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	<title>Himmelende &#187; skepsis</title>
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		<title>Das disharmonische Blech aus dem Aufzug</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 10:23:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Musik ist gestaltete Zeit (im Gegensatz etwa zur bildenden Kunst, die Raum gestaltet). Musik kann nur als Ablauf in der Zeit erlebt werden.&#8221; - Meyers Taschenlexikon der Musik In dem Aufzug unseres Wohnhauses gibt es eine Abdeckung, die aus einem &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/07/18/das-disharmonische-blech-aus-dem-aufzug/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Musik ist gestaltete Zeit (im Gegensatz etwa zur bildenden Kunst, die Raum gestaltet). Musik kann nur als Ablauf in der Zeit erlebt werden.&#8221;<br />
- Meyers Taschenlexikon der Musik</p></blockquote>
<p>In dem Aufzug unseres Wohnhauses gibt es eine Abdeckung, die aus einem Blech besteht, das einen fürchterlichen Klang produziert, wenn man dagegen schlägt. Das lässt mir keine Ruhe, jedes mal, wenn ich in den Aufzug einsteige, muss ich von neuem diesen fürchterlichen Klang testen, mich vergewissern, ob es wirklich immer noch so scheußlich klingt, wie beim letzten mal. Mit dem Schlüsselbund klopfe ich dann dagegen und höre genau hin. Fast so kommt es mir vor, dass es von mal zu mal scheußlicher klingt und dann denke ich mir: &#8220;Herrgott, was bist du bloß für ein scheußlicher Klang?&#8221; und ich kann mich an dieser akkustischen Abscheulichkeit einfach nicht satthören, so wie man sich an einer besonders fettleibigen Person vor lauter Angeekeltsein nicht sattsehen kann. Aber diese fettleibige Person kann ja eigentlich gar nichts dafür, dass ich so dumm glotze, wie eben auch das disharmonische Blech aus meinem Aufzug ja eigentlich gar nichts dafür kann, dass mir sein Klang missfällt. Und ausserdem hat es nur indirekt etwas damit zu tun, dass ich jetzt Nietzsche besser verstehe. Aber alles der Reihe nach.</p>
<p><span id="more-280"></span></p>
<p>&#8220;Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum&#8221;. Nietzsche hat das mal gesagt und so ganz habe ich diesen Satz zeitlebens nie wirklich verstanden. Da mir das mit den Sätzen von Nietzsche bisweilen öfter passiert, war ich nicht weiter sonderlich schockiert. Trotzdem ließ mich dieser Gedanke nicht los, bis zu einem Nachmittag im Aufzug mit meiner Hassliebe Blech. Ich trommelt auf ihm herum und plötzlich entspann sich ein wunderbarer Rhythmus, so schräg und artifiziell, in seinem Klang aber dennoch den Trommeln afrikanischer Volksstämme ähnlich. Und dann begriff ich plötzlich diesen Nietzsche.<br />
Menschen leben in der Zeit, oder mit der Zeit. Egal, wie man es auch betrachtet, wir sind Zeitwesen. Zeit vergeht, wenn Dinge geschehen, wenn Ereignisse aufeinander abfolgen &#8211; oder Dinge können erst geschehen, wenn Zeit vergeht, so genau bin ich da noch zu keiner qualifizierten finalen Erkenntnis gekommen. Der dritte Satz der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thermodynamik">Thermodynamik</a> beschäftigt sich mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Entropie_(Thermodynamik)">Entropie</a>, die als Maß für den Ordnungszustand eines thermodynamischen Systems verwendet wird, aber auch etwas über den Grad der Ungewissheit des Ausgangs eines Versuches aussagen kann. Energetisch betrachtet ist es für ein System immer günstiger, einen hohen Grad der Unordnung zu erreichen (mein System &#8220;Schreibtisch&#8221; ist da ein sehr gutes Beispiel). Eine inhärente fundamentale Eigenschaft all dieser Prozesse ist ein Ereignis, das das Intervall anstösst. Ein Intervall, das den Anfang und das Ende eines Ereignisses markiert, das aber auch in der Zeit selbst liegt. In allen Prozessen summt also ein kosmischer Grundton, schlägt sozusagen ein Grundrhythmus, ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stimmgabel">Diapason</a> der Dinglichkeit, der den Takt des Daseins vorgibt. Zeit vergeht und schwingt. Und da wir an diese Bedingung geknüpft sind, als Zeitwesen diesem universalen Takt hörig sind, ist der Rhythmus im Sein bereits eine der Bedingungen des Lebens selbst. Rhythmus ist ein wesentlicher Aspekt der Musik. Ohne Rhythmus, dadurch also auch ohne Musik, wäre die Welt tatsächlich ein Irrtum, eine fucking fundamentale Fehlannahme. Zumindest gilt das für diese Welt, wie sie es woanders mit der Zeit und der Musik und den Dingen handhaben, weiß ich nicht. Kann sein, dass das auf <a href="http://www.physikclub.de/nachrichten/erdahnlicher-exo-planet-entdeckt">Gliese 581</a> schon ganz anders aussieht.</p>
<p>Die Welt liegt in unseren Köpfen, ist eine Projektion in unserem Geist und vice versa, ein gemeinsamer Nenner, auf den wir uns verständigen. Geräusche liegen überall in der Welt und ihr Rhythmus dringt aus allen Dingen. Stadtleben ist voller Geräusch, voll taktgebender Kakophonie. Unzählige Automaten, elektrisch-pneumatische Apparaturen, die arbeiten. Geräusche der Menschen, Schritte, Stimmen, Signale, sie sind der Beat der Stadt. Spitzt man die Ohren, erkennt man den Funk der sich öffnenden und schließenden Geldeinwurfschlitze der Fahrkartenautomaten. Straßenlärm ist kein Geräusch, es ist eben Lärm, in ihm fand ich bis jetzt kaum einen Rhythmus. Vielleicht ist mein Bewusstsein nicht weit genug? Wenn ja, dann sollte ich vielleicht mehr von Stockhausens <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zwölftonmusik">Zwölftonmusik</a> hören.</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Zeit vergeht und in der Musik hört man ihr zu, wie sie vergeht. (&#8230;)<br />
Nein, man kann sich in der Musik nie ausruhen, weil ja auch in den Pausen immer das ganze dringesteckt.&#8221;<br />
- Hörbarkeit des Zeitablaufs, Elfriede Jelinek in &#8220;Die Komponistin&#8221;</p></blockquote>
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		<title>Dear Human Race</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Apr 2010 21:03:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;The truth is, all over the world, across every culture, there exists a sense of yearning. A kind of malaise. An emptiness. At the risk of sounding like Dr. Seuss: There is a hole in your soul. That is what &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/04/05/dear-human-race/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;The truth is, all over the world, across every culture, there exists a sense of yearning. A kind of malaise. An emptiness. At the risk of sounding like Dr. Seuss: There is a hole in your soul. That is what we’re addressing at Apple. That is the hole we aim to fill. Sadly, as you may have begun to suspect, that hole can never really be filled. The truth is that modernity, the condition of living in our modern world, has inflicted terrible wounds on your inner self. These wounds can never be healed. They can only be treated. At best we provide palliative care. Not a cure.&#8221;</p></blockquote>
<p>via <a href="http://www.fakesteve.net/2010/04/an-open-letter-to-the-people-of-the-world.html">The Secret Diary of Steve Jobs  :  An open letter to the people of the world</a>.</p>
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		<title>Die unerhörte Gleichzeitgkeit des Seins</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 11:08:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das war&#8217;s. 2009 ist rum (endlich) und 2010 läuft noch nicht ganz flüssig. Derweil beglückt uns Zeit Online mit einem lesenswerten Rückblick auf fünf Symbole der Nullerjahre &#8211; &#8220;Die Requisiten des Jahrzehnts&#8220;, das Coffee-to-go-Prinzip und andere Zeichen der Entgrenzung: iPhone &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/01/06/die-unerhorte-gleichzeitgkeit-des-seins/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das war&#8217;s. 2009 ist rum (endlich) und 2010 läuft noch nicht ganz flüssig. Derweil beglückt uns Zeit Online mit einem lesenswerten Rückblick auf fünf Symbole der Nullerjahre &#8211; &#8220;<a href="http://www.zeit.de/2010/01/Requisiten-des-Jahrzehnts">Die Requisiten des Jahrzehnts</a>&#8220;, das Coffee-to-go-Prinzip und andere Zeichen der Entgrenzung:</p>
<ol>
<li>iPhone (Welt-Fernbedienung)</li>
<li>Ritalin (Konzentrationsförderungshilfe)</li>
<li>Porsche Cayenne (übermotorisierter Streitwagen)</li>
<li>Manufactum (Neue Bürgerlichkeit)</li>
</ol>
<blockquote><p>Das Coffee-to-go-Prinzip bedeutet: Alles ist mit allem vereinbar, alles kann überall geschehen. Das Sinfonieorchester im Ohr (MP3-Player), das Internet in der Hemdtasche (Smartphone), sitzen wir inmitten von Hochhäusern am Sandstrand (City-Beach) oder im tiefsten Winter unter freiem Himmel (Heizpilz) und erledigen in schönster Urlaubsstimmung (Cargo-Pants und Kapuzenpulli) unsere geschäftliche Korrespondenz (Laptop).</p></blockquote>
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		<title>Die Opposition diskutiert</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 10:55:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es brodelt in der Medienküche. Vier Tage vor der Bundestagswahl überbieten sich die Parteien mit ihren Wahlversprechungen, eine Superlative jagt die Nächste. Dass dabei kaum Rücksicht auf widerspruchsfreie Rhetorik genommen wird, war abzusehen. So fordert &#8220;DIE LINKE&#8221; auf ihren Plakaten &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/09/23/die-opposition-diskutiert/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es brodelt in der Medienküche. Vier Tage vor der Bundestagswahl überbieten sich die Parteien mit ihren Wahlversprechungen, eine <a title="The incredible, amazing, awesome Apple Keynote" href="http://www.youtube.com/watch?v=Nx7v815bYUw">Superlative</a> jagt die Nächste. Dass dabei kaum Rücksicht auf widerspruchsfreie Rhetorik genommen wird, war abzusehen. So fordert &#8220;DIE LINKE&#8221; <a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/09/die_linke_wahlslogans_2009.jpg" rel="lightbox[2915]">auf ihren Plakaten</a> &#8220;Reichtum für alle!&#8221;, drei Werbeflächen weiter will sie diesen &#8220;Reichtum besteuern!&#8221;. Heißt also im Klartext: Steuern für alle! Aber das ist mittlerweile ein alter Stiefel.</p>
<p>Die Opposition diskutiert sich den Mund faselig, während sich die großen Volksparteien gegenseitig den Bauch pinseln und den softesten, weichgespültesten Kuschelwahlkampf seit Jahren betreiben. Natürlich hat das Methode. Angela Merkels &#8220;Kein Wahlkampf&#8221;-Wahlkampf ist unspektakulär, bietet aber auch kaum Angriffsfläche. Frank-Walter Steinmeier hingegen möchte die Unterschiede zwischen den beiden Parteien deutlich machen, bleibt jedoch im vagen. Allein dass er <a title="Video: FWS macht Unterschiede deutlich" href="http://himmelende.de/wp-content/videos/opposition_diskutiert/ZDF_heute_Journal_Steinmeier.mov">Unterschiede</a> erkenne, unterscheide schließlich die beiden voneinander. Das muss reichen. Basta!<span id="more-2915"></span></p>
<p>Das ist Wahlkampfrhetorik 2009, alles bleibt im Ungefähren verhaftet und dem durchschnittlichen Bildungsbürger schlägt es vor Wut Blasen auf der Großhirnrinde. Dabei sind sich Angela und Frank-Walter noch nicht mal einig, wer wen wo zuerst tätscheln soll, anstatt sich mal kräftig auf die Omme zu hauen, so wie es das politikerverdrossene Fußvolk sehen will. Das TV Duell brachte weder die erhoffte <a title="Maue Quote für TV-Duell Merkel gegen Steinmeier" href="http://www.welt.de/politik/bundestagswahl/article4529137/Maue-Quote-fuer-TV-Duell-Merkel-gegen-Steinmeier.html">Quote</a>, noch die erhoffte Euphorie; es war langweilig, ein Teil der Bundesbevölkerung verstarb kurzerhand freiwillig vor den Fernsehgeräten und ersparte sich damit den eigenständigen Gang zur Urne. Wer trotzdem am Leben blieb, erlitt über weite Strecken allerhöchstens geistige Diarrhöe, da war der Gang zur Toilette schon das Highlight des Abends. RTL erkannte die Zeichen, sorgte für Zündstoff und lud Renate Künast, Guido Westerwelle und Gregor Gysi ins Studio zum Streitgespräch. Das populistische Geplänkel war wenigstens unterhaltsam, Herr Gysi bewies dabei Entertainment-Qualitäten. Zwei kurze Ausschnitte:</p>
<p>Guido und Renate mokieren sich über einen &#8220;miserablen&#8221; Einspieler von RTL. Guido stellt sogar fest, dass das &#8220;ein hochintelligenter Beitrag&#8221; war, fast so hochintelligent wie seine restlichen Kommentare. Gregor regt sich schon gar nicht mehr auf, er bekomme nämlich &#8220;immer nur solche Einspieler&#8221;.</p>
[See post to watch QuickTime movie]
<p>Hier beantwortet der Fraktionschef der Linken eine Frage aus dem Publikum, wie er zu den Studiengebühren und zur Bildungspolitik, die heutzutage geführt wird stehe. Natürlich antwortet er zunächst schmalzig-pathetisch, erteilt dabei der FDP aber einen kleinen Seitenhieb.</p>
[See post to watch QuickTime movie]
<p>Doch was wäre die Bundestagswahl ohne ordentliche Wahlwerbespots, bei denen wir, also das Volk, <a title="Wahlempfehlung: Stimmen Sie am 27. September für diese Partei!" href="http://news.de.msn.com/politik/Article.aspx?cp-documentid=149766514">die Partei der Gelassenen und Unaufgeregten</a> nur noch dastehen und leicht bedröppelt aus der Wäsche kucken können?</p>
<p>Da wäre zum Beispiel die Christliche Mitte, die für ein Deutschland nach Gottes Geboten antritt. Dabei zeigt sie ernsthafte Führungsansprüche und beweist, dass sie in den letzten 2000 Jahren Christentum wirklich was dazugelernt und hart an ihrem Parteiprogramm gearbeitet hat. So einschlägig einleuchtend klingen dann auch ihre Forderungen, sie sagt&#8230;<br />
Ja zum Leben, zur Wiederauferstehung, zur <a title="Sixtus vs. Lobo - Parteien zur Wahl" href="http://www.sixtus-vs-lobo.de/svl/video/164/">Rohrpost</a>, Bibel TV und gehäkelten Klorollenhütchen.<br />
Sie sagt nein zur Abtreibung, zu AIDS, zu Schwulen, zu Moscheen, zum Ozonloch, zur Wiedervereinigung, zum Internet und Peter Maffay. Ach, und sie sagt auch nein &#8211; und das ganz entschieden &#8211; zum Missbrauch und Verführung von Kindern und Jugendlichen. Also nein zur <a href="http://www.3sat.de/dynamic/sitegen/bin/sitegen.php?tab=2&amp;source=/kulturzeit/themen/35549/index.html">Pädophilie innerhalb der katholischen Kirche</a>, aber das geschieht ja zum Glück <a href="http://www.n-tv.de/panorama/dossier/Paedophile-Priester-article23083.html">nicht so oft</a>.</p>
[See post to watch QuickTime movie]
<p>Mit einem großen Nein beginnt auch der nächste Spot. Nein, die Frau, die da redet, heiße nicht Schlämmer und sie kandidiere auch nicht für eine Spaßpartei. Richtig, denn der Name der Frau ist Uschi Winkelsett und sie kandidiert für die Republikaner, nicht für die FDP. Und bei den REPs gibt es scheinbar nicht viel zu lachen, denn Politik, so Frau Winkelsett ist <a href="http://www.nichtlustig.de/">nicht lustig</a>. &#8220;Viele Menschen spüren, dass irgend etwas nicht stimmt in unserem Land.&#8221; Ja, genau. Ich spüre, dass etwas mit der Wahlwerbung in diesem Land ganz und gar nicht stimmt. Das Beste kommt dann aber zum Schluss. Die Republikaner lehnen zwar Horst Schlämmer ab, erblöden sich aber trotzdem dazu, ihn zu zitieren. &#8220;Schlechter als die anderen sind wir auch nicht.&#8221; Was bitteschön, Frau Winkelsett soll ich von einer Partei halten, die mit solchen Minderwertigkeitskomplexen in den Bundeswahlkampf zieht, sich Slogans bei einem zugegebenermaßen genialen Komiker klaut und derart tiefstapelt, dass mir auch der letzte Lacher noch in der Hose hängen bleibt? Die Republikaner sind nicht schlechter als die anderen Parteien, das mag stimmen. Nur sind sie eben auch kein Stück besser.</p>
[See post to watch QuickTime movie]
<h5>Illustration by <a href="http://www.eatjapanesefood.co.uk/">Holly Wales</a></h5>
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		<title>Pumpernickelliebe</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 12:04:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit wann assoziiert die Pumpernickelindustrie ihr Produkt mit Liebespärchen? Da gab es wohl in den letzten Jahren einen Paradigmenwechsel. &#8220;Ersetze Ökos mit Yuppies und lass sie schmusen.&#8221; Sex &#8211; oder zumindest verzärteltes Gebussle &#8211; sells, auch in der Vollkornbrotwerbung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-2862" href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/09/Pumpernickel.jpg" rel="lightbox[2858]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2862" title="Pumpernickel" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/09/Pumpernickel-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Seit wann assoziiert die Pumpernickelindustrie ihr Produkt mit Liebespärchen?</p>
<p>Da gab es wohl in den letzten Jahren einen Paradigmenwechsel. &#8220;Ersetze Ökos mit Yuppies und lass sie schmusen.&#8221; Sex &#8211; oder zumindest verzärteltes Gebussle &#8211; sells, auch in der Vollkornbrotwerbung.</p>
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		<title>Populismus in Deutschland</title>
		<link>http://himmelende.de/2009/08/20/populismus-in-deutschland/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 08:35:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Populismusvorwurf, was fürn Quatsch. Das ist so hilflos und kindlich. Das ist, als würden sie einem Sportler vorwerfen, dass er schwitzt. Das sind Politiker, die müssen populär sein.&#8221; Hagen Rether zum Thema Populismus und Politik.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Populismusvorwurf, was fürn Quatsch. Das ist so hilflos und kindlich. Das ist, als würden sie einem Sportler vorwerfen, dass er schwitzt. Das sind Politiker, die müssen populär sein.&#8221;</p></blockquote>
<p>Hagen Rether zum Thema Populismus und Politik.</p>
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		<title>We are so yesterday</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Aug 2009 11:38:18 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Jetzt bin ich aber mal irritiert. Und zwar so richtig irritiert! Also nicht nur mäßig bis mittelschwer, sondern ganz schön ordentlich irritiert, was zugegebener Maßen nicht allzu häufig geschieht. Meine Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen des Vorabendprogrammbashings, ihr müsst &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/08/16/we-are-so-yesterday/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt bin ich aber mal irritiert. Und zwar so richtig irritiert! Also nicht nur mäßig bis mittelschwer, sondern ganz schön ordentlich irritiert, was zugegebener Maßen nicht allzu häufig geschieht. Meine Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen des Vorabendprogrammbashings, ihr müsst jetzt alle bitte ganz stark sein, denn hier kommt die erschreckende Wahrheit am Sonntag, unzensiert und in voller Länge:</p>
<p><strong>Wir leben in einer Welt, die bereits passiert ist!</strong></p>
<p><strong></strong>Alles, was ihr jetzt gerade riecht oder schmeckt, seht oder hört &#8211; <a href="http://vimeo.com/2273770">Zune Paint Video auf Vimeo</a> oder den 9/8 Takt aus Dave Brubecks &#8220;Blue Rondo a la Turk&#8221;, <a href="http://www.uiuiuiuiuiuiui.de/?p=2247">erklärt von ui</a>: Bis der Regen der Sinneseindrücke, der da alltäglich auf diesen Filz verdichteter Nervenfaser und interneuronaler Synapsen am oberen Ende eures Rückenmarks (kurz: Gehirn) prasselt, sich dort zu einem Destillat des Bewussten verdichtet, damit schlussendlich, wenn alles gut läuft vielleicht ein &#8220;Aha!&#8221; aus eurer Kehle gluckst, vergehen &#8211; bitte festhalten &#8211; 4 Nanosekunden.</p>
<p>Oder anders: Es besteht zwischen der Erstreizung sensorischer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Afferenz">Afferenzen</a> und der eigentlichen Bewusstwerdung ein Latenzpotential von 4 Nanosekunden. &#8220;Aber ansonsten alles tutti?&#8221;, fragen sich die einen, während die anderen sich wundern, welches Kraut dieser Verunsicherungsprophet hier geraucht hat, der so artistisch mit vulgärbiologischen Fachausdrücken herumwirft.<br />
Konkret heißt das, dass zwischen der ersten visuellen Reizung der Lichtsinneszellen der Netzhaut z.B. bei dem Szenario &#8220;Huch! Da kommt ja 15 Tonner in der Fußgängerzone mit bemerkenswert überhöhter Geschwindigkeit auf mich zugerauscht!&#8221; und dem eigentlichen Bewusstwerden dieses Impulses in der Denkfurche 4 tausendstel Sekunden vergehen. Grübelt man dann noch ein paar Sekunden länger nach, z.B. über die Bedeutung und Neubewertung verkehrsberuhigter Zonen in der postmodernen Gesellschaft, dürfte der Rest des Tages nicht mehr ganz so glorreich werden. Sensorische Verzögerung der Sinneseindrücke heißt das, wurde nicht von den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wachowski-Brüder">Wachowski-Brüdern</a> erfunden und gilt für alle Sinnesorgane. Die Welt, wie wir sie wahrnehmen ist also schon seit 4 Nanosekunden nicht mehr so, wie sie eigentlich in dem Augenblick des Bewusstwerdens darüber ist. Wer jetzt mit diversen Gehirnverknotungen zu kämpfen hat, kann sich das folgendermaßen vorstellen. Das Licht der Sonne zeigt uns eigentlich ein Bild, wie sie vor 8 Minuten war. So lange ist das Licht bis zu uns unterwegs. Oder das Licht eines fernen Sterns, dessen Zustand wir jetzt so sehen, wie er vor ein paar Milliarden Jahren war. Im Prinzip ist das mit der sensorischen Verzögerung nicht viel anders. Wer mit dieser Vorstellung noch Schwierigkeiten hat, der kann sich ein aktuelles Bild von Dolly Parton ansehen, das uns zeigt, wie sie vor 20 Jahren aussah. Und wahrscheinlich auch in 20 Jahren aussehen wird, Silikon-Tuning hooray!</p>
<p>Gut, jetzt bin ich vielleicht etwas kleinlich. Eine um 4 Nanosekunden verzögerte Welt ist an sich nicht so dramatisch. Aber trotzdem bin ich erstaunt, dass wir in einer Welt handeln, die es so eigentlich schon gar nicht mehr gibt. Und dass wir immer noch FDP wählen.</p>
<p>&#8220;So, und was bedeutet das jetzt konkret für mich? Für mein Mittleid erregendes, kleines Leben? Die Bundestagswahl 2009? Das Ozonloch? Und für das <a href="http://ivy.antville.org/stories/1857573/">schwedische Performance-Theater</a>?&#8221;, werdet ihr fragen. Und ihr fragt zu Recht, denn die Antwort ist: Nichts. Es bedeutet überhaupt nichts.<br />
Es war wieder einmal nur der krude, wie schon so oft gescheiterte Versuch, euch ein paar Links, hübsch drapiert mit belangloser Nebensächlichkeit unter die Nase zu reiben. Ist mir mal wieder nicht gelungen? Egal, hat ja eh niemand erwartet.</p>
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		<title>Die Werbehölle: Das ist die russische U-Bahn.</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 10:51:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[No Name No Slogan]]></category>
		<category><![CDATA[konsum]]></category>
		<category><![CDATA[manipulation]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Neonreklamen überziehen die Stadtzentren von Tokyo, New York, Mexico City oder sonstwo in der globalisierten Welt. Die großen Kathedralen des Konsums, die Glaubenshäuser des Fortschritts sind in der westlichen Hemisphäre verortet. Kauf und Verkauf werden hier wie eine säkularisierte Religion &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/08/12/die-werbeholle-das-ist-die-russische-u-bahn/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/08/21.jpg" rel="lightbox[1767]"><img src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/08/21-150x150.jpg" alt="Werbehoelle in Russland 03" title="Werbehoelle in Russland 03" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2657" /></a>Neonreklamen überziehen die Stadtzentren von Tokyo, New York, Mexico City oder sonstwo in der globalisierten Welt. Die großen Kathedralen des Konsums, die Glaubenshäuser des Fortschritts sind in der westlichen Hemisphäre verortet. Kauf und Verkauf werden hier wie eine säkularisierte Religion zelebriert, nahezu jeder freie Quadratzentimeter Betonfassade ist mit aufmerksamkeitsheischender Werbung beklebt; eine lähmende und, sollte das ausbleiben zumindest sinnraubende Penetranz. Ein Mottokanon, der langsam durch unser Bewusstsein rieselt und das Tier Mensch zum Konsum verführen soll. So malen es sich die Macher der Werbeindustrie in ihren feuchten Träumen aus. &#8220;Kauf mich! Du brauchst mich zwar nicht, aber du willst mich, weil du mir glaubst: Ich bin wichtig und ohne mich kannst du nicht sein.&#8221; <a href="http://himmelende.de/2009/03/30/die-funf-pforten-der-manipulation/">Manipulation lebt von Platzhaltern</a>, von Bildern und Signalen, die etwas Eigentliches, Ursprüngliches verdecken und es mit neuen Signalen ersetzen.</p>
<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/08/15.jpg" rel="lightbox[1767]"><img src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/08/15-150x150.jpg" alt="Werbehoelle in Russland 02" title="Werbehoelle in Russland 02" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2656" /></a>Nun gibt es einen Ort auf Erden, von dem man am allerwenigsten erwartet hätte, dass er eines Tages zum Vorhof der Werbehölle gerät: die russische U-Bahn. Zu Sowjet-Zeiten wurden ihre Stationen von der Gesellschaft Russlands als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Metro_Moskau">Meisterwerke der Kunst</a> gelobt. Und während im Moskauer Untergrund die &#8220;Paläste für das Volk&#8221; in ihrer ursprünglichen Form konserviert und restauriert werden, um den Glanz vergangener Zeiten zu bewahren, hat man ein paar hundert Kilometer weiter Richtung Europa in Kiew den Kampf gegen den westlichen Kulturimperialismus aufgegeben. Dort hat man in der euphorischen Hoffnungsstimmung eines baldigen EU-Beitritts schon mal angefangen, vorsorglich alle Stationen und U-Bahnen mit den Symbolen der westlichen Konsumgesellschaft zu tapezieren, frei nach dem Motto: &#8220;Viel hilft viel!&#8221; Warum also Marmor, wenn man auch eine 360° Snickers-Werbetafel haben kann? Go West, Ukraine! Willkommen in der schönen, neuen Welt.</p>
<p>Weitere Fotos auf <a href="http://englishrussia.com/?p=2202">English Russia: Advertisement Hell</a></p>
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		<title>Meerestiere sind kein Müll</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 10:16:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rücklicht]]></category>
		<category><![CDATA[ökologie]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[naturschutz]]></category>
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		<description><![CDATA[Knapp 90 Millionen Tonnen Fisch und Meerestiere zerrt die globale Fischindustrie Jahr für Jahr mit riesigen Schleppnetzen aus den Ozeanen. Man muss kein Rechenkünstler sein um zu erkennen, dass bei dieser Quote die Meere bald leer sind. Der Fischfang und, damit verbunden, die Existenzgrundlage vieler Menschen wird innerhalb der nächsten Jahrzehnte komplett zusammenbrechen. Schlimmer: Sollte die Überfischung der Weltmeere in diesem Tempo fortschreiten, droht dem Fischbestand der ökologische Kollaps, der Meeresumwelt die Katastrophe. <a href="http://himmelende.de/2009/04/16/meerestiere-sind-kein-mull/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2022" title="fisch_beifang" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/04/fisch_beifang.jpg" alt="fisch_beifang" width="500" height="90" /></p>
<p>Leute, da läuft was falsch: Knapp 90 Millionen Tonnen Fisch und Meerestiere zerrt die globale Fischindustrie Jahr für Jahr mit riesigen Schleppnetzen aus den Ozeanen. Man muss kein Rechenkünstler sein um zu erkennen, dass bei dieser Quote die Meere bald leer sind. Der Fischfang und, damit verbunden, die Existenzgrundlage vieler Menschen wird innerhalb der nächsten Jahrzehnte komplett zusammenbrechen. Schlimmer: Sollte die Überfischung der Weltmeere in diesem Tempo fortschreiten, droht dem Fischbestand der ökologische Kollaps, der Meeresumwelt die Katastrophe. Wale, Delphine, Tümmler, Schildkröten, ja selbst Möwen fallen als Kollateralschaden den megalomanischen Fangmaschinen einer profitgierigen Großindustrie zum Opfer. Ich bin nicht <a href="http://twitter.com/KaeptnIglo">Käpt&#8217;n Iglo</a> und ein großer Mahner will ich nicht sein aber viele Arten werden auf diese Weise einfach so verschwinden, ausgerottet sein, ehe wir &#8220;Scheiße!&#8221; schreien und neue Biologie-Bücher für den Schulunterricht nachdrucken können.</p>
<p>Der WWF veröffentlichte kürzlich eine neue Studie über die Schäden durch <a href="http://www.wwf.de/themen/meere-kuesten/beifang/problem-beifang/">Beifang</a>. Eine idiotisch hohe Zahl stieß mir dabei besonders ins Auge: Von dem ganzen gefangenen Meeresgetier, das sich in den Netzen der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trawler">Trawler</a> verheddert, wird pro Jahr 40 Prozent, mehr tot als lebendig, einfach als Müll wieder ins Meer zurück gekippt. Das sind mal eben rund <strong>40 Millionen Tonnen Lebens-Müll!</strong> Leben, das für die Industrie keinen Wert darstellt und nach dem Fang quasi postwendend wieder &#8220;<a href="http://himmelende.de/2009/04/09/man-pobelt-gut-angezogen/">entsorgt</a>&#8221; wird. Ich finde das eine katastrophale, da absolut lebensverachtendende Verhaltensweise, die zeigt: Wir haben da was nicht verstanden. &#8220;Die Fischbestände könnten sich nicht erholen, solange 40 Prozent wie Müll behandelt würden&#8221;, so WWF-Expertin Karoline Schacht. Dabei gäbe es genügend innovative Fangmethoden, moderne Techniken wie &#8220;intelligente&#8221; Netze mit Notausgängen, magnetische Felder oder Geräuschreflektoren, die all das, was (noch) nicht auf unserer Speisekarte steht, fernhält.</p>
<p><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.wwf.de/themen/meere-kuesten/beifang/">WWF &#8211; Meere &amp; Küsten &#8211; Problem Beifang</a></li>
<li>interessant auch in diesem Zusammenhang: der <a href="http://www.wwf.de/themen/meere-kuesten/beifang/problem-beifang/beifangrechner/">Beifangrechner</a></li>
</ul>
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		<title>Das Alphabet der Krise</title>
		<link>http://himmelende.de/2009/03/22/das-alphabet-der-krise/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Mar 2009 09:32:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Skepsisreservat]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[marketing]]></category>
		<category><![CDATA[skepsis]]></category>
		<category><![CDATA[wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wirtschaft bringt ihren eigenen Wortschatz hervor, der mit einer brutalen Deutlichkeit aufwartet, wie sie in der Finanzbranche bisher nicht üblich war. Ein kleiner Auszug aus ihrem Vokabular: Abwrackprämie, die; Belohnung für die Vernichtung von Gebrauchsgegenständen; ihr Besitzer empfängt die &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/03/22/das-alphabet-der-krise/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Die Wirtschaft bringt ihren eigenen Wortschatz hervor, der mit einer brutalen Deutlichkeit aufwartet, wie sie in der Finanzbranche bisher nicht üblich war. Ein kleiner Auszug aus ihrem Vokabular:</h3>
<p><strong>Abwrackprämie</strong>, die; Belohnung für die Vernichtung von Gebrauchsgegenständen; ihr Besitzer empfängt die Prämie, die er als Steuerzahler entrichtet. Abgewrackt werden auch insolvente Banken; in diesem Fall kommt die Prämie als Bonus den Managern zugute, die für die Pleite gesorgt haben.<br />
<strong>Bad Bank</strong>, die; ein Neologismus, der an die Rede von den schwarzen Schafen erinnert und offenläßt, ob es auch Banken gibt, in denen das Gute gedeiht.<br />
<strong>Berater</strong>, der; Bankangestellter, der ebenso im Nebel stochert wie seine Kunden, aber wenigstens, solange der Umsatz stimmt, Geld damit verdient, statt es einzubüßen.<br />
<strong>Casino</strong>, das; eine legale Veranstaltung, bei der stets die Bank gewinnt. Die Teilnahme ist auch im Internet möglich und heißt dort &#8220;online banking&#8221;.<br />
<strong>Paket</strong>, das; Sperrgut, das, als stünde Weihnachten vor der Tür, überall geschürt und auf den Weg gebracht wird. Der Versand erfolgt nicht per Nachnahme. Die Rechnung übernimmt auf keinen Fall der Empfänger. Der Inhalt ist mindestens neunstellig und erinnert an ein beliebtes Geschenk zum Kindergeburtstag: an die Wundertüte.<br />
<strong>Realwirtschaft</strong>, die; zur Unterscheidung von ihrem Gegensatz, einer Ökonomie, die vor allem mit Fiktion beschäftigt ist.<br />
<strong>Spritze</strong>, die; aus der Drogenszene bekanntes Instrument zur Verabfolgung hoher Dosen, um den Kreislauf der Abhängigen zu stabilisieren und sie vor Entzugserscheinungen zu bewahren.<br />
<strong>Zertifikat</strong>, das; ein Papier, das dem Anleger ein Maximum an Unsicherheit garantiert.</p>
<p>(Auszug eines Textes von Hans Magnus Enzensberger, ZEIT Nr. 12 &#8211; März 2009)</p>
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		<title>Das waren wir. Erinnerungen an ein halbes Jahr.</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Mar 2009 11:55:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gewitterhexe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stories]]></category>
		<category><![CDATA[beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[liebe]]></category>
		<category><![CDATA[monolog]]></category>
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		<category><![CDATA[skepsis]]></category>
		<category><![CDATA[vernunft]]></category>
		<category><![CDATA[vertrauen]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit du gegangen bist, ist mein Körper traurig. Weinen kann ich kaum. Die Trauer ist tief in mir vergraben. Ich lenke mich bis zur Erschöpfung ab, lese, bis mir die Augen zufallen, bin so abgelenkt wie möglich und so wenig &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/03/14/das-waren-wir-erinnerungen-an-ein-halbes-jahr/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit du gegangen bist, ist mein Körper traurig. Weinen kann ich kaum.<br />
Die Trauer ist tief in mir vergraben. Ich lenke mich bis zur Erschöpfung<br />
ab, lese, bis mir die Augen zufallen, bin so abgelenkt wie möglich und<br />
so wenig traurig wie nur irgend geht.</p>
<p>Unser erster Kuss hat mir nichts bedeutet, du weißt. Ich erzählte es dir<br />
Monate später. Es war eine Laune, es war Sommer, es war eine warme<br />
Nacht, es wurde schon wieder Morgen. Warum ich es tat, das kann ich<br />
bis heute nicht mit Sicherheit sagen, aber ich weiß, es war nicht, weil ich<br />
dich wollte. Nicht so. Das kam erst später. Als meine Hand frisch operiert<br />
und verbunden war, unser erstes Wochenende. Wir verbrachten viel mehr<br />
Zeit miteinander als geplant, aus einem Kaffee wurde ein ganzes langes<br />
Wochenende, das letzte Wochenende des Sommers (so zumindest<br />
erinnere ich es). Wir kannten uns noch kaum, doch etwas in meinem<br />
Inneren sagte „vertrau ihm“ und ich vertraute dir und es war das<br />
Selbstverständlichste von der Welt, als ich zu dir sagte „zieh mich aus“<br />
und „zieh mich an“ und „schneide mir bitte eine Scheibe Brot“. Als du<br />
zum ersten Mal mit mir in meinem kleinen Bett übernachtet hast, als ich<br />
erwachte, als ich mich in deinen Armen fühlte wie im Sonnenschein. Ich<br />
fühlte mich angekommen. Wir konnten uns danach nie einigen, an<br />
welchem Tag unser Wir begonnen hatte, aber für mich war es klar: es<br />
war jener, als ich morgens neben dir erwachte und mich in deiner Wärme<br />
sonnte.</p>
<p>Unsere Beziehung war nicht einfach, viel gemeinsam haben wir nicht. Du<br />
magst amerikanische Serien und ich deutsches Autorenkino, ich gehe gern<br />
in Museen, du prinzipiell nicht. Meine bunten Socken fandest du kindisch,<br />
ich dein Zimmer viel zu karg. Ich koche gern und wenn du wieder Nudeln<br />
mit Pesto und Gouda essen wolltest, konnte ich mich des Gefühls nicht<br />
erwehren, du gibst dir keine Mühe für uns. Ich mache gern Komplimente,<br />
du warst sparsam damit und davon peinlich berührt. Es hat Monate<br />
gedauert, bis sich unsere Körper miteinander bekannt gemacht und<br />
angefreundet hatten.</p>
<p>Mir fiel es schwer zu sagen, was ich an dir mochte, dir erging es ebenso.<br />
Ich hatte immer Hunger nach Liebe, an dir, bei dir und mit dir wurde ich<br />
nicht satt, du hast das wohl gespürt. Ich fühlte mich ungenügend, weil du<br />
mit deiner Zuneigung so sparsam warst, du fühltest dich ungenügend,<br />
weil ich immer nach mehr verlangte, als du zu geben bereit warst (oder<br />
geben konntest, ich weiß es nicht). Unzulänglichkeiten. Unzufriedenheit.<br />
Unglück.</p>
<p>Ich wollte gern mit dir Alltag teilen, aber nicht Alltag für dich sein, doch<br />
viel zu oft fühlte es sich für mich so an.</p>
<p>Und doch hatte ich in den letzten Wochen das Gefühl, dass wir einander<br />
näher rücken. Eine Erinnerung, die noch ganz frisch ist: Nach einer Party<br />
gehen wir durch die nächtliche Stadt zu dir, du schließt deine Augen,<br />
willst von mir so heimgeführt werden. Die Löcher im Asphalt, die<br />
Bordsteine, die Ampel, meine Beschreibung der Welt und die Geräusche<br />
der Autos, der Passanten, der Vögel, dienen dir als Orientierung. Du<br />
warst so konzentriert und ich meine zu spüren, es bereitet dir große<br />
Freude. Und ich freue mich an deiner Freude und ich bin von deinem<br />
Vertrauen so gerührt.</p>
<p>Und doch war die Wärme deines Rückens, wenn ich mich an ihn<br />
schmiegte, für mich trotz allem stets viel mehr als nur dies: ein warmer<br />
Rücken.</p>
<p>Mir ist zu kalt, mir ist zu warm, ich bin erschöpft, ich kann nicht schlafen.<br />
Ich erwache so müde, wie ich am Abend zu Bett gegangen bin, an meine<br />
Träume kann ich mich nicht erinnern, nur ihre Schwere spüren. Mein<br />
Körper trauert, er vermisst dich schon mit aller Wucht, er vermisst deinen<br />
Körper, deine Haut, deine Wärme. Er vermisst dich auf eine ganz eigene<br />
Weise; er spürt genau, was ich noch längst nicht verstehen will,<br />
verstehen kann: dass wir für immer das letzte mal Haut an Haut waren.<br />
Dass unsere Beziehung zwar mehr als etwas Halbes, aber auch nichts<br />
Ganzes war, dass niemand ein halbes oder ein zweidrittel Glück will, dass<br />
das weh tut, für die eine mehr und den anderen weniger, aber letztlich<br />
für beide.</p>
<p>Es ist Februar und überall sind Vögel. Es ist Nacht, es regnet. In meinem<br />
Hinterhof singt ein Vogel wie im Frühling und das ist weniger als ich noch<br />
vor Tagen vom Leben erwartet habe und mehr als ich mir momentan zu<br />
erhoffen wage. Ein kleines, kostbares Glück. Über die nächtliche,<br />
regnerische Stadt ziehen die Kraniche, sie schreien, sie kommen schon<br />
aus dem Süden. Hoch oben, auf einem Hügel nahe beim Dorf meiner<br />
Kindheit sitzen die schwarzen großen Raben in den Bäumen über den<br />
Feldern, über den Disteln, über den Steinen. Hier scheint sich alles zu<br />
schließen, ist das Regression oder bin ich am Anfang, um von hier aus<br />
neu beginnen zu können, brauche ich diesen Punkt, um mich von hier aus<br />
abstoßen können, alles auf Start, rewind and play.</p>
<p><em>and out through the chimney<br />
and into the sky<br />
the clouds they are empty<br />
and a bird flies by </em></p>
<p>Wie du zur Begrüßung im Kreis winkst,<br />
wie du trinkst und dann ein zufriedenes Geräusch machst wie in der<br />
Werbung,<br />
wie du deine Stirn in Falten legst, wie sie sich entspannt, selten aber<br />
manchmal,<br />
wie du beim Zähne putzen Gymnastik machst,<br />
wie sich dein Hinterkopf in meiner hohlen Hand anfühlt,<br />
wie du uns zum Frühstück Espresso mit Milchschaum zubereitest und Ei<br />
und Brot und Müsli,<br />
wie wir uns nahe sind, Hand in Hand, Bauch an Rücken und Rücken an<br />
Bauch.</p>
<p>All das wird bleiben, nah und warm. Und es gibt keinen Grund, dir<br />
wütend und von dir enttäuscht zu sein. Aber wir konnten einander kein<br />
Glück sein. Wir waren einander ungenügend, wohl nicht einmal<br />
ausreichend, schon gar nicht: gut. Zumindest nicht unter dem Strich,<br />
zumindest nicht, wenn du ihn ziehst. Das habe ich verstanden. Es hat<br />
seine Richtigkeit. Doch sehe ich es trotz allem anders, zumindest noch<br />
jetzt; und verstehen ist nicht dasselbe wie überstehen, das sangen schon<br />
die Sterne. Und eine Schwalbe macht noch keinen Frühling.</p>
<p>„Auf Wiedersehen. Wenn du magst“ hast du zum Schluss gesagt.</p>
<p>Lass mir Zeit.</p>
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		<title>Was nach unserem Tod kommt</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 14:13:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[gott]]></category>
		<category><![CDATA[skepsis]]></category>
		<category><![CDATA[zitat]]></category>

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		<description><![CDATA[„Warum ich weiß, dass ihr nicht wisst, was nach unserem Tod kommt? Weil ich es nicht weiß. Und ihr besitzt keine mentalen Fähigkeiten, die ich nicht habe!“ - Bill Maher über bibeltreue Christen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>„Warum ich weiß, dass ihr nicht wisst, was nach unserem Tod kommt? Weil ich es nicht weiß. Und ihr besitzt keine mentalen Fähigkeiten, die ich nicht habe!“<br />
- <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bill_Maher">Bill Maher</a> über <a href="http://zuender.zeit.de/2009/08/bibeltreue-atheisten-bill-maher-a-j-jacobs">bibeltreue Christen</a></p></blockquote>
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		</item>
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		<title>Überzeugende Warnung</title>
		<link>http://himmelende.de/2008/11/05/uberzeugende-warnung/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Nov 2008 11:25:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgesagt]]></category>
		<category><![CDATA[skepsis]]></category>
		<category><![CDATA[weltuntergang]]></category>
		<category><![CDATA[zitat]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Nur der reale Weltuntergang wäre eine überzeugende Warnung vor dem Weltuntergang. Die einzige Katastrophe, die allen einleuchtet, wäre die Katastrophe, die keiner überlebt.&#8221; - Peter Sloterdijk]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Nur der reale Weltuntergang wäre eine überzeugende Warnung vor dem Weltuntergang. Die einzige Katastrophe, die allen einleuchtet, wäre die Katastrophe, die keiner überlebt.&#8221;<br />
- Peter Sloterdijk</p></blockquote>
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		<title>Fuck-and-Go-Mentalität</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 12:46:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[No Name No Slogan]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[skepsis]]></category>

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		<description><![CDATA[Männer Das Geld, die Dummheit und die Kastration der Stiere &#8211; ein zu Herzen gehendes Sittenbild des Mannes aus dem Herbst 2008. Von Roger Willemsen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/leben/175/316061/text/">Männer</a><br />
Das Geld, die Dummheit und die Kastration der Stiere &#8211; ein zu Herzen gehendes Sittenbild des Mannes aus dem Herbst 2008.<br />
<em>Von Roger Willemsen</em></p>
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		<title>Die Verloungung der Gesellschaft</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Oct 2008 23:41:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rücklicht]]></category>
		<category><![CDATA[denglish]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[skepsis]]></category>
		<category><![CDATA[trend]]></category>

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		<description><![CDATA[Mäandere durch Straßenschluchten. Versuche die große Stadt zu überleben. Gelingt mir mal wieder hervorragend. An der Ecke Goethe- Schwanthalerstraße zum Stillstand gekommen. Daneben gleich die Schillerstraße. Belustigt darüber, das in den beiden Straßen Münchens, die die Namen der deutschesten aller &#8230; <a href="http://himmelende.de/2008/10/05/die-verloungung-der-gesellschaft/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mäandere durch Straßenschluchten. Versuche die große Stadt zu überleben. Gelingt mir mal wieder hervorragend. An der Ecke Goethe- Schwanthalerstraße zum Stillstand gekommen. Daneben gleich die Schillerstraße. Belustigt darüber, das in den beiden Straßen Münchens, die die Namen der deutschesten aller deutschen Dichter tragen, selbst kaum ein Wort Deutsch gesprochen wird. Gut, in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maria_de_la_Paz_von_Spanien">De-La-Paz</a>-Straße spricht ja auch niemand spanisch. Zumindest weiß ich nichts davon.<br />
Konstatiere vor Metzgerei gesellschaftlichen Paradigmenwandel. Steht dort allen Ernstes: &#8220;Wurst-Lounge&#8221;. Überlege angestrengt, wie ich mir das vorzustellen habe, sich so mit Debreziner oder Krakauer mit Senf auf Papptellern, dröge wurstkauend auf hippen Alcantara-Sofas breitbeinig räkelnd, mit möglichst gelassener Starbucks-Coolness im Gesicht. Überlegung führt zu keinem schlüssigen Ergebnis. Schlendere konsterniert weiter, verliere jedoch nur mäßig die Fassung. Sind mit ihrem Lounge-Getue ja nicht die Einzigen. O2 Lounge, DB Lounge, LHM Lounge (die wirklich Guten garnieren ihren großen Chill-Out nämlich noch mit Akronymen), Alice Lounge, Cocktail Lounge, Tee Lounge undwasessonstnochgibt. Stelle an diesem Nachmittag fest: Der Trend geht ganz klar weg vom &#8220;Planet&#8221; hin zur &#8220;Lounge&#8221;. Eine totale Verloungung der Gesellschaft scheint unabwendbar. Fühle mich dann doch etwas elend. Rette mich in ein nahes Café. Romantisch, alt. Die haben dort keine Lounge. Die haben dort noch nicht mal ein Sofa. Bleibe dennoch und bestelle Kaffee. Werde und werde aber nicht locker. Seltsam.<br />
<img src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2008/10/bild-8-300x141.jpg" alt="Vom Planet zur Lounge" title="Vom Planet zur Lounge" width="300" height="141" class="aligncenter size-medium wp-image-1613" /></p>
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		<title>Skepsis</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 16:56:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[foto]]></category>
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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2008/07/p-640-480-3dd25b4f-5ac8-4061-8db1-db772709e8b0.jpeg" rel="lightbox[477]"><img src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2008/07/p-640-480-3dd25b4f-5ac8-4061-8db1-db772709e8b0.jpeg" alt="photo" width="225" height="300" class="alignnone size-full wp-image-364" /></a></p>
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		<title>Kathedrale des Wissens</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jul 2008 17:39:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[maschine]]></category>
		<category><![CDATA[skepsis]]></category>
		<category><![CDATA[technik]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Barcelona Center of Supercomputing steht er: MareNostrum, unser Meer. Ein Hochleistungsrechner, in dessen Verbund 10240 Prozessoren werkeln. Mit 94 Billionen Rechenschritten pro Sekunden denkt das Cluster über komplexe Probleme und deren Lösungen nach: Über das Wetter, Proteinstrukturen, Thermodynamik. Tagein, &#8230; <a href="http://himmelende.de/2008/07/08/kathedrale-des-wissens/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im <a href="http://www.bsc.org.es/plantillaA.php?cat_id=200">Barcelona Center of Supercomputing</a> steht er: <a href="http://www.heise.de/open/MareNostrum-Der-Supercomputer-in-der-Kirche--/artikel/74647">MareNostrum</a>, <em>unser Meer</em>. Ein Hochleistungsrechner, in dessen Verbund 10240 Prozessoren werkeln. Mit 94 Billionen Rechenschritten pro Sekunden denkt das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Computercluster">Cluster</a> über komplexe Probleme und deren Lösungen nach: Über das Wetter, Proteinstrukturen, Thermodynamik. Tagein, tagaus. Diese Leistung hält ihn zwar schon lange nicht mehr an der <a href="http://www.top500.org/lists">Spitze der schnellsten Supercomputer</a>, dennoch bleibt er einzigartig. MareNostrum ist bis jetzt der einzige Supercomputer, der <a href="http://www.power.org/news/events/barcelona/photos/">in einer Kapelle errichtet</a> wurde.</p>
<div id="attachment_414" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a title="MareNostrum - Supercomputer in der Kirche" href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2008/07/mn_bridge.jpg" rel="lightbox[408]"><img class="size-full wp-image-414" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2008/07/mn_bridge.jpg" alt="" width="500" height="390" /></a><p class="wp-caption-text">MareNostrum - Supercomputer in der Kirche</p></div>
<p>Der Drang nach immer schärferen, entlarvenderen Blicken auf die Fundamente des Mikro- und Makrokosmos erschließt nun die letzten heiligen Räume. Auf der Suche nach Gott kehren wir in sein Haus zurück. Im Gepäck: Glasfaserkabel und Serverracks.</p>
<p>Supercomputer und Hochgeschwindigkeitsnetzwerke in einer Kapelle, einem Orten der Kontemplation, sind beispielhafte Zeichen für die Wandlung der Wissenschaft zur (Ersatz)religion. Die Sinnsuche ist beiden Disziplinen immanent. Steckt Gott in all den Dingen, von denen wir nicht den blassesten Schimmer haben, so ist hier der grundlegendste Unterschied: Religion versucht eine Annäherung an Gott zu schaffen, versucht einen Bereich in unserer Vorstellung für ihn zu reservieren. Supercomputing macht das genaue Gegenteil, es vertreibt Gott zusehends aus unserer Vorstellung, setzt an seine Stelle fundierte Formeln, die erklären sollen, was die Welt im innersten zusammenhält.</p>
<p>Der ungebundene Glaube an Teraflops als Ersatzreligion darf aber auch nicht überbewertet werden. Denkt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/BlueGene/L">BlueGene/L</a> über die Faltung von Proteinen nach oder simuliert er eine nukleare Explosion, so kann das den Durchschnitts-Christen mit seiner Bibel und Hiob und Jesaja und Ezechiel und Jeremia und die vielen anderen herzlich unbeeindruckt lassen. Denn egal, welche Weisheiten und Wegweiser die Supercluster ausspucken: Am Ende klopfen wir alle an die selben Pforten.</p>
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		<title>Eine eskapistische Quatschwelt</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 09:29:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[No Name No Slogan]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
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		<description><![CDATA[Of course, the “wisdom of the masses” produced a few 20th-century bummers, not least in Germany, Italy, the Soviet Union and China. - Roger Cohen bereits im vierten Satz eines New-York-Times-Artikels über Digg.com und die Weisheit der Massen, 08.08.2007   &#8230; <a href="http://himmelende.de/2008/07/03/eine-eskapistische-quatschwelt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Of course, the “wisdom of the masses” produced a few 20th-century bummers, not least in Germany, Italy, the Soviet Union and China.</p>
<h5 style="text-align: right;">- Roger Cohen bereits im vierten Satz eines New-York-Times-Artikels über Digg.com und die Weisheit der Massen, 08.08.2007</h5>
</blockquote>
<blockquote><p> </p>
<p>Überhaupt ist es doch sehr bezeichnend, daß der Siegeszug der Weblogs hierzulande nicht stattfindet, sondern fortwährend beschworen wird von den etabliertesten Medien, für deren Niedergang die Blogs ja eigentlich sorgen sollen. Die Demokratisierung wird von oben «verhindert», lange bevor überhaupt von Demokratisierung gesprochen werden kann. Ein Grund ist, daß die Blogger nichts wollen, außer aufgekauft zu werden; diese verdammten Nutten.</p>
<h5 style="text-align: right;">- Alexander Reich in der Jungen Welt vom 22.03.2007</h5>
</blockquote>
<p> </p>
<p>medienlese.com &#8211; <a href="http://medienlese.com/2007/09/27/die-50-besten-zitate-uebers-internet/">Die 50 besten Zitate übers Internet</a></p>
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		<title>Opossumlobbyismus</title>
		<link>http://himmelende.de/2008/06/25/opossumlobbyismus/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 14:45:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[No Name No Slogan]]></category>
		<category><![CDATA[marketing]]></category>
		<category><![CDATA[skepsis]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade halte ich eine alte Wendy in der Hand, &#8220;Die Nr. 1 unter den Pferdemagazinen für Mädchen&#8221; und mir fällt auf: diesen Komplex werde ich nie verstehen, junge Mädchen und Pferde. Das mit dem Ballerina-Traum kann ich ja noch nachvollziehen. &#8230; <a href="http://himmelende.de/2008/06/25/opossumlobbyismus/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade halte ich eine alte <em>Wendy</em> in der Hand, &#8220;Die Nr. 1 unter den Pferdemagazinen für Mädchen&#8221; und mir fällt auf: diesen Komplex werde ich nie verstehen, junge Mädchen und Pferde. Das mit dem Ballerina-Traum kann ich ja noch nachvollziehen. Aber warum ausgerechnet Pferde? Ich meine, es gibt so viele andere Tiere. Gürteltiere. Nachtfalter. Opossums. Warum gibt es kein Fanmagazin für Mädchen, die auf Opossums stehen? Liegt es vielleicht an der fehlenden Mähne, man kann sie schlechter bürsten? Oder vielleicht, weil kein Sattel auf den gemeinen Opossum-Rücken passt, ganz abgesehen von der Möglichkeit auf einem Opossum zu reiten (die Mädchenbeine würden ja ständig auf dem Boden aufstehen)? Ich weiß es nicht. Scheinbar gibt es keinen Markt für Opossum-Fanmagazine. Oder es gibt keine Opossum-Lobby in Deutschland.<br />
Das wäre nämlich auch möglich: Die deutsche Pferdelobby steckt dahinter und schiebt dem Egmont Ehapa Verlag still und heimlich Geld zu, um in die kaum gefüllten jungen Mädchenköpfe den Traum von der eigenen Hannoveraner-Box mithilfe der Wendy-Magazine zu träufeln, um somit jeglichen Nährboden für Opossum-Fanmagazine zu verderben. Riecht schwer nach Verschwörung.</p>
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		<title>Psychotische Computer</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jun 2008 22:52:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bas</dc:creator>
				<category><![CDATA[No Name No Slogan]]></category>
		<category><![CDATA[cartoon]]></category>
		<category><![CDATA[skepsis]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-393" title="calvin_hobbes" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2008/06/calvin_hobbes.jpg" alt="" width="500" height="167" /></p>
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