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	<title>Himmelende &#187; konsum</title>
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	<description>Everything will be okay in the end. If it’s not okay, it’s not the end.</description>
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		<title>Kaufen Sie diese Jacke nicht! &#8211; Gedanken zur Postwachstumsgesellschaft</title>
		<link>http://himmelende.de/2012/05/18/kaufen-sie-diese-jacke-nicht-gedanken-zur-postwachstumsgesellschaft/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 06:44:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie Unternehmen ohne Wachstum überleben wollen &#8211; SPIEGEL ONLINE]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/wie-unternehmen-ohne-wachstum-ueberleben-wollen-a-832260.html">Wie Unternehmen ohne Wachstum überleben wollen &#8211; SPIEGEL ONLINE</a></p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=7479&amp;md5=53ea6f96fd4c6ddc9cff7d729a23007f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Meat on a mission</title>
		<link>http://himmelende.de/2012/03/22/meat-on-a-mission/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 10:25:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Skepsisreservat]]></category>
		<category><![CDATA[Bio]]></category>
		<category><![CDATA[Fleisch]]></category>
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		<description><![CDATA[Fleisch ist neuerdings auf einer Mission (und damit sind nicht Schweine im Weltall gemeint). Bereits im Februar wurde in mehreren Beiträgen auf Zeit Online, Spiegel (mit Video) und Kulturspiegel darüber berichtet. Dennis Buchmann, der schon für das Magazin Humanglobaler Zufall verantwortlich war, zeigt dem geneigten Konsumenten &#8230; <a href="http://himmelende.de/2012/03/22/meat-on-a-mission/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fleisch ist neuerdings auf einer Mission (und damit sind nicht <a href="http://www.youtube.com/watch?v=tYjbkRktqIE">Schweine im Weltall</a> gemeint). Bereits im Februar wurde in mehreren Beiträgen auf <a href="http://www.zeit.de/2012/06/WOS-Schwein">Zeit Online</a>, <a href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,812541,00.html">Spiegel (mit Video)</a> und <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/kulturspiegel/d-83184544.html">Kulturspiegel</a> darüber berichtet.</p>
<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2012/03/Flecki3.jpg" rel="lightbox[6939]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6960" title="Flecki (Foto via meinekleinefarm.org)" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2012/03/Flecki3-185x185.jpg" alt="" width="185" height="185" /></a>Dennis Buchmann, der schon für das Magazin <a href="http://humanglobalerzufall.de/">Humanglobaler Zufall</a> verantwortlich war, zeigt dem geneigten Konsumenten auf der Seite <a href="http://www.meinekleinefarm.org/">meinekleinefarm.org</a> in einer Art Tagebuch das Leben und Sterben von Biofreilandschweinen, also sozusagen den gesamten Verwurstungsprozess, bis hin zum fertigen Produkt. Man sucht sich ein Tier im <a href="http://www.meinekleinefarm.org/schweine">Schweine-Shop</a> aus (dort ganz ordentlich mit schwarz umrandeten Kondolenzfotos abgebildet) und bestellt das Fleisch eines Tieres, dessen Leben man online verfolgen konnte: Wurst im Glas, Schlackwürste, Mettwurst, Räucherschinken, die ganze Palette. Geschlachtet wird lokal und auf jedem Produkt klebt ein Etikett mit dem Foto des Tieres, das drinsteckt. Wurst mit Gesicht statt <a href="https://www.youtube.com/watch?v=sHNY1Xt-Y-o&amp;list=PL427FC1DCAD613154&amp;index=3&amp;feature=plpp_video">Gesichtmortadella</a> also? Dennis Überzeugung:</p>
<blockquote><p>&#8220;[...] Wer auf anonymes Massenfleisch verzichtet und stattdessen nur ab und zu Fleisch mit Gesicht von glücklichen Schweinen kauft, der bringt gutes Karma &#8211; für sich, die Tiere und den Rest der Welt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Vielleicht muss man nicht gleich mit Karmapunktesammeln anfangen &#8211; die Meisten tun sich schon schwer damit, einigermaßen anständige Eindrittelchristen abzugeben -, aber das Prinzip ist nur logisch und vor allem konsequent umgesetzt.<br />
<span id="more-6939"></span></p>
<p>Wer beim Discounter seiner Wahl vor den meterlangen Fleischregalen steht, sieht dort nur steril verpackte Produkte, eingeschweißt in Plastikfolie. Es sind abstrakte Waren, denn es besteht überhaupt kein Bezug mehr zum Tier selbst und das ist durchaus beabsichtigt. Ein generelles Problem unserers Konsumverhaltens ist doch, dass am liebsten verdrängt wird, was offensichtlich auf den Teller kommt: dass ein Tier für die eigenen, persönlichen Bedürfnisse unter zweifelhaften bis abartigen Umständen gehalten, gezüchtet und getötet wurde. Punkt, aus, Ende &#8211; da muss man keine Moralkeule schwingen, das ist Status quo.</p>
<p>So, hier sind wir also. Das Fleisch ist günstig, also wird konsumiert wie bescheuert. Und plötzlich ist da ein mittelprächtiger <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Harles_und_Jentzsch#Dioxin-Skandal">Dioxinskandal</a> o.ä., weil irgendwer irgendwo noch mehr Profit erwirtschaften möchte und Massentierzucht nicht nur ganz passable Fleischmengen, sondern auch etwas anderes produziert: den Lebensmittelskandal. Der schafft es dann in die Nachrichtensendungen des Vorabendprogramms und auf die Titelseiten diverser Tagszeitungen.</p>
<p>Jeder darf von nun an ein kleines bisschen rummeinen und sich zwei Wochen lang echauffieren. Von noch besseren &#8220;Kontrollmechanismen&#8221; ist dann zu hören, von noch schärferen Gesetzen, den schärfsten überhaupt, wie man sich sagt. Bis die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ilse_Aigner">Aigners dieser Nation</a> auf der nächsten Landwirtschaftsmesse fleissig Wiener in sich reinmümmeln, um damit zu demonstrieren, wie sicher das Fleisch doch schließlich sei.<br />
Nebenbei werden &#8220;freiwillige Siegel, die internationale Sozial- und Nachhaltigkeitsstandards wiedergeben&#8221; sowie die &#8220;Entwicklung glaubwürdiger Kennzeichnungen für umwelt- und klimafreundliche Produkte&#8221; gefordert &#8211; alles in allem also das selbe Prozedere wie bei jedem Lebensmittelskandal: ein verklausuliertes Vorbeimogeln unserer Politiker an der eigentlichen Problemlösung. Und wenn als einzige Antwort am Ende der Debatte der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerd_Sonnleitner">Präsident des Deutschen Bauernverbandes Gerd Sonnleitner</a> &#8220;keine Alternative zu Antibiotika&#8221; in der Tierzucht sieht, dann herzlichen Glückwunsch!</p>
<p>Was bleibt? Richtig, alles beim Alten. Tatsache aber ist:<br />
Der Konsument selbst ist die entscheidende Gewalt, er kann den Prozess der Nahrungsmittelherstellung massiv beeinflussen und damit auch die Qualität des Fleisches und &#8211; was viel wesentlicher ist &#8211; die Lebensqualität des Tieres, das mit seinem Kopf, Schenkel oder was auch immer dafür herhalten musste. Das ist aber vielen überhaupt nicht bewusst. Alle, die sich in dem Augenblick, in dem sie an der Kasse bei Lidl, Aldi und Co. stehen, für oder gegen das 1,99€ Gordon Bleu entscheiden, haben die Möglichkeit, etwas zu verändern.</p>
<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2012/03/Dennis_farbe.jpg" rel="lightbox[6939]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-6972" title="Dennis Buchmann (Foto via meinekleinefarm.org)" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2012/03/Dennis_farbe-185x185.jpg" alt="" width="185" height="185" /></a>Das Problem &#8211; und da herrscht mittlerweile einstimmiges Rudelnicken &#8211; ist das Fleisch aus der Massenzucht. Da muss nicht erst auf neue &#8220;Kontrollmechanismen&#8221; seitens der Politik gewartet werden. Solange sich dieses Bewusstsein nicht ändert, wird der nächste Lebensmittelskandal mit Sicherheit kommen. &#8221;Meat on an mission&#8221; hat scheinbar den Nerv einer Gesellschaft getroffen, die bereit ist, für nachhaltiges Konsumieren mehr Geld zu lassen, die jedoch verunsichert ist über den Wahrheitsgehalt der verfügbaren Bioprodukte, wie ständige Diskussionen um Gütesiegel und Bioangebote beim Discounter erkennen lassen.</p>
<p>Dabei darf der Mehrpreis für Bioprodukte kein moderner Ablasshandel sein: &#8220;Ich kaufe mich von meinem schlechten Gewissen, eine Banane &#8211; oder eben Schweinefleisch zu konsumieren &#8211; frei, indem ich in biologische Landwirtschaft investiere, welche mir dieses Siegel bestätigt.&#8221; Es geht in meinen Augen eher darum, sich über den tatsächlichen Wert eines Lebensmittel bewusst zu werden, und nicht blind allem und jedem Geld hinterher zu werfen, der mit &#8220;Bio&#8221; wirbt.</p>
<p>Aber Dennis denkt weiter. Wie wäre es, wenn sich mehrere Menschen zusammenschließen würden und ein Tier direkt nach der Geburt kauften, quasi eine kollektive Patenschaft übernähmen, &#8220;am eigenen Schwein erleben, was hinter dem Schnitzel steckt, das sie bekommen&#8221;, und nebenbei in Form eines &#8220;Schweine-Führerscheins&#8221; mit Tests und Quizzes mehr über das Schweineleben lernten, alles vollkommen transparent und über das Internet verfolgbar? Dann könnte man sich letztenendes auch die Biosiegel sparen.</p>
<p>Meiner Meinung nach ist das ein richtiger Weg, nicht nur, um der Massenverkostung aus dem Discounter alternative Produktions- und Vermarktungswege gegenüber zu stellen, sondern um dem Tier das wieder zu geben, auf das es qua Geburt ein Anrecht hat:<br />
ein ziemlich gutes Leben.</p>
<p><a href="http://www.meinekleinefarm.org/news/gut-gegen-bose-warum-es-auch-darum-geht-wie-und-nicht-nur-ob-man-fleisch-isst">Weniger Fleisch, mehr Respekt</a>. Was denkt ihr?</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=6939&amp;md5=e31bb4dbf8b8740118845e13b32fd151" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kinderarbeit bei Ferrero</title>
		<link>http://himmelende.de/2011/08/17/kinderarbeit-bei-ferrero/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 08:43:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Wochenende lief ein Bericht im WDR Fernsehen, den ich jedem Nutella-Liebhaber wärmstens an&#8217;s Herz lege. &#8220;Der Ferrero-Check&#8220;. Zugegeben, der Titel kommt arg plakativ daher, inhaltlich überraschte er mich jedoch eingermaßen. Ferrero unterhält Beziehungen zu Händlern, die Kinder beschäftigen. Das Unternehmen &#8230; <a href="http://himmelende.de/2011/08/17/kinderarbeit-bei-ferrero/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Wochenende lief ein Bericht im WDR Fernsehen, den ich jedem Nutella-Liebhaber wärmstens an&#8217;s Herz lege. &#8220;<a href="http://www.wdr.de/tv/markt/sendungsbeitraege/2011/0808/03_ferrerocheck.jsp">Der Ferrero-Check</a>&#8220;. Zugegeben, der Titel kommt arg plakativ daher, inhaltlich überraschte er mich jedoch eingermaßen.</p>
<p>Ferrero unterhält Beziehungen zu Händlern, die Kinder beschäftigen. Das Unternehmen bezieht einen Großteil seiner Haselnüsse aus Plantagen an der türkischen Schwarzmeerküste. Dort werden immer wieder Fälle von Kinderarbeit bekannt. Ferrero, weltweit der größte Abnehmer von Haselnüssen, hätte eine entscheidene Position, etwas positiv zu verändern in der Welt. Stattdessen: Kinder-Riegel aus Kinderhand. Das ist bitterer Zynismus.</p>
<p>Nach dieser Sendung gab es eine Diskussion unter meinen Freunden: Was besser sei für diese Menschen: Gar keine Arbeit oder zumindest eine schlechtbezahlte Arbeit zu haben? Ist dieser Vergleich vielleicht schon falsch? Warum gelingt es einem Staat nicht, solche Firmen zum Handeln zu bewegen? Unfähige Politiker? Korrumpierte Systeme? Ist der Markt an allem Schuld? Solange es andere Händler gibt, die mit günstigeren Konditionen locken, wird Ferrero einfach weiterziehen.</p>
<p>Auffällig ist, dass es immer wieder sogennante &#8220;Nichtregierungsorganisationen&#8221;, NGOs sind, die  über solche Mißstände zuerst informieren. Warum stammen solche Beiträge nicht von einem staatlichen Institut, deren Vertreter dort extra für diesen Zweck von uns eingesetzt wurden? Warum müssen erst private Organisationen wie in diesem Fall das <a href="http://www.suedwind-institut.de/">Südwind Institut</a> uns mit solchen Beiträgen aufklären? Hat sich das Prinzip Regierung als solches vielleicht bald überholt?</p>
<p>Ich sehe im kritischen, informierten und vor allem handlungswilligen Bürger die einzige Option, solche Strukturen aufzubrechen. Wie in all den vielen <a title="Meat on a mission" href="http://himmelende.de/2012/03/22/meat-on-a-mission/">Lebensmittelskandalen neuester Zeit</a> hat jeder Konsument an der Kasse von Aldi und Co. die Entscheidungsgewalt darüber, welchen Unternehmen er sein Vertrauen &#8211; und damit sein Geld schenkt.</p>
<p>siehe <a href="http://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/firmen/firmenliste/ferrero">Aktiv gegen Kinderarbeit &#8211; Ferrero</a></p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=6352&amp;md5=2659d7cb999758cbe1764d3b45a81c5c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Überfischung der Meere</title>
		<link>http://himmelende.de/2011/08/04/die-uberfischung-der-meere/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Aug 2011 09:56:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Regie, Animation, Sound: Uli Henrik Streckenbach Sprecher: Hilmar Eichhorn via Design made in Germany]]></description>
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<p><strong>Regie, Animation, Sound:</strong> <a href="http://www.uhsless.de/">Uli Henrik Streckenbach</a><br />
<strong>Sprecher:</strong> Hilmar Eichhorn</p>
<p>via <a href="http://www.designmadeingermany.de/2011/15584/">Design made in Germany</a></p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=6338&amp;md5=912eab5d21e9fec96f4fa927e78f6170" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Planting Seeds</title>
		<link>http://himmelende.de/2011/07/24/planting-seeds/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Jul 2011 11:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[No Name No Slogan]]></category>
		<category><![CDATA[Bill Hicks]]></category>
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		<description><![CDATA[By the way if anyone here is in advertising or marketing&#8230; kill yourself. No, no, no it&#8217;s just a little thought. I&#8217;m just trying to plant seeds. Maybe one day, they&#8217;ll take root &#8211; I don&#8217;t know. You try, you &#8230; <a href="http://himmelende.de/2011/07/24/planting-seeds/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://himmelende.de/2011/07/24/planting-seeds/"><img src="http://img.youtube.com/vi/gDW_Hj2K0wo/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p>By the way if anyone here is in advertising or marketing&#8230; kill yourself.</p>
<p>No, no, no it&#8217;s just a little thought. I&#8217;m just trying to plant seeds. Maybe one day, they&#8217;ll take root &#8211; I don&#8217;t know. You try, you do what you can. Kill yourself.</p>
<p>Seriously though, if you are, do.</p>
<p>Aaah, no really, there&#8217;s no rationalisation for what you do and you are Satan&#8217;s little helpers. Okay &#8211; kill yourself &#8211; seriously. You are the ruiner of all things good, seriously. No this is not a joke, you&#8217;re going, &#8220;there&#8217;s going to be a joke coming,&#8221; there&#8217;s no fucking joke coming. You are Satan&#8217;s spawn filling the world with bile and garbage. You are fucked and you are fucking us. Kill yourself. It&#8217;s the only way to save your fucking soul, kill yourself.</p>
<p>Planting seeds. I know all the marketing people are going, &#8220;he&#8217;s doing a joke&#8230;&#8221; there&#8217;s no joke here whatsoever. Suck a tail-pipe, fucking hang yourself, borrow a gun from a Yank friend &#8211; I don&#8217;t care how you do it. Rid the world of your evil fucking makinations. Machi&#8230; Whatever, you know what I mean.</p>
<p>I know what all the marketing people are thinking right now too, &#8220;Oh, you know what Bill&#8217;s doing, he&#8217;s going for that anti-marketing dollar. That&#8217;s a good market, he&#8217;s very smart.&#8221;</p>
<p>Oh man, I am not doing that. You fucking evil scumbags!</p>
<p>&#8220;Ooh, you know what Bill&#8217;s doing now, he&#8217;s going for the righteous indignation dollar. That&#8217;s a big dollar. A lot of people are feeling that indignation. We&#8217;ve done research &#8211; huge market. He&#8217;s doing a good thing.&#8221;</p>
<p>Godammit, I&#8217;m not doing that, you scum-bags! Quit putting a godamm dollar sign on every fucking thing on this planet!</p>
<p>&#8220;Ooh, the anger dollar. Huge. Huge in times of recession. Giant market, Bill&#8217;s very bright to do that.&#8221;</p>
<p>God, I&#8217;m just caught in a fucking web.</p>
<p>&#8220;Ooh the trapped dollar, big dollar, huge dollar. Good market &#8211; look at our research. We see that many people feel trapped. If we play to that and then separate them into the trapped dollar&#8230;&#8221;</p>
<p>How do you live like that? And I bet you sleep like fucking babies at night, don&#8217;t you?</p>
<p>&#8220;What didya do today honey?&#8221;</p>
<p>&#8220;Oh, we made ah, we made ah arsenic a childhood food now, goodnight.&#8221; [snores] &#8220;Yeah we just said you know is your baby really too loud? You know?&#8221; [snores] &#8220;Yeah, you know the mums will love it.&#8221; [snores]</p>
<p>Sleep like fucking children, don&#8217;t ya, this is your world isn&#8217;t it?</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=6223&amp;md5=970aff02a7da16ad48bf5a4f3d26c363" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Unter Kommerzverdacht</title>
		<link>http://himmelende.de/2011/07/11/unter-kommerzverdacht/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 10:26:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgesagt]]></category>
		<category><![CDATA[David Foster Wallace]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[konsum]]></category>
		<category><![CDATA[zitat]]></category>

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		<description><![CDATA[Die aus Berechnung unternommene Simulation zweckfreier Freundlichkeit bringt langfristig alle unsere Maßstäbe durcheinander und führt dazu, dass irgendwann auch das echte Lächeln, die genuine Kunst, die wahre Freundlichkeit unter Kommerzverdacht stehen. Andauernder Vertrauensbruch macht ratlos und einsam, hilflos und wütend &#8230; <a href="http://himmelende.de/2011/07/11/unter-kommerzverdacht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Die aus Berechnung unternommene Simulation zweckfreier Freundlichkeit bringt langfristig alle unsere Maßstäbe durcheinander und führt dazu, dass irgendwann auch das echte Lächeln, die genuine Kunst, die wahre Freundlichkeit unter Kommerzverdacht stehen. Andauernder Vertrauensbruch macht ratlos und einsam, hilflos und wütend und ängstlich. Er ist die Ursache von Verzweiflung.</p></blockquote>
<p>aus <em>Schrecklich amüsant &#8211; aber in Zukunft ohne mich</em>, David Foster Wallace, 1996</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=6210&amp;md5=beab364dfe7f563c5751d355d155201d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Hollywood</title>
		<link>http://himmelende.de/2011/05/23/hollywood/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 May 2011 07:59:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgesagt]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Bert Brecht]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[konsum]]></category>
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		<description><![CDATA[Jeden Morgen, mein Brot zu verdienen Gehe ich auf den Markt, wo Lügen gekauft werden. Hoffnungsvoll Reihe ich mich ein zwischen die Verkäufer. Bert Brecht (Gefunden bei G&#38;E - Vom Mythos der Arbeit)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeden Morgen, mein Brot zu verdienen<br />
Gehe ich auf den Markt, wo Lügen gekauft werden.<br />
Hoffnungsvoll<br />
Reihe ich mich ein zwischen die Verkäufer.</p>
<p>Bert Brecht<br />
<a href="http://www.glanzundelend.de/Artikel/abc/a/mythos_arbeit.htm"></a></p>
<p>(Gefunden bei G&amp;E - <a href="http://www.glanzundelend.de/Artikel/abc/a/mythos_arbeit.htm">Vom Mythos der Arbeit</a>)</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=6057&amp;md5=1ac441036f927b9815ba1137464ee064" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Anstehen</title>
		<link>http://himmelende.de/2011/04/01/anstehen/</link>
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		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 10:09:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rücklicht]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[konsum]]></category>
		<category><![CDATA[warten]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal verlaufen die Ereignisse dieser Welt in einer seltsamen Gleichzeitigkeit. In Ägypten stehen Menschen in Schlangen vor den Wahllokalen. Hunderte, Tausende, warten stundenlang; stehen dort, um ihrer Stimme Gehör zu verschaffen. Es ist das Volk, das etwas bewegen will, die erste wirklich &#8230; <a href="http://himmelende.de/2011/04/01/anstehen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal verlaufen die Ereignisse dieser Welt in einer seltsamen Gleichzeitigkeit. In Ägypten stehen Menschen in Schlangen vor den Wahllokalen. Hunderte, Tausende, warten stundenlang; stehen dort, um ihrer Stimme Gehör zu verschaffen. Es ist das Volk, das etwas bewegen will, die erste wirklich demokratische Entscheidung dieser Menschen. Sie alle stehen dort, weil sie etwas ändern wollen, das ist ihre Motivation, am System, am Fundament, an ihren Lebensumständen.</p>
<p>In vielen anderen Ländern dieser Welt stehen Menschen in Schlangen vor den Apple Stores. Hunderte, Tausende, warten stundenlang vor den Glaspalästen; stehen dort, weil sie zu einem exklusiven Kreis Erstbesitzer gehören möchten. Sie wollen das neue iPad 2 in Händen halten, Begehrlichkeit ist ihre Motivation, sie wollen konsumieren und zelebrieren, denn sie haben ein Recht auf Spaß. Es geht ihnen nicht um eine basale Veränderung am System; sie sind damit soweit zufrieden und wollen lediglich seliger Teilhaber sein. Hier wie dort stehen also Menschen in Schlangen und warten auf etwas. Das ist soweit nichts aussergewöhnliches, jeder steht mal irgendwo aus irgendwelchen Gründen in einer Schlange: am Schalter für die Bahntickets, an der Wasserpumpe für den Brunnen, an der Kasse bei Tengelmann, an der Essensausgabe in der Mensa oder für die Tagesportion Reis.</p>
<p>Mir gefiel die Gegenüberstellung dieser zwei Bilder, die sich oberflächlich sehr ähneln und ein sehr gutes Beispiel für die Gegensätzlichkeiten unserer Welt sind. Als ich den Wahlvorgang in Ägypten und den Erstverkaufstag des neuen iPad 2 verfolgte, stolperte ich über folgende Meldung, die mit den Ereignissen am Nil jedoch nichts mehr zu tun hat:</p>
<blockquote><p><strong>Die wundersame iPad Wanderung</strong><br />
Seit zwei Wochen wird in den USA die neue Version von Apples Tablet-Computer iPad verkauft. Die Warteschlangen vor den Läden sind lang, weil das Unternehmen offenbar die Nachfrage nicht bedienen kann. In New York steht eine Gruppe Asiaten unter Verdacht, große Menge des iPad 2 zu kaufen, um sie nach China zu schicken und dort zu horrenden Preisen zu verkaufen.<br />
(Quelle: <a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/ipad144.html">Tagesschau.de</a>)</p></blockquote>
<p>So schließt sich ein Kreis, der im Grunde genommen ziemlich schizophren ist:<br />
Da wird in China ein Produkt von Arbeitern gefertigt, die wahrscheinlich froh sind, sich von ihrem Monatsgehalt ein paar Schuhe kaufen zu können; dann wird das Produkt ins Ausland geliefert, erfährt dort durch Exklusivität und Rarität zunächst eine ideelle, dann eine extreme preisliche Aufwertung. Dann wird das Produkt in das Herstellungsland reimportiert, um dort von einer wohlhabenden Käuferschicht an der Spitze der Gesellschaft, die natürlich mächtig Kohle dafür lockermachte mit glänzenden Augen im Empfang genommen zu werden. Für das Geld, das die Wohlhabenden dort für ein im eigenen Land produziertes, reimportiertes Gerät ausgeben, könnte der chinesische Fabrikarbeiter, der dieses Gerät herstellte monatelang ein wunderbares Leben führen. Und ein Paar neue Schuhe wären bestimmt auch noch drin. Man kann natürlich jetzt mit unmoralischen Absichten dieser vor den Apple Stores wartenden Chinesen argumentieren. Aber wenn es um die eigene Haut geht, ist sich jeder selbst am nächsten und tatsächlich sind es einfache globale marktkapitalistische Prozesse, ganz ohne Voodoo. Gibt es einen vergleichbaren Güterstrom bei uns in Deutschland oder Europa, der dieser Situation ähnelt? Mir fällt keiner ein.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=5770&amp;md5=e101c4649a63091fd6aebef1e53f841e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Werbeversprecher</title>
		<link>http://himmelende.de/2011/02/06/werbeversprecher/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Feb 2011 12:30:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rücklicht]]></category>
		<category><![CDATA[konsum]]></category>
		<category><![CDATA[lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal komme ich mir so vor, als lebe ich in einer Gesellschaft die auf Teufel komm raus entmündigt werden will. &#8220;Fliegt nicht so viel, raucht nicht so oft, fahrt nicht so weit; zu viel Salz ist schlecht, zu wenig Salz &#8230; <a href="http://himmelende.de/2011/02/06/werbeversprecher/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal komme ich mir so vor, als lebe ich in einer Gesellschaft die auf Teufel komm raus entmündigt werden will. &#8220;Fliegt nicht so viel, raucht nicht so oft, fahrt nicht so weit; zu viel Salz ist schlecht, zu wenig Salz aber auch, Salz aus dem Himalaya ist aber überhaupt das Beste!&#8221;, ein schizophrenes &#8220;well-balanced-life&#8221;, das mit vorgekauten Argumenten, serieller Kargheit, Zwangsjacken und Strengedenken ausser mittelprächtigen Psychosen höchstens noch Gehirnblähungen und Krätze auslöst. Aber um was geht es eigentlich?</p>
<blockquote><p>&#8220;Eine Mutter in den USA klagt gegen den Hersteller von Nutella. Sie habe festgestellt, dass die Schokocreme ihr Kind dick machen könnte, obwohl doch die Werbung ein &#8220;gesundes und nahrhaftes Frühstück&#8221; anpreise. In Nutella steckt &#8220;ähnlich viel Fett und Zucker, wie in einem Schokoriegel&#8221;. Das könne nicht gesund sein für ihr vier Jahre altes Kind, stellte eine Mutter aus Kalifornien fest und fühlte sich getäuscht.&#8221;</p></blockquote>
<p><a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/8/0,3672,8206184,00.html">Quelle: heute.de Nachrichten</a></p>
<p>Produkthaftungsklagen sind in Amerika ein einträgliches Milliardengeschäft. Mit &#8220;irreführender Werbung&#8221; zu argumentieren halte ich jedoch für ein Stück weit naiv, da fast jede Werbung auf die eine oder andere Art irreführend ist. Die Natur der Werbung ist zu verleiten, zu einer womöglich irrationalen Entscheidung zu bewegen. Dem Bauern, der seine Karotten vom Hof gutmütig für 1,50 anbietet, mag man noch keine willentliche Irreführung unterstellen. Aber schon bei den Tomaten im Supermarkt geht es los: Sie werden gezüchtet und getrimmt auf ein perfektes Aussehen, schmecken aber scheußlich oder im besten Falle nach gar nichts. Das Aussehen entspricht also nicht dem Geschmack: irreführende Werbung.</p>
<p>Eine Frau, die um die Gunst des Mannes &#8220;wirbt&#8221;, sich schminkt und mit Push-Up alles zurecht rückt, von dem die Schwerkraft überzeugt ist, es in eine andere Richtung ziehen zu müssen, betritt den Jahrmarkt der Eitelkeiten auch unter Vortäuschung eines falschen Sachverhalts. Der kritische Mann, mit genügen Blut im Hirn (oder in der Hose) kann dann entscheiden, ob die Körbchengröße echt oder bloß drapiert ist.</p>
<p>Die Frage ist also: Verfüge ich über genügend kritischen Verstand, um mich von der Werbung nicht vollends hinters Licht führen zu lassen oder fresse ich unreflektiert wirklich jeden Scheiss, den mir die Werbeindustrie vorsetzt? Und da betrachte ich diese Diskussion von zwei Seiten her:</p>
<ul>
<li>Von der Perspektive des (hoffentlich) mündigen und (hoffentlich) denkenden Erwachsenen.</li>
<li>Von der Perspektive eines Kindes.</li>
</ul>
<p>Letzteres kann nicht selbst entscheiden, was gesund ist und was nicht. Es lässt sich von leuchtenden Farben der Verpackung und simplen Werbeversprechen eher verleiten und muss in die Obhut genommen werden. Krassestes Beispiel hierfür ist <em>Nimm2</em>. Jeder mündige Konsument weißt natürlich schon lange, dass <em>Nimm2</em> einfach nicht gesund ist, egal wie viel Vitamin C drinsteckt. Perfider ist diese Werbung bei vielen Joghurt-Produkten, die als allgemein gesundheitsfördernd akzeptiert sind. Am Beispiel von <em>Fruchtzwergen</em> jedoch, wo nicht auf jedem Becher die Nährwertangaben verzeichnet sind, sondern höchstens auf einem Etikett einer ganzen Sechserpackung, kehrt die enthaltene Menge an Zucker die Gesundheitsbilanz des Joghurts ins Negative, was vielen Müttern schon nicht mehr bewusst ist, den Kindern natürlich erst recht nicht. Bei <em>McDonalds</em> stehen die Nährwertangaben gar auf der Rückseite der Papierunterlagen der Tabletts, die man aber meist erst dann &#8211; wenn überhaupt &#8211; umdreht, wenn das Tablett leer, die Hamburger, Pommes und Cola somit schon gegessen und getrunken sind. Enigmatisch-bunte Nährwertsymbole, die seitlich auf der BigMac-Packung angebracht sind, helfen da auch nicht weiter.</p>
<p>Ich bin für ein Verbot von irreführender Werbung in dem Sinn, als dass sie Kindern nicht suggerieren darf, sie hätten ein gesundes Produkt vor sich. Was ich allerdings für noch viel wichtiger halte ist, dass durch diese &#8220;Auslagerung von Aufklärungsarbeit&#8221; die Erwachsenen sich nicht vollends aus der Verantwortung genommen fühlen. Es ist in aller erster Linie immer noch ihre Aufgabe zu überprüfen, was und wie viel das Kind isst.</p>
<p>Selbst, wer Nährwertetabellen scheut sollte wissen, dass die Inhaltsstoffe auf deutschen Etiketten gemäß der enthaltenen Gesamtmenge aufgeführt sind. Soll heißen: Was zuerst draufsteht, ist auch am meisten drin.</p>
<blockquote><p>Zutaten:<br />
<strong>Zucker, pflanzliches Fett,</strong> Haselnüsse (13%), fettarmer Kakao, Magermilchpulver (7,5%), Emulgatoren Lecithine (Soja), Vanillin.</p></blockquote>
<p>Na, klingelts?<br />
Das Motto ist alt, funktioniert aber noch immer:<br />
&#8220;Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bemächtigen.&#8221;<br />
Herdplatten sind heiß, Kaffee ist heiß, das haben wir alle irgendwann einmal gelernt. Entweder schmerzlich am eigenen Körper oder mit erhobenem Zeigefinger und mahnenden Worten der Eltern. Wer dann nicht über genügend Abstraktionsvermögen verfügt, &#8220;Kaffee heiß&#8221; mit &#8220;Heiß verursacht Schmerz&#8221; zu kombinieren, glaubt auch an den Weihnachtsmann und muss tendenziell vor jedem Superman-Comic geschützt werden (nein, nicht jedermann in blauer Leggings und rotem Umhang kann fliegen).</p>
<p>Eine von Verbraucherschützern geforderte Lebensmittelampel ist sinnvoll, verschafft sie doch bei aller Produktvielfalt eine schnelle Auskunft über die Menge bedenklicher Inhaltsstoffe in einem Produkt. Anders die amerikanischen Etiketten, die oftmals schwer zu interpretieren sind, da dort meist nur die vom Hersteller empfohlene Tagesdosis angegeben wird. Und die liest sich dann sehr euphemistisch, lässt jedoch einen kritischen Vergleich mit anderen Produkten kaum zu, da die Menge der empfohlenen Tagesdosis von Produkt zu Produkt variiert.</p>
<p>Nutella als einen gesunden Brotaufstrich zu bezeichnen ist sicherlich nicht richtig. Aber wie naiv ist es denn bitteschön, einem Vierjährigen eine Nuss-Nugat-Creme unter die Nase, bzw. aufs Brot zu reiben und sich dann zu wundern, wenn das Kind fett wird? Man sollte ALLES, was man seinen Kindern gibt vorher auch mal selbst probiert haben. Und Herrgott, wenn von 100 Gramm Brotaufstrich 50 Prozent aus Zucker und 30 Prozent aus Fett bestehen, dann kann das Produkt einfach nicht gesund sein. Bitte Hirn anschalten.</p>
<p>Äpfel sind zum Beispiel auch sehr gesund. Wenn ich aber ein Kilo Äpfel zu mir nehme, steigt mein Blutzuckerspiegel auch bis knapp vor Reinkarnation als Snickers-Riegel. Was also tun? Auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paracelsus">Paracelsus</a> hören, der schon vor gut 500 Jahren sagte:</p>
<blockquote><p>&#8220;Alle Ding&#8217; sind Gift, und nichts ohn&#8217; Gift; allein die Dosis macht, daß ein Ding kein Gift ist.&#8221;</p></blockquote>
<p>(Danke an Andy für den kreativen Input.)</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=5702&amp;md5=9270c7f2a9a4f0b5263e6fd3a8e17949" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>1,2,3 fleischlos</title>
		<link>http://himmelende.de/2010/11/26/123-fleischlos/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Nov 2010 07:20:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>
		<category><![CDATA[BBQ]]></category>
		<category><![CDATA[Fleisch]]></category>
		<category><![CDATA[konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Neuseeland]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachtrag Neuseeland ist kein gutes Land, um Vegetarier zu werden. Das Prinzip BBQ ist hier das universale Lebensmotto. Recht ist, was sich über Kohle oder Gas schmoren lässt und alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, wird einfach &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/11/26/123-fleischlos/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachtrag<br />
Neuseeland ist kein gutes Land, um Vegetarier zu werden. Das Prinzip BBQ ist hier das universale Lebensmotto. Recht ist, was sich über Kohle oder Gas schmoren lässt und alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, wird einfach auf den Grill gepackt. Für eine Insel mit 33 Millionen Schafen, 13 Millionen Hühnern und <a href="http://www.wolframalpha.com/input/?i=cow+population+new+zealand">10 Millionen Kühen</a> bei gerade einmal 4 Millionen Einwohnern ist das auch nicht weiter verwunderlich. In jedem halbwegs authentischen Kiwi-Haushalt steht mindestens ein Grill. Nicht solche wackeligen und windigen &#8220;ich benutz ihn drei mal und beim vierten mal fällt er auseinander&#8221; Obi-Katastrophen-Grills; hier gibt es Geräte die sehen aus wie Space-Shuttles, aus Carbonfaser, mit einer Zillionen Knöpfe.<br />
Trotzdem darf man den starken Trend hin zu <em>organic food</em> und einer rein vegetarisch / veganen Küche nicht übersehen. Es gibt viele Restaurants und Cafés, die entsprechend fleischlose Gerichte auf der Karte stehen (Blumen zum Frühstück? Alles schon gehabt.) Bio-Lebensmittel im Laden sind mindestens genau so teuer wie bei uns, allerdings findet man hier weitaus mehr kleinere Farmen als in Deutschland, die sich autark mit Bioprodukten selbst versorgen.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=5305&amp;md5=09686c36365339c1e622540a0fe9fd06" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Der Brotbeweis</title>
		<link>http://himmelende.de/2010/10/29/der-brotbeweis/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Oct 2010 08:24:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>
		<category><![CDATA[brot]]></category>
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		<description><![CDATA[Brot genießt in Deutschland einen hohen Stellenwert. Nirgendwo sonst auf der Welt werden so viele unterschiedliche Brotsorten gebacken; allein im deutschen Sprachraum sind es über 600 verschiedene. Wie sehr dieses Lebensmittel in unserer Gesellschaft verankert ist, erkennt man daran, dass &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/10/29/der-brotbeweis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Brot genießt in Deutschland einen hohen Stellenwert. Nirgendwo sonst auf der Welt werden so viele unterschiedliche Brotsorten gebacken; allein im deutschen Sprachraum sind es über 600 verschiedene. Wie sehr dieses Lebensmittel in unserer Gesellschaft verankert ist, erkennt man daran, dass wir selbst der Zeit, in der wir es konsumieren einen eigenen Namen geben: Brotzeit. Schwarzbrot und Vollkornbrot sind in Deutschland besonders populär. Umso faszinierender ist es also zu sehen, was im Ausland als &#8220;Brot&#8221; bezeichnet wird.<br />
Hier in Neuseeland gibt es überwiegend nur Weißbrot, das im Regelfall auch wie Weißbrot aussieht. Aber manchmal trickst die Lebensmittelindustrie durch Zugabe von Sirup und Malzextrakten und einer langen Liste von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Emulgator">diversen E&#8217;s</a> ein optisch perfektes Schwarzbrotimitat zusammen, das aber nichts anderes ist als ein mit Stickstoff aufgepumpter Weißbrotklumpen, den man mit dem Finger wie ein Stück Schaumstoff zusammenpressen kann, garniert mit Körnern. Die Marke &#8220;Freya&#8217;s&#8221; ist hier ganz weit vorn, sie bietet eine breite Palette von &#8220;European style bread&#8221; an. Das &#8220;Bavarian Full Grain&#8221; konnte ich mir dabei natürlich nicht entgehen lassen. Interessant zu sehen, was die hiesige Brotindustrie sich unter authentischem bayerischen Brot vorstellt. Ich mein, es ist nicht schlecht, Welten besser als gewöhnliches Weißbrot. Aber mit süddeutschem Vollkornbrot hat Freya&#8217;s Bavarian Full Grain ungefähr soviel gemeinsam wie Saté-Spieße mit Hämorrhoidensalbe: nämlich nichts. Womit mal wieder bewiesen wäre, dass &#8211; egal, wo man sich auf der Welt befindet &#8211; auf die Bezeichnung &#8220;real / authentic stuff from XYZ&#8221; kein Verlass ist.</p>
<p>Am besten ist immer, selbst hinfahren.</p>

<a href='http://himmelende.de/2010/10/29/der-brotbeweis/img_0928/' title='Freyas Bavarian Full Grain 1'><img width="185" height="185" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2010/10/IMG_0928-185x185.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Freyas Bavarian Full Grain 1" title="Freyas Bavarian Full Grain 1" /></a>
<a href='http://himmelende.de/2010/10/29/der-brotbeweis/img_0929/' title='Freyas Bavarian Full Grain 2'><img width="185" height="185" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2010/10/IMG_0929-185x185.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Freyas Bavarian Full Grain 2" title="Freyas Bavarian Full Grain 2" /></a>
<a href='http://himmelende.de/2010/10/29/der-brotbeweis/img_0930/' title='Freyas Bavarian Full Grain 3'><img width="185" height="185" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2010/10/IMG_0930-185x185.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Freyas Bavarian Full Grain 3" title="Freyas Bavarian Full Grain 3" /></a>

 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=5170&amp;md5=a473cce61b49cf8ee3245a245db20656" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Bavarian Braukunst</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Oct 2010 02:07:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>
		<category><![CDATA[bier]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist so lustig. Die meisten Engländer, auf die kulinarischen Eigenwilligkeiten ihrer Landesküche angesprochen reagieren wie jemand, der seine Hand auf eine heisse Herdplatte legt: Mit einer Reflexhandlung, in diesem Fall mit einem Entschuldigungsreflex. Sie wedeln hektisch ab, ja, das &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/10/09/bavarian-braukunst/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist so lustig. Die meisten Engländer, auf die kulinarischen Eigenwilligkeiten ihrer Landesküche angesprochen reagieren wie jemand, der seine Hand auf eine heisse Herdplatte legt: Mit einer Reflexhandlung, in diesem Fall mit einem Entschuldigungsreflex. Sie wedeln hektisch ab, ja, das stimme schon, das Essen sei alles ein wenig eigenartig aber man könne nichts dafür, weil deshalb und sowieso und bitte-entsprechenden-Grund-einfügen.</p>
<p>Vor ein paar Tagen unterhielt ich mich mit Steven, einem londoner Mitvierziger auf einem Campingplatz über die Dresdner Bombennacht, Triathlonvorbereitungen und baked beans with sausages, also diese süßen Bohnen mit Würstchen, ein typisch britisches Gericht und ich wollte mich dazu auch nicht äussern (ehrlich gesagt &#8211; aber das muss jetzt bitte unter uns bleiben &#8211; mir schmecken baked beans, wenn auch nicht auf Toast und die sausages sind, naja, unterirdisch). Aber als es um die „klassische britische Küche“ ging, wurde Steven nervös, rollte ein paar mal mit den Augen und hielt mir einen 20 minütigen Vortrag, der irgendwo bei King Richards Eroberungskriegen anfing und beim Terrorsicherheitskonzept von Blairs New Labour aufhörte. Und er holte dabei nur gefühlte zweimal Luft. Das war dann der Punkt, an dem ich mich ausklingte.</p>
<p>Es ist so lustig deshalb, weil mir neulich etwas ähnliches wiederum mit einem Neuseeländer passierte und zwar bezüglich neuseeländischer Bierbraukunst. Ich weiß seinen Namen nicht mehr, aber das spielt auch keine Rolle, es war ein freundlicher Typ, der mir auf einem anderen Campingplatz ein Bier anbot; eine Flasche des hier sehr beliebten TUI Bieres, geschmacklich irgendwo zwischen Becks und Heineken angesiedelt, so recht kenne ich mich da nicht aus, ich bin kein Spezialist. Es war jedoch entgegen meiner ersten Erwartung überraschend gut. Als ich im folgenden Gespräch auf meinen Heimatort zur Sprache kam und folglich Oktoberfest und Hofbräuhaus davon nicht weit entfernt lagen, klingelte beim Bierspender das pawlowsche Glöckchen. „Yes, the german braukunst, the best beer und überhaupt is our beer pure catpiss.“ Da holte ich zweimal Luft und wollte ihn mehrmals unterbrechen und ihm sagen, dass dieses Bier hier gar nicht mal so schlecht sei. Aber er ließ mich nicht zu Wort kommen. Besagter Kiwi wird wohl Zeit seines Lebens weiter in der Annahme dahinwurschteln, dass es irgendwo auf der anderen Seite dieser Erde ein glücksspendendes Biernirwana geben muss, mit einem Gerstensaft von göttlicher Qualität und Reinheit. Lassen wir ihn in diesem Glauben.</p>
<p>So ist das Einzige, das mich wirklich am neuseeländischen Bier stört, dass man davon auf Teufel komm raus nicht betrunken wird. Oder nur mühsam. Der Trick bei der Sache: Wenig essen und schnell trinken, dann knallt bereits das zweite TUI mittelprächtig.</p>
<p>Und jetzt die Pointe:<br />
Da zieht man also aus, um die kulturellen Eigenheiten eines neuen Landes zu erforschen, in der zarten Hoffnung, endlich den angestaubten Vorrat an bekannten Traditionen aufzufrischen; karrt sich und seine zweieinhalb Pfund Verstand zwischen den Ohren also einmal um die halbe Welt und vor was steht man bei der erstbesten Ausfahrt vom Highway? Einem <a href="http://www.okerefallsstore.co.nz/">german beergarden</a>. Inklusive german beerfest mit bratwursts for everyone over 18.<br />
Yeah.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=5122&amp;md5=2cb0e424d7d675dd136a1c6e05a4559d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Tiere essen</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 13:22:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rücklicht]]></category>
		<category><![CDATA[empathie]]></category>
		<category><![CDATA[essen]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[konsum]]></category>
		<category><![CDATA[nahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist manchmal eigenartig, wie eindringlich Informationen, die einem scheinbar ungewollt zufließen mit aller Macht auf einen gravierenden Missstand aufmerksam machen können. Zunächst ganz dezent, sublim und nur tröpfchenweise; in ihrer Gesamtheit sind sie dann allerdings so erdrückend, dass ein &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/08/30/tiere-essen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist manchmal eigenartig, wie eindringlich Informationen, die einem scheinbar ungewollt zufließen mit aller Macht auf einen gravierenden Missstand aufmerksam machen können. Zunächst ganz dezent, sublim und nur tröpfchenweise; in ihrer Gesamtheit sind sie dann allerdings so erdrückend, dass ein Rückfall in den Scheuklappenmodus unmöglich ist. Und man fragt sich, wie konnte man nur so lange taub gewesen sein auf dem Ohr? Etwas ist in mir in Bewegung geraten und ich bin von seiner Richtigkeit so überzeugt, dass ich es weitergeben muss. Darum ein kleiner Post, ein Weckruf.</p>
<p><span id="more-4939"></span></p>
<p>Auf einmal waren da diese Links: <a href="http://devour.com/video/do-you-eat-crap/">ein Video</a>, <a href="http://www.zeit.de/2010/33/Vegetarismus-Interview">ein Interview</a>, <a href="http://www.freitag.de/community/blogs/maike-hank/fleischlos-mit-hintertuere">ein Blogbeitrag</a>, <a href="http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,711042,00.html">ein Artikel</a> und <a href="http://www.worldpressphoto.org/index.php?option=com_photogallery&amp;task=view&amp;id=1747&amp;Itemid=257">eine Fotostrecke</a>. Allen zugrunde liegt das Thema &#8220;Verwurstung&#8221;, der gedankenlose Fleischkonsum und die industrielle Verwertung von Tieren. Die <a href="http://www.zeit.de/2010/33/index">Ausgabe Nr. 33</a> der ZEIT behandelte das Thema im Leitartikel. Basis war ein sehr lesenswertes Interview mit dem Schriftsteller und jetzt Teilzeitvegetarier Jonathan Safran Foer, das meiner Meinung nach einen sehr nüchternen und menschlichen Standpunkt auf dieses Thema darlegt. Hier ein kurzer Auszug:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir sollten nicht Vorwürfe machen, sondern Alternativen aufzeigen. Ein Freund von mir hat gesagt, ich würde ja gern mit dem Fleischessen aufhören, aber wenn meine Großmutter mich einlädt, gibt es immer Roastbeef, das esse ich so gern. Ich hab ihm gesagt: Dann iss das Roastbeef! Aber iss kein Fleisch mehr in Restaurants oder bei McDonald’s. Darauf antworten manche: Aber das ist doch scheinheilig. – Okay, dann sei eben scheinheilig! Das Ziel ist ja nicht, ethisch rein zu sein, sondern die Welt besser zu machen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Leider finde ich <a href="http://himmelende.de/2010/07/09/von-einem-der-auszog/">in diesen Tagen</a> nur wenig Zeit und so kann ich dieses Thema nicht in dem Umfang bearbeiten, der mir lieb wäre. Der damalige ZEIT-Artikel, in Kombination mit den anderen Informationen trat jedoch etwas in mir los, was schon länger brüchig war. Bis jetzt entzog ich mich dieser &#8220;Fleischdebatte&#8221;, ich war mir zwar immer bewusst, was ich da auf dem Teller hatte. Welche Prozedur und welches Leid das Tier jedoch über sich ergehen lassen musste, bevor es mir zur Mahlzeit wurde, dieser Vorstellung verschloss ich mich, so gut es ging.</p>
<p>Diese Debatte berührt mich sehr. Ich erinnere mich noch an meine missbilligenden Blicke, die ich stets für die &#8220;Körnerfresser&#8221; übrig hatte. Ich verstand sie nicht, ahnte zwar immer eine ethische Richtigkeit hinter ihrem Handeln und verdrängte meine eigenen Gewissenskonflikte so gut es ging. Doch jetzt verstehe ich. Wenn der Mensch ein Tier ist, dann ist das Tier auch ein Stück weit Mensch. Über 90 Prozent des weltweiten Fleischbedarfs wird aus Massentierhaltung bezogen und wir fügen damit unseren allernächsten Verwandten auf diesem Planeten ungeheures Leid zu. Fleisch ist ein Luxusgut, wenn man bedenkt, dass für ein Kilo Steak etwa zehn Kilo Getreide verfüttert wird. Getreide, dass andernorts fehlt. Darum möchte ich Fleisch vermeiden und komplett auf tierische Nebenprodukte verzichten. Ich will nicht, dass ein Tier wegen mir sterben muss. Und wenn es schon geschlachtet werden muss, dann soll es wenigstens ein artgerechtes Leben gehabt haben. Darum kein Fleisch aus Massentierhaltung.</p>
<p>Eine Zahl in dieser Debatte hat mich besonders beeindruckt. Würden alle Amerikaner nur einmal in der Woche auf Fleisch verzichten, würden pro Woche 220 Millionen Tiere weniger sterben. Was unseren Fleischkonsum ausserdem hochhält ist die Tatsache, dass es zwischen dem fertigen Produkt und dem lebendigem Tier, das als Ausgangsstoff dient, keine Verbindung mehr gibt. Die Wurst im Regal ist steril, unter Schutzatmosphäre verpackt, kein Blut, wenig Fett, überdeckt mit einem Pfeffermantel. Der Herstellungs- und damit Tötungsprozess ist abstrakt. Wenn jeder das Tier, dessen Fleisch er essen möchte selbst töten müsste, der Fleischkonsum ginge rapide bergab.</p>
<p>Dabei entwickeln die meisten Menschen ein kurioses ambivalentes Verhältnis gegenüber Tieren. Auf der einen Seite hegen und pflegen sie selbst Haustiere, verwöhnen sie mit Zahnpflegeprodukten, Decken und Pullovern, sparen an keiner noch so teuren lebensverlängernden tierärztlichen Behandlung und kämen niemals auch nur im Traum auf den Gedanken, Miezi eines Tages aufzuessen. Auf der anderen Seite verfüttern sie ihren Haustigern feinste Gourmet-Schweineleberpastete und verzehren selbst tierische Produkte. Über deren qualvollen Leidensweg zucken sie nur mit den Schultern oder ignorieren es geflissentlich. So ist halt das Leben. Die einen liegen auf dem Sofa und werden gekrault. Und die anderen werden kopfüber an den Beinen aufgehängt und mehroderwenigertot mit der Säge zerteilt. In diesem Weltbild ist etwas in Schieflage geraten.</p>
<p>Fängt man erst einmal an, bewusst darauf zu achten, in welchen Produkten überall Tier drinsteckt, merkt man schnell, in was für einer Misere man steckt. Die überwiegende Mehrheit der industriell gefertigten Produkte kommt kaum noch ohne Tier oder tierische Zusatzstoffe aus. Wenn man Glück hat, ist deren Verwendung auf der Packung angegeben. Das ist aber nicht immer der Fall. Geliermittel zum Beispiel muss, wenn es direkt im Verarbeitungsprozess verwendet werden, nicht deklariert werden. Erst über die Anfragen beim Hersteller erfährt man dann, was wirklich drinsteckt.</p>
<p>Ich werde weder zu einem Veganer-Extremisten noch zu einem Gutmenschen, der alle von der Richtigkeit seines Handelns überzeugen MUSS, denn dafür esse ich selbst einfach zu gerne Fleisch. Seit ein paar Wochen jedoch schaffe ich es fast vollständig darauf zu verzichten und das macht mich natürlich auch ein klein wenig stolz, alleine schon der Süßigkeiten wegen, in denen Gelatine steckt. In einer Welt, in der das Überangebot regiert, übe ich Enthaltsamkeit. Ich verzichte bewusst, nicht aus schlechtem Gewissen, sondern aus Überzeugung. Ich will nur Denkanstöße geben. Und es wäre ja schon ein Anfang, wenn ihr das nächste mal, wenn ihr in einen Whopper beißt oder eine Tüte Haribo aufreisst nur ein paar Minuten darüber sinniert, welches Leben das Tier wohl hatte, das euch nun als Nahrung dient.<br />
Mit ziemlicher Sicherheit ein beschissenes, kurzes Leben.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=4939&amp;md5=59cd519070067c7c900e089553353539" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Dear Human Race</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Apr 2010 21:03:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[skepsis]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;The truth is, all over the world, across every culture, there exists a sense of yearning. A kind of malaise. An emptiness. At the risk of sounding like Dr. Seuss: There is a hole in your soul. That is what &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/04/05/dear-human-race/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;The truth is, all over the world, across every culture, there exists a sense of yearning. A kind of malaise. An emptiness. At the risk of sounding like Dr. Seuss: There is a hole in your soul. That is what we’re addressing at Apple. That is the hole we aim to fill. Sadly, as you may have begun to suspect, that hole can never really be filled. The truth is that modernity, the condition of living in our modern world, has inflicted terrible wounds on your inner self. These wounds can never be healed. They can only be treated. At best we provide palliative care. Not a cure.&#8221;</p></blockquote>
<p>via <a href="http://www.fakesteve.net/2010/04/an-open-letter-to-the-people-of-the-world.html">The Secret Diary of Steve Jobs  :  An open letter to the people of the world</a>.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=4147&amp;md5=07e859d0bbc558dceb2407f6141afc25" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Med-o-mat</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 08:51:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieser Automat ist toll. Er steht im Untergeschoss des Münchner Hauptbahnhofs. Direkt gegenüber befindet sich das WC Center, das aussieht wie die Himmelspforte, alles supersteril, permanent umweht von einem Zitrone-Desinfektionsgeruch, hier will ich eines Tages nach dem Ableben gerne empfangen &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/02/05/med-o-mat/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2010/02/IMG_1374.jpg" rel="lightbox[3859]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3865" title="Med-o-mat" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2010/02/IMG_1374-185x185.jpg" alt="" width="185" height="185" /></a>Dieser Automat ist toll. Er steht im Untergeschoss des Münchner Hauptbahnhofs. Direkt gegenüber befindet sich das WC Center, das aussieht wie die Himmelspforte, alles supersteril, permanent umweht von einem Zitrone-Desinfektionsgeruch, hier will ich eines Tages nach dem Ableben gerne empfangen werden. Profan betrachtet macht man dort aus dem kleinen Geschäft nichts anderes als Big Business, Männer pinkeln für 80 Cent, bekommen dafür aber auch extra Baby-Wickelräume und Spiegel mit kleinen Tischen davor. Früher hieß das alles mal McClean, ist aber schon lange her. Nun, und gegenüber diesem sanitären Nobelschuppen steht also dieser Erste-Hilfe Automat, der dort vom Gesundheitszentrum aufgestellt wurde. Auf dem ersten Blick sieht er, bis auf das knallige Rot einem Zigarettenautomaten zum Verwechseln ähnlich. Nur dass man ausser Gauloises und Lucky Strike eben Taschentücher, Rettungsdecken und Mundsprays ziehen kann, bei Bedarf aber auch Grippe-, Drogen- und Harnwegstest und &#8211; meine Favoriten &#8211; Prostatakrebs- und Schwangerschaftstest bekommt! Genial. Ich meine, man geht dorthin um sich was zum Quarzen zu holen, steckt sich das Ding dann in dem Mund und stellt fest: Scheiße, ich bin Schwanger! Oder nuckelt anstatt an der Fluppe am Prostatakrebsvorsorgetest. Ironie des Schicksals, wenn dieser Test dann positiv ausfällt.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=3859&amp;md5=301b89319ac11f22fbec002a21b1d4bf" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Werbehölle: Das ist die russische U-Bahn.</title>
		<link>http://himmelende.de/2009/08/12/die-werbeholle-das-ist-die-russische-u-bahn/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 10:51:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neonreklamen überziehen die Stadtzentren von Tokyo, New York, Mexico City oder sonstwo in der globalisierten Welt. Die großen Kathedralen des Konsums, die Glaubenshäuser des Fortschritts sind in der westlichen Hemisphäre verortet. Kauf und Verkauf werden hier wie eine säkularisierte Religion &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/08/12/die-werbeholle-das-ist-die-russische-u-bahn/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/08/21.jpg" rel="lightbox[1767]"><img src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/08/21-150x150.jpg" alt="Werbehoelle in Russland 03" title="Werbehoelle in Russland 03" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2657" /></a>Neonreklamen überziehen die Stadtzentren von Tokyo, New York, Mexico City oder sonstwo in der globalisierten Welt. Die großen Kathedralen des Konsums, die Glaubenshäuser des Fortschritts sind in der westlichen Hemisphäre verortet. Kauf und Verkauf werden hier wie eine säkularisierte Religion zelebriert, nahezu jeder freie Quadratzentimeter Betonfassade ist mit aufmerksamkeitsheischender Werbung beklebt; eine lähmende und, sollte das ausbleiben zumindest sinnraubende Penetranz. Ein Mottokanon, der langsam durch unser Bewusstsein rieselt und das Tier Mensch zum Konsum verführen soll. So malen es sich die Macher der Werbeindustrie in ihren feuchten Träumen aus. &#8220;Kauf mich! Du brauchst mich zwar nicht, aber du willst mich, weil du mir glaubst: Ich bin wichtig und ohne mich kannst du nicht sein.&#8221; <a href="http://himmelende.de/2009/03/30/die-funf-pforten-der-manipulation/">Manipulation lebt von Platzhaltern</a>, von Bildern und Signalen, die etwas Eigentliches, Ursprüngliches verdecken und es mit neuen Signalen ersetzen.</p>
<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/08/15.jpg" rel="lightbox[1767]"><img src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/08/15-150x150.jpg" alt="Werbehoelle in Russland 02" title="Werbehoelle in Russland 02" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2656" /></a>Nun gibt es einen Ort auf Erden, von dem man am allerwenigsten erwartet hätte, dass er eines Tages zum Vorhof der Werbehölle gerät: die russische U-Bahn. Zu Sowjet-Zeiten wurden ihre Stationen von der Gesellschaft Russlands als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Metro_Moskau">Meisterwerke der Kunst</a> gelobt. Und während im Moskauer Untergrund die &#8220;Paläste für das Volk&#8221; in ihrer ursprünglichen Form konserviert und restauriert werden, um den Glanz vergangener Zeiten zu bewahren, hat man ein paar hundert Kilometer weiter Richtung Europa in Kiew den Kampf gegen den westlichen Kulturimperialismus aufgegeben. Dort hat man in der euphorischen Hoffnungsstimmung eines baldigen EU-Beitritts schon mal angefangen, vorsorglich alle Stationen und U-Bahnen mit den Symbolen der westlichen Konsumgesellschaft zu tapezieren, frei nach dem Motto: &#8220;Viel hilft viel!&#8221; Warum also Marmor, wenn man auch eine 360° Snickers-Werbetafel haben kann? Go West, Ukraine! Willkommen in der schönen, neuen Welt.</p>
<p>Weitere Fotos auf <a href="http://englishrussia.com/?p=2202">English Russia: Advertisement Hell</a></p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=1767&amp;md5=efa5776c3213cf9ee6299eb1beddf358" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Digitale Entschlackung</title>
		<link>http://himmelende.de/2009/04/22/digitale-entschlackung/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 16:44:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[No Name No Slogan]]></category>
		<category><![CDATA[alltag]]></category>
		<category><![CDATA[bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[konsum]]></category>
		<category><![CDATA[netzaktion]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist &#8220;Digital Detox Week&#8220;, die Woche der digitalen Entschlackung und ich hätte es wohl verpennt, wenn mich der Konsumpf nicht darauf hingewiesen hätte. Besten Dank auch! Auszug aus der Kampagne: The Digital Detox Challenge Computer screens, iPods, TVs, phones &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/04/22/digitale-entschlackung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2116" title="digital-detox-week" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/04/digital-detox-week.jpeg" alt="digital-detox-week" width="588" height="357" /></p>
<p>Es ist &#8220;<a href="http://www.adbusters.org/campaigns/digitaldetox">Digital Detox Week</a>&#8220;, die Woche der digitalen Entschlackung und ich hätte es wohl verpennt, wenn mich der <a href="http://konsumpf.de/?p=4008">Konsumpf</a> nicht darauf hingewiesen hätte. Besten Dank auch!</p>
<p>Auszug aus der Kampagne:</p>
<blockquote><p>The Digital Detox Challenge<br />
Computer screens, iPods, TVs, phones and the dozens of other devices we’re cybernetically attached to are so pervasive that we can’t escape them. We live them, we breath them, we need them … Or do we?<br />
On Monday, April 20, Adbusters challenges you to do the unthinkable: unplug. Say good-bye to Twitter and Facebook. Turn off your TV, iPhone and Xbox. Reconnect with the natural world and the people around you. You’ll be amazed at how the magic creeps back into your life.</p></blockquote>
<p>Angepriesen wird eine auf das Wesentliche reduzierte Enthaltsamkeit von all dem großen und kleinen technischen Schnickschnack, den sinnstiftenden Gadgets, die unseren Alltag anreichern. Oder zumüllen, je nachdem, wie man es handhabt. Eine Woche digitale Entgiftung heißt also, sich mal kräftig den Staub von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gehirn">Denkfurche</a> zu blasen, zurückkehren zur Mutter Natur (passend zum <a href="http://himmelende.de/2009/04/22/alles-gute-erde/">Earth Day</a>) und auf all das zu verzichten, was uns so sehr an Herz und Ohr gewachsen ist: Handy, Computer, iPod, Fernseher. Aber auch: Internet. Und damit verbunden alle sozialisierende Dienste wie Twitter, Facebook, E-Mail, Blogs, etc. Das macht die Sache knifflig.<br />
Wir sehr sich diese neuen Kommunikationsmöglichkeiten in unserem Alltag etabliert haben, zur Gewohnheit wurden und, viel schmerzhafter, wie schwer es fällt, auf sie zu verzichten, merkt man recht schnell, wenn man versucht selbst auferlegten Sperren zu entsprechen und sich mal eine Zeit abnabelt vom Medienstrom. Für einen wie mich, einem seit Monaten dem digitalen Kommunikationswahnsinn verfallenem Twitter-Hasardeur kommt dieses &#8220;Zurück-zur-Besinnung&#8221;-Ding gerade recht. Mein inflationärer Medienkonsum ist mittlerweile Verschreibungspflichtig.</p>
<p>Eigentlich gibt es ja immer etwas, um dagegen zu sein aber gerade jetzt, wo es besonders viel gibt um <a href="http://himmelende.de/2009/04/22/protest-gegen-internetsperren/">dagegen zu sein</a> und ich jeden mir zur Verfügung stehenden Meinungskanal benutzen muss, kommt diese Enthaltsamkeits-Woche wiederum sehr ungünstig. Mein iPhone habe ich heute schon mal zuhause gelassen. Ein zarter Anfang. Erstaunlich dabei, wie sehr sich die Denke geändert hat, tausend Dinge, die einem durch den Kopf gehen und die man &#8220;schnell twittern&#8221; könnte oder bloggen oder irgendwie festhalten möchte. Ob als Foto, Tonaufnahme, Gedankenfetzen. Vielleicht kann man auf dieses Medium so schwer verzichten, weil man glaubt damit die Einzigartigkeit von Augenblicken konservieren, etwas Vergängliches festhalten zu können. Oder um den Menschen zu <a href="http://twitter.com/knebworthchap/status/1577820484">beweisen, dass es einen gibt</a>. Spekulationsübungen.</p>
<p>Ab Morgen jedenfalls gibt es für eine Woche nur noch Festnetz und Nachrichten von totem Baum. <a href="http://twitter.com/fastHaiti/status/1536691712">Lesestoff</a> habe ich genügend und mein sonst so strapazierter Notizblock liegt Gewehr bei <span style="text-decoration: line-through;">Fuß</span> Hand. Denn eigentlich tut so eine digitale Entschlackung schon mal ganz gut, lässt sie einen doch bewusst werden, welche alltäglichen Dinge uns bereichern, den Geist und die Kreativität fördern und welche uns zerstreuen und uns vom eigentlichen Leben abhalten.<br />
Und sollte man es nicht selbst schaffen, den Stecker zu ziehen, dann ziehen ihn im Zweifelsfall die großen <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,620388,00.html">Telekomunikationsbetreiber</a> selbst. Also dann: Bis in einer Woche.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=2094&amp;md5=4ad422a2ed09d1330c57d019e2e0dff3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Treudoofpunkte</title>
		<link>http://himmelende.de/2009/04/04/treudoofpunkte/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Apr 2009 08:42:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Skepsisreservat]]></category>
		<category><![CDATA[konsum]]></category>
		<category><![CDATA[treue]]></category>
		<category><![CDATA[zorn]]></category>

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		<description><![CDATA[Da ist es noch nicht mal 10 Uhr Morgens vorbei und ich muss mich schon aufregen. Ihr kennt doch bestimmt diese Sammelpunkte-Aktionen, Treuemarken, etc. auf den verschiedensten Produkten: Bei Jacobs gabs mal eine Ritzenhoff-Tasse, wenn man soundsoviel Punkte aus deren &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/04/04/treudoofpunkte/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da ist es noch nicht mal 10 Uhr Morgens vorbei und ich muss mich schon aufregen. Ihr kennt doch bestimmt diese Sammelpunkte-Aktionen, Treuemarken, etc. auf den verschiedensten Produkten: Bei Jacobs gabs mal eine Ritzenhoff-Tasse, wenn man soundsoviel Punkte aus deren Kaffee-Verpackung ausschnitt und sie einschickte. Weihenstephan schmiss einem für 15 Punkte einen Milchbecher hinterher; gesammelte Punkte werden bei Payback schon mal mit einem Wanderrucksack oder, wem das nicht passt mit einer Nudelpfanne vergütet. Die für die jeweiligen Wunschprämien benötigten Sammelpunkte sind mehr oder weniger dem eigentlichen Warenwert angemessen. Doch oft erübrigt sich die Frage, ob man, statt 30 Packungen FixMate-Tee zu kaufen, um mit den gesammelten Punkten die Prämie zu ergattern nicht gleich den versprochenen WMF Süßstoffspender &#8220;Clever &amp; More&#8221; im Fachhandel beziehen soll. Zwei Argumente dafür: Man kommt günstiger weg und verendet gewiss nicht an einer Teevergiftung.<br />
Warum ich mich jetzt so aufrege? Vor mir steht ein kackbraunes Nutellaglas, &#8220;Punktesammeln für Sportrpämien von adidas&#8221;, so die Versprechung auf dem Etikett. Auf der Aluminiumfolie unter dem Deckel befinden sich jeweils zwei Sammelpunkte. Will ich sie einsenden, muss ich das Glas anbrechen. T-Shirts, Handtücher und Rucksäcke werden angepriesen. Die kleinste Prämie, ein Volleyball &#8211; und das ist die eigentliche Frechheit &#8211; ist &#8220;schon&#8221; ab 60 (!) Punkten zu haben.<br />
Also, mal ganz unter uns, lieber Herr Ferrero. 30 Nutella-Gläser für einen minderwertigen Plastikvolleyball zu verlangen, ist schon ein liederliches Angebot, dass sie uns da unter die Nase reiben wollen. Von Hohn will ich jetzt gar nicht erst reden. Ich habe in meinem ganzen 28-jährigen Dasein auf diesem Planeten noch keine 30 Gläser Nutella verbraucht. Noch nicht mal ansatzweise. Und jetzt kommen sie daher und verlangen von mir, dass ich das bis zum 30.05.2009 (es gilt das Datum des Poststempels) fertig bringen? Nicht in diesem Leben.<br />
Also, behalten sie mal schön ihre Prämien &#8211; ihre Kapuzenjacken (145 Punkte) und Sporttaschen (160 Punkte). Ich behalte dafür meine Gesundheit. Denn nach 30 Gläsern Nuss Nugat Creme passe ich nämlich in keines der angebotenen T-Shirts mehr rein. Und mit dem &#8220;Fit machen fürs Sportabzeichen&#8221;, so der Slogan der Kampagne, siehts dann auch ganz düster aus, so zuckerkrank, wie ich dann sein werde.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=1812&amp;md5=4b4d9b9467846b87ed18a1339c77312a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Die fünf Pforten der Manipulation</title>
		<link>http://himmelende.de/2009/03/30/die-funf-pforten-der-manipulation/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 12:37:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Skepsisreservat]]></category>
		<category><![CDATA[abhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[herde]]></category>
		<category><![CDATA[konsum]]></category>
		<category><![CDATA[manipulation]]></category>
		<category><![CDATA[opfer]]></category>
		<category><![CDATA[schuld]]></category>

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		<description><![CDATA[Ralf Grauels Thesenpapier: Ein Faksimile, für mich so bedeutend, weshalb ich hier es im Original wiedergeben möchte. Eine lasergenaue Beobachtung systemimmanenter Manipulationen. Vielleicht nicht mehr ganz taufrisch (das Papier wurde bereits 2002 veröffentlicht), was der Schärfe der Betrachtung jedoch keinen &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/03/30/die-funf-pforten-der-manipulation/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.modocom.de/akademie/GrauelThesenpapier.htm">Ralf Grauels Thesenpapier</a>: Ein Faksimile, für mich so bedeutend, weshalb ich hier es im Original wiedergeben möchte. Eine lasergenaue Beobachtung systemimmanenter Manipulationen. Vielleicht nicht mehr ganz taufrisch (das Papier wurde bereits 2002 veröffentlicht), was der Schärfe der Betrachtung jedoch keinen Abbruch tut.</p>
<p>Wissenschaftsakademie Berlin<br />
Herbsttrimester 2002<br />
Freitag, 22. November, 20 &#8211; 22 Uhr (c.t.)<br />
Kompaktseminar: &#8220;Die fünf Pforten der Manipulation&#8221;<br />
Dozent: Ralf Grauel<br />
Seminarort: Torstrasse 94 (Redesigndeutschland), Berlin-Mitte<br />
Thesenpapier:<br />
In allen Systemen wird manipuliert. In biologischen Kreisläufen, bei der Militärausbildung, im täglichen Umgang miteinander, sogar auf mikroskopischer Ebene findet wir Zeichen von Manipulation.<br />
Egal ob bei Parasiten, beim Militär oder in der Werbung. Manipulation lebt von Platzhaltern, von Bildern und Signalen, die etwas Eigentliches, Ursprüngliches verdecken und es mit neuen Signalen ersetzen. Oder aber sie ruft fertige Verhaltensmuster ab, die dem Zwecke des Manipulators dienen, nicht aber denen des Opfers.<br />
&#8220;Manipulation ist Verhaltensbeeinflussung zu fremden Nutzen.&#8221; (Rupert Lay)<br />
Alle Systeme zeichnet noch etwas anderes aus. Sie sind Kreisläufe. Interessanterweise würden viele dieser Kreisläufe ohne die Manipulatoren, ohne die kommunikativen Strippenzieher, in sich zusammenbrechen.<br />
Das gilt für die Psychologie, die Biologie genau so wie für die bunte Welt des Konsums.<br />
Das Prinzip bleibt gleich. Die Wirklichkeit wird abstrahiert, distanziert. Eine Simulation übernimmt. Das Zeichen wird stärker als das Original. Das vorherige System oder Signal verschwindet, bis die manipulierte Botschaft übernimmt.</p>
<p>Manipulierte Information ist eine Magenpille im Zuckermantel, ein trojanisches Pferd.<br />
Ein Selbstmordbefehl, der wie eine Erlösung klingt.<br />
Ein Opferungsbefehl, der sich wie Sex anfühlt.<br />
Eine als Unterhaltung verkleideter Kaufbefehl.<br />
Die Frage ist, wie funktioniert das?<br />
Wie bringt man einen Menschen dazu, sich gegen seinen eigenen Willen, manchmal sogar gegen seinen Instinkt zu verhalten?</p>
<p>Schritt 1: Trenne das Opfer von der Herde.</p>
<p>Trennung erzeugt Schuld. Schuld erzeugt Abhängigkeit.</p>
<p>Schritt 2: Beobachte es. Lerne es kennen. Finde den Eingang.</p>
<p>Nichts hat so viel Macht über einen Menschen, wie seine eigenen Emotionen.</p>
<p>Schritt 3: Baue Dich ein. Je tiefer umso besser. Lösche was nicht passt. Werde es.</p>
<p>Schichtweiser Abtrag der Persönlichkeit durch konstanten körperlichen und psychischen Stress. Das Opfer nimmt die Botschaft in sich auf. Die benötigten Steuerungsimpulse werden minimal.</p>
<p>Schritt 4: Erteile neue Befehle. Deine Befehle.</p>
<p>Es ist nie wichtig was jemand tut, sondern nur für wen er es tut. Soziale Hierarchie ist der Schlüssel zum Erfolg. Autorität, Freundschaft, sexuelle Reize. Im Innneren des Organismus.</p>
<p>Schritt 5: Unterstütze es. Gib seinem Handeln einen Sinn. Und gib ihm eine neue Herde.</p>
<p>Immer eine Ausrede für den rationalen Teil, das letzte bisschen Verstand, nachliefern.<br />
&#8220;Lässt der Widerstand des Subjektes nach, wird es Zeit, ihm einen gesichtswahrenden Grund oder eine Entschuldigung für seine Gefügigkeit zu liefern.&#8221; (CIA)<br />
&#8220;Kunden brauchen immer eine rationale Entschuldigung für ihre emotionale Entscheidung. Deswegen: Stets eine liefern.&#8221; (David Ogilvy, Werber)</p>
<p>Vertreibung schafft Schuld.<br />
Schuld schafft Abhängigkeit.<br />
Abhängigkeit fördert Konsum.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=1788&amp;md5=b1dc46262b62926fc34afee4db766194" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sieben bis zehn Millionen</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jan 2009 15:34:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[No Name No Slogan]]></category>
		<category><![CDATA[konsum]]></category>
		<category><![CDATA[monolog]]></category>
		<category><![CDATA[video]]></category>
		<category><![CDATA[zorn]]></category>

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		<description><![CDATA[Link: via Datenform]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><script type="text/javascript" src="http://de.sevenload.com/pl/GZR6emm/445x364"></script>
<p>Link: <a href="http://de.sevenload.com/videos/GZR6emm-Sieben-bis-zehn-Millionen-Stefan-Panhans"><img src="http://static.sevenload.com/img/sevenload.png" width="66" height="10" alt="Sieben bis zehn Millionen - Stefan Panhans" /></a></p>
<p>via <a href="http://www.datenform.de/blog/2009/01/sieben-bis-zehn-millionen.html">Datenform</a></p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=1422&amp;md5=876a4713b068874f841ab1b62c6416e1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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