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	<title>Himmelende &#187; realität</title>
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		<title>Über Berufung</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 13:23:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Skepsisreservat]]></category>
		<category><![CDATA[realität]]></category>
		<category><![CDATA[Schicksal]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich bin mir nicht sicher, was die Bedeutung des Wortes &#8220;Berufung&#8221; angeht. Ich bin da sehr skeptisch, nicht aus purer Lust am Zweifel; ich glaube schlichtweg nicht an die Vorstellung des Aussen bezüglich einer dinglichen Wahrnehmungswelt. (Jemand hat einmal von &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/12/06/uber-berufung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin mir nicht sicher, was die Bedeutung des Wortes &#8220;Berufung&#8221; angeht. Ich bin da sehr skeptisch, nicht aus purer Lust am Zweifel; ich glaube schlichtweg nicht an die Vorstellung des Aussen bezüglich einer dinglichen Wahrnehmungswelt. (Jemand hat einmal von mir behauptet, ich sei ein Anarchist mit konstruktivistischen Tendenzen. Das konnte ich jedoch nie bestätigen und halte es bis heute für hohles Gejammere.)</p>
<p>Der Berufung liegt die Idee zugrunde, dass dort aussen jemand ist, der einen auffordert, der einen ruft, der eine Position zuweist; ein Anweiser. Der Berufene sieht sich so mit seinem Handeln auf den Weg gebracht, gleich ob göttlichen oder dämonischen oder wie auch immer gearteten Ursprungs. Wie bei dem Wort &#8220;Erziehung&#8221; &#8211; im Deutschen sinnbildlich &#8211; die äusserliche Einflussnahme einer Macht entscheidend ist. Man wird erzogen, von Aussen in eine Richtung gezogen. Ganz im Gegensatz zu dem Begriff der &#8220;Bildung&#8221;, die einen Prozess markiert, der höchstens von aussen angestoßen wird, der aber aus dem Inneren heraus dann von selbst abläuft, ein feiner Unterschied.</p>
<p>Egal wie man es dreht, ich glaube nicht an das Aussen. Die Welt wie wir sie wahrnehmen ist nur ein perzeptiver Nachhall, alle Ideen über diese Aussenwelt können nur über Wahrnehmungstheorien erklärt werden. Am Anfang der Aussenweltkontakte steht die Empfindung, das heißt zum Beispiel, die Netzhaut des Auges wird durch einen Lichteindruck gereizt. Diese Netzhautreizung ist jedoch nicht der Gegenstand selbst, sondern nur dessen Widerspiegelung, die das Auge vermittelt. Erst wenn das Auge die Widerspiegelung aufgenommen hat und empfindet, kann ich nun auch wahrnehmen, daß ich etwas sehe und was ich sehe. Ich kann feststellen: Dieser Gegenstand ist grün oder rot, es ist ein Baum oder Haus. (Die Etikettierung kann natürlich nur mit einem Vorwissen erfolgen. Grün ist dann nur grün, wenn ich diesen Terminus gelernt habe. Erst wenn wir uns auf eine Formel verständigen bekommt der Ausdruck eine allgemeine Gültigkeit, aber das ist ein anderes Feld.)</p>
<p>Erst jetzt kann ich sagen: Ich möchte diesen Gegenstand besitzen, den ich da sehe. In diesem Fall ist aus der bloßen Wahrnehmung eine Vorstellung, ein Wunsch geworden. Ich kann jetzt entscheiden, ob ich mich dem Gegenstand nähern oder mich von ihm entfernen will. Derartige Triebkräfte und Wünsche aber führen zum Handeln und Reagieren: Man möchte das aufgrund der Empfindung Wahrgenommene und Vorgestellte nun auch tun. Das alles geschieht noch bevor das Bewusstsein eingeschaltet ist. Begierden, Triebe, Wünsche, kurz alle Handlungsansätze entstehen also im Unbewussten oder Vorbewussten. Und das ist dem Menschen also innewohnend. Die Berufung ist nur eine schizophrene Rechtfertigungsverlagerung für ein selbstgerechtes Handeln in eine spekulativen Aussenwelt und mich verärgert die Anmaßung gewisser Menschen, die meinen, sie und nur sie allein kennten, dank ihres Einvernehmens mit Göttern, Meistern oder Demiurgen, die großen Geheimnisse, das Fundament der Welt.</p>
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		<title>Manege der Realität oder wie kluge Menschen all dies nennen</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Dec 2008 16:11:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fab</dc:creator>
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		<category><![CDATA[realität]]></category>
		<category><![CDATA[seele]]></category>
		<category><![CDATA[utopie]]></category>

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		<description><![CDATA[Abend, eins, einuhr. Zurück in der stillen Schwebe, die man Zuhause nennt. In meinem Fall eine Burg, wie Burroughs sie gebaut hatte, um den wahnwitzigen Abschaum und das Gekreisch auf den Straßen abzuschirmen. Wir stecken tief drin. Den Vorhang auf &#8230; <a href="http://himmelende.de/2008/12/13/manege-der-realitat-oder-wie-kluge-menschen-all-dies-nennen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Abend, eins, einuhr. Zurück in der stillen Schwebe, die man Zuhause nennt. In meinem Fall eine Burg, wie Burroughs sie gebaut hatte, um den wahnwitzigen Abschaum und das Gekreisch auf den Straßen abzuschirmen. Wir stecken tief drin.</p>
<p>Den Vorhang auf und die Manege brennt, ein Flammenkorps stolziert über den Treibsand, bettelt, betet dem Publikum zu: Lasst uns sein, da wir brennen; jeden Moment den eine Tür sich öffnet und den Weg frei gibt für die strömenden Teufel. Eigentlich sollte es ein Film werden, Horizontale Variabilität. Da ist sie vorhanden in der Manege der Realität oder wie kluge Menschen all dies nennen. Alles Scheinbare ist erlaubt auf der sandigen Bühne im Rondell unterhalb des erwartenden, wartenden, watenden, wetternden, wahrhaften, wahllosen Podiums: Tatatataaaaah, Bitz, butz, blinkblink. Zirkus für Kinder. Regenbunt unter dem Dach fällt herunter. Sie jauchzen alle. Plärr! Wieder einer weniger. Kläng-Kläng. Beckenknochen gebrochen. Darunter sowieso nichts Wertvolles.</p>
<p>Ich kannte mal ein Mädchen<br />
Ihr Name der war Gretchen<br />
Fuhr hinauf<br />
Und fuhr hinab<br />
Den Berg auf einem Rädchen</p>
<p>Hab’ alles ich denn vergessen, bedröppelter Droschkenbauer, ich? Sind die Ringe über den Luftschlössern plump zu Grunde gefallen? Scheinbar, nicht scheinbar, unscheinbar. Die Schienen erscheinen in glänzendem Licht. Nicht so hastig, das brauchen wir nicht. Wo eine Bahn ist, wartet doch nur der Weg schief zu werden und dann sprühen die Funken, bitz, butz, blinkblink. Wieder einer weniger. Jämmerlich.</p>
<p>Verstanden sei alles was ist. Für diesen kurzen Moment des Verstehens bis die Himmelsachse rotiert und gedachte Formen an die Stelle des Unendlichen treten. Bretterverschläge binär entstellter Fraktale. Wahr ist was war. Gewesen sind wir denn einst vor der Wahrheit. Hurtig angefasst. Okkams Messer im Geiste, sieht die Welt so einfach aus und jede Linie führt an einen anderen Ort, es sei denn, sie liegen übereinander. Horizontale Variabilität. Preisgekrönte Mastkälber spucken Äpfel und Birnen aus schwindelnden Höhen. Hereinspaziert, hereinspaziert. Wieder einer weniger. Wer eigentlich legte das Konzept der Kurzgedankendiplomatie fest? Weil du sprichst „ist es nicht der Fall, dass du nicht sprichst“ ist es nicht der Fall, dass du nicht sprichst (Sie applaudieren). Schneller für Langsame.</p>
<p>Jetzt mal langsam. Eine Schiene ist ein ungerader Weg, wenn man sich dreht und dreht man die Schiene muss man sehr schnell sein. Permutationsmenge der Winkelgeschwindigkeiten mal Ix, Scheren sich ohnehin einen Dreck um die Zeit. Definition der Deklination der unbestimmten Ausdehnung der punktuellen Räumlichkeit des Einflussbereichs aller Rhesusaffen (Sie applaudieren). Fliegende Fellinis fallen furchtbar tief. Wieder einer weniger. Stecken ziemlich tief drin, die Eierköpfe. Öffne noch einmal den Vorhang. Einmal noch. Jederzeit könnte ich…</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=1055&amp;md5=32f6fac64421a9aca88c46c0a5702db3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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