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	<title>Himmelende &#187; laufen</title>
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	<description>Everything will be okay in the end. If it’s not okay, it’s not the end.</description>
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		<title>A better, more peaceful person</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 09:29:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Jenn Shelton]]></category>
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		<description><![CDATA[I never really discussed this with anyone because it sounds pretentious, but I started running ultras to become a better person. I thought if you could run one hundred miles, you&#8217;d be in this Zen state. You&#8217;d be the fucking &#8230; <a href="http://himmelende.de/2011/09/28/a-better-more-peaceful-person/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>I never really discussed this with anyone because it sounds pretentious, but I started running ultras to become a better person. I thought if you could run one hundred miles, you&#8217;d be in this Zen state. You&#8217;d be the fucking Buddha, bringing peace and a smile to the world. It didn&#8217;t work in my case &#8211; I&#8217;m the same old punk-ass as before &#8211; but there&#8217;s always that hope that it will turn you into the person you want to be, a better, more peaceful person.</p>
<p>When I&#8217;m out on a long run, the only thing in life that matters is finishing the run. For once, my brain isn&#8217;t going <em>blehblehbleh </em>all the time. Everything quiets down, and the only thing going on is pure flow. It&#8217;s just me and the movement and the motion. That&#8217;s what I love &#8211; just being a barbarian, running through the woods.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jenn_shelton">Jenn &#8220;Mookie&#8221; Shelton</a>, amerikanische Ultramarathonläuferin</p>
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		<title>Die Absurdität der Bewegung</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Jan 2011 11:26:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[bewusstsein]]></category>
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		<description><![CDATA[Manchmal komme ich während des Laufens auf Ideen, die ich mir unbedingt merken und notieren will, die ich aber später dann, nachdem ich wieder zuhause bin, verlege. Ich sage bewusst nicht „vergesse“, denn diese Ideen zirkeln weiter in meinem Kopf &#8230; <a href="http://himmelende.de/2011/01/02/die-absurditat-der-bewegung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal komme ich während des Laufens auf Ideen, die ich mir unbedingt merken und notieren will, die ich aber später dann, nachdem ich wieder zuhause bin, verlege. Ich sage bewusst nicht „vergesse“, denn diese Ideen zirkeln weiter in meinem Kopf herum, kommen bloß dummerweise erst dann wieder zum Vorschein, wenn ich Laufen gehe. Also nehme ich mir wieder vor, sie zu merken und zu notieren und erreiche ich dann die Haustüre &#8211; puff! &#8211; sind sie weg. Das ist ein irrer Teufelskreis von guten Ideen und deren temporären Verlusten, bzw. Verlegungen; vergleichbar mit einer Art Erinnerungsinkontinenz: Ich kann den Scheiß einfach nicht halten. Aber ich schweife ab.</p>
<p>Folgend also eine Feststellung, die mindestens drei Läufe lang gereift ist und nun &#8211; endlich! (Sie merken den feierlichen Unterton) &#8211; festgehalten wurde.<br />
Wenn ich länger unterwegs bin, dann passiert es manchmal, dass ich einen tranceähnlichen Zustand erreiche. Ich weiß zwar nicht, wie sich so ein Zustand in Wirklichkeit anfühlt, ich war noch nie in Trance, stelle ihn mir aber ziemlich bedeutend und ungefähr so vor, wie ich ihn beim Laufen manchmal erlebe.</p>
<p>Die Umgebung verblasst, tunnelt und krümmt sich zu einem Punkt; die Gedanken sind ganz klar und gebündelt wie ein Laserstrahl und ich denke an nichts spezielles, alles fließt so dahin. Der Atem, der Rhythmus, der Sog der Bewegung, die Mechanik des Körpers, der arbeitet, schwitzt, stinkt. Das ist sehr meditativ und beruhigend. Besonders in dieser Jahreszeit erreiche ich den Zustand leicht, wenn die Haut vor Kälte sticht und die Landschaft in einem kontrastlosen augenbetäubenden Weiß vor einem verwischt.</p>
<p>Soweit nichts besonderes, das Kuriose kommt erst, passen Sie auf. Manchmal, ganz selten, bevor ich diesen Zustand erreiche passiert es, dass sich das Laufen, die Bewegung selbst unnatürlich, ja richtig absurd anfühlt. Damit meine ich nicht, dass der Grund, weswegen ich jetzt Laufe sich unsinnig anfühlt, sondern das Laufen selbst absolut keinen Sinn mehr ergibt. Ich weiß nicht wie ich es anders versuchen soll zu erklären, als mit folgendem Bild: Man nimmt ein ganz gewöhnliches Wort und wiederholt es lange Zeit laut. Sagt man zum Beispiel zwanzig mal hintereinander das Wort &#8220;Gurke&#8221;, so klingt dieses Wort mit der Zeit schrecklich absurd.</p>
<p>Und so ist es auch mit der Bewegung des Laufens. Ich erlebe, wenn ich lange unterwegs bin manchmal eine kurze Phase, in der diese Bewegung des Laufens total absurd, fast lächerlich ist. Ich muss dann kurze Zeit ernsthaft damit kämpfen, richtig zu laufen, die Füße gerade nacheinander aufzusetzen. Das passiert zum Glück nicht oft und wenn, dann dauert es auch nicht lange. Doch wenn es passiert, geniere ich mich und habe Angst, jemand könnte mir in diesem Augenblick zusehen und mich für komplett bescheuert halten, wie ich so eigenartig dahinstakse.</p>
<p>Ich denke an buddhistische Mantras, das Beten des Rosenkranzes, japanische Teezeremonien und frage mich, wie das kommt, das manche Sachen durch ständige Wiederholung, wenn nicht absurd, so zumindest eine eigenartige Transzendentalität erreichen? Warum erscheint in der permanenten Repetition der spirituelle Charakter einer Tätigkeit?</p>
<p>Ernsthaft, fragen Sie sich das jetzt ruhig. Und dann stellen Sie sich bitte vor, dass Sie mit dieser Idee und millionen zugehöriger Überlegungen, die alle mindestens genau so gut, wenn nicht sogar besser sind, noch sechs Kilometer zurück nach Hause laufen müssen.</p>
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		<title>Laufen auf dem Gottesacker</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 12:42:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Spaziergeher, Besucher und Eichhörnchen des Münchner Waldfriedhofes sehen in letzter Zeit häufig einen Schatten vorbeihuschen. Lautlos, schnell: das bin bloß ich. Normalerweise laufe ich einfach aufs Geratewohl quer durch die Stadt, urbane Lebensräume inspizieren oder drehe meine Runden durch den &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/08/29/laufen-auf-dem-gottesacker/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Spaziergeher, Besucher und Eichhörnchen des Münchner Waldfriedhofes sehen in letzter Zeit häufig einen Schatten vorbeihuschen. Lautlos, schnell: das bin bloß ich.<br />
<span id="more-4974"></span><br />
Normalerweise laufe ich einfach aufs Geratewohl quer durch die Stadt, urbane Lebensräume inspizieren oder drehe meine Runden durch den Westpark. Letzterer ist allerdings besonders in den Abendzeiten und frühen Morgenstunden derart überlaufen (im wahrsten Sinne des Wortes), dass es keinen Spaß mehr macht. Als ich nach einer alternativen Route suchte, entdeckte ich den <a href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=48.105282,+11.496119&amp;sll=48.105798,11.497321&amp;sspn=0.018656,0.045447&amp;ie=UTF8&amp;ll=48.105282,11.496119&amp;spn=0.018656,0.045447&amp;z=15">Waldfriedhof</a> für mich. Ein riesiges Areal mit verzweigten Wegen, schattenspendenden Bäumen und dem Wichtigsten: Stille. Die frühen Morgenstunden dort sind besonders. Manchmal hängt feiner Nebel zwischen den Bäumen und alles wirkt morbide. Kurz nachdem die Eingänge in den Sommermonaten geöffnet werden &#8211; das ist ab 8 Uhr &#8211; bin ich unterwegs. Von meiner Wohnung aus ist es zunächst ein Stück über die Fürstenriederstraße entlang &#8211; lärmender, hektisch-aggressiver Berufsverkehr, Gestank nach Mechanik und Motoren. Nimmt man den ersten kleinen Nordeingang, den man leicht übersieht, taucht man sofort ab in eine andere Welt. Es ist Wald, richtig Wald! Und ich liebe Wälder. Nach ein paar Metern hört man nichts mehr von der Stadt und ein erdiger und würziger Duft zieht einem sofort durch die Nase. Die Luft ist klar und kühl und nur manchmal unterbrochen von Wolken schweren Parfums älterer Damen, die dort die Gräber pflegen und in Andacht gedenken.</p>
<p>Ich bin nicht unchristlich oder pietätlos. Sehe ich Menschen oder eine Gemeinschaft an einem Grab trauern, mache ich einen Umweg, sodass ich sie nicht störe. Friedhöfe sind in meinen Augen Orte der Kontemplation, des Innehaltens und der Trauer, aber auch Orte der Lebensfreude. Wo sonst mahnen uns Symbole so eindrücklich wie hier, das Leben wertzuschätzen? Wenn uns diese unzähligen Gräber etwas sagen können, dann dies: Seid am Leben und seid euch darüber bewusst, dass es vergänglich ist. Darum grüße ich zunächst immer die Toten, wenn ich laufenden Schrittes über den Gottesacker fliege und zolle ihnen meinen Respekt. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ave_Caesar,_morituri_te_salutant">Morituri te salutant</a> &#8211; die Todgeweihten grüßen euch.</p>
<p>So viele Namen, hinter denen so viele Geschichten stehen, das beeindruckt mich immer sehr. Aber noch beeindruckender sind die Bäume auf dem Friedhof. Sie wurzeln in dem Grund, in dem wir unsere Verstorbenen hineingeben und erwachsen aus den Überresten der Vergangenen. Die Dagewesenen gehen also in etwas Größerem auf, sie verwesen und werden wiederum zu Lebensmaterial, das die Bäume speist, bis hinauf in die Spitzen der Kronen, deren Umfang oben so groß und ausladend ist, wie das Wurzelwerk unten, dessen knorrige Arme sich tief durch die Gräber schlagen und Tunnel für glückliche Wühlmäuse hinterlässt. Was für ein schönes Symbol für das Entstehen von etwas Neuem aus Vergangenem, das ewige Streben nach oben zum Licht. Die Seele, die Baumwipfel.</p>
<p>Und so sieht diese Route dann zum Beispiel aus:<br />
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		<title>Besser laufen</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 21:23:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Every morning in Africa, a gazelle wakes up. It knows it must outrun the fastest lion or it will be killed. Every morning in Africa, a lion wakes up. It knows it must run faster than the slowest gazelle, or &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/07/19/besser-laufen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Every morning in Africa, a gazelle wakes up. It knows it must outrun the fastest lion or it will be killed. Every morning in Africa, a lion wakes up. It knows it must run faster than the slowest gazelle, or it will starve. It doesn&#8217;t matter whether you&#8217;re a lion or a gazelle &#8211; when the sun comes up, you&#8217;d better be running.<br />
&#8212;<br />
Jeden Morgen wacht eine Gazelle in Afrika auf. Sie weiß, dass sie dem schnellsten Löwen davonlaufen muss oder sie wird getötet. Jeden Morgen wacht ein Löwe in Afrika auf. Er weiß, dass er schneller als die langsamste Gazelle laufen muss oder er wird verhungern. Es macht keinen Unterschied ob du ein Löwe oder eine Gazelle bist &#8211; wenn die Sonne aufgeht, solltest du besser laufen.</p></blockquote>
<p>Roger Bannister, britischer Leichtathlet und Neurologe.<br />
Er lief als erster Mensch 1 Meile unter 4 Minuten.</p>
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		<title>Laufen tut weh</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 19:11:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Läufer brauchen nicht viel, um ihren Sport auszuüben: ein Paar Schuhe, eine schöne Strecke und einen Arzt, der ihnen sagt, dass sie ihre Knie noch nicht ruiniert haben.&#8221; Sebastian Herrmann, SZ, in einem Artikel über die zweifelhafte Wirkung gedämpfter Laufschuhe]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Läufer brauchen nicht viel, um ihren Sport auszuüben: ein Paar Schuhe, eine schöne Strecke und einen Arzt, der ihnen sagt, dass sie ihre Knie noch nicht ruiniert haben.&#8221;</p></blockquote>
<p>Sebastian Herrmann, SZ, in einem <a href="http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/301/506481/text/">Artikel</a> über die zweifelhafte Wirkung gedämpfter Laufschuhe</p>
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		<title>People who hate people</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 22:47:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Pet peeve: People who update their Facebook status with how many miles they just ran Honestly, what the fuck is wrong with these people? Worst of all are the smug fuckers who not only tell you how far they just &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/01/19/people-who-hate-people/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;">Pet peeve: People who update their Facebook status with how many miles they just ran</span></p>
<p>Honestly, what the fuck is wrong with these people? Worst of all are the smug fuckers who not only tell you how far they just ran, but also how many minutes it took them to run their nine miles or whatever. People, if you’re doing this, please stop. The rest of us don’t want to hear about it. Yes, we’re happy that you’re so fit, and your heart is so healthy, and you still wear the same size jeans as you did in high school. Bully for you. But frankly, the Facebook bragging just forces us to think about how small your penis must be, and honestly, we don’t want to think about your penis. We really don’t. So just go do your run and write it down in your jogging diary and then shut the fuck up about it. Okay?</p>
<p>Also: you people who hold forth at dinner parties about how many times a week you go to your yoga class and how great you feel after yoga and you’re so addicted to yoga and you just think everyone should try yoga? Enough already. Stop it.</p>
<h2>(Übersetzung)</h2>
<p><span style="text-decoration: underline;">Hauptärgernis: Menschen, die in ihrem Facebook-Status veröffentlichen, wie viele Kilometer sie gelaufen sind</span></p>
<p>Ehrlich, was zum Teufel ist mit diesen Leuten nicht in Ordnung? Am schlimmsten sind diese selbstgefälligen Idioten, die dir nicht nur mitteilen, wie weit sie gerade liefen sondern auch, wie viele Minuten es dauerte, bis sie ihre neun Meilen oder wie viel auch immer liefen. Leute, wenn ihr das tut, hört bitte auf damit. Der Rest von uns will darüber nichts hören. Ja, wir sind glücklich, dass ihr so fit seid, euer Herz so gesund ist und ihr immer noch die gleiche Jeansgröße wie in der Highscool tragt. Großartig für euch. Aber ehrlich gesagt, diese Facebook-Prahlerei zwingt uns dazu darüber nachzudenken, wie klein euer Penis sein muss. Und um ehrlich zu sein: Wir wollen nicht über euren Penis nachdenken. Wirklich nicht. Also geht einfach, macht euren Lauf, tragt ihn in euer Lauftagebuch ein und dann haltet eure verdammte Klappe. Okay?</p>
<p>Ebenso: Ihr Leute, die ihr euch auf Dinnerpartys endlos darüber auslasst wie oft ihr in der Woche in eure Yoga-Stunde geht und wie großartig ihr euch nach dem Yoga fühlt und wie süchtig ihr nach Yoga seid und gerade daran gedacht habt, dass eigentlich jeder Yoga versuchen sollte? Schon genug. Hört auf damit.</p>
<p><a href="http://www.fakesteve.net/2010/01/pet-peeve-people-who-update-their-facebook-status-with-how-many-miles-they-just-ran.html">fakesteve.net</a></p>
<p><em>(Anm.: Ich nehms mir zu Herzen. Danke fakesteve.)</em></p>
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		<title>Hallo Schmerz</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 22:56:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rücklicht]]></category>
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		<description><![CDATA[Weil dieses Jahr so langweilig &#8211; langweiliglangweiliglangweilig und achgewöhnlich begann, dachte ich mir: Geh mal zum Zahnarzt, tu dir selbst was gutes und lass dir zur Feier dieses noch recht jungen 2010 so eine richtig schöne Wurzelbehandlung verpassen. (An das &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/01/18/hallo-schmerz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil dieses Jahr so langweilig &#8211; langweiliglangweiliglangweilig und achgewöhnlich begann, dachte ich mir: Geh mal zum Zahnarzt, tu dir selbst was gutes und lass dir zur Feier dieses noch recht jungen 2010 so eine richtig schöne Wurzelbehandlung verpassen. (An das Geschriebene &#8220;2010&#8243; muss ich mich erst noch gewöhnen. Ich sag derweil &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Agenda_2010">zwanzig-zehn</a>&#8220;, das kenne ich schließlich noch aus 2003.)<br />
Also: Andere Leute kaufen sich teure Wässerchen und Anzüge, Brioni und Barbour. Und ich, ich leiste mir halt eine gute Zahnbehandlung mit ordentlich Selbstzuzahlung, die Krankenkasse meint nämlich, ich hätte die von mir gewünschte Behandlungsmethode gar nicht nötig. Sagt sie, also die Krankenkasse. Meine Zahnwurzel sagt da etwas anderes. Aber egal, ich will da jetzt nicht kleinlich sein.</p>
<p>Rechne für diesen Tag also mit maximalen Schmerzen. Solche ich-weiß-dass-ich-später-noch-zum-Zahnarzt-muss-und-es-könnte-eventuell-ziemlich-weh-tun Tage beginnen häufig mit allgemeinen Unbehagen, Magenschmerzen, feuchten Händen, etc. Schütte also eine zähnelockernde Menge Kaffee in mich hinein und brabble los wie ein Heilbutt auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Phentermin">Phentermin</a>. Bravouröser Dienstagnachmittag. (Das mit dem Kaffee rächt sich später, auf dem Stuhl, als meine Anspannung wächst und so unverschämt stark auf die Blase drückt, dass ich mir gleich noch eine zweite Lokalanästhesie verpassen lasse.)<span id="more-3622"></span></p>
<p>Auf dem Weg zum Zahnarzt, ich bin bereits sehr angespannt, eine unzumutbare 1A Verklemmtheit auf zwei Beinen sozusagen, sorgt Springers Großbuchstabenpresse zumindest für kurzzeitige Ablenkung. Mich amüsiert die abgeschmackte Majuskelprotzerei dieser Zeitung. Da arbeiten nämlich wirklich viele Menschen die wirklich viel Resthirn zusammenkratzen, um sich diese Titel auszudenken. Aufgrund koffeininduzierter Hibbeligkeit bekomme ich die Schlagzeile diesmal jedoch nur mit einem halben Auge mit, gut möglich, dass sie gar nicht so lautete.</p>
<p><strong>&#8220;Experte warnt Eltern: Christkind &#8211; Kinder sollen Wahrheit erfahren.&#8221; </strong></p>
<p>Ich versuche es zwei mal, begreife es aber nicht; wahrscheinlich vermag ich den dargebotenen Bedeutungstiefgang aufgrund Schmerzerwartungsherbeigeführter innerer Umtriebigkeit nicht in seinem vollsten Tiefgang auszuloten. Vielleicht verursacht laut Experten die Entmystifizierung solch kindlicher Illusionen wie z.B. Osterhase, Weihnachtsmann und die Einschläferung Benjamin Blümchens diverse Rissbildungen im präpubertären Oberstübchen, ich weiß es nicht. Und ganz unter uns: Es ist mir auch egal.</p>
<p>Beim Zahnarzt angekommen lege ich mich auf den Stuhl, das Gespräch ist knapp. Dann wird es auch gleich etwas sexuell. Der Silikonschutz in meinem Mund, der mein Gebiss weit auseinanderspreizt ist so SM, dass ich mich geniert fühlen würde, wäre er nicht blau sondern schwarz. Ich sehe mein Spiegelbild ganz klein und verzerrt im Schirm der Lampe über mir und was ich sehe ist bizarr, denn dort liegt etwas Degeneriertes mit Riesenkopf und Zwergenfüßen, das entfernt an eine dieser Gummipuppen für die männliche Triebabfuhr aussieht. Oder wie Munchs &#8220;Der Schrei&#8221;, Version zwanzig-zehn, &#8220;Beim Zahnarzt&#8221;.</p>
<p>Die Behandlung beginnt und ich suche mir einen Punkt an der Decke, den ich von jetzt an die nächsten zwei Stunden nicht mehr aus den Augen lassen werde. Irgendetwas riecht nach Chlor, was mich witzigerweise beruhigt. Meine Eltern leiteten in den 80ern jeweils für ein paar Wochen im Sommer eine Gaststätte in einem Freibad. Als Kind verbrachte ich dort jeden Tag, aß mit Fingern Pommes aus ketchupdurchweichten Papiertüten, lag in der Sonne, ging schwimmen, spielte bei den Eltern in der Gaststätte, Geborgenheit, das Freibad als Lebensprinzip. Seit dieser Zeit hat Chlorgeruch eine eigenartig beruhigende Wirkung auf mich. Die anderen Gerüche während der Behandlung sind allerdings nicht minder interessant. So riecht es später zum Beispiel einmal nach Croissants, als dünne heiße Stifte in mein Zahnfleisch gesteckt werden. Ich spüre davon nichts, ich rieche es bloß. Eigenartig, wenn etwas verführerisch gut duftet und man erst später merkt, dass es das eigene kokelnde Fleisch war.</p>
<p>Der Arzt meint es gut, er spritzt meine halbes Gesicht taub, so hoch ist die Dosis. Fazialmuskulär ist damit halbseitig für den Rest des Tages Schicht im Schacht. (Später wird meine Freundin bei dem Versuch, mich anständig zu küssen behaupten, es fühle sich an wie ein Stück Putenfleisch, bloß wärmer; oder wie ein Marshmallow, bloß weniger süß.)</p>
<p>Die Behandlung zieht sich, fast wird es langweilig. Ich warte auf den Schmerz. Er kommt spät. Aber dann ist er da und unmissverständlich und gewaltig. Dann umarme ich ihn, spendiere ihm ein warmes Hallo. Ich meine, ich freue mich nicht, dass er da ist; ich sage nicht: &#8220;Hey Schmerz, schön dass du da bist, komm, machen wir uns einen tollen Nachmittag.&#8221; Ich würde wirklich lieber gerne ohne ihn auskommen, diesen alten Wichser. Aber wo er schon mal da ist, kann ich ja eine Runde mit ihm um den Block drehen. So aus Seltbsterfahrungsgründen versteht sich.</p>
<p>Schmerz gehört doch irgendwie zum Leben dazu. Er zeigt einem unmissverständlich, dass man am Leben ist. Zwischenzeitlich gibt es immer wieder abwechselnd langanhaltendende Phasen der Schmerzfreiheit. Aber früher oder später ist er wieder da. Also stellt man sich besser schon mal darauf ein.</p>
<p>Ich bin kein Masochist, ich fahr nicht ab auf Schmerzen. Aber heute beim Zahnarzt, da bietet sich mir das bunte breite Schmerzspektrum. Ich fühle mich in den Schmerz hinein, wenn ich ihm schon nicht ausweichen kann; versuche ihn zu erkunden, ihm nachzufolgen. Und dabei erkenne ich mehrere Abstufungen.</p>
<p>1) Der Pochende, dumpf Pulsierende. Dabei ist eine ganze Fläche betroffen, der Schmerz strahlt, er hat eine &#8220;Aura&#8221;, ähnlich der Kälte, die Menschen ausstrahlen, wenn es Winter ist und sie durchgefroren in die U-Bahn steigen. Ein weiterer Reiz innerhalb dieser Aura wird nur dann registriert, wenn dieser neue Schmerzimpuls größer ist, als der bereits bestehende. Diese Schmerzaura baut sich langsam auf und irgendwann erreicht man einen Punkt, an dem es viel zusätzlichen Schmerzes bedarf, damit dieser überhaupt noch hervortritt. Irgendwo steht bestimmt etwas ganz schlaues darüber, Anhebung der Schmerztoleranzgrenze, oder so etwas in der Art.</p>
<p>2) Der Kriechende, kurz Stechende. Er ist aber nicht von Dauer und in einer Intensität, die noch auszuhalten ist. Dabei entsteht ein Reiz, der Nerv ist &#8220;genervt&#8221;, er beschwert sich noch eine Zeit, pulst nach, vielleicht 20, 30 Sekunden, dann schwillt er wieder ab. Er bleibt nicht, er strahlt nicht.</p>
<p>3) Das ist die Königsklasse, die Formel-1 der Schmerzreize. Ganz kurz, ganz heftig. Meist als letzte Steigerung zu Schmerz #2, sozusagen dessen i-Tüpfelchen. Der Schmerz baut sich also auf, langsam und immer drängender und dann erreicht er ein Spitze, die einen wie ein Hammer trifft. Die genaue Herkunft ist schon nicht mehr zu lokalisieren, er ist irgendwie omnipräsent. Man kneift die Augen zusammen, legt die Stirn in Falten, allüberall Anspannung; die Atmung beschleunigt sich, der Körper verkrampft sich, alles sticht und kribbelt. Das ist diese eine Sekunde kurz bevor man wirklich laut losschreien würde. Aber auch diesen Schmerz kann man fokussieren, wenn auch nur für kurze Zeit.</p>
<p>Als ich dort auf dem Stuhl lag, konfrontiert mit mehr oder weniger fröhlichkeitsstiftenden Schmerzschattierungen wurde mir bewusst, wie sehr mir bei der Schmerzbewältigung die Erfahrungen aus dem Laufen helfen. Laufen kann so viel mehr für einen tun, nicht nur bloße Verbesserung des Selbstwertgefühles durch Gewichtsabnahme und Konditionsverbesserung. Ich kann mich besser auf einen Schmerz fokussieren, gehe mit ihm. Das hört sich vielleicht Schizophren an aber ich laufe dort beim Zahnarzt in Gedanken eine Strecke.</p>
<p>Wenn nach 15 Kilometern, noch ein, zwei, drei Kilometer zu absolvieren sind, die Schuhe reiben, Knie schmerzen, Waden sich verkrampfen und Schweiß in die Augen läuft, dann subsumieren sich die körperlichen Strapazen in einen mentalen Bewältigungsprozess. Durchhalten, aushalten, weitermachen. Das lernt man beim Laufen. Den Willen bündeln.</p>
<p>Genug Selbsterkenntnis. Als alles vorbei ist, fühle ich mich eigentlich ganz gut, bloß ein wenig gaga. Trinken geht auch zwei Stunden nach der Behandlung noch nicht richtig, ich kann die Lippen nicht genügend spitzen. Was ich mit dem Strohalm in meinen Mund befördere, droht halbseitig wieder heraus zu fließen; beim Essen bewegt sich nur die eine Hälfte der Gesichtsmuskeln, was ziemlich bescheuert aussieht. Später kaufe ich meiner Freundin noch ein Paar Rosen, es ist Abend und unser Zweijähriges. Als ich ihr die Blumen überreich konzentriere ich mich wirklich, aber ausser einem &#8220;Iff liebe diff!&#8221; bekomme ich nichts anständiges heraus. Sie lacht und nimmt mich an der Hand, zu sich nach Hause und versorgt und pflegt mich mütterlich.</p>
<p>Auf Wiedersehen, Schmerz. Kann zwar nicht sagen, dass es schön war mit dir, aber wir werden uns wiedersehen.</p>
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		<title>Nike Human Race 2009 in Berlin</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 11:38:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch dieses Jahr lädt Nike wieder zum Human Race 10k, diesmal in Berlin. Das Ding startet am 24.10.2009  um 19 Uhr am Platz vorm Roten Rathaus. Die Laufstrecke führt über zwei Runden durch die Berliner Innenstadt zwischen dem Rotem Rathaus und dem &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/08/13/nike-human-race-2009-in-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch dieses Jahr lädt Nike wieder zum <a href="http://inside.nike.com/blogs/nikerunning_humanrace-de_DE?tags=race_day">Human Race 10k</a>, diesmal in Berlin. Das Ding startet am <strong>24.10.2009  um 19 Uhr</strong> <a href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=Neptunbrunnen,+Berlin&amp;sll=52.486125,13.397484&amp;sspn=0.128786,0.363235&amp;ie=UTF8&amp;ll=52.519466,13.406829&amp;spn=0.004185,0.011351&amp;t=h&amp;z=17">am Platz vorm Roten Rathaus</a>. Die Laufstrecke führt über zwei Runden durch die Berliner Innenstadt zwischen dem Rotem Rathaus und dem Brandenburger Tor. Der offizielle Streckenverlauf ist allerdings von der Berliner Polizei noch nicht genehmigt, insofern können noch Änderungen auftreten. Die Ausgabe der Startnummern ist am 23.10. von 10.00 &#8211; 20.00 Uhr und am 24.10. von 10.00 &#8211; 16.00 Uhr im <a href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=NikeTown+Berlin,+Tauentzienstra%C3%9Fe+7&amp;sll=52.519466,13.406829&amp;sspn=0.004185,0.011351&amp;ie=UTF8&amp;t=h&amp;z=16">NikeTown Berlin, Tauentzienstraße 7</a>. Dort bekommt man dann auch sein Nike+ Human Race T-Shirt. Kurzentschlossene haben noch die Möglichkeit, sich am 24.10.09 von 17:00 &#8211; 18:30 Uhr noch anzumelden, ebenfalls vorm Roten Rathaus. Der ganze Lauf findet im Rahmen des Festival of Lights statt, spezielle Lichtinstallationen verwandeln die Bundeshauptstadt eine Woche lang in eine Glitzermetropole. Umkleidemöglichkeiten, Kleideraufbewahrung und Catering sind vorhanden. DJs heizen ab 17 Uhr die Meute an, am Ende des Rennens übernimmt die Blue Man Group. Wer also am Lauf in Berlin teilnehmen möchte, kann sich <a href="http://davengo.com/e.php/de/NIKE2009">hier anmelden</a>. (Es gibt auch Walker?!)</p>
<p>Man muss allerdings nicht unbedingt direkt vor Ort sein, um am Human Race 2009 teilzunehmen. Wie schon im letzten Jahr reicht es auch, wenn man irgendwann an diesem 24ten sein Nike+ Outfit umschnallt, 10 Kilometer abspult, sich für das <a href="http://nikerunning.nike.com/nikeplus/?locale=de_de&amp;l=all_challenges,136335706">Human-Race via nikeplus.com registriert</a> und am selben Tag seine Daten hochlädt. Ich hab mich dort gleich mal eingetragen. Wer von euch läuft noch mit?</p>
<p>Und weil ich hier gerade über Nike abtexte, zwei andere Neuerungen in diesem Zusammenhang:<br />
Unser aller Lieblingssportartikelhersteller mit dem <em>Swoosh™</em>-Logo bohrt endlich seine nikeplus.com Internetseite auf und liefert ein paar Funktionen nach, die schon längst überfällig waren. Neue Optik, kürzere Ladezeiten, Fokus auf die Einbindung in andere soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook und endlich endlich eine Mitgliedersuche. Die gesamte Liste mit den Neuerungen könnt ihr <a href="http://forums.nike.com/ann.jspa?annID=406">hier im Forum</a> nachlesen. Noch ist die neue Version zumindest in Deutschland nicht offiziell gestartet, man kann sich aber <a href="http://nikerunning.nike.com/nikeos/p/nikeplus/en_US/plus/#//dashboard/">hier</a> auf den US-Servern bereits einloggen und fast alle Funktionen ausprobieren. Das ganze ist allerdings noch im Beta-Stadium, insofern läuft vieles noch nicht rund.</p>
<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/08/Nike-Sportband-2009.jpg" rel="lightbox[2671]"><img class="aligncenter size-full wp-image-2677" title="Nike Sportband 2009" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/08/Nike-Sportband-2009.jpg" alt="Nike Sportband 2009" width="543" height="149" /></a>Die zweite Neuerung ist wirklich ein Segen. Nike bringt endlich die <a href="http://store.nike.com/index.jsp?country=DE&amp;lang_locale=de_DE&amp;sitesrc=EMEAPL&amp;ref=http://www.nikeplus.com#l=shop,search,searchList-sportband">überarbeitete Version des Sportbands</a> auf den deutschen Markt. Das wurde allerhöchste Eisenbahn, denn die bis jetzt erhältliche Version war, kurz gesagt ein einziger Schmerz im Arsch. Ich habe das Ding mindestens acht mal umgetauscht, fast immer mit dem gleichen defekten Display. Entweder sammelte sich darin Flüssigkeit, obwohl ich damit noch nicht mal unter der Dusche war und es eigentlich wasserdicht sein sollte. Hatte ich dann endlich mal ein Austauschgerät, dass dicht war, zerbröselten nach kurzer Zeit <a href="http://www.flickr.com/photos/25785202@N07/3807064367/in/photostream/">die Kristalle im Display</a>, selbst ohne Gewalteinwirkung. Die Idee des Sportbands war und ist gut, die technische Umsetzung jedoch hundsmiserabel. Diskussionsforen im Internet quollen mit Beschwerden förmlich über und Nike hat sich ziemlich Zeit gelassen, dem PR-Gau entgegen zu wirken und eine überarbeitete Version des Sportbands mit neuem Display auf den Markt zu bringen. Als Option wird es noch einen <a href="http://www.brennr.de/2009/03/05/neu-nike-sportband-v2-mit-pulsgurt/">Brustgurt</a> zur Herzfrequenzmessung geben. Erhältlich ist das Sportband ab sofort, gerade rechtzeitig, denn meines hats wieder mal zerbröselt.</p>
<p>(Danke an fastwind von <a href="http://runningspots.wordpress.com/">Running Spots</a> und Christian von <a href="http://www.brennr.de">brennr.de</a> für diese Hinweise.)</p>
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		<title>Läuft wieder</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 11:38:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[E-Mails erreichten mich in den letzten Tagen, es müssen an die tausend gewesen sein. Dutzendfach gleich lautende Betreffzeilen, in denen sich die Hilf- und Ratlosigkeit besorgter Himmelende-Konsumenten widerspiegelte, so etwa in der Art: &#8220;What the fuck?!&#8221; Was denn los sei &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/08/11/lauft-wieder/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>E-Mails erreichten mich in den letzten Tagen, es müssen an die tausend gewesen sein. Dutzendfach gleich lautende Betreffzeilen, in denen sich die Hilf- und Ratlosigkeit besorgter Himmelende-Konsumenten widerspiegelte, so etwa in der Art: &#8220;What the fuck?!&#8221; Was denn los sei mit Himmelende, warum man seit Wochen nichts mehr höre, wie es weitergehe und ob der Weltuntergang kurz bevor stünde. Ladies and gents, kein Grund zur Panik. Bewahren sie bitte Ruhe und machen sie sich nicht das Höschen feucht. Ja, es gibt ihn noch. Der Herr Chefdramaturg ist, soweit man das als solches bezeichnen kann, weitestgehend lebendig; er steckt ein wenig in der Krise, das nennen manche writer&#8217;s <span style="text-decoration: line-through;">blog</span> block, ein kreatives Luftloch, nichts dauerhaftes. Und wenn nach dem kurzen aber energischen Abstieg sich ihr Mageninhalt mitsamt Gehirnflatulenz im braunen Kotzbeutel entleeren sollte (befindet sich im Sitz vor ihnen), dann ist auch die Hoffnung nicht weit, dass es bald wieder aufwärts geht. In der Zwischenzeit springt das wunderbare Fräulein Schnitzer in die Bresche, die <a title="Paris fickt das Meer" href="http://himmelende.de/2009/07/30/paris-fickt-das-meer/">hier</a> die eine oder andere kurzweilige Kurzgeschichte mit amourösen Tendenzen zum Besten gibt und uns damit allen den Tag rettet. Und während Michael Schumacher sein <a title="Formel 1: Michael Schumacher - Alles nur ein schöner Traum - Formel 1 - sueddeutsche.de" href="http://www.sueddeutsche.de/sport/288/483731/text/">Formel-1 Comeback</a> wegen Nackenverletzung absagt, verschiebe ich mein Web 2.0 Comeback wegen Bänderdehnung in der Unterhose lediglich auf nächste Woche Dienstag. Oder Mittwoch, das muss ich erst mit der Verwaltung klären.<br />
Soviel Status für heute, zurück zur Sportfront: Nach über einem Monat Pause (inklusive drei Schachteln Zigaretten, vier Flaschen kubanischen Rum und einer ungezählten, da nicht erfassbaren Menge anderer Substanzen), war ich gestern das erste mal wieder Laufen. So richtig mit Natur und draussen und quasi Kreislaufkollaps. Kurzum: Es war fürchterlich. Wo ich vor einem Monat locker 15 Kilometer am Stück laufen konnte, musste ich nun bereits nach 760 Metern meinen ersten Stopp einlegen. Was war los? Anhaltende Schmerzen im Hüftgelenk oder der Leiste oder den Adduktoren, so genau lässt sich das nicht verorten, verschafften mir diese einmonatige, unfreiwillige Auszeit. Und nachdem mir Orthopäde, Chirurg und Physiotherapeut einstimmig dazu rieten, &#8220;jetzt erst mal abzuwarten und einen Gang runter zu schalten&#8221;, schaltete ich meine Automatik gleich vorsichtshalber mal auf &#8220;Parken&#8221; und hielt mich ausnahmsweise daran, was mir die Ärzte rieten. Schlecht, denn in Zeiten sportlichen Leerlaufs tendiere ich gerne zu nihilistisch-eskapistischen Quatschunternehmungen. Soll heißen, dass ich in solchen Zeiten zumeist anfange, eine Menge ungesunden Blödsinn anzustellen. Ergebnis: vollkommene Konditionslosigkeit und satte fünf Kilo mehr Hüftgold, die meinem Luxuskörper allerdings gar nicht mal so schlecht stehen.<br />
Na jedenfalls mache ich mich jetzt nicht gleich verrückt, schließlich starte ich ja nicht von null und ich werde eben so schnell wieder in meinen Rhythmus kommen, wie ich herausfiel. In Zukunft muss ich mir jedoch zu Herzen nehmen, es mit dem Laufen nicht mehr ganz so zu übertreiben, wie in 2008. Oder zumindest mehr Abwechslung in den Sportalltag zu bringen: Mehr Schwimmen, mehr Fahrrad fahren, mehr Kampf-Kaffeetrinken, mehr <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Armwrestling">Armwrestling</a>. Mein Comeback wird fabelhaft!<br />
Und darum möchte ich euch eines noch mit auf den Weg geben: Der <a title="Sauerland-Gruppe: Zeit der Geständnisse - Inland - Politik - FAZ.NET" href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EE147938ACF144A04B9FBDEB69C40FC95~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Emir</a> bin immer noch ich.</p>
<h5>Illustration by <a href="http://www.patrick-leger.com/">Patrick Leger</a></h5>
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		<title>Im Test: Nike Lunaracer+</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Jun 2009 15:44:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun hat es doch etwas länger als die versprochene Woche gedauert, um Nikes Lunaracer+ genauer unter die Lupe zu nehmen. Prinzipiell ähnelt dieses Modell dem bereits vorgestellten Zoom Victory+, mit einer Ausnahme: Hier macht Nike alles richtig. Damit könnte der &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/06/11/im-test-nike-lunaracer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun hat es doch etwas länger als die versprochene Woche gedauert, um Nikes Lunaracer+ genauer unter die Lupe zu nehmen. Prinzipiell ähnelt dieses Modell dem <a href="http://himmelende.de/2009/05/21/im-test-nike-zoom-victory/">bereits vorgestellten</a> Zoom Victory+, mit einer Ausnahme: Hier macht Nike alles richtig.</p>
<p>Damit könnte der Test auch genau so schnell zu Ende sein, wie ein Beitrag auf der Titelseite der Bild-Zeitung: Undifferenziert, kurz und vorbei, bevor die Titten kommen. Also ist eigentlich alles irgendwie das selbe, bloß anders? Nicht ganz. Die Wahrheit steckt im Tchibo und der Teufel im Detail und genau diese kleinen, aber feinen Unterschiede heben den Lunaracer+ auf mein kleines, subjektives Favoritenpodest: Best Laufschuh ever ever!</p>
<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/06/Bild-1.png" rel="lightbox[2540]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2558" title="Lunaracer+ Fakten" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/06/Bild-1-150x150.png" alt="Lunaracer+ Fakten" width="150" height="150" /></a>Farblich kommt der Schuh in einem ähnlichen Kampfneongelb daher, wie bereits der Victory+. Und so wird sich manch Läufer entweder neidisch den Kopf verrenken zwecks Begeisterung oder mit spontaner Magenentleerung reagieren zwecks Ablehnung. Gleich ist auch der Einsatz von <a href="http://www.nike.com/nikelab/site.html?en_US#/technology/flywire/video/tech-flywire">Flywire</a> geblieben, Nikes stabilitätsfördernder Nahtkonstruktion, die direkt im Material eingewebt ist und somit Gewicht spart. Damit verbunden ist auch eine engere Passform, die den Fuß sehr fest im Bett hält. Läufer, die es luftiger in ihren Tretern haben wollen, sollten den Schuh eine Nummer größer kaufen. Damit enden allerdings auch schon die Gemeinsamkeiten zum Victory+. Grundlegend neu ist das Sohlendesign. Hier setzt Nike nicht auf herkömmliche Materialen, sondern auf einen speziell entwickelten Schaumstoff aus der Raumfahrt oder der Formel 1 oder was weiß ich woher. <em>Lunarlite</em> wird das Material genannt und das besondere daran: Beim Auftritt soll die Energie nicht vollständig absorbiert, sondern größtenteils verlustfrei wieder zurück gegeben werden, was sich in einem trampolinartigen Effekt bemerkbar macht. Das klappt in der Praxis sogar ganz gut und entpuppt sich nicht als bloßes Marketinggewäsch. Man geht im Lunaracer+ ein wenig wie auf Marshmallows, allerdings versumpft man darin nicht, sondern wird angenehm zurück gefedert. Wie viele gelaufene Kilometer dieser Effekt anhält, wird sich erst noch zeigen müssen. Und was Nike mit dem Schaumstoff anstellt, um diese Eigenschaft zu erreichen bleibt Geheimsache. Kevin Hoffer aus der Nike Innovationsküche nuschelt in diesem <a href="http://www.nike.com/nikelab/site.html?en_US#/product/luna-racer/video/interview-luna-racer">Produktvideo</a> zwar etwas von &#8220;we turn the road into a bed of feathers&#8221; in die Kamera, aber ich sag nur: Fuck you, it&#8217;s magic! Darüber hinaus ist dieser Schaumstoff besonders leicht, was dem Schuh zusätzliches Gewicht erspart. Mit 156 Gramm ist er ein absolutes Leichtgewicht, das man am Fuß kaum fühlt. Während des Laufens blickte ich öfters verunsichert an mir herab um zu prüfen, ob ich überhaupt Schuhe trage oder nicht doch barfuß durch die Tundra hoppse.</p>
<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/06/Bild-11.png" rel="lightbox[2540]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2565" title="Druckstelle" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/06/Bild-11-150x150.png" alt="Druckstelle" width="150" height="150" /></a>Die Form des Fersenbereichs ist anders konzipiert als beim Victory+ und verleiht dem Fuß beim Lunaracer+ dort etwas weniger Halt. Das ist allerdings überhaupt nicht störend, eher im Gegenteil. Der Schaft an der Achillessehne ist weicher und schließt weiter unten ab, was zur Folge hat, dass man sich im Vergleich zum Victory+ hier keine blutigen Sehnen holt. Hier scheinen die Designer wenigstens einmal selbst in ihre Schuhe geschlüpft und ein paar Runden um den Block gelaufen zu sein. Toll. Als Innovations-i-Tüpfelchen darf die Unterstützung für Nike+-Sensoren nicht fehlen, von dessen System es demnächst hoffentlich bald eine <a href="http://www.brennr.de/2009/03/05/neu-nike-sportband-v2-mit-pulsgurt/">überarbeitete Version des Sportbands</a> geben wird. Punktabzug gibt es für den in das Material eingearbeiteten Rahmen im Mittel- und Vorderfußbereich, der die Stabilität fördern soll. Genau <a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/06/Bild-11.png" rel="lightbox[2540]">an dieser Stelle</a> liegt mein kleiner Zeh an und das drückte bei den ersten Läufen etwas unangenehm, aber nicht störend und mittlerweile gar nicht mehr. Ausserdem fiel mir auf, dass das hightechige Oberschuhmaterial die Feuchtigkeit nicht besonders gut abtransportiert. Das hatte zur Folge, dass sich nach zwei längeren Läufen von jeweils 16 Kilometern Schwitzwasser im Schuh ansammelte. Lags an den falschen Socken, am Wetter oder an dem Whiskey, den ich vorm Laufen trank: Es störte nicht, nichtmal olfaktorisch (meine Füße riechen eh immer nach Rosenwasser). Nur die Sohle begann langsam zu quietschen und ja, wäre ich noch mal zehn Kilometer weiter gelaufen, vielleicht hätte ich dann langsam Probleme bekommen. Also, die Schuhe sind bei mir noch nicht Marathon-erprobt.</p>
<p><strong>Pro:</strong></p>
<ul>
<li>Design</li>
<li>irre leicht</li>
<li>schnell</li>
<li>sehr bequem</li>
<li>keine blutigen Achillessehnen</li>
<li>Material gut abwaschbar</li>
</ul>
<p><strong>Contra:</strong></p>
<ul>
<li>Design</li>
<li>Schweißbildung durch dichtes Oberschuhmaterial</li>
<li>innerer Rahmen drückt Anfangs auf kleinen Zeh</li>
<li>leuchten nicht im Dunkeln</li>
</ul>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Ich mag meine Lunaracer+. Ein verdammt schneller und leichter Wettkampfschuh für Mittel- aber auch Langdistanzen, ohne viel Schnickschnack und so unglaublich bequem, dass ich mir weitere Worte spare und euch empfehle, ihn einfach mal anzuprobieren. Wer die Farbe nicht abhaben kann, für den wirds demnächst eine <a href="http://www.brennr.de/2009/05/29/nike-lunarglide/#comment-3696">überarbeitete Version</a> in schwarz geben.</p>
<p><strong>Wertung: 5/5 Sternen</strong><br />
★★★★★</p>
<p>So, und weil dieser kleine verlauste Beitrag hier nur knapp am Bildzeitungsniveau vorbeischrammt, folgt nun ein <del datetime="2009-06-11T19:24:14+00:00">Foto</del> Video mit großen Brüsten. Das habt ihr jetzt davon.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/TkfzGnPUf_M&amp;rel=0&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/TkfzGnPUf_M&amp;rel=0&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Die Einsamkeit des Langstreckenläufers</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 09:34:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Run!“ Lauf! &#8211; Das ist unser Imperativ. Nike&#8217;s Werbeabteilung hats geschnallt, druckt den Befehl auf tausend mal tausend T-Shirts und fährt damit Milliardengewinne ein. Geschätzte Leser dieses Blogs, liebe Freunde der leichten Vorabendprogrammunterhaltung, ich lasse jetzt mal ein paar offenherzige &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/06/10/die-einsamkeit-des-langstreckenlaufers/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>„Run!“</h2>
<h3>Lauf! &#8211; Das ist unser Imperativ. Nike&#8217;s Werbeabteilung hats geschnallt, druckt den Befehl auf tausend mal tausend T-Shirts und fährt damit <a href="http://www32.wolframalpha.com/input/?i=nike+earnings">Milliardengewinne</a> ein.</h3>
<p>Geschätzte Leser dieses Blogs, liebe Freunde der leichten Vorabendprogrammunterhaltung, ich lasse jetzt mal ein paar offenherzige Worte vom Stapel zu meinem einzigen wirklichen Hobby: dem Laufen. (Die Himmelende-Groupies unter euch wissen bereits: Ich mag das Wort Joggen nicht besonders. Ehrlich gesagt, ich hasse es richtiggehend. Wenn es nach mir ginge würde das Wort aus dem Duden gestrichen werden. Sofern es denn dort überhaupt drinsteht. Na egal, jedenfalls heißt Joggen bei mir also Laufen. Basta!)</p>
<p>Während meine Beine einsame Runden durch den Münchner Westpark drehen, kreisen meine Gedanken &#8211; sofern sie denn überhaupt um etwas kreisen &#8211; um verschiedene Erkenntnisse, die mir beim Laufen mal eben so ins Gehirn purzeln; die mir in diesen Augenblicken so unglaublich wichtig erscheinen, dass ich sie unbedingt sofort aufschreiben will. Sofort! Wenn ich dann aber zuhause ankomme, sind diese Erkenntnisse meistens nicht mehr so unglaublich, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich auf dem Weg zurück die Hälfte vergessen habe. Was hier also nun steht, ist der Rest von dem ganzen Lauf-Erkenntnisscheiß. Wenn ihr euch darin wiederfindet (in den Erkenntnissen, nicht im Scheiß): schön für euch. Irgendwie haben wir Läufer ja eh alle den selben Riss in der Schüssel, insofern mag der eine oder andere Gedanke dem geneigten Leser nicht unbekannt sein.</p>
<p><strong>1. Das Laufen hat mir das Leben gerettet.</strong><br />
Tja, gleich der erste Gedankenfetzen und schon so ein Hammer-Ding. Das klingt fürchterlich pathetisch, stimmt aber einhundertprozentig. Mag sein, dass mich das Laufen vielleicht eines Tages selbst das Leben kostet (siehe nächster Punkt), weil ich zu schnell laufe und mich der Teufel holt oder zu weit links laufe und ein LKW mich plattwalzt oder zu tuntig laufe und mich so ein missglückter Dobermann-Dogge-Pitbull-Kreuzungsversuch verschluckt. Aber egal, fürs erste hat es mir das Leben gerettet.</p>
<p>Vor ein paar Jahren war ich nämlich fett, genervt, grantig und hochgradig depressiv. Latent unzufrieden mit mir und als ein Resultat daraus auch mit der Welt. Das wurde mit dem Laufen zwar nicht schlagartig besser, also nicht von heute auf morgen oder übermorgen; langsam aber sicher änderte sich jedoch die Chemie in meinem Gehirn. Dopamin, Serotonin, Endorphin, etc. &#8211; der ganze körpereigene <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Glückshormon">Glückshormon</a>-Drogencocktail schaffte und, toi toi toi, hält bis jetzt einen Pegel allgemeiner euphorischer Befindlichkeit. Als dann auch noch das Hüftgold begann dahinzuschmelzen und mir nach Jahren der Ablehnung endlich das gefiel, was ich im Spiegel sah, hatte ich das erste mal eine zarte Vorstellung von einem Gefühl des bei sich ankommens. Heute muss ich gar nicht mehr viel tun, nur ab und zu mal was Gutes (z.B. Straße kehren, Brösel aus dem Toaster fingern, Einkaufstüten alter Damen tragen, weinenden Kleinkindern zulächeln, auch wenn man Scheissschmerzen hat und einem die Ohren bluten). Und, meine Fresse: Das Universum liebt mich! Wir sind zwei ganz dicke Freunde geworden, ganz spezielle. Das ist manchmal schon so harmonisch, dass es zum Kotzen ist.</p>
<p><strong>2. Das Laufen hätte mich </strong><span style="text-decoration: line-through;"><strong>fast</strong></span><strong> </strong><span style="text-decoration: line-through;"><strong>knapp</strong></span><strong> </strong><span style="text-decoration: line-through;"><strong>bestimmt</strong></span><strong> irgendwann einmal das Leben gekostet.</strong><br />
Auch wenn ich gerade geschrieben habe, dass mir das Laufen fürs erste das Leben gerettet hat: es hätte mir auch schon ein paar mal das Leben gekostet. Einmal übersah ich knapp eine Trambahn, die mich ganz schön hübsch zermatscht hätte, machte aber in buchstäblich letzter Sekunde den entscheidenden Schritt von den Gleisen zurück. Ein andermal lief ich in ein Unwetter, nicht irgendeines, das war ein fucking Armageddon mit Hagel und Blitzen und herabstürzenden Ästen. Aber das sind alles andere Geschichten, aus denen ich stets mit einem blauen Auge davonkam. Oder einem blauen Knie oder etwas anderem blauen.</p>
<p>Ich lernte was es heißt, laufsüchtig zu sein und wie diese Sucht den Körper verzehren kann. Bei mir zeigte sich das in einem rapiden Gewichtsverlust. Der war zunächst nicht beabsichtigt, jedoch wurde der Drang danach, immer mehr Gewicht zu verlieren oder zumindest keines zuzunehmen, bald der wichtigste Grund für mein Hobby. Weniger Körpergewicht heißt weniger Kraftaufwand, da weniger Kilogramm mit rumzuschleppen sind, heißt schneller Laufen, heißt weiter Laufen, heißt bessere Zeiten und so weiter. Ausserdem fühlte es sich gut an, schlank zu sein und schnell; der Körper gespannt und sehnig, agil, kein Gramm Fett zu viel und immer auf dem Sprung. Permanent lag Energie an und ich stand die ganze Zeit unter Strom. Und irgendwann gefiel mir dieses ausgezehrte Gesicht im Spiegel, das nicht mehr nur hungrig nach Liebe aussah. Komisch, die Menschen in der dritten Welt wollen essen, aber können nicht und sind so unterernährt, das sie Blähbäuche bekommen und Skorbut und sie die Zähne verlieren und das Leben, als wäre es nichts. Und die Menschen unter der Sonne der ersten Welt können alles mögliche essen und wissen gar nicht, wohin zuerst, zu Wendys oder Subways oder Kentucky Fried Chicken aber sie verweigern und kasteien sich, bewusst, damit sie dünn und abgemagert und diätgedörrt aussehen, was nach ihren Standards als &#8220;schön&#8221; gilt. Schizophren, aber das ist auch ein <a href="http://12.media.tumblr.com/sdYsolKXXmizsc5ldRnMGlFOo1_500.jpg" rel="lightbox[2255]">anderes Thema</a>.</p>
<p>Als ich mit dem regelmäßigen Laufen anfing, wog ich 74 Kilo. Als meine Ma mir das erste mal sagte: &#8220;Junge, ich weiß zwar nicht, was du machst aber egal was es ist, hör auf damit, du siehst schlecht aus.&#8221;, da wog ich noch 56 Kilo. Das war nicht ganz elf Monate später. Man braucht keinen Body-Mass-Index-Rechner um zu blicken, dass ich knapp an der Grenze zur Unterernährung war. Ich aß in dieser Zeit gezielt wenig, ein Apfel oder ein Joghurt und vielleicht noch eine Handvoll Kürbiskerne am Tag und lief weiterhin meine 50 bis 60 Kilometer in der Woche, immer hart an der Grenze des Stoffwechsel- und Kreislaufkollaps. Das ging auf Dauer nicht gut, ich fühlte mich mehr und mehr ausgebrannt, statt durch das Laufen glücklich zu werden, wurde ich zunehmender depressiv, richtig aggressiv, wenn ich eine Zeit nicht unterbieten oder eine angepeilte Distanz nicht laufen konnte. Die wenig übrig gebliebenen Fettreserven fraß also der Ehrgeiz, dann war Schluss. Übelkeit, Kreislaufbeschwerden, Verdauungsprobleme, Unruhe und Rastlosigkeit, Hitzeanfälle, ich konnte mich nicht mehr richtig konzentrieren und zur Hölle, ich bekam manchmal sogar keinen mehr hoch. Diese Zeit war Raubbau am eigenen Körper, ein permanenter Stresszustand und wenn es einen günstigen Zeitpunkt geben sollte, sich dafür bei ihm zu entschuldigen, so mache ich das hier und jetzt: Entschuldigung, Körper! Das passiert nie wieder.</p>
<p>Dass ich, was meine ehemalige Sucht betrifft hier so offenherzig bin, hat nichts mit Prahlerei oder einem erhöhten Aufmerksamkeitsdefizit zu tun. Ich suche kein Mitleid. Was ich sagen will: Geh laufen, hab Spaß, verlier Gewicht, genieß ein neues Körpergefühl, sei Ehrgeizig und ein verdammter Streber. Aber fang niemals an, wegen dem Laufen zu hungern. Darum geht es nämlich nicht. Und wenn deine Freunde sagen, du siehst wegen der ganzen Lauferei scheisse aus: hör auf sie!</p>
<p><strong>3. Laufen ist Meditation für mich</strong><br />
Sitze ich zehn Stunden für die Schule am Schreibtisch oder stehe in der Arbeit, brauche ich das. Als Ausgleich, um dröger Geistesarbeit körperliche Bewegung entgegen zu setzen, sonst würde mein Kopf platzen.<br />
Da draussen auf der Strecke, da bin ich mit meinen Gedanken alleine; da mache ich meine Probleme nur mit mir aus; da Kämpfe ich nur gegen meine eigene Schwäche, meine eigenen Ängste, meine eigene Wut. Da hast du nur das Sausen des Windes um die Ohren und diese eine unglaublich starke Kraft, die dich festhalten will, die Beine schwer macht und dir das Aufgeben verlockend schönredet. Aber auch diese andere unglaublich starke Kraft, die dich aufrichtet, anfeuert, dich von hinten anschiebt und dich immer noch ein Stück schneller, ein Stück weiter laufen lässt, als du eigentlich dachtest, das du es kannst. Ein Gezerre, ein hin und her bei jedem neuen Schritt.<br />
Da ist nur der Rhythmus des Atmens, ganz gleichmäßig, wie ein Mantra. Ein Grund, warum ich zum Laufen keine Musik höre ist der, dass ich meinen Körper hören will um mich auf ihn zu konzentrieren. Nach einer bestimmten Zeit läuft man wie in Trance, die Gedanken sind kristallklar oder laserscharf, ich weiß nicht, welche Beschreibung besser passt. Manchmal denke ich dann an alles mögliche und manchmal vielleicht nur an ein bestimmtes Wort oder einen Satz, den ich zum Rhythmus meines Schrittes immer wiederhole. Oft bin ich einfach nur glücklich während des Laufens, dann lächle ich, was zugegebener Maßen ziemlich bescheuert aussieht. Aber das ist nicht die Regel. Oft ist es vom ersten bis zum letzten Laufmeter einfach nur eine einzige Qual. Es ist eben mal so und mal so. Aber wenn sich ein Hochgefühl einstellt, dann ist es etwas besonderes. Und im Winter, wenn sich die Lunge mit eiskalter Luft füllt, fühlt man sich sehr am Leben.</p>
<p>Ich laufe sehr gerne im Regen, das ist eine unglaublich elementare Erfahrung, weil man beginnt, diese Situation einfach hinzunehmen, so wie sie ist. Irgendwann findet man sich damit ab und ist wirklich nur noch bei sich selbst. Ich laufe sehr gerne in der Nacht. Ich kann nicht behaupten, dass es keine Stellen gibt, an denen ich mich nicht fürchte. Manche Abschnitte im Park sind stockfinster und wenn ich wieder ins Licht komme merke ich erst, wie schreckhaft weit ich meine Augen aufgerissen habe, um in der Dunkelheit etwas zu erkennen. Laufe ich in der Nacht, so ist die Welt gehüllt in Schemen, was alles um einen herum noch bizarrer und unwirklicher werden lässt und den Trance-Effekt noch verstärkt.</p>
<p>Laufen ist Kontemplation und nach jedem Lauf bin ich der glücklichste Mensch der Welt, ein Schattenläufer im Regen.</p>
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		<title>Im Test: Nike Zoom Victory+</title>
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		<pubDate>Thu, 21 May 2009 21:18:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegungsdrang]]></category>
		<category><![CDATA[Skepsisreservat]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[laufen]]></category>
		<category><![CDATA[sport]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Sommer-Laufsaison 2009 ist eröffnet und Himmelende geht gleich mit zwei Paar neuen Schuhen an den Start. (Dank an die lokale Runners Point Filiale unseres Vertrauens für die beiden Testmuster. Die schlechte Nachricht: Ihr bekommt sie nicht wieder.) Da eine &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/05/21/im-test-nike-zoom-victory/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Sommer-Laufsaison 2009 ist eröffnet und Himmelende geht gleich mit zwei Paar neuen Schuhen an den Start. (Dank an die <a href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=runners+point,+m%C3%BCnchen&amp;sll=37.0625,-95.677068&amp;sspn=45.553578,71.982422&amp;ie=UTF8&amp;t=h&amp;z=12&amp;iwloc=A"><span>lokale Runners Point Filiale</span></a> unseres Vertrauens für die beiden Testmuster. Die schlechte Nachricht: Ihr bekommt sie nicht wieder.)</p>
<p>Da eine ordentliche Laufschuhanalyse  schnell den Umfang einer wissenschaftlichen Diplomarbeit erreicht &#8211; man google sich durch diesbezügliche Foren und Artikel auf runnersworld.com &#8211; will ich hier nur meine persönlichen Eindrücke schildern, ohne viel technischen Schnickschnack. Von Sprengung, Pronation etc. habe ich nicht viel Ahnung. Was ich wissen will: Wie läuft es sich in den neuen Schuhen. Punkt. Und das ist natürlich hochgradig subjektiv. Also fangen wir an.</p>
<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/05/nike_zoom_victory_infos.jpg" rel="lightbox[2364]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2395" title="Nike Zoom Victory+ Fakten" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/05/nike_zoom_victory_infos-150x150.jpg" alt="Nike Zoom Victory+ Fakten" width="150" height="150" /></a>Als erstes nehmen wir den Nike Zoom Victory+ 2009 ins Visier. Nach über 1200 Kilometern in <a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/05/nike_vomero3.jpg" rel="lightbox[2364]">meinen alten Vomero 3</a> sind die ersten Meter in diesem neuen Schuh eine absolute Offenbarung für mich. Vomero ist auf Stabilität und Dämpfung ausgelegt, die Sohle schluckt jede Unebenheit, vom Untergrund bekommt man nicht viel mit, die Energie der Beine verpufft hauptsächlich im Schaumstoff der Sohlen. Das ist wie mit einem S-Klasse Mercedes: unendlich bequem, da rüttelt nix, da zwickt nix, da merkt man keine Bodenwelle, alles ein bisschen wie in Watte verpackt. Der Nike Zoom Victory+ ist vielleicht kein Porsche, aber geht ganz klar in diese Richtung. Ein knackiger, neutraler Schuh, sehr leicht (~ 170 Gramm), ohne großartige Dämpfung, ausgelegt auf Geschwindigkeit, Geschwindigkeit, Geschwindigkeit. Sebastien Mermet, Footwear Designer bei Nike preist das Konzept als &#8220;the ultimate naked ride&#8221; an (<a href="http://www.nike.com/nikelab/site.html?en_US#/product/nike-zoom-victory-plus/video/interview-nike-zoom-victory-plus">Video</a>). Er meint damit nicht den ultimativen nackten Ritt durchs Unterholz, sondern die Reduktion auf das Wesentliche. Also geringes Gewicht und trotzdem hohe Stabilität. Erreicht wird das unter anderem mit Nikes Flywire (<a href="http://www.nike.com/nikelab/site.html?en_US#/technology/flywire/video/tech-flywire">Video</a>), ein direkt in das Material eingenähtes dynamisches System aus Fäden, die Halt verleihen, sich fest an den Fuß schmiegen, trotzdem dehnbar sind und den Schuh somit durch Einsparung von Material extrem leicht machen. Nike überträgt dafür das Konzept der <a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/05/nike_victory_sprint.jpeg" rel="lightbox[2364]">olympischen Sprint-Version des Schuhs</a> eins zu eins auf den Zoom Victory+, klebt aber eine dickere Sohle dran. Darin findet auch ein <a href="http://nikeplus.nike.com/">Nike+</a> Sensor Platz, was den Schuh für Leute interessant macht, die gerne auf diesen Motivationsverstärker vertrauen. Soviel zur Theorie.</p>
<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/05/nike_zoom_victory_single.jpg" rel="lightbox[2364]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-2397" title="Nike Zoom Victory+" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/05/nike_zoom_victory_single-150x150.jpg" alt="Nike Zoom Victory+" width="150" height="150" /></a>Die Praxis bietet zunächst sehr gemischte Gefühle. Bei allen neuen Modellen mit Flywire fällt die Größe etwas knapper aus. War der Vomero in US 9 groß genug, um spezielle Einlagen zu verkraften, ist beim Zoom Victory dafür kein Platz mehr. Läufer, die nicht gerne mit einem sehr eng anliegenden Schuh laufen, sollten ihn deshalb eine halbe Nummer größer kaufen. Ich persönlich bin mit der engeren Passform sehr zufrieden. Der Schuh klebt so bockefest an den Füßen, Flywire tut hier seine ganze Arbeit. Fühlt sich wirklich gut an. Optisch ist der neonfarbene Zoom Victory+ auf jeden Fall ein echter Hingucker.</p>
<p>Nach den ersten Metern wird mir schnell bewusst: dieser Schuh ist ein Bastard, ein hundsgemeines Dreckschwein! Warum? Er ist schnell. Verdammt schnell. Was sich jetzt etwas schizophren anhört (ein Schuh an sich kann nicht schnell sein), stimmt jedoch insofern, als dass dieser Schuh förmlich danach drängt, noch einen Ticken schneller zu laufen. Und noch einen. Und noch einen. An der Ampel, nach 300 jungfräulichen Metern blicke ich an mir herab und betrachte meine Füße, wie sie unruhig hin- und hertippeln, nervös, ungeduldig. Das ist gaga aber diese Schuhe wollen laufen, schnell laufen! Und das macht Spaß. Selbst am Ende einer 12 Kilometer-Runde fauchen die Dinger und lassen mich noch einmal voll aufdrehen.</p>
<p><strong>Pro:</strong></p>
<ul>
<li>schneller, leichter Schuh</li>
<li>angenehm enge Passform</li>
<li>klebt am Fuß wie Pattex</li>
<li>vermittelt ein sehr gutes Gefühl für den Untergrund</li>
<li>leise (!)</li>
</ul>
<p>Leider gibt es, nach all dieser Lobhudelei einen idiotisch großen Haken, besser gesagt einen Designfehler kolossaler Größe: der Schaft, der die Achillessehne umschließt. Dieser ist den Designern bei Nike absolut misslungen. Ich las im Vorfeld viele Berichte von Läufern, die sich Schrunden und blutige Achillessehnen holten, die sich lautstark darüber beschwerten und den Schuh umtauschen mussten; ich las die Empfehlungen im Shop unter <a href="http://nikerunning.com">nikerunning.com</a>, wo es massenweise Proteste und miserable Bewertungen hagelte. All das hielt mich nicht davon ab, mich mit den Victory&#8217;s auf die Strecke zu wagen. Und soll ich euch etwas verraten? Sie haben alle recht. Ich hatte in meinem ganzen Leben nach nur einem Lauf noch niemals so blutige Achillessehnen, inklusive an dieser Stelle durchgescheuerten Socken. Selbst das Innenfutter der Schuhe saugte sich voller Blut, was zugegebener Maßen sehr martialisch aussah. Dementsprechend deprimiert war, nach anfänglicher Euphorie, meine Stimmung. Ich gab die Hoffnung jedoch nicht auf und den Schuhen noch eine zweite, eine dritte Chance; klebte über die lädierten Stellen ein dickes Pflaster, drückte den Schaft der Schuhe an dieser Stelle mehrmals auseinander und hey: das Aufscheuern ist weg. Was eigentlich nicht sein dürfte, bewahrheitet sich hier besonders: Zoom Victory+ muss eingelaufen werden. Mein Paar adelt das jedoch, denn nur so entstehen Legenden und wahre Männerlaufschuhe, blutgetränkt und unter Schmerzen mit zusammengebissenen Zähnen eingelaufen.</p>
<p>Ärgerlich, weil ganz einfach vermeidbar ist auch folgender Designfehler: die Zunge. Sie ist auf der Innenseite nicht fest mit dem Material vernäht. An sich nichts dramatisches. Bei diesem Paar Schuhe knickt jedoch die Naht beim Reinschlüpfen so unglücklich nach Innen, dass die Zunge dann an diesen Stellen quasi &#8220;doppelt&#8221; aufliegt und unangenehm auf den Span der Füsse drückt. Nervig. Gehört man zu den Geduldigen, kann man versuchen bei angezogenem Schuh die Zunge mit den Fingern innen gerade zu ziehen. Mühsame Frickelei.<br />
Zu schlechter Letzt: Das Oberflächenmaterial ist sehr anfällig für Schmutz. Zumindest in der Farbvariante mit dem weiß-schwarz Gradienten. Selbst die kleinsten Dreckflecken werden vom Material so aufgesaugt, dass sie selbst nach minutenlangem Schrubb-Prozedere nicht mehr rauszubekommen sind. Läufer mit Sauberkeitsfimmel durchleben hier Psychosen.</p>
<p><strong>Contra:</strong></p>
<ul>
<li>hinterer Schaft reibt Achillessehnen blutig</li>
<li>Zunge knickt beim Reinschlüpfen ein</li>
<li>schmutzempfindliches Material</li>
</ul>
<p><strong>Fazit:</strong> Ganz klar, eine Hassliebe. Zumindest, was die ersten Läufe betrifft. Dann wurde es immer harmonischer. Mein Tip für euch: Lauft den Schuh einmal, ihr werdet fluchen. Lauft den Schuh zweimal, ihr werdet immer noch fluchen. Lauft ihn ein drittes und viertes mal und die beschriebene Achillessehnenproblematik verschwindet langsam und ihr erhaltet ein verdammt gutes Paar Laufschuhe, die von den unzähligen negativen Stimmen in ein viel schlechteres Licht gerückt werden, als sie eigentlich verdient haben.</p>
<p><strong>Wertung: 4/5 Sternen</strong><br />
★★★★●</p>
<p>Ich persönlich hab mittlerweile irre viel Spaß an Nike&#8217;s neuem Zoom Victory+ (dass ich das mal von Laufschuhen behaupten würde, hätte ich nie gedacht). Wenn ich diese neongelben Wahnsinnsdinger anziehe, fühle ich mich wie Peter Parker in <a href="http://www.apple.com/trailers/sony_pictures/spider-man_3/trailer1_high.html">Spiderman 3</a>. Sie ergreifen Besitz von mir und ich mutiere zum absoluten badass. Dann solltet ihr schleunigst die Straßen verlassen. Es wird sonst Kollateralschäden geben.</p>
<p><em>Hinweis für alle Münchner unter euch: Den Zoom Victory+ gibts derzeit reduziert bei Sport Scheck für 99 statt 130 Ocken. Zuschlagen und erstmal ordentlich blutige Sehnen holen. Yeah!</em></p>
<h5>Testbericht in der nächsten Woche: <a href="http://himmelende.de/2009/06/11/im-test-nike-lunaracer/">Mit dem neuen Lunaracer+ einmal zum Mond und zurück.</a></h5>
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		<title>Verschoben: Lauferfahrung dokumentiert &#8211; THC</title>
		<link>http://himmelende.de/2009/04/22/verschoben-lauferfahrung-dokumentiert-thc/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 15:17:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegungsdrang]]></category>
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		<category><![CDATA[biologie]]></category>
		<category><![CDATA[drogen]]></category>
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		<description><![CDATA[Aufgrund eines Anfalls akuter Lustlosigkeit wird der Artikel &#8220;Lauferfahrung dokumentiert: THC&#8221;, ein Beitrag aus einer Serie, die die Auswirkung verschiedener Stoffe in Nahrungs- und Konsumprodukten auf den laufenden Menschen betrachtet, verschoben. Wir danken für Ihr Verständnis.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aufgrund eines Anfalls akuter Lustlosigkeit wird der Artikel &#8220;Lauferfahrung dokumentiert: THC&#8221;, ein Beitrag <a href="#mce_temp_url#">aus einer Serie</a>, die die Auswirkung verschiedener Stoffe in Nahrungs- und Konsumprodukten auf den laufenden Menschen betrachtet, verschoben. Wir danken für Ihr Verständnis.</p>
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		<title>Im Test: cep Kompressions-Laufstrümpfe</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 09:57:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegungsdrang]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;running O2 sportsocks – für alle Läufer&#8221; steht auf der Schachtel, drin stecken ein Paar Laufstrümpfe mit High-Tech und Raumfahrt und Klimaregulation und einer Menge anderem Voodoo-Kram. Kompression ist ein Meister aus Deutschland, made in Germany. cep tüftelt seit Jahrzehnten &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/04/14/im-test-cep-kompressions-laufstrumpfe/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/04/photo-1.jpg" rel="lightbox[2001]"><img class="alignleft size-medium wp-image-2013" title="cep Kompressions-Laufsocken" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/04/photo-1-225x300.jpg" alt="cep Kompressions-Laufsocken" width="225" height="300" /></a>&#8220;<a href="http://www.cep-sports.com/produkte/running-o2/running-o2-socks.html">running O2 sportsocks </a>– für alle Läufer&#8221; steht auf der Schachtel, drin stecken ein Paar Laufstrümpfe mit High-Tech und Raumfahrt und Klimaregulation und einer Menge anderem Voodoo-Kram.</p>
<p>Kompression ist ein Meister aus Deutschland, made in Germany. cep tüftelt seit Jahrzehnten an der perfekten Stricktechnologie. Raus kamen ganz ordentliche Kompressions-Laufstrümpfe &#8220;kurz vor Verschreibungspflicht&#8221;, so die Verkäuferin medizinfraumäßig nickend, als sie vor mir auf die Knie ging, um meinen Wadenumfang zu messen. Der ist nämlich die ausschlaggebende Größe bei den cep-Socken.<br />
Und bevor ihr denkt, ich hab verstärkt einen an der Marmel: Die Dinger halten, was sie versprechen. Nach drei Läufen, jeweils um die 15 Kilometer, stellen sich ähnliche Effekte ein, wie damals schon bei meinem ersten Paar <a href="http://himmelende.de/2008/09/11/laufender-wirbelsturm/">Rohner</a>. Unterschied hier: Es gibt sie wahlweise auch in Schwarz und sie sind noch einen Ticken enger. Die cep&#8217;s sind somit nicht nur die teuersten Socken meines Lebens (46 Euro!), es sind auch die am schwierigsten Anzuziehenden. Wer dafür nicht die richtige Technik entwickelt, darf sich auf diverse Krämpfe einstellen. Hiermit verkünde ich also feierlich, dass ich in die Sockenforschung gehen und Kompressionsstrümpfe entwickeln werde, die leicht und schmerzfrei anzuziehen sind. Und damit roll ich dann den Weltmarkt auf.<br />
Sonst bin ich ja keine Slogan-Hure, aber den von cep kann ich unterschreiben: &#8220;Schneller laufen &#8211; leichter laufen &#8211; schneller erholen &#8211; besser fühlen.&#8221; Einziger Punktabzug: horrender Preis. Von fünf möglichen Sternen also nur vier.</p>
<p>★★★★●</p>
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		<title>Und er läuft und läuft und läuft&#8230;</title>
		<link>http://himmelende.de/2009/04/08/und-er-lauft-und-lauft-und-lauft/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 18:08:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[No Name No Slogan]]></category>
		<category><![CDATA[laufen]]></category>
		<category><![CDATA[meilenstein]]></category>

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		<description><![CDATA[Neuer Meilenstein geknackt: 1000 Kilometer mit Nike+ gelaufen! (+ ca. 400 Km zusätzlich für die Zeit davor, mit der ich ohne Sensor lief) Stellt den Sekt kalt und holt schon mal ein paar Schnittschen, es gibt was zu feiern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neuer Meilenstein geknackt: 1000 Kilometer mit Nike+ gelaufen!<br />
(+ ca. 400 Km zusätzlich für die Zeit davor, mit der ich ohne Sensor lief)<br />
Stellt den Sekt kalt und holt schon mal ein paar Schnittschen, es gibt was zu feiern.</p>
<p><a href="http://nikeplus.nike.com/nikeplus/v1/html/milestones/print_certif.html?id=81800110&#038;region=emea&#038;language=de&#038;locale=de_de&#038;dateFormat=DD/MM/YY"><img src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/04/bild-31.png" alt="Nike+ 1k Milestone" title="Nike+ 1k Milestone" width="402" height="563" class="aligncenter size-full wp-image-1941" /></a></p>
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		<title>Stadt, Land, Flucht</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 09:41:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegungsdrang]]></category>
		<category><![CDATA[Rücklicht]]></category>
		<category><![CDATA[blabla]]></category>
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		<description><![CDATA[Prokrastination galore! Das ist wieder mal so ein Eintrag, der eigentlich gar nicht da sein dürfte, den es überhaupt nicht geben dürfte, weil ich tausend andere Dinge zu erledigen hätte. Allen voran aufs Abitur zu lernen, zweiter Bildungsweg ahoi: Biologie &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/04/08/stadt-land-flucht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1913" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1913 " title="sonnendeck" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/04/sonnendeck.jpg" alt="Wenn ich nicht hier bin, bin ich auf dem Sonnendeck." width="500" height="142" /><p class="wp-caption-text">Wenn ich nicht hier bin, bin ich auf dem Sonnendeck.</p></div>
<p><br/>Prokrastination galore!<br />
Das ist wieder mal so ein Eintrag, der eigentlich gar nicht da sein dürfte, den es überhaupt nicht geben dürfte, weil ich tausend andere Dinge zu erledigen hätte. Allen voran aufs Abitur zu lernen, <a href="http://www.mk.musin.de/">zweiter Bildungsweg</a> ahoi: Biologie und Deutsch im Leistungskurs, wobei mich Ersteres jeden Morgen gleich aufs neue zum Kotzen bringt, nämlich beim Betrachten der Lernunterlagen: Bücher, Abitrainer, Papierberge. Mengenmäßig ist das ein fucking Mount Everest und wie dieser Berg bis zu den ersten Terminen zu bewältigen ist, bleibt mir ein Rätsel. Die Zeit wird knapp aber ich halt mich ran. Winseln gilt nicht. Und statt ständig zu fragen &#8220;Wie schafft man das? Wie schafft man das?&#8221;, fange ich jetzt einfach mal an.</p>
<p>Von dementsprechender Unruhe getrieben, bin ich vor ein paar Tagen kurzerhand aus der Stadt aufs Land geflohen, also quasi <a href="http://twitter.com/fastHaiti/status/1463166879">Landflucht</a>, nur umgekehrt, um mein nervöses Seelenleiden zu kurieren; aufs Land zu meinen Eltern, der spirituellen Herberge, Rückzugsort, dem letzten heimeligen Haus und ich komme mir abwechselnd vor wie Hans Castorp auf seinem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zauberberg">Zauberberg</a> oder Frodo auf dem Weg zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schicksalsberg">Schicksalsberg</a>. Gefühlsmäßig also irgendwo dazwischen und ich genieße die ersten sonnigen Frühlingstage und die Landluft und meinen neuen Lernplatz auf der Terrasse (siehe oben) enorm.</p>
<p>Damit das Körperliche bei all der geistigen Aktivität nicht auf der Strecke bleibt, laufe ich weiter. Hier im Hinterland ist das natürlich besonders schön: Kaum Hunde und Verkehr und Kackautofahrer, die einem den Ruß ins Gesicht pusten. Die Feldwege sind weit und geschottert und größtenteils unerkundet und besonders in den frühen Morgenstunden kann es schon mal passieren, dass einem Reh und Hase ein Stück begleiten. Die Idylle ist manchmal fast schon zu harmonisch, da tuts dann auch mal gut, am Abend Explosiv oder Brisant oder irgend etwas boulevardeskes in der Art einzuschalten, um sich mit der nötigen Dosis Bullshit zu versorgen.</p>
<p><object id="Nike+ Runs" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="205" height="260" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="align" value="left" /><param name="allowScriptAccess" value="sameDomain" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="quality" value="high" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="FlashVars" value="type=scrapeChallenge&amp;userDefaultUnit=km&amp;screenName=Laokoon&amp;dateFormat=DD/MM/YY&amp;versionNum=2.0&amp;id=204591671&amp;region=emea&amp;language=de&amp;locale=de_de" /><param name="src" value="http://nikeplus.nike.com/nikeplus/v1/swf/scrapablewidget/challenge.swf" /><param name="name" value="Nike+ Runs" /><param name="flashvars" value="type=scrapeChallenge&amp;userDefaultUnit=km&amp;screenName=Laokoon&amp;dateFormat=DD/MM/YY&amp;versionNum=2.0&amp;id=204591671&amp;region=emea&amp;language=de&amp;locale=de_de" /><embed id="Nike+ Runs" type="application/x-shockwave-flash" width="205" height="260" src="http://nikeplus.nike.com/nikeplus/v1/swf/scrapablewidget/challenge.swf" name="Nike+ Runs" flashvars="type=scrapeChallenge&amp;userDefaultUnit=km&amp;screenName=Laokoon&amp;dateFormat=DD/MM/YY&amp;versionNum=2.0&amp;id=204591671&amp;region=emea&amp;language=de&amp;locale=de_de" bgcolor="#ffffff" quality="high" wmode="transparent" allowscriptaccess="sameDomain" align="left"></embed></object><br/>Nun gut, gestern war also Laufen im Hinterland angesagt, Kilometer sammeln für den Münchner Paarlauf, einem aktuellen Nike+ Wettbewerb. Immer zwei Leute pro Team, ich und &#8220;Xorguina&#8221; laufen für den Eisbach. Momentan liegen wir noch in Führung, hoffentlich können wir das Tempo bis zum Monatsende halten. (Ihr findet die Laufstatistik auch <a href="http://nikeplus.nike.com/nikeplus/?l=all_challenges,204591671">auf dieser Seite</a>, sollte das Flash-Dingens hier links nicht funktionieren).</p>
<p>Mit den ersten heißen Sommertagen steigt auch die Belastung für den Körper beim Laufen an und man sollte es eigentlich in diesen ersten Tagen etwas ruhiger angehen lassen. Aber nein, der Sebastian gibt sich gleich die volle Kilometer-Dosis. Auf meiner gestrigen Laufstrecke gabs kaum Schatten, nein halt, eigentlich gabs gar keinen Schatten. Es war schon ziemlich heiß, zum Glück wehte ab und zu eine kühle Brise, die sorgte wenigstens für etwas Erfrischung. Minimal, aber okay. Die 13,74 Km spulte ich in einer Stunde ab, meine <a href="http://forum.runnersworld.de/forum/anfaenger-unter-sich/46007-pace-ist-das.html">Pace</a> war für meine Verhältnisse und diesen äusseren Bedingungen verflucht hoch (4:56/Km) und während der ganzen Zeit knallte mir die Sonne direkt aufs Hirn. Das rächte sich nach rund 50 Minuten. Es begann mit einem Prickeln an den Schläfen, mein Blutdruck stieg (ich merke das in meinen Ohren) und ich nahm das Tempo runter. Langsam stellten sich Gleichgewichtsprobleme ein und ich dachte mir: &#8220;Okay, Sebastian. Wenn du jetzt nicht gleich Schatten oder zumindest einen Kühlschrank findest, hauts dich um.&#8221; Ich konnte meinen Kreislauf dann doch noch mit ein paar Positiv-Mantras überreden (Nein, es wird mir nicht schlecht. Nein, ich falle nicht in Ohnmacht. Ja, es ist alles gut, etc. blabla), dass er mich nicht verlässt und doch noch eine Weile bei mir bleibt, zumindest bis ich es in das nächste Waldstück oder gleich nach Hause schaffe.</p>
<p>Dort angekommen war das erste: raus aus der Sonne. Ich zog mein Laufhemd aus, ging noch ein paar Meter halbnackt durch den Garten (auf der Schattenseite), ausdampfen und trank erstmal gefühlte 39 Liter Wasser. Gott, ich schwitzte Sturzbäche! Interessehalber stellte ich mich dann auf die Waage. Der Gewichstsverlust nach einer Stunde war enorm: <strong>2,1 Kg!</strong> Eine Stunde vor dem Start wog ich noch 60,9 Kg, jetzt zeigte das Display 58,8 Kg, reiner Flüssigkeitsverlust. Naja, da hab ich ganz schön was wegdiffundiert.</p>
<p>So, und jetzt: Keine Zeit für weiteren Müßiggang. Ich schmeiss mich wieder auf mein Sonnendeck und steck die Nase in die Genetik. Wünscht mir Glück und Inspiration.<br />
Ach ja, fast hätte ich es vergessen: <del datetime="2009-04-09T09:28:29+00:00">Ich knack bald</del> Ich habe die <a href="http://himmelende.de/2009/04/08/und-er-lauft-und-lauft-und-lauft/">1000 Kilometer-Marke</a> erreicht, die ich mit Nike+ gelaufen bin. Gibt ne riesen Party, ihr seid alle eingeladen.</p>
<p><object id="Nike+ Runs" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="198" height="145" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="align" value="middle" /><param name="allowScriptAccess" value="sameDomain" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="quality" value="high" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="FlashVars" value="type=individualRun&amp;userDefaultUnit=km&amp;screenName=Laokoon&amp;dateFormat=DD/MM/YY&amp;id=69007532&amp;userID=618967010&amp;region=emea&amp;language=de&amp;locale=de_de" /><param name="src" value="http://nikeplus.nike.com/nikeplus/v1/swf/scrapablewidget/rundetail.swf" /><param name="name" value="Nike+ Runs" /><param name="flashvars" value="type=individualRun&amp;userDefaultUnit=km&amp;screenName=Laokoon&amp;dateFormat=DD/MM/YY&amp;id=69007532&amp;userID=618967010&amp;region=emea&amp;language=de&amp;locale=de_de" /><embed id="Nike+ Runs" type="application/x-shockwave-flash" width="198" height="145" src="http://nikeplus.nike.com/nikeplus/v1/swf/scrapablewidget/rundetail.swf" name="Nike+ Runs" flashvars="type=individualRun&amp;userDefaultUnit=km&amp;screenName=Laokoon&amp;dateFormat=DD/MM/YY&amp;id=69007532&amp;userID=618967010&amp;region=emea&amp;language=de&amp;locale=de_de" bgcolor="#ffffff" quality="high" wmode="transparent" allowscriptaccess="sameDomain" align="middle"></embed></object></p>
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		<title>Lauferfahrung dokumentiert: Zigaretten</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Feb 2009 14:42:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was man nicht alles im Namen der Wissenschaft über sich ergehen lässt. Sebastian von Himmelende geht in der Serie &#8220;Lauferfahrung dokumentiert&#8221; der Frage auf den Grund, welche Stoffe in Nahrungs- und Konsumprodukten sich wie auf den Organismus eines Sportlers auswirken. &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/02/21/lauferfahrung-dokumentiert-zigaretten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Was man nicht alles im Namen der Wissenschaft über sich ergehen lässt. Sebastian von Himmelende geht in der Serie &#8220;Lauferfahrung dokumentiert&#8221; der Frage auf den Grund, welche Stoffe in Nahrungs- und Konsumprodukten sich wie auf den Organismus eines Sportlers auswirken. Am Ende der Teststrecke steht eine rasselnde Lunge, ein paar Gramm Hüftgold mehr, aber auch die Erkenntnis: es ist nicht alles schlecht, was ungesund aussieht.</h3>
<h2>Zigaretten</h2>
<p>Na das geht ja gleich mal mittelprächtig los. Für einen Ex-Raucher &#8211; mittlerweile seit sechs Jahren abstinent &#8211; sind die Verlockungen am Ende der zweiwöchigen Teststrecke enorm und ich musste mich gehörig zusammennehmen, um mit dem Rauchen nicht wieder anzufangen. Die Macht der Gewohnheit und die Macht suchtgenerierender Tabak-Inhaltsstoffe sind ein paar hinterfotzige Kandidaten, aber das soll jetzt nicht Gegenstand meiner Betrachtung sein. &#8220;<a href="http://himmelende.de/2008/11/10/nicht-deswegen/">Manchmal muss man Rauchen, um das Nicht-Rauchen nicht überhand nehmen zu lassen.</a>&#8221; Das gilt aber auch im Umkehrschluss und das befreiende Gefühl, wenn sich der ganze schleimige Scheiss wieder aus der Lunge löst, ist unübertroffen.</p>
<h4>Was steckt drin</h4>
<p>Hauptbestandteil einer Zigarette ist neben Teer und ein paar anderen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tabakzusatzstoffe">leckeren Zusatzstoffen</a> das Nikotin. Als Acetylcholin-Konkurrent (ein Neurotransmitter, der für die Weiterleitung eines Impulses vom Ende der Nervernfaser zum Muskel verantwortlich ist), dockt es an Rezeptor-Molekülen der Museklfaser an, besetzt diese und löst Muskelzittern aus. Fies: Es kann von körpereigenen Enzymen nicht abgebaut werden. Nikotin ist also, ähnlich wie Curare, ein Nervengift: ein Muskelrelaxans. Die letale Dosis für einen gesunden, erwachsenen menschlichen Organismus liegt bei 20 &#8211; 35 mg, was nicht besonders viel ist. Ein paar Zigaretten ins Müsli gekrümelt und der Rest des Tages verläuft, naja, sagen wir eher ungünstig.<br />
Bei der Verbrennung des Tabaks entstehen dann noch in etwa drölfmillionen anderer kleiner, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tabakrauch">fieser Nebenprodukte</a>, die meisten davon mit karzinogenem Charakter, also krebserregend. Summa summarum also genau die richtigen Stoffe, die ein Sportler so braucht. </p>
<h4>Versuchsaufbau und Erfahrungen</h4>
<p>Dazu gleich eine kurze Anmerkung. Die von mir beschriebenen Erfahrungen sind subjektiver Natur, die von Mensch zu Mensch variieren können. Dass sie nichtwissenschaftlicher Art sind, brauche ich nicht extra zu erwähnen. Genau so wenig, wie dass die einzelnen Versuche dieser Serie schlecht bis gar nicht miteinander zu vergleichen sind. Trotzdem will zumindest folgende Rahmenbedinungen festlegen:</p>
<ol>
<li>Die Versuchsphase erstreckt sich immer über 14 Tage.</li>
<li>In dieser Zeit treibe ich weiterhin Sport, d.h. alle 48 Stunden 10 Km Joggen.</li>
<li>Mindestens 4 Stunden vor dem Laufen erfolgt die letzte Zufuhr des jeweiligen Stoffes.</li>
</ol>
<p>In diesen 14 Tagen rauche ich 34 Zigaretten (1,0 mg Nikotin, 10 mg Kondensat und 10 mg Kohlendioxid pro Zigarette). Gleich die erste Inhalation wirkt heftig: Schwindelgefühl und leichtes Muskelzittern. Meine Verdauung spielt verrückt, permanent befinde ich mich auf dem Weg zwischen Schreibtisch und Toilette. Der Effekt beim Laufen innerhalb der ersten Tage ist sofort spürbar: Kreislaufbeschwerden und Muskelkrämpfe nach den ersten Kilometern. Für gewöhnlich laufe ich Distanzen zwischen 10 und 15 Km, ohne überhaupt daran zu denken, aufzuhören. Nach drei Tagen Zigarettenkonsum ist nach 4 Km erstmal Schluss. Ich brauche einen Zwischenstop, weil ich nicht genügend Luft bekomme. Es rasselt in meiner Lunge und es fühlt sich an, als würde einem der Hals zugedrückt werden. Ich fühle scheinbar jedes einzelne Lungenhärchen stechen, fühle die Lunge als solches in meinem Brustkorb und das ist übel.<br />
Nach einer Woche (ich muss meine Laufdistanz bereits auf 5-6 Km runterschrauben, mein Puls springt jetzt nämlich schon nach 800 Metern in eine Region, die alles andere als gesundheitsförderlich ist) gesellen sich zu den leistungsmindernden Effekten noch Stoffwechselstörungen: Ich bekomme Pickel und zwar richtig viel. Als die 14 Tage vorüber sind, laufe ich nicht mehr gegen die Muskelerhärtung durch Überreizung, sondern gegen den Schmerz in meinem Brustkorb.</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Egal, was eure Idole, Freunde und der Marlboro-Mann erzählen: Rauchen ist scheisse. Punkt. Die Aspekte der Sozialisierung und der Kommunikationsförderung von Zigaretten stelle ich nicht in Abrede. Als Leistungs- und Ausdauerkiller rangieren Zigaretten in meinen Versuchen jedoch absolut unangefochten in der Kategorie &#8220;gesundheitliche Wasserstoffbombe&#8221;.<br />
Immense körperliche Beeinträchtigungen und die entstehende Suchtwirkung &#8211; dieser erste Versuch war im Vergleich zu allen Folgenden der Übelste. Am Ende tat mir meine Lunge richtiggehend leid, wie sie nach jedem Lauf versucht hat, mit vermehrter Schleimproduktion diesen ganzen Schrott aus sich heraus zu husten. Die Leistungsminderung lag in meinem Fall bei über 50%. Meine Muskeln hätten in dieser Zeit mehr drauf gehabt, allein es fehlte an Luft.<br />
Zwei Wochen nach Testende war ich in etwa wieder auf dem Leistungsniveau wie davor. Das ist überraschend schnell. Allerdings dürfte noch weitaus mehr Zeit vergehen, bis wirklich alle Schadstoffe in meinem Körper abgebaut sind.<br />
Für alle angehenden Nichtraucher, ehemals rauchende, jetzt rückfällig gewordene Sportler (oder Läufer mit dem latenten Drang zu masochistischen Selbstversuchen) empfehle ich folgendes. Weiterlaufen und nicht schonen, gemäß dem Motto: &#8220;Ich erhol mich erst mal ein paar Tage und fang dann nächste Woche wieder mit dem Sport an.&#8221; (Die Gefahr, in dieser Zeit wieder Blödsinn anzustellen, ist groß!) Da Nikotin vom Körper selbst zwar relativ einfach abgebaut werden kann, an der neuromuskulären Synapse jedoch nur durch eine vermehrte Acetylcholin-Ausschüttung von den Kontaktstellen &#8220;vertrieben&#8221; wird: macht weiter Sport. Ausserdem merkt man dabei am Besten, was für einen Scheiss man sich eigentlich antut und überlegt es sich vielleicht zweimal, mit dem Rauchen wieder anzufangen.</p>
<p>Zum Thema:<br />
<a href="http://www.sportanalyse.de/cms/trainingstheorie/1051-rauchen-und-sport.htm">Rauchen und Sport &#8211; Einfluß von Tabakkonsum auf die körperliche Leistungsfähigkeit im Sport</a><br />
<a href="http://www.stern.de/wissenschaft/medizin/:Regeneration-Was-K%F6rper-Zigarette/507874.html?eid=501405">Regeneration &#8211; Was im Körper nach der letzten Zigarette passiert</a></p>
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		<title>134.979.939.800 gemeinsame Schritte</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 20:46:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[sport]]></category>
		<category><![CDATA[statistik]]></category>

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		<description><![CDATA[Rippenprellungsbedingt muss ich momentan mit dem Joggen etwas kürzer treten. Wissen sie: Das ist insofern schlecht, als dass ich sonst sehr viel laufe &#8211; gegen Ärger, gegen Stress, mindfuck usw. und jetzt sitzt hier ein 60 Kilogramm Frustpotential das versucht, &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/01/20/134979939800-gemeinsame-schritte/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1257" title="running" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/01/running.jpg" alt="running" width="528" height="122" /><a href="http://himmelende.de/2009/01/03/im-as-mad-as-hell-and-im-not-going-to-take-this-anymore/">Rippenprellungsbedingt</a> muss ich momentan mit dem Joggen etwas kürzer treten. Wissen sie: Das ist insofern schlecht, als dass ich sonst sehr viel laufe &#8211; gegen Ärger, gegen Stress, mindfuck usw. und jetzt sitzt hier ein 60 Kilogramm Frustpotential das versucht, aggressive Tendenzen mit stumpfer Gewalteinwirkung auf die Tastatur und homöopathischen Arzneimitteln zu kompensieren. Klappt alles nicht besonders gut. Wilde Beschimpfungen der Zimmerpflanze helfen da auch nicht weiter.</p>
<p>So hätte ich in all meiner motorischen Unruhe fast nicht bemerkt, dass Nike mir still und heimlich meine Laufjahresstatistik unter der Tür durchgeschoben hat. Seit Mai 2008 benutze ich <a href="http://nikeplus.nike.com/">Nike+</a> &#8211; ein System, bestehend aus einem Armband (oder iPod), das mit einem Sensor im Laufschuh in Verbindung steht und Distanz, Zeit, Geschwindigkeit und Kalorien ermittelt. Diese Daten kann man zu nikeplus.com hochladen, um dort an virtuellen Wettkämpfen teilzunehmen, was besonders in motivationslosen Phasen gut zum Joggen animieren.</p>
<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/01/nike-jahresstatistik-2008.png" rel="lightbox[1253]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1260" title="nike-jahresstatistik-2008" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/01/nike-jahresstatistik-2008-150x150.png" alt="nike-jahresstatistik-2008" width="150" height="150" /></a>821,444 Schritte habe ich laut dieser Statistik gemacht, seitdem ich mir das erste mal den Sensor in den Schuh steckte. Mittwoch sei angeblich mein Lieblings-Lauftag, was eine glatte Lüge ist (es ist Freitag oder vielleicht Sonntag, so genau will ich mich da nicht festlegen). 42.345 verbrannte Kalorien in 83 Tagen: beeindruckende Zahlenspielerei. Die gesparten 103,5 Liter Benzin, die ich benötigt hätte, drehte ich meine Runden statt per pedes mit dem Auto, sind dagegen beste Ökobilanzpolitur. Zählt man die Schritte der gesamten Nike+ Läuferschaft (134.979.939.800 sind das, eine idiotisch große Zahl), kommt man damit 2.710 mal um den Globus. 5.610.069 Gramm Körpergewicht wurde dabei verbrannt, genug Energie, um 630 Haushalte mit Strom zu versorgen. Nicht schlecht. Zwei Fragen aber bleiben am Ende:<br />
1) Fließen diese Daten in den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Happy_Planet_Index">Happy Planet Index</a> ein?<br />
2) Warum ist Luxemburg &#8220;klein neben Nike+&#8221;? (siehe Grafik)</p>
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		<title>22k Weihnachtslauf</title>
		<link>http://himmelende.de/2008/12/22/22k-weihnachtslauf/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Dec 2008 17:59:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Meine Damen und Herren, wehrte Leser dieses Blogs: Alles, was ich nun von ihnen verlange ist ein wenig ehrliche Anteilnahme, ein wenig Applaus, Lobhudelei, Kopftätscheln, sie wissen schon. (genauere Darstellung via runnerplus.com) Hier ist er also nun, mein erster Halbmarathon &#8230; <a href="http://himmelende.de/2008/12/22/22k-weihnachtslauf/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Damen und Herren, wehrte Leser dieses Blogs: Alles, was ich nun von ihnen verlange ist ein wenig ehrliche Anteilnahme, ein wenig Applaus, Lobhudelei, Kopftätscheln, sie wissen schon.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://fpdownload.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=8,0,0,0" width="198" height="145" id="Nike+ Runs" align="middle"><param name="allowScriptAccess" value="sameDomain" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="movie" value="http://nikeplus.nike.com/nikeplus/v1/swf/scrapablewidget/rundetail.swf" /><param name="quality" value="high" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="FlashVars" value="type=individualRun&#038;userDefaultUnit=km&#038;screenName=Laokoon&#038;dateFormat=DD/MM/YY&#038;id=338306418&#038;userID=618967010&#038;region=emea&#038;language=de&#038;locale=de_de"/><embed src="http://nikeplus.nike.com/nikeplus/v1/swf/scrapablewidget/rundetail.swf" quality="high" wmode="transparent" bgcolor="#ffffff" width="198" height="145" name="Nike+ Runs" align="middle" allowScriptAccess="sameDomain" FlashVars="type=individualRun&#038;userDefaultUnit=km&#038;screenName=Laokoon&#038;dateFormat=DD/MM/YY&#038;id=338306418&#038;userID=618967010&#038;region=emea&#038;language=de&#038;locale=de_de" type="application/x-shockwave-flash" pluginspage="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer"></embed></object><br />
(genauere Darstellung via <a href="http://www.runnerplus.com/run/4195-606871/">runnerplus.com</a>)</p>
<p>Hier ist er also nun, mein erster Halbmarathon und ja, ein bisschen Prahlerei in der glühweingetränken Vorweihnachtszeit darf sein. Der Lauf: Komplett ungeplant und erst ab Kilometer 9 restlos davon überzeugt gewesen, die Halbmarathon-Distanz nun wirklich anzupacken. Für eine Weile begleitete mich ein herrenloser, schwarzer Hund, der fröhlich vor sich hin sabberte und glücklich war, dass jemand mit ihm mitläuft. Geschotterte Wege, wenig Asphalt, gute Luft und kein Verkehr: Vorteile des Laufens im Münchner Hinterland. Am Wendepunkt legte ich bei einem Hof einen Zwischenstop ein. Musste ich, denn ich war ohne Wasser unterwegs und fragte dort nach einem Glas (skeptischer Blick), bekam eine 0,5er Flasche mit Blubber und fühlte mich ein wenig wie Josef, der gutmütige Ziehvater von Jesus, auf der Suche nach einer Unterkunft. Die 11 Kilometer heimwärts dann mit üblem Gegenwind gekämpft, der letzte Kilometer war eine Qual. Noch nicht genug gequält stieß ich am Ende einen Jubelschrei aus, erst verhalten, dann brüllend. Hase und Fuchs, die sich dort draussen sonst nur gute Nacht sagen, schüttelten den Kopf und sagten nur: &#8220;Der spinnt!&#8221;, und zündeten sich noch eine Kippe an.<br />
So und mit diesem Lauf kann man wunderbar das Jahr abschließen. Allen Laufbegeisterten dieser Erde &#8211; und allen anderen natürlich auch &#8211; wünsche ich ein schönes Weihnachtsfest und fröhliche Sektkorkenknallerei, wenn das Ding mit dem Jahreswechsel wieder dran ist.<br />
Erholt euch, <a href="http://himmelende.de/2006/11/19/gaukler-der-worte/">bleibt hungrig</a> und <a href="http://himmelende.de/2007/12/29/das-letzte/">unvernünftig</a>. Und seid mir auch nächstes Jahr weiterhin gewogen.<br />
Ende der Durchsage.</p>
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		<title>Ja wo laufen Sie denn?</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Sep 2008 15:36:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegungsdrang]]></category>
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		<category><![CDATA[sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern eine neue, maximale Laufdistanz geschafft: 16,44 Kilometer! Am Stück, ohne Keuchen, ohne Murren. Nach 13 Kilometer Ziehen im Oberschenkel. Nach 14 Kilometer brannten meine Nippel, wundgescheuert durch das lockere T-Shirt drunter. (Merke: Das nächste mal abkleben.) Das Gefühl hernach: &#8230; <a href="http://himmelende.de/2008/09/20/ja-wo-laufen-sie-denn/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern eine neue, maximale Laufdistanz geschafft: 16,44 Kilometer! Am Stück, ohne Keuchen, ohne Murren. Nach 13 Kilometer Ziehen im Oberschenkel. Nach 14 Kilometer brannten meine Nippel, wundgescheuert durch das lockere T-Shirt drunter. (Merke: Das nächste mal abkleben.) Das Gefühl hernach: total dope. Was da alles an Endorphinen und weiß der Teufel was noch einfuhr. Unheimlich. Mein Kopf war so leicht, ohne Körper dran wäre er an die Decke gegangen. Meine Knie taten weh. Meine Waden jedoch kaum, <a href="http://himmelende.de/2008/09/11/laufender-wirbelsturm/" target="_self">Kompressionssocken</a> sei Dank. Meine Stimme hatte leichtes Valium-Timbre.<br />
Ich war so glücklich.<br />
Doch das Beste daran: Nur noch fünf weitere Kilometer zur Halbmarathon-Distanz!<br />
Nun bloß keinen überbordenden Eifer. Aber Träume soll man haben. Und es tut vor allen Dingen gut zu sehen, dass es machbar ist; dass ich eineinhalb Stunden am Stück laufen kann, dass ich diese Distanz verhältnismäßig schnell laufen kann. Rund eine Minute pro Kilometer schneller, als bei meiner alten, persönlichen <a href="http://nikeplus.nike.com/nikeplus/?l=runners,runs,618967010,runID,1020086126">13 Kilometer-Bestmarke</a>. Das ist eine Menge. Mal sehen, wie&#8217;s weiterläuft. </p>
<p>Die Distanz als Graph: So hat&#8217;s Nike+ gesehen (mit typischem Rundungsfehler als Delle)<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://fpdownload.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=8,0,0,0" width="198" height="145" id="Nike+ Runs" align="middle"><param name="allowScriptAccess" value="sameDomain" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="movie" value="http://nikeplus.nike.com/nikeplus/v1/swf/scrapablewidget/rundetail.swf" /><param name="quality" value="high" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="FlashVars" value="type=individualRun&#038;userDefaultUnit=km&#038;screenName=Laokoon&#038;dateFormat=DD/MM/YY&#038;id=272104165&#038;userID=618967010&#038;region=emea&#038;language=de&#038;locale=de_de"/><embed src="http://nikeplus.nike.com/nikeplus/v1/swf/scrapablewidget/rundetail.swf" quality="high" wmode="transparent" bgcolor="#ffffff" width="198" height="145" name="Nike+ Runs" align="middle" allowScriptAccess="sameDomain" FlashVars="type=individualRun&#038;userDefaultUnit=km&#038;screenName=Laokoon&#038;dateFormat=DD/MM/YY&#038;id=272104165&#038;userID=618967010&#038;region=emea&#038;language=de&#038;locale=de_de" type="application/x-shockwave-flash" pluginspage="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer"></embed></object></p>
<p>Und so <a href="http://www.runnerplus.com/run/4195-474429/" target="_blank">Runner+</a>, mit einer präziseren Darstellung.</p>
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