />
So wirds also Sommer, ganz gewöhnlich alles. Mit Mokka und Marmorkuchen im Muschi-Mekka. Illustre Gäste im Garten, dann wieder aufgepumpte Anabol-Spasten und durchgeknallte Epo-Heads, während im Hintergrund die Möchtegern-Semiprofis vom Team Telekom auf ihren Tausendeurobikes leggingskomprimiert an mir vorbeischnaufen.<br />
I&#8217;M AFRAID I&#8217;M FEELING GOOD.</p>
<p>Im Münchner Hofgarten: Menschen spielen Boule, es sind sehr viele, das ist in den letzten Jahren ziemlich schick geworden, ein fucking Yuppi-Trend. Die ersten sitzen bei Tambosi im Biergarten. Da saßen auch schon Hitler und Ludendorff.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=4377&amp;md5=646f9023771859df6d56079190693514" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Vom Reißaus nehmen</title>
		<link>http://himmelende.de/2010/06/15/vom-reisaus-nehmen/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 05:36:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rücklicht]]></category>
		<category><![CDATA[alltag]]></category>
		<category><![CDATA[aufbruch]]></category>
		<category><![CDATA[reißaus]]></category>
		<category><![CDATA[reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Er träumte vom Reisen und vom Aufbruch; vom Sachenpacken und sich davonmachen, quasi minütlich, sekündlich, ein jeder Atemzug einen Schritt weiter. Nicht umdrehen und nicht ankommen, ein Heimkehren dorthin wo man fremd ist; ein nie ganz fortgehen. Er träumte schon &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/06/15/vom-reisaus-nehmen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er träumte vom Reisen und vom Aufbruch; vom Sachenpacken und sich davonmachen, quasi minütlich, sekündlich, ein jeder Atemzug einen Schritt weiter. Nicht umdrehen und nicht ankommen, ein Heimkehren dorthin wo man fremd ist; ein nie ganz fortgehen. Er träumte schon so lange vom Reisen, schob den Vorsatz zum Aufbruch immer vor sich her, bis diese Idee mit so viel Kitsch ausgeschmückt war, dass sie gar nicht mehr real werden konnte; er träumte viel vom Reisen, glaubte auch immer noch fest an einen Aufbruch zu glauben. In Wirklichkeit aber wurde sein Traum zu einer bloßen Gedenkenflucht aus einem Alltag heraus, der ihm widerstand; etwas deaktiviertes, dass er beliebig oft, wenn es scheisse lief herzitieren konnte, aber nur in Gedanken durchschritt er das Gate zum Flugzeug mit seinem großen Reiserucksack. Der Glaube daran war die einzige Reise, der Glaube es eines Tages wirklich zu machen.</p>
<p>Unbemerkt schlich sich die Resignation an, legte sich ihm auf die Füße wie müdes schweres Tier. Und eines morgens installierte er sich ein Foto der Landschaft, zu der er aufbrechen wollte als Hintergrundbild seines Betriebssystem. Von dem Augenblick an war für immer gestorben, wohin er eigentlich Reißaus nehmen wollte. Aber das wusste er noch nicht und jeden darauf folgenden Morgen blickten seine trübschweren Augen durch das Windows in einen Pixeltraum, der in Wirklichkeit tausend mal tausend Kilometer hinter diesem Monitor lag.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=4305&amp;md5=8597020d71a587db02ff494acf62641f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>So ein Gefühl</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 10:47:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgesagt]]></category>
		<category><![CDATA[alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Repetition]]></category>
		<category><![CDATA[Unendlicher Spaß]]></category>
		<category><![CDATA[Wirklichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Hab ihr nicht auch manchmal so ein seltsames Gefühl, beengt, elektrisch, als wäre das alles schon so oft gesagt und getan worden, dass man das Gefühl einer Aufzeichnung habe, dass wir alle hier im Grunde als Fourier-Transformationen von Posen und &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/06/11/so-ein-gefuhl/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Hab ihr nicht auch manchmal so ein seltsames Gefühl, beengt, elektrisch, als wäre das alles schon so oft gesagt und getan worden, dass man das Gefühl einer Aufzeichnung habe, dass wir alle hier im Grunde als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fourier-Transformation">Fourier-Transformationen</a> von Posen und kleinen Routinen existierten, fixiert, gespeichert und abrufbar, um zu bestimmten Zeiten wieder gesendet zu werden. (&#8230;) Ergo aber auch löschbar.</p></blockquote>
<p>Hal Incandenza</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=4280&amp;md5=8af2fa63f14d510ced38b7710853ec89" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Pubertäre Unsicherheit</title>
		<link>http://himmelende.de/2010/03/04/pubertare-unsicherheit/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 11:58:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[No Name No Slogan]]></category>
		<category><![CDATA[alltag]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[körper]]></category>
		<category><![CDATA[Masken]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Szenenwechsel, Wohnheimsküche, Westend. Mit hibbeligen, nervösen Gesten, exaltierten Handbewegungen und fickrigem Gekicher reagieren die Mädels auf die Frage. Sie wollen so erwachsen damenhaft wirken, nach aussen schaffen sie es bestimmt, soviel Wangenrouge und Lidschatten mag überzeugen; im Kern sind sie &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/03/04/pubertare-unsicherheit/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2010/03/tumblr_kysj2nOQQs1qa1j08o1_1280.jpg" rel="lightbox[3969]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4048" title="tumblr_kysj2nOQQs1qa1j08o1_1280" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2010/03/tumblr_kysj2nOQQs1qa1j08o1_1280-185x185.jpg" alt="" width="185" height="185" /></a>Szenenwechsel, Wohnheimsküche, Westend.<br />
Mit hibbeligen, nervösen Gesten, exaltierten Handbewegungen und fickrigem Gekicher reagieren die Mädels auf die Frage. Sie wollen so erwachsen damenhaft wirken, nach aussen schaffen sie es bestimmt, soviel Wangenrouge und Lidschatten mag überzeugen; im Kern sind sie jedoch vorzeitlich ihrer Adoleszenz, nicht mitgegangen und noch verhangen in jugendlicher Naivität. Nett anzusehen aber auf eine gewisse Art mitleidserregend.</p>
<p>Es soll zu einer Sportstudentenparty gehen. Sie haben sich besonders aufgehübscht für diesen Abend  (oder wie man im süddeutschen Sprachraum zu sagen pflegt: aufgebrezelt); jede von ihnen möchte die Schönste sein. Auch die besonders Hässlichen unter ihnen, die nicht von Natur aus mit aphroditischer Reinheit Gesegneten malen sich an, maximalverschönern sich in der Hoffnung, auf dieser Party einen abzukriegen. Sie alle wollen auf dieser Party einen abkriegen, sie alle wollen genommen werden. Später hört man das Tacken ihrer Absätze auf dem Flur. In hochhackigen Stiefeln, die jungen Stuten reiten vom Hof.</p>
<p>Die Künstlichkeit der Verschönerung war und ist in jeder Epoche etwas aufgesetztes, eine große Maskerade auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten; die Annäherung an das jeweilige Schönheitsideal von jeher ein künstlich herbeigeführter Schaffungsprozess, ein nach aussen gerichtetes Modellieren. So einigte man sich stets auf ein entsprechendes Äusseres, eine Geschmacksgleichschaltung: die Wespentaille in den 50er Jahren, Puder und Mieder der Renaissance, Rubens barocke Körperformen des 16. Jhdt.</p>
<p>Der Körper ist ein Tempel, eine Trutzburg und bis an das Lebensende eine perpetuelle Baustelle. Trotz medieninduzierter Trugbildverblendung, der Disneyisierung des Äusseren &#8211; digital manipulierte Gesichter auf Hochglanzmagazinen, Idealisierung übermenschlicher Attribute, Liposuktion dort, wo sonst nichts mehr hilft &#8211; beruhigt es mich zu sehen, dass diese einfachen Werbungsprozesse von Natur aus noch funktionieren. Und doch: Die pubertäre Unsicherheit über die eigene maximale Angepasstheit in den Blicken dieser Mädchen lässt mich manchmal eigenartiges Mitleid verspüren.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=3969&amp;md5=94d1b3122e4d87d819ad5f870cdaede2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Med-o-mat</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 08:51:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[No Name No Slogan]]></category>
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		<category><![CDATA[konsum]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieser Automat ist toll. Er steht im Untergeschoss des Münchner Hauptbahnhofs. Direkt gegenüber befindet sich das WC Center, das aussieht wie die Himmelspforte, alles supersteril, permanent umweht von einem Zitrone-Desinfektionsgeruch, hier will ich eines Tages nach dem Ableben gerne empfangen &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/02/05/med-o-mat/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2010/02/IMG_1374.jpg" rel="lightbox[3859]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3865" title="Med-o-mat" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2010/02/IMG_1374-185x185.jpg" alt="" width="185" height="185" /></a>Dieser Automat ist toll. Er steht im Untergeschoss des Münchner Hauptbahnhofs. Direkt gegenüber befindet sich das WC Center, das aussieht wie die Himmelspforte, alles supersteril, permanent umweht von einem Zitrone-Desinfektionsgeruch, hier will ich eines Tages nach dem Ableben gerne empfangen werden. Profan betrachtet macht man dort aus dem kleinen Geschäft nichts anderes als Big Business, Männer pinkeln für 80 Cent, bekommen dafür aber auch extra Baby-Wickelräume und Spiegel mit kleinen Tischen davor. Früher hieß das alles mal McClean, ist aber schon lange her. Nun, und gegenüber diesem sanitären Nobelschuppen steht also dieser Erste-Hilfe Automat, der dort vom Gesundheitszentrum aufgestellt wurde. Auf dem ersten Blick sieht er, bis auf das knallige Rot einem Zigarettenautomaten zum Verwechseln ähnlich. Nur dass man ausser Gauloises und Lucky Strike eben Taschentücher, Rettungsdecken und Mundsprays ziehen kann, bei Bedarf aber auch Grippe-, Drogen- und Harnwegstest und &#8211; meine Favoriten &#8211; Prostatakrebs- und Schwangerschaftstest bekommt! Genial. Ich meine, man geht dorthin um sich was zum Quarzen zu holen, steckt sich das Ding dann in dem Mund und stellt fest: Scheiße, ich bin Schwanger! Oder nuckelt anstatt an der Fluppe am Prostatakrebsvorsorgetest. Ironie des Schicksals, wenn dieser Test dann positiv ausfällt.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=3859&amp;md5=301b89319ac11f22fbec002a21b1d4bf" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Diese vier Wände</title>
		<link>http://himmelende.de/2010/01/24/diese-vier-wande/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 11:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stories]]></category>
		<category><![CDATA[alltag]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[monolog]]></category>
		<category><![CDATA[uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Chaostage vor dem Erstsemester. Die endgültige Entscheidung nach Berlin zu gehen um dort zu studieren traf Ron im März Nullneun, als er im Badezimmer vor dem Spiegel stand und versuchte, sich die Nasenhaare mit einer spitzen, aber furchtbar stumpfen Nagelschere &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/01/24/diese-vier-wande/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Chaostage vor dem Erstsemester. Die endgültige Entscheidung nach Berlin zu gehen um dort zu studieren traf Ron im März Nullneun, als er im Badezimmer vor dem Spiegel stand und versuchte, sich die Nasenhaare mit einer spitzen, aber furchtbar stumpfen Nagelschere zu stutzen. &#8220;Bitte fall jetzt nicht ins Klo! Bitte fall jetzt nicht ins Klo! Bitte fall jetzt…&#8221; Platsch!<br />
Und natürlich fiel die Nagelschere ins Klo, denn immer dann, wenn man besonders möchte, dass Dinge nicht passieren, passieren sie erst recht, so als ob sie es absichtlich täten. Damals wollte er nicht nach Berlin, er konnte sich noch recht gut an diesen Morgen erinnern; aber nur wenig später traf er eine Entscheidung und schuf Fakten. Der Kaffee tröpfelte gluckernd durch das aufgeweichte Filterpapier; Maschinenzischen, während sie die braune Flüssigkeit durch die verkalkten Leitungen drückte. Mühsames, aber treues Gerät.</p>
<p>Er stand mit nacktem Oberkörper vor dem Spiegel und seine Nippel wurden hart, der rosakräuselnde Hof drumherum bekam kleine Dellen und Spitzen, es war ja erst März und noch kalt und im Bad ging wieder mal die Heizung nicht. Er hatte den Kopf in den Nacken gelegt, so weit nach hinten, dass er die Wölbung seiner Backen am unteren Sichtbereich als doppelte Geisterhügel wahrnahm; inspizierte die Tiefe seiner Nasenlöcher, der schwarze Schlauch in sein Hirn, aus dem all diese Gedanken flossen. Die Schere war entweder zu stumpf oder seine Nasenhaare zu borstig, jedenfalls kostete es ihm einige Mühe, drei giftig herausstehende Haare abzuschneiden, kurz bevor ihm die Schere aus den Fingern glitt und ins Klo plumpste.</p>
<p>Vor einem Jahr war er noch ein Seelchen, die Ruhe selbst. Er dachte, so schlimm kann das doch nicht werden: Erst Studienplatzsuche, dann einschreiben, hinziehen, reinsetzen, zuhören, bei Zeiten mal in den einen oder anderen Studentinnenpopo kneifen, <abbr title="Was ist denn, mein Liebling?" lang="de">qu’est-ce qu&#8217;il ya, ma chérie?</abbr>, und sich auf ein enthaltsames, aber den Intellekt kitzelndes studentisches Dasein freuen. Allein schon deswegen sollte er Reisaus nehmen, neue Nervennahrung fürs Gehirn, Soulfood, kreativer Input, Drama, Baby! Er brauchte einen Tempowechsel, das monotone Gefühlsgeprassle hier ermattete ihn. Doch dann hagelte es die ersten Ablehnungsbescheide, Träume platzten reihenweise und er stand vor neuen Tatsachen. Für einen Verzweiflungsspezialisten wie Ron ging jedoch nach den ersten Absagen die Welt nicht gleich unter. Nur soviel war sicher: Eine Entscheidung musste her. Bald, denn langsam fielen ihm schon wieder die Haare aus.</p>
<p>Immer dann, wenn es am schönsten ist soll man die Party verlassen. Immer dann, wenn man beginnt sich irgendwo &#8220;heimelig&#8221; zu fühlen (das Wort klingt so bekackt, aber es ist ein gutes Wort) und alles um einen herum langsam zur Gewohnheit wird, sollte man den Ort wechseln. Wenn der Alltag beginnt, sich wie ein großer vollgefressener rosa Wal einem auf die Füße zu legen, muss man abhauen. &#8220;Bleibe unverhaftet mit den Dingen dieser Welt&#8221;, riet ihm sein persönlicher Obi-Wan, sein Guru, der immer den richtigen Tip parat hatte, wenn es brenzlig wurde. „Es wird mal wieder Zeit, mir selbst den Arsch zu retten“, dachte Ron. Berlin ist nicht gleich Kamchatka, es ist nicht Wellington und es ist nicht Aix-en-Provence; aber es ist auch keine bequemlichkeitsgetriebene Alternative. Denn die wäre, einfach hier zu bleiben und auszuharren und in ausgeloteten Gewässern zu fischen. Bis man eines Tages an der Kasse von Aldi-Süd austickt und mit Rinderhack um sich wirft, wenn alles glatt läuft. Und eines Tages entdeckst du, dass all deine Schreie und all dein Schweigen bloß hohle Posen waren.</p>
<p>Ungeachtet der morgentlichen Nasenhaarproblematik konstatierte Ron an diesem Tag, dass mehr als Befindlichkeitsmonologe momentan einfach nicht drin seien. Dann zog er sich an, um auszuziehen.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=2591&amp;md5=143a2f196ff47be420e5d7763d23fb25" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Über die zweifelsfrei wohltuende Wirkung eines Stuhlgangs (aber nur bei einem selbst)</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 11:38:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir Menschen haben schon ein recht ambivalentes Verhältnis, was das sekretieren von Fäkalien betrifft. Oder anders ausgedrückt: Das Scheißen stimmt mich nachdenklich. (Über derbe Sachthemen schreibt man am Besten Frühmorgens, wenn der Verstand sich noch nicht ganz eingerenkt hat). Interessanterweise &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/01/21/uber-die-zweifelsfrei-wohltuende-wirkung-eines-stuhlgangs-aber-nur-bei-einem-selbst/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir Menschen haben schon ein recht ambivalentes Verhältnis, was das sekretieren von Fäkalien betrifft. Oder anders ausgedrückt: Das Scheißen stimmt mich nachdenklich. (Über derbe Sachthemen schreibt man am Besten Frühmorgens, wenn der Verstand sich noch nicht ganz eingerenkt hat). Interessanterweise machte ich diese Feststellung, als ich ein junges Pärchen in der Trambahn beobachtete, was ja jetzt nicht unbedingt primär etwas mit Exkrementen zu tun hat.</p>
<p>Die beiden standen auf, warteten an der Tür, er dicht hinter ihr; beide trugen Jogginghosen, seine Hand glitt herab über ihren Popo, tätschelte ihn leicht. Das gefiel mir, wie schön wenn zwei sich lieben. Jedoch blieb seine Hand nicht dort, sie rutschte weiter zwischen ihre Pobacken und dann noch ein kleines Stückchen weiter nach unten, wo er sie langsam zu kneifen begann. Jetzt bin ich weiß Gott nicht bieder aber in diesem Augenblick war mir diese eindeutig sexuell konnotierte Geste einfach irgendwie penetrant, ja richtiggehend zuwider.</p>
<p>Nun ist das ja nichts magisches, was dort passierte. Menschen machen das öfter, sich mal hier und mal dort in den Schritt zu fassen; für junge Paare ist das nichts aussergewöhnliches, wenn auch nicht unbedingt in der Öffentlichkeit. Michael Jackson machte das praktisch permanent. Mit dem Unterschied, dass Jacko demonstrativer Selbstbegrapscher war und dafür Millionen kassierte. Na jedenfalls: Was beim Anblick der Anderen irritiert, ist für einen selbst nicht weiter schlimm, im besten Falle sogar angenehm. Und damit musste ich unweigerlich an das Kacken denken.</p>
<p>Ist es für einen selbst nicht ein heilsbringendes Gefühl richtig aufs Klo gehen zu können? Was für eine Wohltat kann ein ordentlicher Schiss sein, wenn nichts drückt und schmerzt und alles flutscht wie man will. Was für eine Erleichterung, endlich in seiner Not zu dürfen, wenn man dringend muss. Aber: Bloß bei einem selbst. Denn wird man mit dem Kacken der Anderen konfrontiert, rümpft man gleich die Nase und wird von einem basalen Ekelgefühl geschüttelt. Wie widerlich ist es, auf eine öffentliche Toilette zu gehen und der akustischen Klangvielfalt aus der nächsten Kabine lauschen zu müssen, während der Nebenmann schwer mit der Absonderung von Verdauungsprodukten beschäftig ist. Von den olfaktorischen Eindrücken ganz zu schweigen. Was bei einem selbst also hui ist, ist bei anderen pfui. Ein Jeder riecht seinen eigenen Scheiß halt am Liebsten.</p>
<p>So, und während Sie nun vielleicht noch etwas über dieser Feststellung ihre Gedanken kreisen lassen &#8211; was für eine höhere Bedeutung das eventuell für das Sein, für die Gesellschaft und alle anderen Dinge im Universum haben könnte, etc. &#8211;  gehe ich jetzt erst mal ganz gepflegt auf die Toilette und lasse Sie mit diesem kleinen Knittelvers allein zurück.</p>
<p><em>&#8220;Alle stecken bis zum Hals in Scheiße.<br />
Ausser Reiner,<br />
der ist kleiner.&#8221;</em></p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=3713&amp;md5=c7caf3a5c4f0ed8294a978d222478b7d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Hallo Schmerz</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 22:56:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weil dieses Jahr so langweilig &#8211; langweiliglangweiliglangweilig und achgewöhnlich begann, dachte ich mir: Geh mal zum Zahnarzt, tu dir selbst was gutes und lass dir zur Feier dieses noch recht jungen 2010 so eine richtig schöne Wurzelbehandlung verpassen. (An das &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/01/18/hallo-schmerz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil dieses Jahr so langweilig &#8211; langweiliglangweiliglangweilig und achgewöhnlich begann, dachte ich mir: Geh mal zum Zahnarzt, tu dir selbst was gutes und lass dir zur Feier dieses noch recht jungen 2010 so eine richtig schöne Wurzelbehandlung verpassen. (An das Geschriebene &#8220;2010&#8243; muss ich mich erst noch gewöhnen. Ich sag derweil &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Agenda_2010">zwanzig-zehn</a>&#8220;, das kenne ich schließlich noch aus 2003.)<br />
Also: Andere Leute kaufen sich teure Wässerchen und Anzüge, Brioni und Barbour. Und ich, ich leiste mir halt eine gute Zahnbehandlung mit ordentlich Selbstzuzahlung, die Krankenkasse meint nämlich, ich hätte die von mir gewünschte Behandlungsmethode gar nicht nötig. Sagt sie, also die Krankenkasse. Meine Zahnwurzel sagt da etwas anderes. Aber egal, ich will da jetzt nicht kleinlich sein.</p>
<p>Rechne für diesen Tag also mit maximalen Schmerzen. Solche ich-weiß-dass-ich-später-noch-zum-Zahnarzt-muss-und-es-könnte-eventuell-ziemlich-weh-tun Tage beginnen häufig mit allgemeinen Unbehagen, Magenschmerzen, feuchten Händen, etc. Schütte also eine zähnelockernde Menge Kaffee in mich hinein und brabble los wie ein Heilbutt auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Phentermin">Phentermin</a>. Bravouröser Dienstagnachmittag. (Das mit dem Kaffee rächt sich später, auf dem Stuhl, als meine Anspannung wächst und so unverschämt stark auf die Blase drückt, dass ich mir gleich noch eine zweite Lokalanästhesie verpassen lasse.)<span id="more-3622"></span></p>
<p>Auf dem Weg zum Zahnarzt, ich bin bereits sehr angespannt, eine unzumutbare 1A Verklemmtheit auf zwei Beinen sozusagen, sorgt Springers Großbuchstabenpresse zumindest für kurzzeitige Ablenkung. Mich amüsiert die abgeschmackte Majuskelprotzerei dieser Zeitung. Da arbeiten nämlich wirklich viele Menschen die wirklich viel Resthirn zusammenkratzen, um sich diese Titel auszudenken. Aufgrund koffeininduzierter Hibbeligkeit bekomme ich die Schlagzeile diesmal jedoch nur mit einem halben Auge mit, gut möglich, dass sie gar nicht so lautete.</p>
<p><strong>&#8220;Experte warnt Eltern: Christkind &#8211; Kinder sollen Wahrheit erfahren.&#8221; </strong></p>
<p>Ich versuche es zwei mal, begreife es aber nicht; wahrscheinlich vermag ich den dargebotenen Bedeutungstiefgang aufgrund Schmerzerwartungsherbeigeführter innerer Umtriebigkeit nicht in seinem vollsten Tiefgang auszuloten. Vielleicht verursacht laut Experten die Entmystifizierung solch kindlicher Illusionen wie z.B. Osterhase, Weihnachtsmann und die Einschläferung Benjamin Blümchens diverse Rissbildungen im präpubertären Oberstübchen, ich weiß es nicht. Und ganz unter uns: Es ist mir auch egal.</p>
<p>Beim Zahnarzt angekommen lege ich mich auf den Stuhl, das Gespräch ist knapp. Dann wird es auch gleich etwas sexuell. Der Silikonschutz in meinem Mund, der mein Gebiss weit auseinanderspreizt ist so SM, dass ich mich geniert fühlen würde, wäre er nicht blau sondern schwarz. Ich sehe mein Spiegelbild ganz klein und verzerrt im Schirm der Lampe über mir und was ich sehe ist bizarr, denn dort liegt etwas Degeneriertes mit Riesenkopf und Zwergenfüßen, das entfernt an eine dieser Gummipuppen für die männliche Triebabfuhr aussieht. Oder wie Munchs &#8220;Der Schrei&#8221;, Version zwanzig-zehn, &#8220;Beim Zahnarzt&#8221;.</p>
<p>Die Behandlung beginnt und ich suche mir einen Punkt an der Decke, den ich von jetzt an die nächsten zwei Stunden nicht mehr aus den Augen lassen werde. Irgendetwas riecht nach Chlor, was mich witzigerweise beruhigt. Meine Eltern leiteten in den 80ern jeweils für ein paar Wochen im Sommer eine Gaststätte in einem Freibad. Als Kind verbrachte ich dort jeden Tag, aß mit Fingern Pommes aus ketchupdurchweichten Papiertüten, lag in der Sonne, ging schwimmen, spielte bei den Eltern in der Gaststätte, Geborgenheit, das Freibad als Lebensprinzip. Seit dieser Zeit hat Chlorgeruch eine eigenartig beruhigende Wirkung auf mich. Die anderen Gerüche während der Behandlung sind allerdings nicht minder interessant. So riecht es später zum Beispiel einmal nach Croissants, als dünne heiße Stifte in mein Zahnfleisch gesteckt werden. Ich spüre davon nichts, ich rieche es bloß. Eigenartig, wenn etwas verführerisch gut duftet und man erst später merkt, dass es das eigene kokelnde Fleisch war.</p>
<p>Der Arzt meint es gut, er spritzt meine halbes Gesicht taub, so hoch ist die Dosis. Fazialmuskulär ist damit halbseitig für den Rest des Tages Schicht im Schacht. (Später wird meine Freundin bei dem Versuch, mich anständig zu küssen behaupten, es fühle sich an wie ein Stück Putenfleisch, bloß wärmer; oder wie ein Marshmallow, bloß weniger süß.)</p>
<p>Die Behandlung zieht sich, fast wird es langweilig. Ich warte auf den Schmerz. Er kommt spät. Aber dann ist er da und unmissverständlich und gewaltig. Dann umarme ich ihn, spendiere ihm ein warmes Hallo. Ich meine, ich freue mich nicht, dass er da ist; ich sage nicht: &#8220;Hey Schmerz, schön dass du da bist, komm, machen wir uns einen tollen Nachmittag.&#8221; Ich würde wirklich lieber gerne ohne ihn auskommen, diesen alten Wichser. Aber wo er schon mal da ist, kann ich ja eine Runde mit ihm um den Block drehen. So aus Seltbsterfahrungsgründen versteht sich.</p>
<p>Schmerz gehört doch irgendwie zum Leben dazu. Er zeigt einem unmissverständlich, dass man am Leben ist. Zwischenzeitlich gibt es immer wieder abwechselnd langanhaltendende Phasen der Schmerzfreiheit. Aber früher oder später ist er wieder da. Also stellt man sich besser schon mal darauf ein.</p>
<p>Ich bin kein Masochist, ich fahr nicht ab auf Schmerzen. Aber heute beim Zahnarzt, da bietet sich mir das bunte breite Schmerzspektrum. Ich fühle mich in den Schmerz hinein, wenn ich ihm schon nicht ausweichen kann; versuche ihn zu erkunden, ihm nachzufolgen. Und dabei erkenne ich mehrere Abstufungen.</p>
<p>1) Der Pochende, dumpf Pulsierende. Dabei ist eine ganze Fläche betroffen, der Schmerz strahlt, er hat eine &#8220;Aura&#8221;, ähnlich der Kälte, die Menschen ausstrahlen, wenn es Winter ist und sie durchgefroren in die U-Bahn steigen. Ein weiterer Reiz innerhalb dieser Aura wird nur dann registriert, wenn dieser neue Schmerzimpuls größer ist, als der bereits bestehende. Diese Schmerzaura baut sich langsam auf und irgendwann erreicht man einen Punkt, an dem es viel zusätzlichen Schmerzes bedarf, damit dieser überhaupt noch hervortritt. Irgendwo steht bestimmt etwas ganz schlaues darüber, Anhebung der Schmerztoleranzgrenze, oder so etwas in der Art.</p>
<p>2) Der Kriechende, kurz Stechende. Er ist aber nicht von Dauer und in einer Intensität, die noch auszuhalten ist. Dabei entsteht ein Reiz, der Nerv ist &#8220;genervt&#8221;, er beschwert sich noch eine Zeit, pulst nach, vielleicht 20, 30 Sekunden, dann schwillt er wieder ab. Er bleibt nicht, er strahlt nicht.</p>
<p>3) Das ist die Königsklasse, die Formel-1 der Schmerzreize. Ganz kurz, ganz heftig. Meist als letzte Steigerung zu Schmerz #2, sozusagen dessen i-Tüpfelchen. Der Schmerz baut sich also auf, langsam und immer drängender und dann erreicht er ein Spitze, die einen wie ein Hammer trifft. Die genaue Herkunft ist schon nicht mehr zu lokalisieren, er ist irgendwie omnipräsent. Man kneift die Augen zusammen, legt die Stirn in Falten, allüberall Anspannung; die Atmung beschleunigt sich, der Körper verkrampft sich, alles sticht und kribbelt. Das ist diese eine Sekunde kurz bevor man wirklich laut losschreien würde. Aber auch diesen Schmerz kann man fokussieren, wenn auch nur für kurze Zeit.</p>
<p>Als ich dort auf dem Stuhl lag, konfrontiert mit mehr oder weniger fröhlichkeitsstiftenden Schmerzschattierungen wurde mir bewusst, wie sehr mir bei der Schmerzbewältigung die Erfahrungen aus dem Laufen helfen. Laufen kann so viel mehr für einen tun, nicht nur bloße Verbesserung des Selbstwertgefühles durch Gewichtsabnahme und Konditionsverbesserung. Ich kann mich besser auf einen Schmerz fokussieren, gehe mit ihm. Das hört sich vielleicht Schizophren an aber ich laufe dort beim Zahnarzt in Gedanken eine Strecke.</p>
<p>Wenn nach 15 Kilometern, noch ein, zwei, drei Kilometer zu absolvieren sind, die Schuhe reiben, Knie schmerzen, Waden sich verkrampfen und Schweiß in die Augen läuft, dann subsumieren sich die körperlichen Strapazen in einen mentalen Bewältigungsprozess. Durchhalten, aushalten, weitermachen. Das lernt man beim Laufen. Den Willen bündeln.</p>
<p>Genug Selbsterkenntnis. Als alles vorbei ist, fühle ich mich eigentlich ganz gut, bloß ein wenig gaga. Trinken geht auch zwei Stunden nach der Behandlung noch nicht richtig, ich kann die Lippen nicht genügend spitzen. Was ich mit dem Strohalm in meinen Mund befördere, droht halbseitig wieder heraus zu fließen; beim Essen bewegt sich nur die eine Hälfte der Gesichtsmuskeln, was ziemlich bescheuert aussieht. Später kaufe ich meiner Freundin noch ein Paar Rosen, es ist Abend und unser Zweijähriges. Als ich ihr die Blumen überreich konzentriere ich mich wirklich, aber ausser einem &#8220;Iff liebe diff!&#8221; bekomme ich nichts anständiges heraus. Sie lacht und nimmt mich an der Hand, zu sich nach Hause und versorgt und pflegt mich mütterlich.</p>
<p>Auf Wiedersehen, Schmerz. Kann zwar nicht sagen, dass es schön war mit dir, aber wir werden uns wiedersehen.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=3622&amp;md5=195b2280cb8da0781b4b55ebf0c6c1a7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Woche in 140 Zeichen</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 03:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Reglose Füße unter Toilettenkabinentüren haben etwas Demütiges, ja Friedfertiges. Die Defäkationshaltung ist eine Demutshaltung. # Schnell diesen Tweet noch fertig schreiben, bevor der Rechner neust # ☞ ♨ ✔ # Wörterinflation, now! # Fühle mich der Allverbundenheit der Ereignisse zeitweise &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/11/09/die-woche-in-140-zeichen-20/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul class="aktt_tweet_digest">
<li>Reglose Füße unter Toilettenkabinentüren haben etwas Demütiges, ja Friedfertiges. Die Defäkationshaltung ist eine Demutshaltung. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5533400982">#</a></li>
<li>Schnell diesen Tweet noch fertig schreiben, bevor der Rechner neust <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5531988762">#</a></li>
<li>☞ ♨ ✔ <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5531280706">#</a></li>
<li>Wörterinflation, now! <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5530388749">#</a></li>
<li>Fühle mich der Allverbundenheit der Ereignisse zeitweise entrückt. Es muss irgendwie mit diesem Tag vor Montag zusammenhängen. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5530011416">#</a></li>
<li>listening to &#8220;Trust Tissue by I Scream Ice Cream&#8221; ♫ <a rel="nofollow" href="http://blip.fm/~g0gqy">http://blip.fm/~g0gqy</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5512627424">#</a></li>
<li>Don&#8217;t know what I&#8217;ve done but I feel afraid. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5511514581">#</a></li>
<li>Mächtig mutlos da prächtig wutlos. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5504148532">#</a></li>
<li>Ich sehe schon, ich bin heute wieder ein unerschöpflicher Pool mentaler Unzurechnungsfähigkeiten. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5501558642">#</a></li>
<li>Wenn mich heute nicht noch irgendjemand bespaßt, streike ich morgen. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5485350040">#</a></li>
<li>750 Gramm herzhaft gewürzte Gemüsepfanne später beschleicht mich ein seltsames Gefühl in der Magengegend. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5484292649">#</a></li>
<li>Alltag, Etwas <a rel="nofollow" href="http://himmelende.de/3029">http://himmelende.de/3029</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5479728087">#</a></li>
<li>Erblöde mich zu der irrigen Annahme, Gestern sei Heute. Wochenendfail. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5478016592">#</a></li>
<li>Sie können dich töten, aber die Rechtmäßigkeit, dich aufzuessen, ist weit haariger. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5474035683">#</a></li>
<li>Luzide und elegante Eingeständnisse der heutigen Niederlagen subsumieren sich in einem Punkt: gute Nacht. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5463590550">#</a></li>
<li>Scheitere am Nichtexistenzbeweis. Ich bin so hier. Und so müde. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5459042364">#</a><span id="more-3063"></span></li>
<li>Husten ist der Applaus des kleinen Mannes. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5456563430">#</a></li>
<li>Jetzt im Gasteig, Münchner Philharmonie.   <a rel="nofollow" href="http://yfrog.com/05sl6vj">http://yfrog.com/05sl6vj</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5445322223">#</a></li>
<li>Ständig in der letzten Reihe zu sitzen ist auch eine Lebensattitüde. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5416767638">#</a></li>
<li>Indigeniert wegen geringen Gekannt-Seins. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5415629748">#</a></li>
<li>I lost my bearings ten minutes ago. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5399670014">#</a></li>
<li>Baut schon mal bitte die Panierstation auf. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5387464798">#</a></li>
<li>&#8220;Schamgetriebene Freizeit-Spiritualisten entern Ketzer-TV.&#8221; Manchmal träum ich aber auch einen Scheiß. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5384476898">#</a></li>
<li>Gut, ich gehe dann mal ohnmächtig werden. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5374680679">#</a></li>
<li>Schweinegrippefurcht, viehische Hysterie. #<a class="aktt_hashtag" href="http://search.twitter.com/search?q=%23H1N1">H1N1</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5373311024">#</a></li>
<li>Since writing on twitter walls is done neither for critical acclaim, nor financial rewards, it is the purest form of art. Discuss. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5371309859">#</a></li>
<li>Gefühlte Ekstase: der Regen kommt seitlich. Grass würde sagen &#8220;Im Krebsgang&#8221;. Krass. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5368945015">#</a></li>
<li>Versuche, diesen Tag als &#8220;Tag des Geistes&#8221; zu etablieren. Bis jetzt erfolglos. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5362714194">#</a></li>
<li>Erste Erkenntnis des Tages: Ich weiche ab vom nahezu perfekten Protoplast. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5358755483">#</a></li>
<li>&#8220;Noch ein schönes Restwochenende&#8221;-Wünsche klingen doch auch sehr nach Discounter. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5336933929">#</a></li>
<li>Espressomaschine knausert. Tasse bleibt halb leer. Heute scheint nicht &#8220;Tag der Großzügigkeit&#8221; zu sein. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5336543180">#</a></li>
<li>Es ist spät. Zeit für die Heia. Ich mach die Augen zu und denk was Krauses. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5323676319">#</a></li>
<li>Jetzt im Herkulessaal in der Münchner Residenz. Generalprobe des BR Orchesters.  <a rel="nofollow" href="http://yfrog.com/j3pkmj">http://yfrog.com/j3pkmj</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5310888163">#</a></li>
<li>I want to tell you: my head is filled with things to say. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5256928198">#</a></li>
<li>Meine Güte, meine Tüte. Was ist drin? DFW Opus Magnum, Unendlicher Spass.  <a rel="nofollow" href="http://yfrog.com/0kzdnwj">http://yfrog.com/0kzdnwj</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5175900603">#</a></li>
<li>Leide an einer verborgenen degenerativen rezidivierenden Seelenfäule. Ach. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5175370377">#</a></li>
<li>Blinder Aktionismus.  <a rel="nofollow" href="http://yfrog.com/0ignlhj">http://yfrog.com/0ignlhj</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5147513760">#</a></li>
<li>Gehirnfasching <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5146630431">#</a></li>
<li>Guttenberg&#8217;sche Forstverwaltung oder Guttenberg&#8217;sche Unschärferelation? <a rel="nofollow" href="http://bit.ly/16ajrJ">http://bit.ly/16ajrJ</a> <a rel="nofollow" href="http://twitpic.com/mkygm">http://twitpic.com/mkygm</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5094562511">#</a></li>
<li>Ich habe keinen Freundeskreis. Bei mir ist das eher ein unspezifisches Vieleck mit n-Punkten. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5091799469">#</a></li>
<li>Ja genau. Probiert den mal. <a rel="nofollow" href="http://yfrog.com/5asuwj">http://yfrog.com/5asuwj</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5066805825">#</a></li>
<li>Erstsemesterempfang an der LMU. <a rel="nofollow" href="http://yfrog.com/0h1l5jj">http://yfrog.com/0h1l5jj</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5066283301">#</a></li>
<li>Schon der Führer drückte diese Schulbank. <a rel="nofollow" href="http://yfrog.com/0blygyj">http://yfrog.com/0blygyj</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5040417945">#</a></li>
<li>Die Aufforderung zum koalitionsinternen &#8220;Fingerhakeln&#8221; wird Herr Schäuble wohl ausschlagen müssen. <a rel="nofollow" href="http://twitpic.com/m9vxt">http://twitpic.com/m9vxt</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5026322081">#</a></li>
<li>Sometimes I feel like throwing my hands up in the air. ♫ <a rel="nofollow" href="http://blip.fm/~f491b">http://blip.fm/~f491b</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/5020094329">#</a></li>
<li>Dumm fickt gut und der Klügere gibt nach. Genau das sind die Gründe, warum wir von einer Heerschaar Idioten regiert werden. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/4974208353">#</a></li>
<li>Ich denke, wir werden das Feld von hinten aufrollen und dann das Gras von unten wachsen sehen. #<a class="aktt_hashtag" href="http://search.twitter.com/search?q=%23uni">uni</a> #<a class="aktt_hashtag" href="http://search.twitter.com/search?q=%23lmu">lmu</a> #<a class="aktt_hashtag" href="http://search.twitter.com/search?q=%23germanistik">germanistik</a> #<a class="aktt_hashtag" href="http://search.twitter.com/search?q=%23erstsemester">erstsemester</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/4965317014">#</a></li>
<li>Paraphrasieren hat weder was mit frisieren noch mit rasieren zu tun. #<a class="aktt_hashtag" href="http://search.twitter.com/search?q=%23wiederwasgelern">wiederwasgelern</a>t <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/4942543897">#</a></li>
<li>Fällt der Bauer tot vom Traktor, ist in der Nähe ein Reaktor. #<a class="aktt_hashtag" href="http://search.twitter.com/search?q=%23wiederwasgelern">wiederwasgelern</a>t <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/4941029880">#</a></li>
<li>Erkenntnis des Tages: Rad ab am Fahrrad heißt, dass Fahrrad kein Rad hat. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/4940300505">#</a></li>
<li>Finde auf dem guten alten Globus aka analoges Google-Maps Mauritius nicht. Liegt das am alten Kartenmaterial oder ist&#8217;s schon untergegangen? <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/4939097312">#</a></li>
<li>Da hinten liegt dann wohl der Topf mit den Goldstücken versteckt. #<a class="aktt_hashtag" href="http://search.twitter.com/search?q=%23regenbogen">regenbogen</a> <a rel="nofollow" href="http://yfrog.com/edo38j">http://yfrog.com/edo38j</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/4810417126">#</a></li>
<li>Aaaaaaaaargh!!! #<a class="aktt_hashtag" href="http://search.twitter.com/search?q=%23internationaler">internationaler</a>-frust-herausschrei-tag <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/4805433357">#</a></li>
<li>Kraft sammeln für Scheisszeiten. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/4784955127">#</a></li>
<li>I love Humbug. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/4534480026">#</a></li>
<li>Fear is your only god on the radio. ♫ <a rel="nofollow" href="http://blip.fm/~e5sxo">http://blip.fm/~e5sxo</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/4520756924">#</a></li>
<li>Betrachte gerade meine Bilder aus der MRT. Unheimliches Gefühl, scheibchenweise ich. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/4499404917">#</a></li>
<li>What about the night, makes you change, oh from sweet, to deranged? ♫ <a rel="nofollow" href="http://blip.fm/~e20bf">http://blip.fm/~e20bf</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/4465666636">#</a></li>
<li>Immatrikuliert, Yesss! Erstsemester, here we go! <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/4336370088">#</a></li>
<li>RT @lazyb0y: Na gut. Vielleicht doch CDU? <a rel="nofollow" href="http://tinyurl.com/n56jhp">http://tinyurl.com/n56jhp</a> (via @<a class="aktt_username" href="http://twitter.com/Deef">Deef</a>) <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/4298762610">#</a></li>
<li>Hebammen im Einsatz, Demo am Odeonsplatz. #<a class="aktt_hashtag" href="http://search.twitter.com/search?q=%23M">M</a>ünchen  <a rel="nofollow" href="http://twitpic.com/ikd8t">http://twitpic.com/ikd8t</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/4143460373">#</a></li>
<li>Jetzt zur Uni. Mal anhören, wie das mit dem neuen Studiengang &#8220;Sprache, Literatur, Kultur&#8221; so abläuft. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/4141741940">#</a></li>
<li>Zügelt eure Erwartungen. Ist mal wieder doch bloß Montag. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/4141013218">#</a></li>
<li>The 2nd worst Rave I&#8217;ve ever been to <a rel="nofollow" href="http://bit.ly/VLwFW">http://bit.ly/VLwFW</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/4111419606">#</a></li>
<li>Ich probiere jetzt mal diesen DurchspülungsTee. Mal sehen, was dabei rauskommt.  <a rel="nofollow" href="http://twitpic.com/icp38">http://twitpic.com/icp38</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/4110162695">#</a></li>
<li>Korrekt. Heißt jetzt &#8220;Bezahl viel zu viel&#8221; Funktion. #<a class="aktt_hashtag" href="http://search.twitter.com/search?q=%23app">app</a> #<a class="aktt_hashtag" href="http://search.twitter.com/search?q=%23iPhone">iPhone</a> #<a class="aktt_hashtag" href="http://search.twitter.com/search?q=%23Telekom">Telekom</a> <a rel="nofollow" href="http://twitpic.com/ibug4">http://twitpic.com/ibug4</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/4107282989">#</a></li>
<li>Down with orthography  <a rel="nofollow" href="http://twitpic.com/ib4nc">http://twitpic.com/ib4nc</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/4104406898">#</a></li>
<li>Willkommen auf der Wiesn.  <a rel="nofollow" href="http://twitpic.com/i9ynu">http://twitpic.com/i9ynu</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/4098773113">#</a></li>
<li>Online immatrikuliert, Wohnung gefunden! Endlich!! Und alles an einem Tag, nachdem so lange nichts vorwärts ging. Life rulez!!!!!111elf <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/4038450986">#</a></li>
<li>Just searched for his song &#8220;You&#8217;re the Cocaine&#8221;. But this one is also great. ♫ <a rel="nofollow" href="http://blip.fm/~dd8w3">http://blip.fm/~dd8w3</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3990321913">#</a></li>
<li>Heizung an? Lange Laufunterwäsche? Wird das jetzt Winter oder was? #<a class="aktt_hashtag" href="http://search.twitter.com/search?q=%23sachmagehtsnoch">sachmagehtsnoch</a>t <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3978026183">#</a></li>
<li>Thou shalt not use poetry, art or music to get into girls&#8217; pants. Use it to get into their heads. <a rel="nofollow" href="http://bit.ly/xTffY">http://bit.ly/xTffY</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3963812890">#</a></li>
<li>Tag des offenen Denkmals &#8211; jemand Vorschläge, was sich lohnt in München anzusehen? <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3952436322">#</a></li>
<li>Nothing is real and nothing to get hung about. ♫ <a rel="nofollow" href="http://blip.fm/~dajq9">http://blip.fm/~dajq9</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3952114792">#</a></li>
<li>Ich bin dann mal weg. Tut derweil nichts, was ich nicht auch tun würde. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3937173474">#</a></li>
<li>listening to &#8220;Giant Sand &#8211; Stranded Pearl&#8221; ♫ <a rel="nofollow" href="http://blip.fm/~d8ys1">http://blip.fm/~d8ys1</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3933475710">#</a></li>
<li>Leide heute unter Realitätsverzerrung. Oder der Tag läuft tatsächlich nur mit 15 frames per seconds. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3932177679">#</a></li>
<li>Guten Tag. Ihre Existenzberechtigung bitte. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3930947069">#</a></li>
<li>Wach. Endlich. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3930125503">#</a></li>
<li>Seit wann assoziiert die Pumpernickelindustrie ihr Produkt mit Liebespärchen?   <a rel="nofollow" href="http://twitpic.com/haq8m">http://twitpic.com/haq8m</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3909160452">#</a></li>
<li>Today&#8217;s To Do:  <a rel="nofollow" href="http://twitpic.com/hal16">http://twitpic.com/hal16</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3908176196">#</a></li>
<li>This is the end.  <a rel="nofollow" href="http://twitpic.com/haij9">http://twitpic.com/haij9</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3907714354">#</a></li>
<li>No Marilyn. Go fuck YOURSELF!  <a rel="nofollow" href="http://twitpic.com/h7cfn">http://twitpic.com/h7cfn</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3890625407">#</a></li>
<li>Nein Mr. Mais, ich soll kein Knoblauchbrot von fremden&#8230; fremden überdimensionierten Maiskolben nehmen.  <a rel="nofollow" href="http://twitpic.com/h6tuv">http://twitpic.com/h6tuv</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3887251930">#</a></li>
<li>Lasst euch bloß nicht erwischen. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3859520526">#</a></li>
<li>Melody day where have you gone, and the hope I had is dying. ♫ <a rel="nofollow" href="http://blip.fm/~d0xuw">http://blip.fm/~d0xuw</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3836387388">#</a></li>
<li>We can get right tanked up and go home and have a fight. ♫ <a rel="nofollow" href="http://blip.fm/~czmen">http://blip.fm/~czmen</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3822673508">#</a></li>
<li>Och nö bitte nich. #<a class="aktt_hashtag" href="http://search.twitter.com/search?q=%23Versp">Versp</a>ätung  <a rel="nofollow" href="http://twitpic.com/guf89">http://twitpic.com/guf89</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3819026464">#</a></li>
<li>Knifflig: Wer kann auf diesem Foto den Camouflage-Porsche finden?  <a rel="nofollow" href="http://twitpic.com/gu5em">http://twitpic.com/gu5em</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3817447557">#</a></li>
<li>30 Grad draußen und die verkaufen Glühwein bei Aldi.   <a rel="nofollow" href="http://twitpic.com/gu10z">http://twitpic.com/gu10z</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3816666117">#</a></li>
<li>durchforste stellenweise Stellenanzeigen. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3797120884">#</a></li>
<li>Also entweder halb oder gar nicht. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3753241949">#</a></li>
<li>Kann mal bitte jemand Libyen auflösen? Oder besser gleich zerschlagen. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3752610504">#</a></li>
<li>RT @Deef: Das Wahlplakat der Kollegen von @<a class="aktt_username" href="http://twitter.com/extra3">extra3</a> traf nicht den SPD-Geschmack. Man verdeckt und ruft die Polizei: <a rel="nofollow" href="http://bit.ly/pNIkK">http://bit.ly/pNIkK</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3730102272">#</a></li>
<li>Die einen sagen so, die anderen sagen so. Und ich sag: soso. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3710140124">#</a></li>
<li>Puh, fast hätte ich meinen Haustierschlüssel vergessen. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3691311768">#</a></li>
<li>Heiß. Aber nur ein ganz kleines bisschen.  <a rel="nofollow" href="http://twitpic.com/g3awt">http://twitpic.com/g3awt</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3690142083">#</a></li>
<li>Wenn man sich mit dem kleinen Finger lange genug im Ohr pult, wird einem ganz schön schwummerig. So muss sich Apnoetauchen anfühlen. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3688894387">#</a></li>
<li>Das erste mal geschafft, die aktuelle Zeit komplett zu lesen. Und das vor Donnerstag. Ich bin so glücklich. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3687873188">#</a></li>
<li>Oh no! I know a dirty word. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3685295247">#</a></li>
<li>Ich führe jetzt auch Sondierungsgespräche. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3684309987">#</a></li>
<li><a rel="nofollow" href="http://twitpic.com/ffpoa">http://twitpic.com/ffpoa</a> &#8211; Egal, wie heiss es heute wird: Immer schön fräsh bleiben. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3577564877">#</a></li>
<li>Things have gotten closer to the sun and I&#8217;ve done things in small doses.  ♫ <a rel="nofollow" href="http://blip.fm/~c9wrj">http://blip.fm/~c9wrj</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3532855334">#</a></li>
<li>If I had a soul to sell I&#8217;d buy some time to talk to my brain cell. ♫ <a rel="nofollow" href="http://blip.fm/~c4hx3">http://blip.fm/~c4hx3</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3472210091">#</a></li>
<li>5 KM in 15 Min. &#8211; Manche nennen das Marathon. Ich nenne das Sprinten. #<a class="aktt_hashtag" href="http://search.twitter.com/search?q=%23IAAF">IAAF</a> #<a class="aktt_hashtag" href="http://search.twitter.com/search?q=%23Berlin">Berlin</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3469758426">#</a></li>
<li>Marathonlauf der Männer, Finale in Berlin. Gleich gehts los. #<a class="aktt_hashtag" href="http://search.twitter.com/search?q=%23Leichtathletik">Leichtathletik</a>-WM <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3469511310">#</a></li>
<li>Startschuss Donnergrollen. Wer jetzt nicht gleich laufen geht, verliert. #<a class="aktt_hashtag" href="http://search.twitter.com/search?q=%23Gewitter">Gewitter</a> #<a class="aktt_hashtag" href="http://search.twitter.com/search?q=%23M">M</a>ünchen <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3449369535">#</a></li>
<li>People are fucking idiots. <a rel="nofollow" href="http://tumblr.com/xy92s26ri">http://tumblr.com/xy92s26ri</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3446902333">#</a></li>
<li>Right now I&#8217;m putting back the ey in Partey! <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3424338318">#</a></li>
<li>K.O.-Kriterium: Das korrekte Outfit für ein Vorstellungsgespräch beim Nike Store.  <a rel="nofollow" href="http://twitpic.com/eclc5">http://twitpic.com/eclc5</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3382633353">#</a></li>
<li>Neues Nike+ Sportband, neues Glück. 2009 Version mit besserem Display. Hoffentlich.  <a rel="nofollow" href="http://twitpic.com/ebzez">http://twitpic.com/ebzez</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3378572521">#</a></li>
<li>Waiting for my greater star. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3358748514">#</a></li>
<li>Mit Tarte au Chocolat auf der Terrasse.  <a rel="nofollow" href="http://twitpic.com/dz0wb">http://twitpic.com/dz0wb</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3326595215">#</a></li>
<li>Leckortung, Baubeheizung, Rissverpressung. Das sind genau meine Attribute, Baby.  <a rel="nofollow" href="http://twitpic.com/duxxb">http://twitpic.com/duxxb</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3309498258">#</a></li>
<li>Da hat sich wohl jemand eine kleine Auswahl an Laufschuhen mit in den Urlaub genommen, hm?   <a rel="nofollow" href="http://twitpic.com/ducdx">http://twitpic.com/ducdx</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3306179092">#</a></li>
<li>Einmal Handschuhe, immer Handschuhe.  <a rel="nofollow" href="http://twitpic.com/du9fd">http://twitpic.com/du9fd</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3305714363">#</a></li>
<li>Brüste  <a rel="nofollow" href="http://twitpic.com/du7qs">http://twitpic.com/du7qs</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3305459225">#</a></li>
<li>Immer noch im Dorf und schon im 4ten. Unbesiegbarkeitsgefühle im Benz, die Straße bin ich. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3305009473">#</a></li>
<li>Jetzt Aldi, Lidl, Penny, Edeka und co., die gesamte Discounterwunderlandbreitseite. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3304875217">#</a></li>
<li>Jemand von euch beim diesjährigen Nike Human Race dabei? <a rel="nofollow" href="http://tumblr.com/xy92o665k">http://tumblr.com/xy92o665k</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3273131350">#</a></li>
<li>Bei Kilometer 3 eine Fliege verschluckt. Das Abendessen kann ich mir sparen. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3265747810">#</a></li>
<li>Trinkt noch schnell den Espresso und geht dann laufen.<br />
<a rel="nofollow" href="http://bit.ly/47TJmx">http://bit.ly/47TJmx</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3264161858">#</a></li>
<li>Die Werbehölle: Das ist die russische U-Bahn. <a rel="nofollow" href="http://himmelende.de/1767">http://himmelende.de/1767</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3263500560">#</a></li>
<li>Wer Stunden ohne Pflaster rennt, dem tags darauf der Nippel brennt. #<a class="aktt_hashtag" href="http://search.twitter.com/search?q=%23wiederwasgelern">wiederwasgelern</a>t <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3242909030">#</a></li>
<li>Namib (Trockenwüste in Westafrika) bedeutet &#8220;Ort wo nichts ist&#8221;. #<a class="aktt_hashtag" href="http://search.twitter.com/search?q=%23wiederwasgelern">wiederwasgelern</a>t <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3242407214">#</a></li>
<li>Der Emir bin ich. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3232074268">#</a></li>
<li>Danke, es geht mir gut. (Mehr als Befindlichkeitsbloggen ist momentan einfach nicht drin.) <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3224137757">#</a></li>
<li>Ich weiß warum zur Zeit alles scheisse ist: das ist der rückläufige Merkur. #<a class="aktt_hashtag" href="http://search.twitter.com/search?q=%23schwester">schwester</a> #<a class="aktt_hashtag" href="http://search.twitter.com/search?q=%23orakel">orakel</a> <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3222642728">#</a></li>
<li>Teufel auch <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3221775927">#</a></li>
<li>Last night we were tigers and tigers don&#8217;t wear pants. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3123199284">#</a></li>
<li>Zwei Cheeseburger später geht es ihm schlecht. Richtig schlecht. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3122953979">#</a></li>
<li>Ich twittere ab heute Klimaneutral. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3102550587">#</a></li>
<li>Erster Ablehnungsbescheid eingetrudelt. HDM Stuttgart wirds also nicht. Adieu Informationsdesign. <a class="aktt_tweet_time" href="http://twitter.com/fastHaiti/statuses/3102088335">#</a></li>
</ul>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=3063&amp;md5=3b9c60961e13c95015c738c9b6388c0e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Alltag, Etwas</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 14:16:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit zwei Scheiben Brot, vier Tassen Kaffe und einer reichlich überzogen naiven Vorstellung von dem, was dieser Tag so alles bringen könnte begann Foster. Oftmals ist eine große Portion Unbedarftheit zwingend notwendig, um nicht mit einem Kniefall aus dem Bett &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/11/06/alltag-etwas/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit zwei Scheiben Brot, vier Tassen Kaffe und einer reichlich überzogen naiven Vorstellung von dem, was dieser Tag so alles bringen könnte begann Foster. Oftmals ist eine große Portion Unbedarftheit zwingend notwendig, um nicht mit einem Kniefall aus dem Bett heraus zu beginnen und reumütig um den Tag herumzuschwänzeln, wenn er die ersten Strahlen durchs Fenster wirft; wie ein Demutsköter, der sein Herrchen scheut, bloß weil es die Hand hebt.</p>
<p>Der Morgen ist für Foster die Nacht der Seele. Die schlimmste Tageszeit, psychisch. Dementsprechend vorsichtig muss sie angefasst werden, sonst kommt es zu Eskalationen und das kann nicht absehbare Folgen für den weiteren Verlauf des Tages haben.</p>
<p>Es musste also genau die richtige Dosis Unbedarftheit und Honigbuttertoast gewesen sein, denn er schaffte den Tag und nicht umgekehrt, was oft genug passierte. Das merkte er aber zumeist erst dann, wenn der Abendvorhang fiel, samtschwer und purpur und ihm das Tagesgeschäft so auf die Nerven ging, dass ihm am Ende jedes einzelne Haar wehtat. An seiner Sensibilität für die Effekte strapaziösen Borderline-Journalismus musste er noch feilen, soviel stand fest, sonst würde er ziemlich bald von einer koronaren Herzkrankheit, einem ischämischer Apoplex oder den Folgen einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit dahingerafft werden, egal ob er dann noch der Risikogruppe der Schreibenden, der permanenten Selbstzweifel ausgesetzten Anpassungshelden angehören würde oder nicht.</p>
<p>Die Luft war spiegelkalt und die kühle Bedeutungsschwere der Nacht lag noch auf den Straßen, waberte als Nebel über der Asphaltstadt, als sich die Schemen alltäglicher Morgenroutine der Dinge feingliedrig wie Spinnenbeine ihm entgegenstreckten. Trambahnen und Autos und Busse, Relais und Hupen und Vergaser. Und dazwischen Menschengezwitscher und Vogelstimmen, schreckhafte Geräusche, die sich aus dem mechanischen Morgegrummeln vorsichtig herausschälten, als seien sie nur eine unwirtliche Interpretation der Realität; eine mögliche von vielen, ein karger Verdruss der Wirklichkeit. Es würde Großes passieren, die Zeichen waren eindeutig. Und Foster musste sich beeilen, um heil aus dieser Sache heraus zu kommen.<span id="more-3029"></span></p>
<blockquote><p>Diese Stadt kriegt uns noch, sie steckt uns tief in den Knochen.<br />
Wir können von Glück reden, wenn wir an einem Stück hier raus kommen.</p></blockquote>
<p>Alles begann mit großer Gelassenheit. In zwei Tagen würde das Oktoberfest beginnen. Das Millionendorf hübschte sich zu zweieinhalbfacher Größe auf, drehte die schillerndsten Pfauenfedern nach aussen und kehrte die Obdachlosen mit breitstrahligen Hochdruckreinigern vom Trottoir des Bahnhofs zurück unter die Brücken. Binnen zweier Tage würde hier der Wahnsinn ausbrechen und man merkte jetzt schon, wie ihre Behälter langsam vollliefen. Da musste man kein großer Aufmerksamkeitskünstler sein, es reichte aus, sich vor die Bahnhofshalle zu stellen und dabei zuzusehen, wie die Menschenwellen endlos an die Sicherheitsabsperrungen vor der Stahltristesse des Ausgangs brandeten. Nimmermüde Rolltreppenwürmer, die sich durch den Beton fraßen, schraubten die Horden auf dem Rücken ihrer gezackten Glieder auf die oberen Ebenen oder, diametral entgegengesetzt die Unteren.</p>
<p>Auf dem Rolltreppenwurm, auf dessen Rücken Foster hohlkreuzig wie eine don-quijoteske Karikatur stehend in den Untergrund ritt, statt Schild und Harnisch ein wohlwissendes Siegermienenspiel zur Schau tragend, es stünde der Untergang des Abendlandes kurz bevor und nur er allein könne sich mit seinem ganzen Gewicht lanzenspießend der Gefahr entgegenlehnen, um sie aufzuhalten, roch es nach getrocknetem Schweiß und Erbrochenem. Die stummen Zeitungsdiener waren voll von Sensation, blieben an der Oberfläche zurück und verschwanden bald aus seinem Sichtfeld. Am Bahnsteig des Untergrunds flanierten und posierten sie alle wie Wild, es war das Zenit der Balzzeit längst überschritten.</p>
<p>Foster hatte sich für diesen Tag nichts vorgenommen. Es war also eher ein Schlendern, ein wenig Taumeln, ein Strawanzen war es; es war ein ohne Ziel, ein ungerichtetes Wandern. Ankommen war nicht Bestandteil des Plans, den es nicht gab.<br />
Dann ein elektrisches Warten auf die U-Bahn. Foster setzte sich. Die Sitzbänke in den U-Bahn Hallen sind zu hoch für ihn, sind immer zu hoch für ihn, egal in welcher Stadt er auf die U-Bahn wartete. Nicht viel, nur ein kleinwenig, vielleicht fünf oder sechs Zentimeter zu hoch aber immer so viel, dass seine Füße nur mit den Spitzen, allerhöchstens mit den Fußballen aufstanden und das Metallgitter der Sitzfläche unter dem Gewicht der Oberschenkel karierte Muster ins Fleisch drückte.</p>
<p>In der U-Bahn hatte er immer einen unendlichen Spaß daran, die Menschen einfach nur zu beobachten, wie sie scheinbar durch die Fenster in das gedankenschluckende Untergrundschwarz hinausstarrten, in Wirklichkeit jedoch durch spiegelreflexion ihre Blicke nach Innen gelenkt wurden und sie inkognito wie Alltagsagenten die Privatssphäre der Anderen observieren konnten, die ihrerseits wiederum das Selbe taten.</p>
<p>Zeitumstellung machte die Menschen depressiv, sie schnarrten und gurrten und manchmal konnte ein Tag eine einzige Freakshow sein, in der Foster nicht immer nur zweckfreie Staffage war und zu allem Übel ständig daran zweifelte, ob nun er und diese menschlichen Subjekte um ihn herum überhaupt etwas gemeinsam hatten, ausser der Anzahl der Chromosomen vielleicht. Es waren sich fremde Planeten und sie drehten sich noch nicht mal im gleichen Sonnensystem umeinander.</p>
<p>Und dann riss er wieder Schubladen auf: Da waren schamgetriebene Freizeit-Spiritualisten, die eine gefühlte Ekstase mitsamt Nahtoderfahrung erleben, wenn der Regen seitlich kommt (Grass würde sagen: im Krebsgang. Krass); denen die viehische Hysterie der Schweinegrippefurcht von den Ankermännern des bundesdeutschen Vorabendprogramms ins Gesicht diktiert wurde.</p>
<p>Andere wiederum bewahrten in ihrem Gesichtsausdruck eine spartanische Makellosigkeit, die mit nichts zu ersetzen ist. Ihre Gesichter sind porzellan: Das sind die, die noch nicht aufgegeben haben zu glauben. Wieder andere hüllten sich in einem stoischen Schutzschein ein, durch dessen Hülle allerhöchsten trübe Augenblicke drängen: Das sind die, die noch nicht angefangen haben zu glauben. Sie bringen den Tag auch irgendwie rum, wenn er sie nicht zuvor umgebracht hat, was sie sich aber oft hinter vorgehaltener Hand wünschten (und wenn sie wirklich ehrlich waren: permanent). Bis sie sich schicksalsergeben wieder irgendwie am Ende des Tages aus der Sache lavieren. Ihre Mundwinkel rissig sind von der trockenen Luft der Klimageräte. Und sie große Augen bekommen, wenn man ihnen ihr schlechtes Gewissen über die Bedeutungslosigkeit ihres Daseins langsam ins Bewusstsein träufelt. Sie halten ihre Köpfe gebeugt, daran erkennt man sie, als zerre eine unsichtbare Sinnlosschwere sie zu Boden. Ein Nachgeben.</p>
<p>Foster griff in seinen Rucksack, holte einen Stift und ein schwarzes Notizbuch hervor und begann zu schreiben, denn es rumorte. Jetzt musste er schreiben, nichts verstellen, nichts verstecken, nichts dergleichen.</p>
<p>&#8220;Montag. Fühle mich enorm. Ich bin ein sehendes Etwas und das Licht geht durch mich hindurch, geht durch mein Auge und fällt auf meinen Schirm, meinen dunklen Schirm und belichtet etwas. A scanner darkly. Dann, ganz am Ende dieses Prozesses kann ich das so zu Wort erstarrte Bild präsentieren. Ich bin der Laborant:<br />
Entwickeln, Unterbrechen, Fixieren, Wässern, Trocknen.<br />
Doch dieses Bild ist nicht statisch, es bleibt nicht starr; es stößt im Kopf des Lesenden ein Gedankenspiel an und das läuft dann und werkelt dann geräuschlos wie ein Perpetuum mobile des Geistes vor sich hin.</p>
<p>Was mache ich da eigentlich in der Stadt? Ich suche Bilder.<br />
Bildersucher.<br />
Menschenbilder.<br />
Und ich finde Geschichten.<br />
Geschichtenfinder.<br />
Geschichtenerfinder.<br />
Manchmal lebe ich davon,<br />
manchmal kann ich nur so überleben.</p>
<p>Später dann am Institut.<br />
Nach 10. Stunden Vorlesung, zuviel Kaffee. Genaugenommen eigentlich nur Kaffee, mal von dem liederlichen Hongitoast heute Morgen abgesehen. Zuviel Koffein, ich fühle mich euphorisch, „aufgebracht“ ein altes Wort; beseelt, naja. Leicht zittrig, es ist halb 6 und ich sitze in der Schellingstraße, dt. Philologisches Institut, Vordergebäude. Heute morgen in der U-Bahn, da war ich superflüssig. Mein Bewusstsein ergoss sich über das Holzimitatfurnier der Innenbekleidung des Wagons, die Kunstplastiksitze, die Menschen; ich war superfluides Bewusstsein. Ich stieg dann aus. An solchen Tagen, da schmerzt meine Leiste. Eigentlich schmerzt sie an jedem Tag, aber an solchen Tagen besonders. Wenn ich viel unterwegs bin oder viel sitzen muss, entwederoder. Sportverletzung. Vom Laufen. Jetzt kann ich das auch mal behaupten (scheiss Attitüde). Manchmal ist der Schmerz da und er ist stark, läuft durch den Oberschenkel hinab ins Knie. Und manchmal ist alles friedlich.<br />
Fange an, Infinite Jest zu lesen.</p>
<p>Die Kreativität zu Schreiben überfällt mich. Es ist ihr egal, wo ich gerade stecke oder was ich mache, das kann ich nicht planen und ich kann sie nicht bitten zu warten. Wenn sie da ist, muss ich handeln und schnell sein, das Beste daraus machen. Ich erleide wirklich Schreibanfälle, wie Spastiken, wie Schluckauf. Ein Schreibschluckauf im Gehirn.&#8221;</p>
<p>Und damit war das Nötigste gesagt.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=3029&amp;md5=340f1baa8c449b84f3150397d45e60b5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Im September nullacht</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 09:35:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da legt die Spätherbstsonne blasse Erinnerungsfetzen über Wiesen und Wege. Ich weiß grad nichts vernünftiges mit mir anzufangen. Und ich weiß: mit dem ist nichts vernünftiges anzufangen. Ich bin in München. Mit 70 Cent und 2 Büchern unterm Arm. Damit &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/09/06/im-september-nullacht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da legt die Spätherbstsonne blasse Erinnerungsfetzen über Wiesen und Wege. Ich weiß grad nichts vernünftiges mit mir anzufangen. Und ich weiß: mit dem ist nichts vernünftiges anzufangen.</p>
<p>Ich bin in München. Mit 70 Cent und 2 Büchern unterm Arm. Damit muss ich leben, bis sich mir Geldquellen bieten. Ich hab maßloses erlebt.<br />
Ich bin ganz kaputt von Erinnerung. Und bin eine Nacht gerannt.<br />
Verwechsle bei Lesung &#8220;Titanenmund&#8221; mit &#8220;Tintenarmut&#8221;. Pardonnez-moi, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Les_Fleurs_du_Mal">Baudelaire</a>.<br />
Ja und jetzt sollte ich endlich mal ein wenig Stochastik üben. Ich &#8220;sollte&#8221;. Fuck this fucking Konjunktiv. Ich hasse dich, hasste dich, würde dich hassen. Pest und Cholera an deinen gedachten Hals.<br />
Und pfeif auf die Sonne und auf den Tag und koche mir Linsen oder Barilla-Pasta und hab von Bernoulliketten doch keine Ahnung aber Hunger nach Dunkelheit.</p>
<p>Hau jetzt ab zu meinem Wartesaal, sonst klauen sie mir mein Gepäck bestehend aus tausend Worte Stuss. Und dann will ich so ein Glanz werden, der oben ist. Mit weißem Auto und Badewasser, das nach Parfum riecht und alles wie Paris. Was ein Mensch ist, hat Gefühle, sagt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Das_kunstseidene_Mädchen">sie</a>. Was ein Mensch ist, weiß, was das heißt, dass man eine will und die will einen nicht. Das ist ein elektrisches Warten. Weiter nichts. Aber es genügt.</p>
<p>So gelangweilt, so fantastisch gelangweilt und nicht im Klaren, wohin mit meiner Energie stopfe ich alles mögliche in mich hinein und Laufe und trainiere und trage den Scheitel streng und die Haare kurz. Kurze, strenge Frisur. Und bin ernst und leer, so leer, dass meine Ohren nichts hören und meine Blicke durch alles hindurch wandern, als sei alles Nichts. Und ein Bild geht durch die starren Augen hinein und hört, ach hör doch auf, im Herzen auf zu sein. Le-thar-gisch, jaja, wie Rilkes Panther, sehe ich hinter tausend Stäbe meines Käfigs keine Welt mehr. Dabei fühle ich mich noch nicht mal depressiv sondern nur leer. Oder vielleicht anders herum: unausgefüllt. Depression ist ein fucking event, sagt die Kuttner und lässt Kasse klingeln. Und ich fische im Trüben mit meinen Gedanken, lese viel und trinke heiße Milch mit Honig. Und verkaufe meinen Füller auf eBay, zwecks kein Geld. Wenn du vom Schreiben nicht leben kannst, dann vielleicht vom Gerät, mit dem du schreibst. Klicke dann &#8220;Auktion starten&#8221; und weiß: morgen geht es steil bergauf.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=2266&amp;md5=fa53e1a01049422d3ffd0946c66fb97e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Beziehungsanleitung</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 12:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Stundenprotokoll, im Wartezimmer. Szene 01: Männer lesen Audi-Magazine, Frauen Cosmopolitan. So verteilt sichs, denke ich mir. Die einen, die tragen blau und spielen mit Autos und später dann Krieg. Und die anderen, die tragen rosa, ziehen Puppen an und können &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/09/02/beziehungsanleitung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stundenprotokoll, im Wartezimmer. Szene 01: Männer lesen Audi-Magazine, Frauen Cosmopolitan. So verteilt sichs, denke ich mir. Die einen, die tragen blau und spielen mit Autos und später dann Krieg. Und die anderen, die tragen rosa, ziehen Puppen an und können im Regelfall nicht werfen.</p>
<p>Also: Bedrückende Wartezimmerstille, nur wenige Menschen, zusammengepfercht in einer Atmosphäre des Schweigens. Hier gilt nur eine hohe Kunst: möglichst geräuschlos Seiten mit Rezepten aus Magazinen zu reissen. Die Frau neben mir trägt schweres Frauenparfüm; so eines, das betagte Frauen halt tragen, wenn der Charme der Jugend seit mindestens drei Jahrzehnten verweht ist. Aber das wollen sie nicht zugeben, warum denn auch, ist ja ihr gutes Recht, ab einem gewissen Alter darf man stinken und man darf darüber erhaben sein. Und dann meinen sie es besonders gut mit der Parfumdosierung und versuchen, was die verdörrte Blüte jugendlicher Ausstrahlung eben nicht mehr hergibt olfaktorisch mit Moschusduft zu übertünchen. Es kräuselt und juckt in meinem Riechkolben, meine absterbenden Geruchssinneszellen verbuche ich später als Kollateralschaden, während sich über den Köpfen eines innig busselnden Pärchens mir gegenüber Hormonwolken bilden, die langsam aufsteigen. Hüben bekomm ich olfaktorisch eine geklatscht, während drüben in Oralseen getaucht wird.</p>
<p>Der Duft des Parfums kratzt in meinem Hals. Als ich mich räuspere, riskiere ich den ersten kritischen Blick. Stehe also auf, gehe zu dem Wasserspender und lasse mir ein Becher raus. Wasserspender gluckst, Wartezimmerlautsprecher schnarrt: Frau Hartmann bitte. Betagte Dame mit ausgelaufener Parfumflasche steht auf und geht. Gestank bleibt. Ich setze mich, beobachte die andere Frau links neben mir. Sie studiert stolz die Bedienungsanleitung ihres neuen Handys. Das interessiert mich, warum weiß ich auch nicht genau. Nun krame ich in meiner Tasche, will auch etwas stolz sein und ziehe einen Liebesbrief meiner Freundin heraus. Beziehungsanleitung. Die riecht auch nach Parfum, aber gut. Ach Quatsch, es riecht Millionen Nasenlängen besser, als dieser Nuttendiesel von vorhin. Würde mich eine der Damen um mich herum nur einigermaßen aufmerksam betrachten, sie sähen in mein strahlendes Gesicht. Ein breites Grinsen, vor Freude. Und eine Nase, die andächtig am Liebesbeweis schnüffelt. Kleines Wartezimmerglück in Langeweile.<br />
Dann: Wartezimmerlautsprecher schnarrt erneut, Name wird ausgerufen, Abgang.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=2757&amp;md5=b23e56b8ba5142728ab84fa360ac9475" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Läuft wieder</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 11:38:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegungsdrang]]></category>
		<category><![CDATA[Rücklicht]]></category>
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		<description><![CDATA[E-Mails erreichten mich in den letzten Tagen, es müssen an die tausend gewesen sein. Dutzendfach gleich lautende Betreffzeilen, in denen sich die Hilf- und Ratlosigkeit besorgter Himmelende-Konsumenten widerspiegelte, so etwa in der Art: &#8220;What the fuck?!&#8221; Was denn los sei &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/08/11/lauft-wieder/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>E-Mails erreichten mich in den letzten Tagen, es müssen an die tausend gewesen sein. Dutzendfach gleich lautende Betreffzeilen, in denen sich die Hilf- und Ratlosigkeit besorgter Himmelende-Konsumenten widerspiegelte, so etwa in der Art: &#8220;What the fuck?!&#8221; Was denn los sei mit Himmelende, warum man seit Wochen nichts mehr höre, wie es weitergehe und ob der Weltuntergang kurz bevor stünde. Ladies and gents, kein Grund zur Panik. Bewahren sie bitte Ruhe und machen sie sich nicht das Höschen feucht. Ja, es gibt ihn noch. Der Herr Chefdramaturg ist, soweit man das als solches bezeichnen kann, weitestgehend lebendig; er steckt ein wenig in der Krise, das nennen manche writer&#8217;s <span style="text-decoration: line-through;">blog</span> block, ein kreatives Luftloch, nichts dauerhaftes. Und wenn nach dem kurzen aber energischen Abstieg sich ihr Mageninhalt mitsamt Gehirnflatulenz im braunen Kotzbeutel entleeren sollte (befindet sich im Sitz vor ihnen), dann ist auch die Hoffnung nicht weit, dass es bald wieder aufwärts geht. In der Zwischenzeit springt das wunderbare Fräulein Schnitzer in die Bresche, die <a title="Paris fickt das Meer" href="http://himmelende.de/2009/07/30/paris-fickt-das-meer/">hier</a> die eine oder andere kurzweilige Kurzgeschichte mit amourösen Tendenzen zum Besten gibt und uns damit allen den Tag rettet. Und während Michael Schumacher sein <a title="Formel 1: Michael Schumacher - Alles nur ein schöner Traum - Formel 1 - sueddeutsche.de" href="http://www.sueddeutsche.de/sport/288/483731/text/">Formel-1 Comeback</a> wegen Nackenverletzung absagt, verschiebe ich mein Web 2.0 Comeback wegen Bänderdehnung in der Unterhose lediglich auf nächste Woche Dienstag. Oder Mittwoch, das muss ich erst mit der Verwaltung klären.<br />
Soviel Status für heute, zurück zur Sportfront: Nach über einem Monat Pause (inklusive drei Schachteln Zigaretten, vier Flaschen kubanischen Rum und einer ungezählten, da nicht erfassbaren Menge anderer Substanzen), war ich gestern das erste mal wieder Laufen. So richtig mit Natur und draussen und quasi Kreislaufkollaps. Kurzum: Es war fürchterlich. Wo ich vor einem Monat locker 15 Kilometer am Stück laufen konnte, musste ich nun bereits nach 760 Metern meinen ersten Stopp einlegen. Was war los? Anhaltende Schmerzen im Hüftgelenk oder der Leiste oder den Adduktoren, so genau lässt sich das nicht verorten, verschafften mir diese einmonatige, unfreiwillige Auszeit. Und nachdem mir Orthopäde, Chirurg und Physiotherapeut einstimmig dazu rieten, &#8220;jetzt erst mal abzuwarten und einen Gang runter zu schalten&#8221;, schaltete ich meine Automatik gleich vorsichtshalber mal auf &#8220;Parken&#8221; und hielt mich ausnahmsweise daran, was mir die Ärzte rieten. Schlecht, denn in Zeiten sportlichen Leerlaufs tendiere ich gerne zu nihilistisch-eskapistischen Quatschunternehmungen. Soll heißen, dass ich in solchen Zeiten zumeist anfange, eine Menge ungesunden Blödsinn anzustellen. Ergebnis: vollkommene Konditionslosigkeit und satte fünf Kilo mehr Hüftgold, die meinem Luxuskörper allerdings gar nicht mal so schlecht stehen.<br />
Na jedenfalls mache ich mich jetzt nicht gleich verrückt, schließlich starte ich ja nicht von null und ich werde eben so schnell wieder in meinen Rhythmus kommen, wie ich herausfiel. In Zukunft muss ich mir jedoch zu Herzen nehmen, es mit dem Laufen nicht mehr ganz so zu übertreiben, wie in 2008. Oder zumindest mehr Abwechslung in den Sportalltag zu bringen: Mehr Schwimmen, mehr Fahrrad fahren, mehr Kampf-Kaffeetrinken, mehr <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Armwrestling">Armwrestling</a>. Mein Comeback wird fabelhaft!<br />
Und darum möchte ich euch eines noch mit auf den Weg geben: Der <a title="Sauerland-Gruppe: Zeit der Geständnisse - Inland - Politik - FAZ.NET" href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EE147938ACF144A04B9FBDEB69C40FC95~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Emir</a> bin immer noch ich.</p>
<h5>Illustration by <a href="http://www.patrick-leger.com/">Patrick Leger</a></h5>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=2637&amp;md5=167d2e4f2dc7fad260bef8a15db1cd02" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Digitale Entschlackung</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 16:44:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[No Name No Slogan]]></category>
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		<category><![CDATA[bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[konsum]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist &#8220;Digital Detox Week&#8220;, die Woche der digitalen Entschlackung und ich hätte es wohl verpennt, wenn mich der Konsumpf nicht darauf hingewiesen hätte. Besten Dank auch! Auszug aus der Kampagne: The Digital Detox Challenge Computer screens, iPods, TVs, phones &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/04/22/digitale-entschlackung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2116" title="digital-detox-week" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/04/digital-detox-week.jpeg" alt="digital-detox-week" width="588" height="357" /></p>
<p>Es ist &#8220;<a href="http://www.adbusters.org/campaigns/digitaldetox">Digital Detox Week</a>&#8220;, die Woche der digitalen Entschlackung und ich hätte es wohl verpennt, wenn mich der <a href="http://konsumpf.de/?p=4008">Konsumpf</a> nicht darauf hingewiesen hätte. Besten Dank auch!</p>
<p>Auszug aus der Kampagne:</p>
<blockquote><p>The Digital Detox Challenge<br />
Computer screens, iPods, TVs, phones and the dozens of other devices we’re cybernetically attached to are so pervasive that we can’t escape them. We live them, we breath them, we need them … Or do we?<br />
On Monday, April 20, Adbusters challenges you to do the unthinkable: unplug. Say good-bye to Twitter and Facebook. Turn off your TV, iPhone and Xbox. Reconnect with the natural world and the people around you. You’ll be amazed at how the magic creeps back into your life.</p></blockquote>
<p>Angepriesen wird eine auf das Wesentliche reduzierte Enthaltsamkeit von all dem großen und kleinen technischen Schnickschnack, den sinnstiftenden Gadgets, die unseren Alltag anreichern. Oder zumüllen, je nachdem, wie man es handhabt. Eine Woche digitale Entgiftung heißt also, sich mal kräftig den Staub von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gehirn">Denkfurche</a> zu blasen, zurückkehren zur Mutter Natur (passend zum <a href="http://himmelende.de/2009/04/22/alles-gute-erde/">Earth Day</a>) und auf all das zu verzichten, was uns so sehr an Herz und Ohr gewachsen ist: Handy, Computer, iPod, Fernseher. Aber auch: Internet. Und damit verbunden alle sozialisierende Dienste wie Twitter, Facebook, E-Mail, Blogs, etc. Das macht die Sache knifflig.<br />
Wir sehr sich diese neuen Kommunikationsmöglichkeiten in unserem Alltag etabliert haben, zur Gewohnheit wurden und, viel schmerzhafter, wie schwer es fällt, auf sie zu verzichten, merkt man recht schnell, wenn man versucht selbst auferlegten Sperren zu entsprechen und sich mal eine Zeit abnabelt vom Medienstrom. Für einen wie mich, einem seit Monaten dem digitalen Kommunikationswahnsinn verfallenem Twitter-Hasardeur kommt dieses &#8220;Zurück-zur-Besinnung&#8221;-Ding gerade recht. Mein inflationärer Medienkonsum ist mittlerweile Verschreibungspflichtig.</p>
<p>Eigentlich gibt es ja immer etwas, um dagegen zu sein aber gerade jetzt, wo es besonders viel gibt um <a href="http://himmelende.de/2009/04/22/protest-gegen-internetsperren/">dagegen zu sein</a> und ich jeden mir zur Verfügung stehenden Meinungskanal benutzen muss, kommt diese Enthaltsamkeits-Woche wiederum sehr ungünstig. Mein iPhone habe ich heute schon mal zuhause gelassen. Ein zarter Anfang. Erstaunlich dabei, wie sehr sich die Denke geändert hat, tausend Dinge, die einem durch den Kopf gehen und die man &#8220;schnell twittern&#8221; könnte oder bloggen oder irgendwie festhalten möchte. Ob als Foto, Tonaufnahme, Gedankenfetzen. Vielleicht kann man auf dieses Medium so schwer verzichten, weil man glaubt damit die Einzigartigkeit von Augenblicken konservieren, etwas Vergängliches festhalten zu können. Oder um den Menschen zu <a href="http://twitter.com/knebworthchap/status/1577820484">beweisen, dass es einen gibt</a>. Spekulationsübungen.</p>
<p>Ab Morgen jedenfalls gibt es für eine Woche nur noch Festnetz und Nachrichten von totem Baum. <a href="http://twitter.com/fastHaiti/status/1536691712">Lesestoff</a> habe ich genügend und mein sonst so strapazierter Notizblock liegt Gewehr bei <span style="text-decoration: line-through;">Fuß</span> Hand. Denn eigentlich tut so eine digitale Entschlackung schon mal ganz gut, lässt sie einen doch bewusst werden, welche alltäglichen Dinge uns bereichern, den Geist und die Kreativität fördern und welche uns zerstreuen und uns vom eigentlichen Leben abhalten.<br />
Und sollte man es nicht selbst schaffen, den Stecker zu ziehen, dann ziehen ihn im Zweifelsfall die großen <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,620388,00.html">Telekomunikationsbetreiber</a> selbst. Also dann: Bis in einer Woche.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=2094&amp;md5=4ad422a2ed09d1330c57d019e2e0dff3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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