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	<title>Himmelende &#187; kritik</title>
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	<description>Everything will be okay in the end. If it’s not okay, it’s not the end.</description>
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		<title>The Road</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Dec 2010 11:54:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Skepsisreservat]]></category>
		<category><![CDATA[Apokalypse]]></category>
		<category><![CDATA[endzeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Film: The Road Erster Eindruck: Die Zukunft wird grau. Darum gehts: Vater und Sohn reisen durch eine postapokalyptische Welt, die im Sterben liegt. Flora und Fauna sind weitestgehend zerstört, die übrig gebliebenen Menschen marodieren kannibalisierend durch das Land. Die letzte &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/12/26/the-road/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2010/12/the_road_viggo_5c.png" rel="lightbox[5541]"><img class="aligncenter size-full wp-image-5586" title="The Road" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2010/12/the_road_viggo_5c.png" alt="" width="500" height="273" /></a></p>
<p><strong>Film:</strong> <a href="http://www.imdb.com/title/tt0898367/">The Road</a><br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Erster Eindruck:</strong> Die Zukunft wird grau.</p>
<p><strong>Darum gehts:</strong> Vater und Sohn reisen durch eine postapokalyptische Welt, die im Sterben liegt. Flora und Fauna sind weitestgehend zerstört, die übrig gebliebenen Menschen marodieren kannibalisierend durch das Land. Die letzte Hoffnung ist die Straße, ist der Weg zur Küste und weiter in den Süden.</p>
<p><strong>Kurz gesagt:</strong> Endzeit</p>
<p><strong>Das kam vor:</strong> Dosenpfirsich, Baumentwurzerlung, Menschenkühlschrank</p>
<p><strong>Das kam nicht vor:</strong> die Army, der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Sonne</p>
<p><strong>Was wir uns fragten:</strong> Was für einen Nährwertgehalt haben getrocknete Heuschrecken?</p>
<p><strong>Was wir daraus lernen:</strong> Ende schlecht, alles schlecht. (Und nächstes Jahr zu Weihnachten dann den versprochenen Atombunker mit Lebensmittelvorräten.)</p>
<p><strong>Letzter Eindruck:</strong> <a href="http://www.google.de/search?client=safari&amp;rls=en&amp;q=akopalüze+nau&amp;ie=UTF-8&amp;oe=UTF-8&amp;redir_esc=&amp;ei=_yoXTaKqDYj64Abu4JiGAg#q=akopalüze+nau&amp;hl=de&amp;safe=off&amp;client=safari&amp;rls=en&amp;prmd=ivns&amp;source=univ&amp;tbs=vid:1&amp;tbo=u&amp;ei=_yoXTfGQG5e8jAeCoJz2BQ&amp;sa=X&amp;oi=video_result_group&amp;ct=title&amp;resnum=1&amp;ved=0CDwQqwQwAA&amp;fp=f8c22c66b3b8f6e2">Akopalüze nau!</a></p>
<p>Kein Zweifel, dieser Film ruiniert selbst den fröhlichsten Filmabend und jetzt eine Zusammenfassung &#8220;mit einem Augenzwinkern&#8221; zu verfassen &#8211; den Bogen bekomme ich mit diesen Eindrücken einfach nicht hin.<br />
&#8220;The Road&#8221; &#8211; nach dem gleichnamigen <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/26662.html">Roman</a> des amerikanischen Autors <a title="Cormac McCarthy" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cormac_McCarthy">Cormac McCarthy</a>, ist ein sehr dichter und bedrückender Film, der einen mitnimmt, denn so grau und bedrohlich sah man selten ein Zukunftsszenario. Dumpfes Grollen und Explosionen ohne ersichtlichen Grund in der Ferne; die beklemmende Stille einer toten Natur; eine außerweltlich anmutenden Mondlandschaft, der die Filmemacher sämtliche Farben rausgedreht haben, unterlegt mit einem <a href="http://www.nickcaveandwarrenellis.com/works/the-road-original-film-score-2009">Soundtrack von Nick Cave &amp; Warren Ellis</a>. Und selten sah man Viggo Mortensen für eine Rolle so abgemagert.</p>
<p>Die Frage nach dem warum der Apokalypse wird dabei nicht beantwortet. Darum geht es auch nicht. Dieser Film ist kein Lehrvideo für das kommende Armageddon, kein Emmerich&#8217;sches Weltuntergangeffektspektakel; es gibt keine Erklärungsversuche und keine Rettungspläne. &#8220;The Road&#8221; portraitiert still und leise die Menschen, die mit dieser Welt geschlagen sind, die sich diesem Leben stellen oder eben kapitulieren.</p>
<p>Der Titel ist programmatisch: Die Straße ist eine Idee, eine Metapher als letzter Hoffnungsträger. Die Übriggebliebenen wissen, dass es nicht besser werden kann, nur noch schlimmer. Es ist das letzte Kapitel einer Welt der Erinnerungen, die langsam stirbt; eine Menschheit, die vergeht und die die Menschlichkeit längst unter einer dicken Staubschicht beerdigt hat.<br />
Ansehen!</p>
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		<title>Idiotie</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Nov 2010 20:30:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Skepsisreservat]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[kritik]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Rückzug ins Private &#8211; die alten Griechen nannten das übrigens Idiotie, im Doppelsinn von Privatheit und Torheit, der unpolitische Mensch war der Idiot &#8211; verstellt den Blick auf Verschiebungen im Herrschafts- und Gesellschaftsgefüge. Die Bürger stumpfen ab, die Kräfte &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/11/26/idiotie/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Der Rückzug ins Private &#8211; die alten Griechen nannten das übrigens Idiotie, im Doppelsinn von Privatheit und Torheit, der unpolitische Mensch war der Idiot &#8211; verstellt den Blick auf Verschiebungen im Herrschafts- und Gesellschaftsgefüge. Die Bürger stumpfen ab, die Kräfte des Widerstands erlahmen, die Politik erodiert und entleert sich ihres Sinns.</p></blockquote>
<p>Der Philosoph Oskar Negt über die Risse in der Sozialordnung, die Notwendigkeit politischer Bildung und die Spannung zwischen Wirklichkeit und Utopie.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,710880,00.html">Spiegel-Gespräch: &#8220;In dieser Gesellschaft brodelt es&#8221;</a></p>
<p>(Wenn ihr mehr Links zu interessanten Artikel erhalten wollt, die ich für lesenswert halte, abonniert den <a href="http://himmelende.de/feed/">Himmelende RSS feed</a>. Ihr findet diese Links allerdings auch auf <a href="http://www.delicious.com/s.herold">meiner Delicious-Seite</a>.)</p>
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		<title>Sozialkontaktüberfordert? Dann rempeln Sie doch ganz einfach zurück.</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 07:35:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Skepsisreservat]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
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		<description><![CDATA[Man kann von Facebook halten, was man will: ewiger Orkus, in dem unsere Privatssphäre verschwindet; Ego-Booster und Selbstinszenierungsmaschine 2010; beste Plattform, um mit seinen Freunden in Verbindung zu bleiben; netter Zeitvertreib vs. Verschwendung von Lebenszeit u.s.w. Spätestens nach der x-ten &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/03/27/sozialkontaktuberfordert-dann-rempeln-sie-doch-ganz-einfach-zuruck/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann von Facebook halten, was man will: ewiger Orkus, in dem unsere Privatssphäre verschwindet; Ego-Booster und Selbstinszenierungsmaschine 2010; beste Plattform, um mit seinen Freunden in Verbindung zu bleiben; netter Zeitvertreib vs. Verschwendung von Lebenszeit u.s.w. Spätestens nach der x-ten <a href="http://www.farmville.com/">Farmville</a>-Anfrage, der Einladung zum Quiz &#8220;Welcher Kohlrouladentyp bist du?&#8221; oder &#8220;Michael hat Würstchenbude in <a href="http://www.zynga.com/games/index.php?game=mafiawars">Mafia Wars</a> erobert&#8221;-Statusmeldung wird einem jedoch klar: Facebook nervt.<span id="more-4105"></span></p>
<p>Dabei ist der Kern der Kritik nicht die irritierenden, weil weitestgehend sinnlosen Statusmeldungen und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Myriaden">Myriaden</a> zweifelhafter Spiele-Einladungen, sondern der Umstand, dass Facebook im Grunde genommen ein Hort der oberflächlichen Nettigkeiten und der breiigen Kritiklosigkeit ist.</p>
<p>Es fehlt dieser Plattform eindeutig ein gewisses Niveau der &#8220;Arschlochigkeit&#8221;; es fehlt die Kehrseite, es fehlt die Möglichkeit einer öffentlich zelebrierten Ablehnungshaltung. Es gibt den &#8220;Gefällt mir&#8221;-Button, mit dem man seine Zustimmung zu Beiträgen gleich welcher Art signalisieren kann. Warum gibt es keinen &#8220;Gefällt mir nicht&#8221;-Button?</p>
<p>Es gibt &#8220;Freundeslisten&#8221;, in der die zarten Kontaktpflänzchen gehegt und gepflegt werden können. Warum gibt es nicht auch eine &#8220;Hassliste&#8221;? Und mehr noch, ähnlich dem System der Kaufvorschläge bei Amazon auch Entsprechendes bei Facebook: &#8220;Freunde in deiner Liste, die diesen Kontakt hassen, hassen auch folgende Kontakte.&#8221; Wenn man schon Menschen, Firmen oder Institutionen auf Facebook findet, die man auf den Tod nicht ausstehen kann und Zeit ihres erbärmlichen Lebens auf dem Bullshitradar aufblinken, dann möchte man das der Welt doch auch bitteschön zeigen.</p>
<p>Oder dieses unsägliche &#8220;anstupsen&#8221;, um jemanden auf sich aufmerksam zu machen. Warum nicht treten? Warum nicht rempeln? &#8220;Du wurdest von Marta angerempelt. Zurückrempeln?&#8221; Das entspräche doch unserer vielzitierten Ellbogengesellschaft; das wäre das virtuelle Abbild einer sozialen Gemeinschaft par excellence, eine Gesellschaft der Gutheisser kann da nicht funktionieren. &#8220;Ich bin ein Fan von Sommer&#8221;, warum dann nicht auch konsequenterweise &#8220;Ich bin kein Fan von Klimaerwärmung&#8221;?</p>
<p>Natürlich ließe sich nun einwenden, dass auf Facebook sehr wohl kritisiert und konstruktiv debattiert wird. Schließlich gäbe es ja genügend Gruppierungen, die sich mit ernsthaften Themen beschäftigen, wie z.B. die Gruppen &#8220;100.000 Veganer sagen NEIN zu Kalbsragout!&#8221; oder &#8220;Schützt das Wachtelei!&#8221;, nicht zu vergessen &#8220;Justin Bieber is a fucking moron!&#8221; und natürlich der &#8220;Verein zur Reinerhaltung des Gotischen Kulturguts und die Rettung des Seepferdchens&#8221;. Aber das ist nicht das Problem. Problem ist, dass Facebook die Funktionen einer öffentlich zelebrierten Ablehnungshaltung im Kern nicht implementiert hat und uns damit zum gegenseitigen Eierschaukeln und Bauchpinseln nötigt. Einzige Lösung: ein Nicht-Verhalten, gemäß dem Motto &#8220;You don&#8217;t exist until you are in my contact list.&#8221;</p>
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		<title>Laufen tut weh</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 19:11:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Läufer brauchen nicht viel, um ihren Sport auszuüben: ein Paar Schuhe, eine schöne Strecke und einen Arzt, der ihnen sagt, dass sie ihre Knie noch nicht ruiniert haben.&#8221; Sebastian Herrmann, SZ, in einem Artikel über die zweifelhafte Wirkung gedämpfter Laufschuhe]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Läufer brauchen nicht viel, um ihren Sport auszuüben: ein Paar Schuhe, eine schöne Strecke und einen Arzt, der ihnen sagt, dass sie ihre Knie noch nicht ruiniert haben.&#8221;</p></blockquote>
<p>Sebastian Herrmann, SZ, in einem <a href="http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/301/506481/text/">Artikel</a> über die zweifelhafte Wirkung gedämpfter Laufschuhe</p>
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		<title>Moraldiskussion 2010 AD</title>
		<link>http://himmelende.de/2010/02/24/moraldiskussion-2010-ad/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 14:32:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Jesus hat zugeschlagen und Wasser in Wein verwandelt und Fau K. hat nichts gemerkt.« Kommentar im Spon-Forum, via Astrid Paprotta Öffentliches Amt mit Vorbildsfunktion hin oder her: Der Rücktritt von Margot Käßmann, ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland ist falsch. &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/02/24/moraldiskussion-2010-ad/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Jesus hat zugeschlagen und Wasser in Wein verwandelt und Fau K. hat nichts gemerkt.«</p></blockquote>
<p>Kommentar im <a href="http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=12428">Spon-Forum</a>, via <a href="http://www.astrid-paprotta.de/weblog/microblogging-230210">Astrid Paprotta</a></p>
<p><a href="http://www.astrid-paprotta.de/weblog/microblogging-230210"></a><br />
Öffentliches Amt mit Vorbildsfunktion hin oder her: <a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-02/bischoefin-kaessmann-ruecktritt">Der Rücktritt von Margot Käßmann</a>, ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland ist falsch. Sie zieht mit dieser verfrühten Entscheidung die Konsequenzen aus ihrer <a href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,679660,00.html">Trunkenheitsfahrt</a> vom vergangenen Samstag. Käßmann war sicher streitbar, sie sorgte oft mit freimütiger Kritik wie jüngst zum Kriegseinsatz in Afghanistan für angeheizte Diskussion und prangerte gesellschaftliche Missstände an, ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Das gefiel so manchen, anderen dagegen behagte es kaum. Und für ihre alkoholisierte Autofahrt wurde sie nun öffentlich ans Kreuz genagelt. Ein paar Moralapostel, die selbst Wasser predigen und Wein trinken meinen es in diesen Tagen besonders wichtig und echauffieren sich göttlich über Frau Käßmann. Meiner Meinung nach sollte sie ihr Amt nicht abgeben, was in diesen Minuten leider passierte. Gerade der menschliche Makel zeichnet uns aus, er macht uns doch erst wirklich glaubhaft. Zu fallen, wieder aufzustehen und zu sagen: &#8220;Tut mir leid, ich werde das nicht mehr tun und in Zukunft besser machen.&#8221; Und jeder Mensch des öffentlichen Lebens, der sich als so perfekt inszeniert und mit Unfehlbarkeit schmückt ist in meinen Augen ein Heuchler und Augenwischer. Frau Käßmann sollte sich ganz einfach hinstellen, sich entschuldigen (was sie ja bereits gemacht hat), von der EKD einen kräftigen Anschiss kassieren &#8211; der nur pro forma sein kann, denn dass sie etwas falsch gemacht hat, weiß sie selbst ja am Besten &#8211; und gut ists! Ende der Debatte. Diese dumme und aufgeblasene Moraldiskussion ist einfach nur übertrieben.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-02/kaessmann-ruecktritt-contra">Zeit Online:  Die Irrtümer der Käßmann-Gegner<br />
</a><a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-02/bischoefin-kaessmann-ruecktritt">Zeit Online: Käßmann tritt von ihren Ämtern zurück<br />
</a><a href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,680058,00.html">Spiegel Online: EKD-Chefin Käßmann tritt von allen Ämtern zurück</a></p>
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		</item>
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		<title>People who hate people</title>
		<link>http://himmelende.de/2010/01/19/people-who-hate-people/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 22:47:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Pet peeve: People who update their Facebook status with how many miles they just ran Honestly, what the fuck is wrong with these people? Worst of all are the smug fuckers who not only tell you how far they just &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/01/19/people-who-hate-people/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;">Pet peeve: People who update their Facebook status with how many miles they just ran</span></p>
<p>Honestly, what the fuck is wrong with these people? Worst of all are the smug fuckers who not only tell you how far they just ran, but also how many minutes it took them to run their nine miles or whatever. People, if you’re doing this, please stop. The rest of us don’t want to hear about it. Yes, we’re happy that you’re so fit, and your heart is so healthy, and you still wear the same size jeans as you did in high school. Bully for you. But frankly, the Facebook bragging just forces us to think about how small your penis must be, and honestly, we don’t want to think about your penis. We really don’t. So just go do your run and write it down in your jogging diary and then shut the fuck up about it. Okay?</p>
<p>Also: you people who hold forth at dinner parties about how many times a week you go to your yoga class and how great you feel after yoga and you’re so addicted to yoga and you just think everyone should try yoga? Enough already. Stop it.</p>
<h2>(Übersetzung)</h2>
<p><span style="text-decoration: underline;">Hauptärgernis: Menschen, die in ihrem Facebook-Status veröffentlichen, wie viele Kilometer sie gelaufen sind</span></p>
<p>Ehrlich, was zum Teufel ist mit diesen Leuten nicht in Ordnung? Am schlimmsten sind diese selbstgefälligen Idioten, die dir nicht nur mitteilen, wie weit sie gerade liefen sondern auch, wie viele Minuten es dauerte, bis sie ihre neun Meilen oder wie viel auch immer liefen. Leute, wenn ihr das tut, hört bitte auf damit. Der Rest von uns will darüber nichts hören. Ja, wir sind glücklich, dass ihr so fit seid, euer Herz so gesund ist und ihr immer noch die gleiche Jeansgröße wie in der Highscool tragt. Großartig für euch. Aber ehrlich gesagt, diese Facebook-Prahlerei zwingt uns dazu darüber nachzudenken, wie klein euer Penis sein muss. Und um ehrlich zu sein: Wir wollen nicht über euren Penis nachdenken. Wirklich nicht. Also geht einfach, macht euren Lauf, tragt ihn in euer Lauftagebuch ein und dann haltet eure verdammte Klappe. Okay?</p>
<p>Ebenso: Ihr Leute, die ihr euch auf Dinnerpartys endlos darüber auslasst wie oft ihr in der Woche in eure Yoga-Stunde geht und wie großartig ihr euch nach dem Yoga fühlt und wie süchtig ihr nach Yoga seid und gerade daran gedacht habt, dass eigentlich jeder Yoga versuchen sollte? Schon genug. Hört auf damit.</p>
<p><a href="http://www.fakesteve.net/2010/01/pet-peeve-people-who-update-their-facebook-status-with-how-many-miles-they-just-ran.html">fakesteve.net</a></p>
<p><em>(Anm.: Ich nehms mir zu Herzen. Danke fakesteve.)</em></p>
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		<title>Die unerhörte Gleichzeitgkeit des Seins</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 11:08:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das war&#8217;s. 2009 ist rum (endlich) und 2010 läuft noch nicht ganz flüssig. Derweil beglückt uns Zeit Online mit einem lesenswerten Rückblick auf fünf Symbole der Nullerjahre &#8211; &#8220;Die Requisiten des Jahrzehnts&#8220;, das Coffee-to-go-Prinzip und andere Zeichen der Entgrenzung: iPhone &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/01/06/die-unerhorte-gleichzeitgkeit-des-seins/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das war&#8217;s. 2009 ist rum (endlich) und 2010 läuft noch nicht ganz flüssig. Derweil beglückt uns Zeit Online mit einem lesenswerten Rückblick auf fünf Symbole der Nullerjahre &#8211; &#8220;<a href="http://www.zeit.de/2010/01/Requisiten-des-Jahrzehnts">Die Requisiten des Jahrzehnts</a>&#8220;, das Coffee-to-go-Prinzip und andere Zeichen der Entgrenzung:</p>
<ol>
<li>iPhone (Welt-Fernbedienung)</li>
<li>Ritalin (Konzentrationsförderungshilfe)</li>
<li>Porsche Cayenne (übermotorisierter Streitwagen)</li>
<li>Manufactum (Neue Bürgerlichkeit)</li>
</ol>
<blockquote><p>Das Coffee-to-go-Prinzip bedeutet: Alles ist mit allem vereinbar, alles kann überall geschehen. Das Sinfonieorchester im Ohr (MP3-Player), das Internet in der Hemdtasche (Smartphone), sitzen wir inmitten von Hochhäusern am Sandstrand (City-Beach) oder im tiefsten Winter unter freiem Himmel (Heizpilz) und erledigen in schönster Urlaubsstimmung (Cargo-Pants und Kapuzenpulli) unsere geschäftliche Korrespondenz (Laptop).</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>We don&#8217;t have Czars in America</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 23:28:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man spürt es jetzt ganz deutlich: Weihnachten, das Fest der Poliebe steht kurz bevor. Und während im Königreich auf der Insel Rage Against The Machines &#8220;Killing In The Name&#8221; zur Weihnachtssingle Numero Uno gewählt wird, ballere ich mich hier mit Plätzchen &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/12/22/we-dont-have-czars-in-america/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man spürt es jetzt ganz deutlich: Weihnachten, <a href="http://img131.yfrog.com/img131/9964/7a6.jpg" rel="lightbox[3137]">das Fest der Poliebe</a> steht kurz bevor. Und während im Königreich auf der Insel Rage Against The Machines &#8220;<a href="http://blip.fm/profile/fastHaiti/blip/30465996/Rage_Against_The_Machine-Killing_in_the_name">Killing In The Name</a>&#8221; zur Weihnachtssingle Numero Uno <a href="http://www.meinungs-blog.de/ratm-killing-in-the-name-ist-weihnachtsingle-no1-in-den-uk-7210">gewählt wird</a>, ballere ich mich hier mit Plätzchen und <a href="http://img129.yfrog.com/img129/5894/jsv.jpg" rel="lightbox[3137]">Legionen von Schokoweihnachtsmännern</a> in ein vorweihnachtliches <a href="http://twitter.com/fastHaiti/status/6826912199">Glucose-Trauma</a>, das sich gewaschen hat.</p>
<p>Dann finde ich auf Youtube &#8211; Abends, wenn es draussen dunkel wird, das Feuer im Kamin prasselt und ich mir gemütlich eine schöne heisse Tasse <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Abführmittel">Laxativa</a> gönne &#8211; genau die richtige Dosis bullshit, um diesen ganzen Jingle-Bells-Wahnsinn ohne einigermaßen aufgekräuselte Großhirnrinde zu überleben.</p>
<p>Danke Internet.</p>
<p><object width="680" height="383"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/mKKKgua7wQk?version=3&#038;feature=oembed"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/mKKKgua7wQk?version=3&#038;feature=oembed" type="application/x-shockwave-flash" width="680" height="383" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Da gibt die gute <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sarah_Palin">Sarah Palin</a> also eine Signierstunde zu ihrem neuen Buch. Das Fußvolk wartet artig, während es von einem Reporter &#8211; nicht ganz ohne Augenzwinkern &#8211; zu verschiedenen Themen befragt wird: Aussenpolitik, Wirtschaft, Polarbären und Klimaschutz, Amerikas Führungsrolle in der Welt, Sozialismus, Marxismus, Leninismus und Obama (was ja irgendwie das selbe ist). Kurzum: Fragen zu Themen, die ein Mindestmaß an kritischem Intellekt und Weltzugewandtheit voraussetzen. Und da der geneigte Sarah Palin Anhänger, das unterstelle ich ihm jetzt ganz einfach, hart am geistigen Limit segelt, provoziert der Reporter mit seiner Fragerei vor allem eines: grandios bescheuerte Antworten.</p>
<p>Die Frage nach Umweltschutz vs. Energieversorgung &#8211; der Reporter fragt, warum Amerika in der Arktis nach Öl bohren soll und wie das legitimiert werden kann - liefert z.B. folgende Erkenntnis:</p>
<blockquote><p>&#8220;We need to get off the Polar Bear of the endangered list so we can drill there.&#8221;</p></blockquote>
<p>Einfach und bestechend logisch.<br />
Oder das hier (ab 3:20):<br />
Der Reporter befragt eine junge Frau über Obamas Innenpolitik. Diese Antwortet direkt &#8211; so direkt kann man nur antworten, wenn man den ganzen gehirnverschwurbelnden Scheiß wirklich glaubt &#8211;  dass er (Obama) im Gegensatz zu Palin eine Regierung der Zaren etablieren will. Der Reporter hakt nach.</p>
<blockquote><p>&#8220;What are some of your problems with Zars?&#8221;<br />
&#8220;I&#8217;m an American. We don&#8217;t have Zars in America.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das ist gut. Einfach zu gut. Ganz heißer Favorit für meine Liste der &#8220;Universalen Lieblings-Killerargumente für sämtliche Lebenslagen&#8221;, nicht nur für diese letzten Tage der Nuller-Jahre. (z.B. &#8220;What are some of your problems with <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/509/497810/text/">Minaretts</a>?&#8221; &#8220;I&#8217;m an American. We don&#8217;t have Minaretts in America.&#8221; Oder der hier: &#8220;What are some of your problems with <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fußball-Wettskandal_2009">Fußball-Wettskandale</a>?&#8221; &#8220;I&#8217;m an American. We don&#8217;t have Fußball-Wettskandale in America.&#8221;)</p>
<p>Genau so einfach ist das. Und nachdem die Weltklimakonferenz in Kopenhagen auch <a href="http://www.zeit.de/2009/53/Ergebnis-Kopenhagen">so richtig gut lief</a>, die sichere Zukunft unseres Planeten damit quasi in trockenen Tüchern ist, egal wie viel im Nachhinein <a href="http://www.apple.com/trailers/sony_pictures/2012/theatrical_high.html">herumgeemmericht</a> wird, ausser einem <a href="http://www.okdeluxe.co.uk/cop15/">hübschen Logo</a> jedoch sonst nicht viel hübsches übrig blieb, verabschiedet sich Himmelende für dieses Jahr bei seiner gesamten Gefolgschaft und wünscht allen ein frohes Fest, schöne Feiertage und jede Menge reibungsfreihe Poliebe.</p>
<p>Und bevor ich&#8217;s vergesse: Ihr könnt diese Seite von nun an auch unter <a href="http://himmelen.de/">himmelen.de</a> erreichen. Viele Millionen Zuschriften erreichten mich täglich, wann diese Domain endlich online ginge und jetzt, tja jetzt ist sie da, die Neue, quasi als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Yeah! Ist kürzer, spart Lebenszeit beim Tippen und&#8230; ach, ihr wisst schon.</p>
<h5>Image: “<a href="http://www.todayandtomorrow.net/2009/12/21/i-dont-believe-in-global-warming/">I don’t believe in Global Warming</a>” by <a href="http://www.banksy.co.uk/">Banksy</a></h5>
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		<title>Stigmamanagement</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 12:59:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[angst]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[infektion]]></category>
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		<description><![CDATA[Niesen in der Öffentlichkeit ist heutzutage scheinbar nicht mehr ganz unproblematisch. Heute Morgen, im Getümmel einer U-Bahn Haltestelle, da musste jemand niesen. Sofort drehten sich die Leute, die im Infektionsradius möglicher Schweinegrippeviren standen in dessen Richtung, Zorn und Verständnislosigkeit spiegelten &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/11/13/stigmamanagement/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Niesen in der Öffentlichkeit ist heutzutage scheinbar nicht mehr ganz unproblematisch.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-3071" href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/11/talk-about-penises.jpg" rel="lightbox[3066]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3071" title="talk about penises" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/11/talk-about-penises-185x185.jpg" alt="" width="185" height="185" /></a>Heute Morgen, im Getümmel einer U-Bahn Haltestelle, da musste jemand niesen. Sofort drehten sich die Leute, die im Infektionsradius möglicher Schweinegrippeviren standen in dessen Richtung, Zorn und Verständnislosigkeit spiegelten sich in ihren Augen, manch einer schüttelte den Kopf. Kurz darauf &#8211; und damit begann der eigentliche Affront &#8211; nieste ein Zweiter, da war die virologische Toleranzgrenze der Wartenden schon überschritten. Ganz langsam entfernte sich einer nach dem anderen vom Nieser und dabei bemühte sich jeder mit besonders großer Anstrengung so zu tun, als wäre nicht diese schnäuzende Gesundheitsantipode der eigentliche Fluchtgrund.</p>
<p>Wenn jemand heute niest, macht er sich gleich verdächtig. &#8220;Der wird doch wohl nicht?&#8230; Der hat doch hoffentlich nicht?&#8230; Oh Gott, warum erwischt es mich?&#8221; Der öffentliche Nieser ist sofort stigmatisiert. Vielleicht juckte den Mann heute Morgen bloß eine Daunenfeder seines Gore-Tex Parkas, in dem er aussah wie ein bronzefarbenes Michelin-Männchen, vielleicht war er wirklich krank. Und genau das ist die momentane Skepsis: Ist da einer jetzt wirklich krank, also schweinemäßig infiziert oder ist er &#8220;bloß normal krank&#8221;? Und mit den ersten Todesfällen beginnt dann die Hysterie.</p>
<p>Wir erinnern uns: Vor ein paar Monaten waren es noch Rucksäcke und große Koffer, die einen verdächtig machten. Und davor waren es Turbans und lange Bärte und Migrationshintergrund. Und davor waren es Pitbulls und Schäferhunde. Und davor waren es Männer die ohne ersichtlichen Grund freundlich zu Kindern waren, einfach so. Und davor waren es&#8230;</p>
<p>Ganz schlecht hat man es also momentan erwischt, wenn man sich als turbantragender Rucksack-Marokkaner mit langem Bart und HATSCHIE!&#8230; einer ausgesprochenen Allergie gegen die Haare seines geliebten Staffordshire Bullterrier durch den Bahnhof niest.<br />
Remember: Angst is not a Weltanschauung.</p>
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		<title>Inglourious Basterds</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Aug 2009 10:35:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[spaghetti-western]]></category>

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		<description><![CDATA[Film: Inglourious Basterds (Trailer) Erster Eindruck: &#8220;Das wird ein Nazi-Blutbad!&#8221; Darum gehts: Ein Haufen unrühmlicher Schweinehunde, angeführt von Lt. Aldo Raine battelt sich in fünf Kapiteln durch das von den Nazis besetzte Frankreich. Ihr Auftrag: Angst im dritten Reich verbreiten, &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/08/25/inglourious-basterds/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/08/Inglourious-Basterds.jpg" rel="lightbox[2735]"><img src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/08/Inglourious-Basterds.jpg" alt="" title="Inglourious-Basterds" width="800" height="500" class="aligncenter size-full wp-image-2737" /></a><strong>Film:</strong><br />
Inglourious Basterds <a href="http://www.apple.com/trailers/weinstein/inglouriousbasterds/">(Trailer)</a></p>
<p><strong>Erster Eindruck:</strong><br />
&#8220;Das wird ein Nazi-Blutbad!&#8221;</p>
<p><strong>Darum gehts:</strong><br />
Ein Haufen unrühmlicher Schweinehunde, angeführt von Lt. Aldo Raine battelt sich in fünf Kapiteln durch das von den Nazis besetzte Frankreich. Ihr Auftrag: Angst im dritten Reich verbreiten, indem sie grausam Soldaten töten und skalpieren. Der Plan der Bastarde kreuzt sich jedoch bald mit dem eines französisch-jüdischen Mädchens, das ein Kino in Paris leitet. Dort soll die Premiere eines Propaganda-Filmes stattfinden, inklusive hochrangiger Nazi-Bonzen. Das Mädchen hat sich für diese Uraufführung etwas ganz besonderes einfallen lassen. Die Bastarde allerdings auch.</p>
<p><strong>Kurz gesagt:</strong><br />
Filmvorführer vs. Führer</p>
<p><strong>Das kam vor:</strong><br />
Nazi-Fucks, Nazi-Bingo, Nazi-Inferno, Kaugummi</p>
<p><strong>Das kam nicht vor: </strong><br />
<a href="http://www.apple.com/trailers/independent/deadsnow/">Nazi-Zombies</a>, <a href="http://www.flashglamtrash.com/gallery/p-105-2349.jpg" rel="lightbox[2735]">Nazi-Porn</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Blondi">Blondi</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=gpz-10cjeYE">Hitlers Klöten</a></p>
<p><strong>Was wir uns fragten:</strong><br />
a) Bin ich deutsch?<br />
b) Who is Gefreiter Butz?<br />
c) Sind Klorollenhütchen Nazi-Symbole?<br />
d) &#8220;Warum richten sie ihre Walther auf meine Hoden?&#8221;</p>
<p><strong>Was wir daraus lernen:</strong><br />
a) Pick up the phone and your plan is kaputt.<br />
b) Nazis ain&#8217;t got no humanity! They need to be destroyed.<br />
c) Richte niemals eine Schusswaffe auf die Testikel eines Sturmführers.</p>
<p><strong>Letzter Eindruck:</strong><br />
&#8220;Das war ein Nazi-Blutbad!&#8221;</p>
<p>Once upon a time in Nazi occupied France&#8230; Mit diesem Satz beginnt der Film und macht damit deutlich: Hier haben wir es mit einer Mischung aus Kriegsfilm und Spaghetti-Western zu tun. Sensationelles Schauspiel von <a href="http://www.imdb.com/name/nm0910607/">Christoph Waltz</a>, Brad Pitt mit dem breitestesten american-slang westlich der Karpaten &#8211; ein Pflichtfilm für Tarantino-Fans, besonders sehenswert im O-Ton. Mir persönlich wars stellenweise zu viel splatter. Unnötig. Killing Nazi-Fucks ist ja okay, aber bei Leichenfledderei wirds heikel. Warum dennoch sehenswert? Geschickter Umgang mit Nazi-Symbolik, drittes Reich Thematik, geniale Dialoge (sowieso). Typisch Tarantino, eine Gradwanderung zwischen grotesker Massakermetzelei und emotional dichten, fast romantischen Szenen. Man weiß nie: Soll man lachen, weinen oder kotzen? Im Zweifelsfall geht alles gleichzeitig.</p>
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		<title>Im Test: Nike Lunaracer+</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Jun 2009 15:44:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegungsdrang]]></category>
		<category><![CDATA[Skepsisreservat]]></category>
		<category><![CDATA[brüste]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[laufen]]></category>
		<category><![CDATA[sport]]></category>
		<category><![CDATA[test]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun hat es doch etwas länger als die versprochene Woche gedauert, um Nikes Lunaracer+ genauer unter die Lupe zu nehmen. Prinzipiell ähnelt dieses Modell dem bereits vorgestellten Zoom Victory+, mit einer Ausnahme: Hier macht Nike alles richtig. Damit könnte der &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/06/11/im-test-nike-lunaracer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun hat es doch etwas länger als die versprochene Woche gedauert, um Nikes Lunaracer+ genauer unter die Lupe zu nehmen. Prinzipiell ähnelt dieses Modell dem <a href="http://himmelende.de/2009/05/21/im-test-nike-zoom-victory/">bereits vorgestellten</a> Zoom Victory+, mit einer Ausnahme: Hier macht Nike alles richtig.</p>
<p>Damit könnte der Test auch genau so schnell zu Ende sein, wie ein Beitrag auf der Titelseite der Bild-Zeitung: Undifferenziert, kurz und vorbei, bevor die Titten kommen. Also ist eigentlich alles irgendwie das selbe, bloß anders? Nicht ganz. Die Wahrheit steckt im Tchibo und der Teufel im Detail und genau diese kleinen, aber feinen Unterschiede heben den Lunaracer+ auf mein kleines, subjektives Favoritenpodest: Best Laufschuh ever ever!</p>
<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/06/Bild-1.png" rel="lightbox[2540]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2558" title="Lunaracer+ Fakten" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/06/Bild-1-150x150.png" alt="Lunaracer+ Fakten" width="150" height="150" /></a>Farblich kommt der Schuh in einem ähnlichen Kampfneongelb daher, wie bereits der Victory+. Und so wird sich manch Läufer entweder neidisch den Kopf verrenken zwecks Begeisterung oder mit spontaner Magenentleerung reagieren zwecks Ablehnung. Gleich ist auch der Einsatz von <a href="http://www.nike.com/nikelab/site.html?en_US#/technology/flywire/video/tech-flywire">Flywire</a> geblieben, Nikes stabilitätsfördernder Nahtkonstruktion, die direkt im Material eingewebt ist und somit Gewicht spart. Damit verbunden ist auch eine engere Passform, die den Fuß sehr fest im Bett hält. Läufer, die es luftiger in ihren Tretern haben wollen, sollten den Schuh eine Nummer größer kaufen. Damit enden allerdings auch schon die Gemeinsamkeiten zum Victory+. Grundlegend neu ist das Sohlendesign. Hier setzt Nike nicht auf herkömmliche Materialen, sondern auf einen speziell entwickelten Schaumstoff aus der Raumfahrt oder der Formel 1 oder was weiß ich woher. <em>Lunarlite</em> wird das Material genannt und das besondere daran: Beim Auftritt soll die Energie nicht vollständig absorbiert, sondern größtenteils verlustfrei wieder zurück gegeben werden, was sich in einem trampolinartigen Effekt bemerkbar macht. Das klappt in der Praxis sogar ganz gut und entpuppt sich nicht als bloßes Marketinggewäsch. Man geht im Lunaracer+ ein wenig wie auf Marshmallows, allerdings versumpft man darin nicht, sondern wird angenehm zurück gefedert. Wie viele gelaufene Kilometer dieser Effekt anhält, wird sich erst noch zeigen müssen. Und was Nike mit dem Schaumstoff anstellt, um diese Eigenschaft zu erreichen bleibt Geheimsache. Kevin Hoffer aus der Nike Innovationsküche nuschelt in diesem <a href="http://www.nike.com/nikelab/site.html?en_US#/product/luna-racer/video/interview-luna-racer">Produktvideo</a> zwar etwas von &#8220;we turn the road into a bed of feathers&#8221; in die Kamera, aber ich sag nur: Fuck you, it&#8217;s magic! Darüber hinaus ist dieser Schaumstoff besonders leicht, was dem Schuh zusätzliches Gewicht erspart. Mit 156 Gramm ist er ein absolutes Leichtgewicht, das man am Fuß kaum fühlt. Während des Laufens blickte ich öfters verunsichert an mir herab um zu prüfen, ob ich überhaupt Schuhe trage oder nicht doch barfuß durch die Tundra hoppse.</p>
<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/06/Bild-11.png" rel="lightbox[2540]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2565" title="Druckstelle" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/06/Bild-11-150x150.png" alt="Druckstelle" width="150" height="150" /></a>Die Form des Fersenbereichs ist anders konzipiert als beim Victory+ und verleiht dem Fuß beim Lunaracer+ dort etwas weniger Halt. Das ist allerdings überhaupt nicht störend, eher im Gegenteil. Der Schaft an der Achillessehne ist weicher und schließt weiter unten ab, was zur Folge hat, dass man sich im Vergleich zum Victory+ hier keine blutigen Sehnen holt. Hier scheinen die Designer wenigstens einmal selbst in ihre Schuhe geschlüpft und ein paar Runden um den Block gelaufen zu sein. Toll. Als Innovations-i-Tüpfelchen darf die Unterstützung für Nike+-Sensoren nicht fehlen, von dessen System es demnächst hoffentlich bald eine <a href="http://www.brennr.de/2009/03/05/neu-nike-sportband-v2-mit-pulsgurt/">überarbeitete Version des Sportbands</a> geben wird. Punktabzug gibt es für den in das Material eingearbeiteten Rahmen im Mittel- und Vorderfußbereich, der die Stabilität fördern soll. Genau <a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/06/Bild-11.png" rel="lightbox[2540]">an dieser Stelle</a> liegt mein kleiner Zeh an und das drückte bei den ersten Läufen etwas unangenehm, aber nicht störend und mittlerweile gar nicht mehr. Ausserdem fiel mir auf, dass das hightechige Oberschuhmaterial die Feuchtigkeit nicht besonders gut abtransportiert. Das hatte zur Folge, dass sich nach zwei längeren Läufen von jeweils 16 Kilometern Schwitzwasser im Schuh ansammelte. Lags an den falschen Socken, am Wetter oder an dem Whiskey, den ich vorm Laufen trank: Es störte nicht, nichtmal olfaktorisch (meine Füße riechen eh immer nach Rosenwasser). Nur die Sohle begann langsam zu quietschen und ja, wäre ich noch mal zehn Kilometer weiter gelaufen, vielleicht hätte ich dann langsam Probleme bekommen. Also, die Schuhe sind bei mir noch nicht Marathon-erprobt.</p>
<p><strong>Pro:</strong></p>
<ul>
<li>Design</li>
<li>irre leicht</li>
<li>schnell</li>
<li>sehr bequem</li>
<li>keine blutigen Achillessehnen</li>
<li>Material gut abwaschbar</li>
</ul>
<p><strong>Contra:</strong></p>
<ul>
<li>Design</li>
<li>Schweißbildung durch dichtes Oberschuhmaterial</li>
<li>innerer Rahmen drückt Anfangs auf kleinen Zeh</li>
<li>leuchten nicht im Dunkeln</li>
</ul>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Ich mag meine Lunaracer+. Ein verdammt schneller und leichter Wettkampfschuh für Mittel- aber auch Langdistanzen, ohne viel Schnickschnack und so unglaublich bequem, dass ich mir weitere Worte spare und euch empfehle, ihn einfach mal anzuprobieren. Wer die Farbe nicht abhaben kann, für den wirds demnächst eine <a href="http://www.brennr.de/2009/05/29/nike-lunarglide/#comment-3696">überarbeitete Version</a> in schwarz geben.</p>
<p><strong>Wertung: 5/5 Sternen</strong><br />
★★★★★</p>
<p>So, und weil dieser kleine verlauste Beitrag hier nur knapp am Bildzeitungsniveau vorbeischrammt, folgt nun ein <del datetime="2009-06-11T19:24:14+00:00">Foto</del> Video mit großen Brüsten. Das habt ihr jetzt davon.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/TkfzGnPUf_M&amp;rel=0&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/TkfzGnPUf_M&amp;rel=0&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<item>
		<title>Die Einsamkeit des Langstreckenläufers</title>
		<link>http://himmelende.de/2009/06/10/die-einsamkeit-des-langstreckenlaufers/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 09:34:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Run!“ Lauf! &#8211; Das ist unser Imperativ. Nike&#8217;s Werbeabteilung hats geschnallt, druckt den Befehl auf tausend mal tausend T-Shirts und fährt damit Milliardengewinne ein. Geschätzte Leser dieses Blogs, liebe Freunde der leichten Vorabendprogrammunterhaltung, ich lasse jetzt mal ein paar offenherzige &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/06/10/die-einsamkeit-des-langstreckenlaufers/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>„Run!“</h2>
<h3>Lauf! &#8211; Das ist unser Imperativ. Nike&#8217;s Werbeabteilung hats geschnallt, druckt den Befehl auf tausend mal tausend T-Shirts und fährt damit <a href="http://www32.wolframalpha.com/input/?i=nike+earnings">Milliardengewinne</a> ein.</h3>
<p>Geschätzte Leser dieses Blogs, liebe Freunde der leichten Vorabendprogrammunterhaltung, ich lasse jetzt mal ein paar offenherzige Worte vom Stapel zu meinem einzigen wirklichen Hobby: dem Laufen. (Die Himmelende-Groupies unter euch wissen bereits: Ich mag das Wort Joggen nicht besonders. Ehrlich gesagt, ich hasse es richtiggehend. Wenn es nach mir ginge würde das Wort aus dem Duden gestrichen werden. Sofern es denn dort überhaupt drinsteht. Na egal, jedenfalls heißt Joggen bei mir also Laufen. Basta!)</p>
<p>Während meine Beine einsame Runden durch den Münchner Westpark drehen, kreisen meine Gedanken &#8211; sofern sie denn überhaupt um etwas kreisen &#8211; um verschiedene Erkenntnisse, die mir beim Laufen mal eben so ins Gehirn purzeln; die mir in diesen Augenblicken so unglaublich wichtig erscheinen, dass ich sie unbedingt sofort aufschreiben will. Sofort! Wenn ich dann aber zuhause ankomme, sind diese Erkenntnisse meistens nicht mehr so unglaublich, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich auf dem Weg zurück die Hälfte vergessen habe. Was hier also nun steht, ist der Rest von dem ganzen Lauf-Erkenntnisscheiß. Wenn ihr euch darin wiederfindet (in den Erkenntnissen, nicht im Scheiß): schön für euch. Irgendwie haben wir Läufer ja eh alle den selben Riss in der Schüssel, insofern mag der eine oder andere Gedanke dem geneigten Leser nicht unbekannt sein.</p>
<p><strong>1. Das Laufen hat mir das Leben gerettet.</strong><br />
Tja, gleich der erste Gedankenfetzen und schon so ein Hammer-Ding. Das klingt fürchterlich pathetisch, stimmt aber einhundertprozentig. Mag sein, dass mich das Laufen vielleicht eines Tages selbst das Leben kostet (siehe nächster Punkt), weil ich zu schnell laufe und mich der Teufel holt oder zu weit links laufe und ein LKW mich plattwalzt oder zu tuntig laufe und mich so ein missglückter Dobermann-Dogge-Pitbull-Kreuzungsversuch verschluckt. Aber egal, fürs erste hat es mir das Leben gerettet.</p>
<p>Vor ein paar Jahren war ich nämlich fett, genervt, grantig und hochgradig depressiv. Latent unzufrieden mit mir und als ein Resultat daraus auch mit der Welt. Das wurde mit dem Laufen zwar nicht schlagartig besser, also nicht von heute auf morgen oder übermorgen; langsam aber sicher änderte sich jedoch die Chemie in meinem Gehirn. Dopamin, Serotonin, Endorphin, etc. &#8211; der ganze körpereigene <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Glückshormon">Glückshormon</a>-Drogencocktail schaffte und, toi toi toi, hält bis jetzt einen Pegel allgemeiner euphorischer Befindlichkeit. Als dann auch noch das Hüftgold begann dahinzuschmelzen und mir nach Jahren der Ablehnung endlich das gefiel, was ich im Spiegel sah, hatte ich das erste mal eine zarte Vorstellung von einem Gefühl des bei sich ankommens. Heute muss ich gar nicht mehr viel tun, nur ab und zu mal was Gutes (z.B. Straße kehren, Brösel aus dem Toaster fingern, Einkaufstüten alter Damen tragen, weinenden Kleinkindern zulächeln, auch wenn man Scheissschmerzen hat und einem die Ohren bluten). Und, meine Fresse: Das Universum liebt mich! Wir sind zwei ganz dicke Freunde geworden, ganz spezielle. Das ist manchmal schon so harmonisch, dass es zum Kotzen ist.</p>
<p><strong>2. Das Laufen hätte mich </strong><span style="text-decoration: line-through;"><strong>fast</strong></span><strong> </strong><span style="text-decoration: line-through;"><strong>knapp</strong></span><strong> </strong><span style="text-decoration: line-through;"><strong>bestimmt</strong></span><strong> irgendwann einmal das Leben gekostet.</strong><br />
Auch wenn ich gerade geschrieben habe, dass mir das Laufen fürs erste das Leben gerettet hat: es hätte mir auch schon ein paar mal das Leben gekostet. Einmal übersah ich knapp eine Trambahn, die mich ganz schön hübsch zermatscht hätte, machte aber in buchstäblich letzter Sekunde den entscheidenden Schritt von den Gleisen zurück. Ein andermal lief ich in ein Unwetter, nicht irgendeines, das war ein fucking Armageddon mit Hagel und Blitzen und herabstürzenden Ästen. Aber das sind alles andere Geschichten, aus denen ich stets mit einem blauen Auge davonkam. Oder einem blauen Knie oder etwas anderem blauen.</p>
<p>Ich lernte was es heißt, laufsüchtig zu sein und wie diese Sucht den Körper verzehren kann. Bei mir zeigte sich das in einem rapiden Gewichtsverlust. Der war zunächst nicht beabsichtigt, jedoch wurde der Drang danach, immer mehr Gewicht zu verlieren oder zumindest keines zuzunehmen, bald der wichtigste Grund für mein Hobby. Weniger Körpergewicht heißt weniger Kraftaufwand, da weniger Kilogramm mit rumzuschleppen sind, heißt schneller Laufen, heißt weiter Laufen, heißt bessere Zeiten und so weiter. Ausserdem fühlte es sich gut an, schlank zu sein und schnell; der Körper gespannt und sehnig, agil, kein Gramm Fett zu viel und immer auf dem Sprung. Permanent lag Energie an und ich stand die ganze Zeit unter Strom. Und irgendwann gefiel mir dieses ausgezehrte Gesicht im Spiegel, das nicht mehr nur hungrig nach Liebe aussah. Komisch, die Menschen in der dritten Welt wollen essen, aber können nicht und sind so unterernährt, das sie Blähbäuche bekommen und Skorbut und sie die Zähne verlieren und das Leben, als wäre es nichts. Und die Menschen unter der Sonne der ersten Welt können alles mögliche essen und wissen gar nicht, wohin zuerst, zu Wendys oder Subways oder Kentucky Fried Chicken aber sie verweigern und kasteien sich, bewusst, damit sie dünn und abgemagert und diätgedörrt aussehen, was nach ihren Standards als &#8220;schön&#8221; gilt. Schizophren, aber das ist auch ein <a href="http://12.media.tumblr.com/sdYsolKXXmizsc5ldRnMGlFOo1_500.jpg" rel="lightbox[2255]">anderes Thema</a>.</p>
<p>Als ich mit dem regelmäßigen Laufen anfing, wog ich 74 Kilo. Als meine Ma mir das erste mal sagte: &#8220;Junge, ich weiß zwar nicht, was du machst aber egal was es ist, hör auf damit, du siehst schlecht aus.&#8221;, da wog ich noch 56 Kilo. Das war nicht ganz elf Monate später. Man braucht keinen Body-Mass-Index-Rechner um zu blicken, dass ich knapp an der Grenze zur Unterernährung war. Ich aß in dieser Zeit gezielt wenig, ein Apfel oder ein Joghurt und vielleicht noch eine Handvoll Kürbiskerne am Tag und lief weiterhin meine 50 bis 60 Kilometer in der Woche, immer hart an der Grenze des Stoffwechsel- und Kreislaufkollaps. Das ging auf Dauer nicht gut, ich fühlte mich mehr und mehr ausgebrannt, statt durch das Laufen glücklich zu werden, wurde ich zunehmender depressiv, richtig aggressiv, wenn ich eine Zeit nicht unterbieten oder eine angepeilte Distanz nicht laufen konnte. Die wenig übrig gebliebenen Fettreserven fraß also der Ehrgeiz, dann war Schluss. Übelkeit, Kreislaufbeschwerden, Verdauungsprobleme, Unruhe und Rastlosigkeit, Hitzeanfälle, ich konnte mich nicht mehr richtig konzentrieren und zur Hölle, ich bekam manchmal sogar keinen mehr hoch. Diese Zeit war Raubbau am eigenen Körper, ein permanenter Stresszustand und wenn es einen günstigen Zeitpunkt geben sollte, sich dafür bei ihm zu entschuldigen, so mache ich das hier und jetzt: Entschuldigung, Körper! Das passiert nie wieder.</p>
<p>Dass ich, was meine ehemalige Sucht betrifft hier so offenherzig bin, hat nichts mit Prahlerei oder einem erhöhten Aufmerksamkeitsdefizit zu tun. Ich suche kein Mitleid. Was ich sagen will: Geh laufen, hab Spaß, verlier Gewicht, genieß ein neues Körpergefühl, sei Ehrgeizig und ein verdammter Streber. Aber fang niemals an, wegen dem Laufen zu hungern. Darum geht es nämlich nicht. Und wenn deine Freunde sagen, du siehst wegen der ganzen Lauferei scheisse aus: hör auf sie!</p>
<p><strong>3. Laufen ist Meditation für mich</strong><br />
Sitze ich zehn Stunden für die Schule am Schreibtisch oder stehe in der Arbeit, brauche ich das. Als Ausgleich, um dröger Geistesarbeit körperliche Bewegung entgegen zu setzen, sonst würde mein Kopf platzen.<br />
Da draussen auf der Strecke, da bin ich mit meinen Gedanken alleine; da mache ich meine Probleme nur mit mir aus; da Kämpfe ich nur gegen meine eigene Schwäche, meine eigenen Ängste, meine eigene Wut. Da hast du nur das Sausen des Windes um die Ohren und diese eine unglaublich starke Kraft, die dich festhalten will, die Beine schwer macht und dir das Aufgeben verlockend schönredet. Aber auch diese andere unglaublich starke Kraft, die dich aufrichtet, anfeuert, dich von hinten anschiebt und dich immer noch ein Stück schneller, ein Stück weiter laufen lässt, als du eigentlich dachtest, das du es kannst. Ein Gezerre, ein hin und her bei jedem neuen Schritt.<br />
Da ist nur der Rhythmus des Atmens, ganz gleichmäßig, wie ein Mantra. Ein Grund, warum ich zum Laufen keine Musik höre ist der, dass ich meinen Körper hören will um mich auf ihn zu konzentrieren. Nach einer bestimmten Zeit läuft man wie in Trance, die Gedanken sind kristallklar oder laserscharf, ich weiß nicht, welche Beschreibung besser passt. Manchmal denke ich dann an alles mögliche und manchmal vielleicht nur an ein bestimmtes Wort oder einen Satz, den ich zum Rhythmus meines Schrittes immer wiederhole. Oft bin ich einfach nur glücklich während des Laufens, dann lächle ich, was zugegebener Maßen ziemlich bescheuert aussieht. Aber das ist nicht die Regel. Oft ist es vom ersten bis zum letzten Laufmeter einfach nur eine einzige Qual. Es ist eben mal so und mal so. Aber wenn sich ein Hochgefühl einstellt, dann ist es etwas besonderes. Und im Winter, wenn sich die Lunge mit eiskalter Luft füllt, fühlt man sich sehr am Leben.</p>
<p>Ich laufe sehr gerne im Regen, das ist eine unglaublich elementare Erfahrung, weil man beginnt, diese Situation einfach hinzunehmen, so wie sie ist. Irgendwann findet man sich damit ab und ist wirklich nur noch bei sich selbst. Ich laufe sehr gerne in der Nacht. Ich kann nicht behaupten, dass es keine Stellen gibt, an denen ich mich nicht fürchte. Manche Abschnitte im Park sind stockfinster und wenn ich wieder ins Licht komme merke ich erst, wie schreckhaft weit ich meine Augen aufgerissen habe, um in der Dunkelheit etwas zu erkennen. Laufe ich in der Nacht, so ist die Welt gehüllt in Schemen, was alles um einen herum noch bizarrer und unwirklicher werden lässt und den Trance-Effekt noch verstärkt.</p>
<p>Laufen ist Kontemplation und nach jedem Lauf bin ich der glücklichste Mensch der Welt, ein Schattenläufer im Regen.</p>
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		<title>Das Gegenteil von gut ist gut gemeint</title>
		<link>http://himmelende.de/2009/06/03/das-gegenteil-von-gut-ist-gut-gemeint/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Jun 2009 10:30:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[No Name No Slogan]]></category>
		<category><![CDATA[iPhone]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[logik]]></category>
		<category><![CDATA[software]]></category>
		<category><![CDATA[wtf]]></category>

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		<description><![CDATA[Für mich persönlich ist eines der letzten großen Rätsel dieser Welt die Rechtschreibkorrektur von Apples iPhone. Dogemmannzen? Was zur Hölle sollen denn bitteschön Dogemmannzen sein? Wer programmiert eigentlich so eine verkorkste Logik? Und was für ein Kraut rauchen die? Selbst &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/06/03/das-gegenteil-von-gut-ist-gut-gemeint/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für mich persönlich ist eines der letzten großen Rätsel dieser Welt die Rechtschreibkorrektur von Apples iPhone.<br />
Dogemmannzen? Was zur Hölle sollen denn bitteschön Dogemmannzen sein? Wer programmiert eigentlich so eine verkorkste Logik? Und was für ein Kraut rauchen die? Selbst <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Text_on_9_keys">T9</a> hat es irgendwann mal gerafft und bessere Ergebnisse geliefert. &#8221;Ja, es gibt für fast alles eine App&#8221;, so der aktuellste <a href="http://www.apple.com/de/iphone/gallery/ads/">iPhone-Werbeleitspruch</a>. Ausser einer ordentlichen App für korrekte Rechtschreibung.Apple: bitte nachbessern.</p>
<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/06/img_0007.png" rel="lightbox[2466]"><img src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/06/img_0007.png" alt="img_0007" title="img_0007" width="320" height="480" class="alignnone size-full wp-image-2469" /></a><br />
<a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/06/img_0008.png" rel="lightbox[2466]"><img src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/06/img_0008.png" alt="img_0008" title="img_0008" width="320" height="480" class="alignnone size-full wp-image-2470" /></a></p>
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		<title>I fucking hate it!</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 15:14:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[No Name No Slogan]]></category>
		<category><![CDATA[denglish]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[zorn]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Einladung zum diesjährigen Women’s Run von Reebok ist eine einzige anglizistische Zumutung. “Aussergewöhnliche Locations zum Laufen oder Walken. Shoppen im Women’s Village. Finisher-Paket. Wellness und Beautylounge mit Massagen. Programm auf der Event- und Showbühne.” Ich bin wirklich kein frenetischer &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/06/02/i-fucking-hate-it/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Einladung zum diesjährigen Women’s Run von Reebok ist eine einzige anglizistische Zumutung.</p>
<blockquote><p>“Aussergewöhnliche Locations zum Laufen oder Walken. Shoppen im Women’s Village. Finisher-Paket. Wellness und Beautylounge mit Massagen. Programm auf der Event- und Showbühne.”</p></blockquote>
<p>Ich bin wirklich kein frenetischer Sprachschützer, aber wer auch immer für dieses Gepansche verantwortlich ist, sollte aus seinem dreckigen kleinen Werbeagenturloch gezerrt, dann geteert, gefedert und schlussendlich gevierteilt werden. Es gibt nicht vieles, das mich in den Berserker-Modus der Verdammnis versetzt. Aber das hier bringt mich verflucht knapp dran.<br />
So, und bevor ich richtig abkotze und mir gleich wieder die Haare ausfallen, schnell ein hübsches Foto hinterhergeschoben. Das zeigt nackte Frauen bei der Holzarbeit und hat, soweit ich das beurteilen kann überhaupt nichts mit dem Thema zu tun.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/06/nackte-frauen-bei-der-holzarbeit.jpeg" rel="lightbox[2458]"><img class="aligncenter size-full wp-image-2459" title="nackte-frauen-bei-der-holzarbeit" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/06/nackte-frauen-bei-der-holzarbeit.jpeg" alt="" width="500" height="275" /></a></p>
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		<title>Werbenummern</title>
		<link>http://himmelende.de/2009/05/27/werbenummern/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 May 2009 22:47:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[No Name No Slogan]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich halte nichts davon, wenn berühmte Persönlichkeiten ihr Gesicht für irgendwelche Werbenummern hergeben. Warum wirbt Rosi Mittermaier für Puten-Debreziner? Das macht sie unglaubwürdig. Jeder Star, der sein Gesicht auf eine Packung drucken lässt, macht sich zur Werbehure. Er ist gekauft. &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/05/27/werbenummern/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich halte nichts davon, wenn berühmte Persönlichkeiten ihr Gesicht für irgendwelche Werbenummern hergeben. Warum wirbt Rosi Mittermaier für Puten-Debreziner? Das macht sie unglaubwürdig. Jeder Star, der sein Gesicht auf eine Packung drucken lässt, macht sich zur Werbehure. Er ist gekauft. Alles, was er von nun an in der Öffentlichkeit von sich gibt, ist verdächtig.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Im Test: Nike Zoom Victory+</title>
		<link>http://himmelende.de/2009/05/21/im-test-nike-zoom-victory/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 May 2009 21:18:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegungsdrang]]></category>
		<category><![CDATA[Skepsisreservat]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[laufen]]></category>
		<category><![CDATA[sport]]></category>
		<category><![CDATA[test]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Sommer-Laufsaison 2009 ist eröffnet und Himmelende geht gleich mit zwei Paar neuen Schuhen an den Start. (Dank an die lokale Runners Point Filiale unseres Vertrauens für die beiden Testmuster. Die schlechte Nachricht: Ihr bekommt sie nicht wieder.) Da eine &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/05/21/im-test-nike-zoom-victory/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Sommer-Laufsaison 2009 ist eröffnet und Himmelende geht gleich mit zwei Paar neuen Schuhen an den Start. (Dank an die <a href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=runners+point,+m%C3%BCnchen&amp;sll=37.0625,-95.677068&amp;sspn=45.553578,71.982422&amp;ie=UTF8&amp;t=h&amp;z=12&amp;iwloc=A"><span>lokale Runners Point Filiale</span></a> unseres Vertrauens für die beiden Testmuster. Die schlechte Nachricht: Ihr bekommt sie nicht wieder.)</p>
<p>Da eine ordentliche Laufschuhanalyse  schnell den Umfang einer wissenschaftlichen Diplomarbeit erreicht &#8211; man google sich durch diesbezügliche Foren und Artikel auf runnersworld.com &#8211; will ich hier nur meine persönlichen Eindrücke schildern, ohne viel technischen Schnickschnack. Von Sprengung, Pronation etc. habe ich nicht viel Ahnung. Was ich wissen will: Wie läuft es sich in den neuen Schuhen. Punkt. Und das ist natürlich hochgradig subjektiv. Also fangen wir an.</p>
<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/05/nike_zoom_victory_infos.jpg" rel="lightbox[2364]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2395" title="Nike Zoom Victory+ Fakten" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/05/nike_zoom_victory_infos-150x150.jpg" alt="Nike Zoom Victory+ Fakten" width="150" height="150" /></a>Als erstes nehmen wir den Nike Zoom Victory+ 2009 ins Visier. Nach über 1200 Kilometern in <a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/05/nike_vomero3.jpg" rel="lightbox[2364]">meinen alten Vomero 3</a> sind die ersten Meter in diesem neuen Schuh eine absolute Offenbarung für mich. Vomero ist auf Stabilität und Dämpfung ausgelegt, die Sohle schluckt jede Unebenheit, vom Untergrund bekommt man nicht viel mit, die Energie der Beine verpufft hauptsächlich im Schaumstoff der Sohlen. Das ist wie mit einem S-Klasse Mercedes: unendlich bequem, da rüttelt nix, da zwickt nix, da merkt man keine Bodenwelle, alles ein bisschen wie in Watte verpackt. Der Nike Zoom Victory+ ist vielleicht kein Porsche, aber geht ganz klar in diese Richtung. Ein knackiger, neutraler Schuh, sehr leicht (~ 170 Gramm), ohne großartige Dämpfung, ausgelegt auf Geschwindigkeit, Geschwindigkeit, Geschwindigkeit. Sebastien Mermet, Footwear Designer bei Nike preist das Konzept als &#8220;the ultimate naked ride&#8221; an (<a href="http://www.nike.com/nikelab/site.html?en_US#/product/nike-zoom-victory-plus/video/interview-nike-zoom-victory-plus">Video</a>). Er meint damit nicht den ultimativen nackten Ritt durchs Unterholz, sondern die Reduktion auf das Wesentliche. Also geringes Gewicht und trotzdem hohe Stabilität. Erreicht wird das unter anderem mit Nikes Flywire (<a href="http://www.nike.com/nikelab/site.html?en_US#/technology/flywire/video/tech-flywire">Video</a>), ein direkt in das Material eingenähtes dynamisches System aus Fäden, die Halt verleihen, sich fest an den Fuß schmiegen, trotzdem dehnbar sind und den Schuh somit durch Einsparung von Material extrem leicht machen. Nike überträgt dafür das Konzept der <a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/05/nike_victory_sprint.jpeg" rel="lightbox[2364]">olympischen Sprint-Version des Schuhs</a> eins zu eins auf den Zoom Victory+, klebt aber eine dickere Sohle dran. Darin findet auch ein <a href="http://nikeplus.nike.com/">Nike+</a> Sensor Platz, was den Schuh für Leute interessant macht, die gerne auf diesen Motivationsverstärker vertrauen. Soviel zur Theorie.</p>
<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/05/nike_zoom_victory_single.jpg" rel="lightbox[2364]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-2397" title="Nike Zoom Victory+" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/05/nike_zoom_victory_single-150x150.jpg" alt="Nike Zoom Victory+" width="150" height="150" /></a>Die Praxis bietet zunächst sehr gemischte Gefühle. Bei allen neuen Modellen mit Flywire fällt die Größe etwas knapper aus. War der Vomero in US 9 groß genug, um spezielle Einlagen zu verkraften, ist beim Zoom Victory dafür kein Platz mehr. Läufer, die nicht gerne mit einem sehr eng anliegenden Schuh laufen, sollten ihn deshalb eine halbe Nummer größer kaufen. Ich persönlich bin mit der engeren Passform sehr zufrieden. Der Schuh klebt so bockefest an den Füßen, Flywire tut hier seine ganze Arbeit. Fühlt sich wirklich gut an. Optisch ist der neonfarbene Zoom Victory+ auf jeden Fall ein echter Hingucker.</p>
<p>Nach den ersten Metern wird mir schnell bewusst: dieser Schuh ist ein Bastard, ein hundsgemeines Dreckschwein! Warum? Er ist schnell. Verdammt schnell. Was sich jetzt etwas schizophren anhört (ein Schuh an sich kann nicht schnell sein), stimmt jedoch insofern, als dass dieser Schuh förmlich danach drängt, noch einen Ticken schneller zu laufen. Und noch einen. Und noch einen. An der Ampel, nach 300 jungfräulichen Metern blicke ich an mir herab und betrachte meine Füße, wie sie unruhig hin- und hertippeln, nervös, ungeduldig. Das ist gaga aber diese Schuhe wollen laufen, schnell laufen! Und das macht Spaß. Selbst am Ende einer 12 Kilometer-Runde fauchen die Dinger und lassen mich noch einmal voll aufdrehen.</p>
<p><strong>Pro:</strong></p>
<ul>
<li>schneller, leichter Schuh</li>
<li>angenehm enge Passform</li>
<li>klebt am Fuß wie Pattex</li>
<li>vermittelt ein sehr gutes Gefühl für den Untergrund</li>
<li>leise (!)</li>
</ul>
<p>Leider gibt es, nach all dieser Lobhudelei einen idiotisch großen Haken, besser gesagt einen Designfehler kolossaler Größe: der Schaft, der die Achillessehne umschließt. Dieser ist den Designern bei Nike absolut misslungen. Ich las im Vorfeld viele Berichte von Läufern, die sich Schrunden und blutige Achillessehnen holten, die sich lautstark darüber beschwerten und den Schuh umtauschen mussten; ich las die Empfehlungen im Shop unter <a href="http://nikerunning.com">nikerunning.com</a>, wo es massenweise Proteste und miserable Bewertungen hagelte. All das hielt mich nicht davon ab, mich mit den Victory&#8217;s auf die Strecke zu wagen. Und soll ich euch etwas verraten? Sie haben alle recht. Ich hatte in meinem ganzen Leben nach nur einem Lauf noch niemals so blutige Achillessehnen, inklusive an dieser Stelle durchgescheuerten Socken. Selbst das Innenfutter der Schuhe saugte sich voller Blut, was zugegebener Maßen sehr martialisch aussah. Dementsprechend deprimiert war, nach anfänglicher Euphorie, meine Stimmung. Ich gab die Hoffnung jedoch nicht auf und den Schuhen noch eine zweite, eine dritte Chance; klebte über die lädierten Stellen ein dickes Pflaster, drückte den Schaft der Schuhe an dieser Stelle mehrmals auseinander und hey: das Aufscheuern ist weg. Was eigentlich nicht sein dürfte, bewahrheitet sich hier besonders: Zoom Victory+ muss eingelaufen werden. Mein Paar adelt das jedoch, denn nur so entstehen Legenden und wahre Männerlaufschuhe, blutgetränkt und unter Schmerzen mit zusammengebissenen Zähnen eingelaufen.</p>
<p>Ärgerlich, weil ganz einfach vermeidbar ist auch folgender Designfehler: die Zunge. Sie ist auf der Innenseite nicht fest mit dem Material vernäht. An sich nichts dramatisches. Bei diesem Paar Schuhe knickt jedoch die Naht beim Reinschlüpfen so unglücklich nach Innen, dass die Zunge dann an diesen Stellen quasi &#8220;doppelt&#8221; aufliegt und unangenehm auf den Span der Füsse drückt. Nervig. Gehört man zu den Geduldigen, kann man versuchen bei angezogenem Schuh die Zunge mit den Fingern innen gerade zu ziehen. Mühsame Frickelei.<br />
Zu schlechter Letzt: Das Oberflächenmaterial ist sehr anfällig für Schmutz. Zumindest in der Farbvariante mit dem weiß-schwarz Gradienten. Selbst die kleinsten Dreckflecken werden vom Material so aufgesaugt, dass sie selbst nach minutenlangem Schrubb-Prozedere nicht mehr rauszubekommen sind. Läufer mit Sauberkeitsfimmel durchleben hier Psychosen.</p>
<p><strong>Contra:</strong></p>
<ul>
<li>hinterer Schaft reibt Achillessehnen blutig</li>
<li>Zunge knickt beim Reinschlüpfen ein</li>
<li>schmutzempfindliches Material</li>
</ul>
<p><strong>Fazit:</strong> Ganz klar, eine Hassliebe. Zumindest, was die ersten Läufe betrifft. Dann wurde es immer harmonischer. Mein Tip für euch: Lauft den Schuh einmal, ihr werdet fluchen. Lauft den Schuh zweimal, ihr werdet immer noch fluchen. Lauft ihn ein drittes und viertes mal und die beschriebene Achillessehnenproblematik verschwindet langsam und ihr erhaltet ein verdammt gutes Paar Laufschuhe, die von den unzähligen negativen Stimmen in ein viel schlechteres Licht gerückt werden, als sie eigentlich verdient haben.</p>
<p><strong>Wertung: 4/5 Sternen</strong><br />
★★★★●</p>
<p>Ich persönlich hab mittlerweile irre viel Spaß an Nike&#8217;s neuem Zoom Victory+ (dass ich das mal von Laufschuhen behaupten würde, hätte ich nie gedacht). Wenn ich diese neongelben Wahnsinnsdinger anziehe, fühle ich mich wie Peter Parker in <a href="http://www.apple.com/trailers/sony_pictures/spider-man_3/trailer1_high.html">Spiderman 3</a>. Sie ergreifen Besitz von mir und ich mutiere zum absoluten badass. Dann solltet ihr schleunigst die Straßen verlassen. Es wird sonst Kollateralschäden geben.</p>
<p><em>Hinweis für alle Münchner unter euch: Den Zoom Victory+ gibts derzeit reduziert bei Sport Scheck für 99 statt 130 Ocken. Zuschlagen und erstmal ordentlich blutige Sehnen holen. Yeah!</em></p>
<h5>Testbericht in der nächsten Woche: <a href="http://himmelende.de/2009/06/11/im-test-nike-lunaracer/">Mit dem neuen Lunaracer+ einmal zum Mond und zurück.</a></h5>
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		<title>Erlebnisblogeintrag</title>
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		<pubDate>Tue, 19 May 2009 14:19:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[No Name No Slogan]]></category>
		<category><![CDATA[deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[glutamat]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[leistungskurs]]></category>
		<category><![CDATA[paradies]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum muss denn heutzutage alles immer gleich ein Erlebnis sein? Geschmackserlebnis beim Käse; Wohlfühlerlebnis im Einkaufsparadies, Einkaufserlebnis im Wohlfühlparadies, Wellness-Erlebnis, Urlaubserlebnis und, mein Favorit, Abenteuererlebnis (nette Tautologie). Ist unser durchindustrialisiertes Dasein in sehnsuchtsvoller Mittelmäßigkeit plötzlich so leb- weil ereignislos geworden, &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/05/19/erlebnisblogeintrag/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum muss denn heutzutage alles immer gleich ein Erlebnis sein? Geschmackserlebnis beim Käse; Wohlfühlerlebnis im Einkaufsparadies, Einkaufserlebnis im Wohlfühlparadies, Wellness-Erlebnis, Urlaubserlebnis und, mein Favorit, Abenteuererlebnis (nette Tautologie).<br />
Ist unser durchindustrialisiertes Dasein in sehnsuchtsvoller Mittelmäßigkeit plötzlich so leb- weil ereignislos geworden, dass dieses sprachliche Glutamat, diese Aufwertung des Banalen zum Besonderen an jedes zweite Werbeversprechen drangehängt werden muss?</p>
<h5>Diskutieren sie die Aufwertung des Banalen in der postmodernen Gesellschaft und erörtern sie anhand zweier aussagekräftiger Beispiele die Bedeutung des Begriffs &#8220;Verfall&#8221; in der Literatur.</h5>
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		<title>Verschoben: Lauferfahrung dokumentiert &#8211; THC</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 15:17:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegungsdrang]]></category>
		<category><![CDATA[Skepsisreservat]]></category>
		<category><![CDATA[biologie]]></category>
		<category><![CDATA[drogen]]></category>
		<category><![CDATA[gesundheit]]></category>
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		<category><![CDATA[laufen]]></category>
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		<description><![CDATA[Aufgrund eines Anfalls akuter Lustlosigkeit wird der Artikel &#8220;Lauferfahrung dokumentiert: THC&#8221;, ein Beitrag aus einer Serie, die die Auswirkung verschiedener Stoffe in Nahrungs- und Konsumprodukten auf den laufenden Menschen betrachtet, verschoben. Wir danken für Ihr Verständnis.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aufgrund eines Anfalls akuter Lustlosigkeit wird der Artikel &#8220;Lauferfahrung dokumentiert: THC&#8221;, ein Beitrag <a href="#mce_temp_url#">aus einer Serie</a>, die die Auswirkung verschiedener Stoffe in Nahrungs- und Konsumprodukten auf den laufenden Menschen betrachtet, verschoben. Wir danken für Ihr Verständnis.</p>
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		<title>Meerestiere sind kein Müll</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 10:16:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rücklicht]]></category>
		<category><![CDATA[ökologie]]></category>
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		<category><![CDATA[naturschutz]]></category>
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		<description><![CDATA[Knapp 90 Millionen Tonnen Fisch und Meerestiere zerrt die globale Fischindustrie Jahr für Jahr mit riesigen Schleppnetzen aus den Ozeanen. Man muss kein Rechenkünstler sein um zu erkennen, dass bei dieser Quote die Meere bald leer sind. Der Fischfang und, damit verbunden, die Existenzgrundlage vieler Menschen wird innerhalb der nächsten Jahrzehnte komplett zusammenbrechen. Schlimmer: Sollte die Überfischung der Weltmeere in diesem Tempo fortschreiten, droht dem Fischbestand der ökologische Kollaps, der Meeresumwelt die Katastrophe. <a href="http://himmelende.de/2009/04/16/meerestiere-sind-kein-mull/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2022" title="fisch_beifang" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/04/fisch_beifang.jpg" alt="fisch_beifang" width="500" height="90" /></p>
<p>Leute, da läuft was falsch: Knapp 90 Millionen Tonnen Fisch und Meerestiere zerrt die globale Fischindustrie Jahr für Jahr mit riesigen Schleppnetzen aus den Ozeanen. Man muss kein Rechenkünstler sein um zu erkennen, dass bei dieser Quote die Meere bald leer sind. Der Fischfang und, damit verbunden, die Existenzgrundlage vieler Menschen wird innerhalb der nächsten Jahrzehnte komplett zusammenbrechen. Schlimmer: Sollte die Überfischung der Weltmeere in diesem Tempo fortschreiten, droht dem Fischbestand der ökologische Kollaps, der Meeresumwelt die Katastrophe. Wale, Delphine, Tümmler, Schildkröten, ja selbst Möwen fallen als Kollateralschaden den megalomanischen Fangmaschinen einer profitgierigen Großindustrie zum Opfer. Ich bin nicht <a href="http://twitter.com/KaeptnIglo">Käpt&#8217;n Iglo</a> und ein großer Mahner will ich nicht sein aber viele Arten werden auf diese Weise einfach so verschwinden, ausgerottet sein, ehe wir &#8220;Scheiße!&#8221; schreien und neue Biologie-Bücher für den Schulunterricht nachdrucken können.</p>
<p>Der WWF veröffentlichte kürzlich eine neue Studie über die Schäden durch <a href="http://www.wwf.de/themen/meere-kuesten/beifang/problem-beifang/">Beifang</a>. Eine idiotisch hohe Zahl stieß mir dabei besonders ins Auge: Von dem ganzen gefangenen Meeresgetier, das sich in den Netzen der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trawler">Trawler</a> verheddert, wird pro Jahr 40 Prozent, mehr tot als lebendig, einfach als Müll wieder ins Meer zurück gekippt. Das sind mal eben rund <strong>40 Millionen Tonnen Lebens-Müll!</strong> Leben, das für die Industrie keinen Wert darstellt und nach dem Fang quasi postwendend wieder &#8220;<a href="http://himmelende.de/2009/04/09/man-pobelt-gut-angezogen/">entsorgt</a>&#8221; wird. Ich finde das eine katastrophale, da absolut lebensverachtendende Verhaltensweise, die zeigt: Wir haben da was nicht verstanden. &#8220;Die Fischbestände könnten sich nicht erholen, solange 40 Prozent wie Müll behandelt würden&#8221;, so WWF-Expertin Karoline Schacht. Dabei gäbe es genügend innovative Fangmethoden, moderne Techniken wie &#8220;intelligente&#8221; Netze mit Notausgängen, magnetische Felder oder Geräuschreflektoren, die all das, was (noch) nicht auf unserer Speisekarte steht, fernhält.</p>
<p><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.wwf.de/themen/meere-kuesten/beifang/">WWF &#8211; Meere &amp; Küsten &#8211; Problem Beifang</a></li>
<li>interessant auch in diesem Zusammenhang: der <a href="http://www.wwf.de/themen/meere-kuesten/beifang/problem-beifang/beifangrechner/">Beifangrechner</a></li>
</ul>
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		<title>Im Test: cep Kompressions-Laufstrümpfe</title>
		<link>http://himmelende.de/2009/04/14/im-test-cep-kompressions-laufstrumpfe/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 09:57:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegungsdrang]]></category>
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		<category><![CDATA[sport]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;running O2 sportsocks – für alle Läufer&#8221; steht auf der Schachtel, drin stecken ein Paar Laufstrümpfe mit High-Tech und Raumfahrt und Klimaregulation und einer Menge anderem Voodoo-Kram. Kompression ist ein Meister aus Deutschland, made in Germany. cep tüftelt seit Jahrzehnten &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/04/14/im-test-cep-kompressions-laufstrumpfe/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/04/photo-1.jpg" rel="lightbox[2001]"><img class="alignleft size-medium wp-image-2013" title="cep Kompressions-Laufsocken" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/04/photo-1-225x300.jpg" alt="cep Kompressions-Laufsocken" width="225" height="300" /></a>&#8220;<a href="http://www.cep-sports.com/produkte/running-o2/running-o2-socks.html">running O2 sportsocks </a>– für alle Läufer&#8221; steht auf der Schachtel, drin stecken ein Paar Laufstrümpfe mit High-Tech und Raumfahrt und Klimaregulation und einer Menge anderem Voodoo-Kram.</p>
<p>Kompression ist ein Meister aus Deutschland, made in Germany. cep tüftelt seit Jahrzehnten an der perfekten Stricktechnologie. Raus kamen ganz ordentliche Kompressions-Laufstrümpfe &#8220;kurz vor Verschreibungspflicht&#8221;, so die Verkäuferin medizinfraumäßig nickend, als sie vor mir auf die Knie ging, um meinen Wadenumfang zu messen. Der ist nämlich die ausschlaggebende Größe bei den cep-Socken.<br />
Und bevor ihr denkt, ich hab verstärkt einen an der Marmel: Die Dinger halten, was sie versprechen. Nach drei Läufen, jeweils um die 15 Kilometer, stellen sich ähnliche Effekte ein, wie damals schon bei meinem ersten Paar <a href="http://himmelende.de/2008/09/11/laufender-wirbelsturm/">Rohner</a>. Unterschied hier: Es gibt sie wahlweise auch in Schwarz und sie sind noch einen Ticken enger. Die cep&#8217;s sind somit nicht nur die teuersten Socken meines Lebens (46 Euro!), es sind auch die am schwierigsten Anzuziehenden. Wer dafür nicht die richtige Technik entwickelt, darf sich auf diverse Krämpfe einstellen. Hiermit verkünde ich also feierlich, dass ich in die Sockenforschung gehen und Kompressionsstrümpfe entwickeln werde, die leicht und schmerzfrei anzuziehen sind. Und damit roll ich dann den Weltmarkt auf.<br />
Sonst bin ich ja keine Slogan-Hure, aber den von cep kann ich unterschreiben: &#8220;Schneller laufen &#8211; leichter laufen &#8211; schneller erholen &#8211; besser fühlen.&#8221; Einziger Punktabzug: horrender Preis. Von fünf möglichen Sternen also nur vier.</p>
<p>★★★★●</p>
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