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	<title>Himmelende &#187; sport</title>
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	<description>Everything will be okay in the end. If it’s not okay, it’s not the end.</description>
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		<title>Laufschuhe: Doping durch die Sohle</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 06:41:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schneller, länger und gesünder laufen: Dafür suchen Forscher nach dem perfekten Schuh. Laufschuhe: Doping durch die Sohle &#8211; ZEIT ONLINE]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schneller, länger und gesünder laufen: Dafür suchen Forscher nach dem perfekten Schuh.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/2012/15/Laufschuhe-Doping/komplettansicht">Laufschuhe: Doping durch die Sohle &#8211; ZEIT ONLINE</a></p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=7159&amp;md5=3c1b549cd3690412f032e863294fe7f3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Turnbeutelvergesser</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 10:44:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bundesjugendspiele &#8211; das waren damals keine Spiele für mich, das war eine einzige Qual. Bundesjugendqualen. Damals war ich klein und fett und ungelenkig. Natürlich auch ziemlich unbeholfen. Es sei denn man half mir, indem man mich trat. So rollte ich wenigstens &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/07/12/turnbeutelvergesser/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bundesjugendspiele &#8211; das waren damals keine Spiele für mich, das war eine einzige Qual. Bundesjugendqualen.<br />
Damals war ich klein und fett und ungelenkig. Natürlich auch ziemlich unbeholfen. Es sei denn man half mir, indem man mich trat. So rollte ich wenigstens das letzte Stück durchs Ziel.<br />
Natürlich übertreibe ich.</p>
<p>&#8220;Herold, der immer her-rollt&#8221;! Kinder sind fies. Aber das kam nicht von den Kindern, sondern von einem Lehrer. Manche Lehrer sind degenerierte Flachwixer. Das ist derbe Umgangssprache, nicht besonders nett und intellektuell. Ich könnte diese Menschen anders beschreiben, aber ich habe keine Lust und ausserdem empfinde ich so: Degenerierte Flachwixer, die alles tun, um bei der Klasse beliebt zu sein. Sie suchen sich das schwächste Glied, das von der Gemeinschaft gehänselt wird und knüppeln schön mit drauf ein. Ein gemeinsames Feindbild verbindet eben, das Patentrezept gegen Unbeliebtheit in einer Klasse. Mein Handwerkslehrer, Herr H. war so einer, der mich als Klassenspacko zum Abschuss freigegeben hatte. Und in all meiner jugendlichen Unbefangenheit hatte ich da nichts entgegen zu setzen.</p>
<p>Für ein Kind ist das extrem verstörend: Die einzige Bezugsperson im Unterricht, die Autorität vermitteln und einem Halt und Orientierung geben sollte, weist einen ab und es gibt in seinem kleinen Kinderkosmos absolut nichts, was es dagegen unternehmen kann. Das ist kafkaesk (hätte ich von Kafka damals schon etwas gelesen, ich hätte die Situation als kafkaesk bezeichnet); eine diffuse Macht, die im Hintergrund wirkt und die einem unbegreiflich ist.<br />
Kinder untereinander können grausam sein. Lehrer können auf eine subtile Art töten.</p>
<p>Mit Schulsport (wir hatten dort einen ähnlich &#8220;einfühlsamen&#8221; Lehrer wie Herrn H.) verbinde ich ausserdem die spezielle Erfahrung von einer Gruppe abgelehnt zu werden. So etwas merkt man sich. Ich erinnere mich noch gut an den Gesichtsausdruck meiner Mitschüler zu einem ganz bestimmten Ereignis: Teambildung.</p>
<p>Sollten Teams gebildet werden, sagen wir, zwei Gruppen zum Fußballspielen, dann gab es zwei Entscheider, die aus der Gruppe ihre Leute aussuchten. Als erstes waren natürlich immer die Sportskanonen gefragt; die Enormen, die körperlich durch Mutter Natur mit überdurchschnittlicher Frühreife gesegnet und meist auch geistig von ebendieser lediglich nur halbwach geküsst waren. Heiß begehrt also diese rabiaten Jungs, die Pausenhofprügler, Nippelzwicker, Sunkisttütenquetscher (während man trank, ich hab tausend Namen für sie) und Salamibrotzocker; sie waren die Ersten, die für die Teams gewählt wurden, die Alpha-Kinder, die den höchsten Status in der Gruppe hatten. Die zuletzt Gewählten, die Übriggebliebenen, X-Beinigen Übergewichtigen, Panini&#8217;s Masters-of-the-Universe Klebebilder Sammelnden und nicht mit 500-PS Boliden Spielkarten Spielenden, die &#8220;Huch, mein Schnürsenkel ist auf, ich kann grad nicht ans Reck&#8221; Turnbeutelvergesser (und ihr ahnt schon: Ich war einer davon): Das waren die Loser.</p>
<p>Gehörte man zu den letzten drei Übriggebliebenen der Auswahlgruppe, war man fortan stigmatisiert. Je kleiner die Gruppe wurde, desto nervöser war ich. &#8220;Bitte bitte nicht der Letzte oder Vorletzte oder Vorvorletzte sein&#8221;, und dann war man doch wieder der Letzte und wurde einem Team zwangszugeordnet. Und genau in diesem Moment erntete man diesen besonderen Gesichtsausdruck der Kameraden, irgendwas zwischen Skepsis und Ignoranz, und man war gut beraten, den Rest der Spielzeit auf der Ersatzbank zu bleiben. Damals war ich sehr traurig, beschäftigte mich während des Spiels dann manchmal mit den fraktalen Mustern der Holzmaserung der Bänke oder ging oft aufs Klo.</p>
<p>Heute habe ich die Erfahrung von damals überwunden und ich stehe dazu: Ja, ich war einer dieser Turnbeutelvergesser, über die sich die Mittermeiers dieser Nation lustig machen und ich stehe dazu, weil für mich als Kind der Sportunterricht eine verdammte Scheißzeit war und hätte ich damals Krallen gehabt, hätte ich sie in die Wand geschlagen, bloß um nicht in die Turnhalle gezerrt werden zu können. Das Kuriose daran ist, dass diese gegängelten Turnbeutelvergesser von damals vielleicht die Anwälte von morgen sind, die die Pausenhofprügler, die sie damals drangsaliert haben und heute als Delinquenten auf der Anklagebank sitzen, vertreten. Oder eben verdonnern.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=4374&amp;md5=2b93a21734d1a3ca218f61c1926aed3c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zweites Lehrgeld</title>
		<link>http://himmelende.de/2010/06/29/zweites-lehrgeld/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 21:49:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Barfusslaufen. Eine Woche später, zweites Lehrgeld bezahlt. Gerade sind die letzten Blasen verheilt, schon gehts wieder raus in die Natur bzw. den Stadtdschungel. Diesmal war ich allerdings vernünftig (Betonung: &#8220;ver-nünf-tig&#8221;, merkt euch das, kommt nämlich nicht allzu oft vor) und &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/06/29/zweites-lehrgeld/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Barfusslaufen. Eine Woche später, zweites Lehrgeld bezahlt. Gerade sind <a href="http://himmelende.de/2010/06/22/erstes-lehrgeld/">die letzten Blasen</a> verheilt, schon gehts wieder raus in die Natur bzw. den Stadtdschungel. Diesmal war ich allerdings vernünftig (Betonung: &#8220;ver-nünf-tig&#8221;, merkt euch das, kommt nämlich nicht allzu oft vor) und betrachtete auf halber Strecke meine Fußsohle und drehte um, nicht weil ich wollte sondern wie gesagt: &#8220;vernünftig&#8221;. Saß dann ein paar Minuten im Westpark <a href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=48.122481,+11.520624&amp;sll=48.122502,11.520528&amp;sspn=0.002331,0.005681&amp;ie=UTF8&amp;t=h&amp;z=16">an einer Stelle</a>, an der es leicht bergauf geht und betrachtete die Läufer, wie sie in ihren Schaumstoffschuhen an mir vorbei schnauften und ihre ganze Masse in die Ferse stiefelten. Was da alles kreucht und fleucht! Irre. Nur einer von zehn war dabei, dessen Laufstil nicht besorgnis- bis mittleidserregend aussah, sondern der über den Vorderfuss in ganz dünnen Adidas-Schuhen lief. Fasste dann kurzerhand den Entschluss, Laufberater zu werden und &#8220;Natural Running&#8221; in Deutschland zu etablieren, einen wunderbaren Anglizismus haben wir ja schon. Ob die Menschen allerdings darauf einsteigen, wenn sie merken, dass man nix dafür braucht? Also gar nix, nur die blanken Füße, keine Ausrüstung, keine technischen Assistenten, keine Vereinsgebühren, Lifestylemagazine und kein Abo? Null Euro, quasi für lau, einfach rausgehen und laufen.<br />
Wurde heute das erste mal während des Laufs kommentiert. Fahrradfahrer von hinten kommend: &#8220;Super Schritt!&#8221; (bezogen auf das Vorhaben, barfuss zu laufen und nicht auf meinen Laufstil, hoffentlich). Fahrradfahrerin von vorne kommend: &#8220;Oh Gott!&#8221; (so ein bedauerliches oh Gott, vielleicht dachte sie, ich könne mir keine ordentlichen Schuhe leisten). Jedenfalls hamma wieder was gelernt:</p>
<ol>
<li>Sonne + Asphalt = auch eher weniger gut. Eine aufgehitzte Teerdecke reizt die Fußunterseite fasst noch mehr, als feuchter Grund. Weiß eigentlich jeder, der im Sommer schon mal barfuss über die Straße schlendern wollte, hat der Kandidat hier allerdings großräumig ignoriert. Ergebnis: Blasen, Schwielenbildung und eine Haut, die &#8220;Tschö-mit-ö&#8221; sagt, noch bevor die ersten 20 Minuten rum sind. Jedoch: gute Durchblutung garantiert. Hab heute den einzigen wirklichen Rechtfertigungsgrund für Laufschuhe verstanden, nämlich den, dass man eine Stunde über den Asphalt jagen kann ohne Auflösungserscheinungen am unteren Körperende festzustellen. Unsere Füße, so wie wir auf die Welt kommen, sind für diese Belastungen nicht gemacht, das braucht Zeit. Und bis dahin sieht das Ganze erstmal so aus.</li>
</ol>

<a href='http://himmelende.de/2010/06/29/zweites-lehrgeld/back-camera/' title='Geburt einer Graswurzelbewegung 1'><img width="185" height="185" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2010/06/Graswurzelbewegung1-185x185.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Geburt einer Graswurzelbewegung 1" title="Geburt einer Graswurzelbewegung 1" /></a>
<a href='http://himmelende.de/2010/06/29/zweites-lehrgeld/back-camera-2/' title='Geburt einer Graswurzelbewegung 2'><img width="185" height="185" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2010/06/Graswurzelbewegung2-185x185.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Geburt einer Graswurzelbewegung 2" title="Geburt einer Graswurzelbewegung 2" /></a>

 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=4448&amp;md5=37e9e4ada25215591a4829abfcaf6c02" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Erstes Lehrgeld</title>
		<link>http://himmelende.de/2010/06/22/erstes-lehrgeld/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 21:27:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Barfusslaufen. Kam vorhin von meiner ersten größeren Runde auf Asphalt nach Hause. Mit den Vibrams in den Händen, sozusagen als Notlösung, irgendwas zwischen vier und sechs Kilometern, keine Ahnung, seitdem ich so laufe, lasse ich die ganze Messtechnik daheim. Resultat &#8230; <a href="http://himmelende.de/2010/06/22/erstes-lehrgeld/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Barfusslaufen. Kam vorhin von meiner ersten größeren Runde auf Asphalt nach Hause. Mit den Vibrams in den Händen, sozusagen als Notlösung, irgendwas zwischen vier und sechs Kilometern, keine Ahnung, seitdem ich so laufe, lasse ich die ganze Messtechnik daheim. Resultat an diesem leichtbewölkten herrlichen Abend: Zwei dicke Blutblasen unter den Fußballen und vom viertkleinsten Zeh links fehlt ein Stück Haut, das wohl irgendwo nach der Nordic-Walking Damengruppe und noch vor den vollgedämpften Marathonspargeltarzans seinen Widerstand aufgegeben und endgültig kapituliert hat. Keine Prahlerei mit Kriegsverletzungen aber vielleicht helfen die Ratschläge, die ich hier sammeln werde angehenden Barfussläufern. Und ihr erspart euch die eine oder andere Schrunde an den Füssen. Also, hamma wieder was gelernt:</p>
<ol>
<li>Beim Barfusslaufen sollte man, gerade zu Beginn, wenn die Haut sich an die Belastung noch nicht gewöhnt hat, hin- und wieder stehenbleiben und nachsehen, was da unten eigentlich passiert. Die Füsse sind anfangs gereizt und empfindlich, nach ein paar Kilometern betäubt die Überreizung den sensuellen Eindruck und das, was man fühlt korrespondiert nicht unbedingt mit dem wirklichen Zustand der Fußunterseite. Als ich die ersten Bluttropfen unter mir sah wusste ich das.</li>
<li>Feuchtigkeit + Barfusslaufen = eher weniger gut. Anders gesagt: Vergesst als Anfänger eure Barfusslauftour, wenn es draussen regnet oder die Straßen leicht feucht sind. Schnallt euch dann gleich die Vibrams an oder macht einen auf gemütlich. Immer dort, wo feuchte Haut einer Reibung ausgesetzt wird, bilden sich ganz schnell ganz fiese Blasen. Schon mal ein paar davon in Handtellergröße auf der Fußunterseite gehabt? Yeah, ihr wollt es nicht wissen. Ausserdem kleben an einer feuchten Fußunterseite sämtliche Kieselssteine (die ersten Freunde des Barfussläufers) noch besser fest.<br />
Mein Fehler heute war, dass ich abwechselnd teils in nasser Wiese (geniales Gefühl), den Rest dann jedoch auf Asphalt lief. Doppelplusungut.</li>
</ol>
<p>Auf meinem Rückweg hielt ich dann kurz an, um meine Vibrams anzuziehen. Als ich allerdings die ziemliche Sauerei an meinen Füssen in Augenschein nahm (Blut sieht auf Asphalt immer eigenartig hellrot aus), hielt ich es dann doch für angemessener, den letzten Kilometer nach Hause zu gehen, nicht zu laufen. Ich verband mir mit einem geschnorrten Taschentuch notdürftig den kleinen Zeh, damit zumindest kein Dreck in die Wunde gelangte. Das Rauschen in den Blutblasen bei jedem Schritt ignorierte ich. Zu den Schmerzen gesellte sich dann noch eine kreative Vielzahl aller erdenklicher Krämpfe in Zehen und Waden, der Boden war kalt, ich hatte mich noch nicht richtig ausgedehnt und die humpelnde Schonhaltung besorgte den Rest. Und kurz vor meiner Wohnung ist eine Stelle, auf der vom Winter immer noch Rollsplitt ausgestreut ist, schön spitz, das hat bis jetzt noch niemand weggeräumt. Es führt kein Weg dran vorbei, ich nenne es immer &#8220;Das Feld der letzten Prüfung&#8221; auf der Reise ins Nirvana der Schmerzfreiheit &#8211; wenn man das geschafft hat, ist man mit dem Gröbsten durch.<br />
Den ganzen Rückweg jedoch ging ich mit einem Lachen im Gesicht, ich fand die Angelegenheit irre komisch (über den Teil reden wir noch mal, wenn ich in die ersten Glasscherben gelaufen bin). Selbst Schuld, ich wollte es so, jetzt musste ich halt die Rechnung dafür bezahlen. Ich bin kein Masochist und bei Schmerzen geht mir keiner ab. Aber wer so durch den Park humpelt, geschlagen von Plempemheit und vom Versagen seines Körpers UND dabei lacht, segelt entweder geistig ganz hart am Limit oder hat gerade entdeckt, dass Barfusslaufen genau sein Ding ist.<br />
Oder doch beides.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=4423&amp;md5=4d431d35b59c5bcb2844a4ffd6a4180b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Nike Human Race 2009 in Berlin</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 11:38:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch dieses Jahr lädt Nike wieder zum Human Race 10k, diesmal in Berlin. Das Ding startet am 24.10.2009  um 19 Uhr am Platz vorm Roten Rathaus. Die Laufstrecke führt über zwei Runden durch die Berliner Innenstadt zwischen dem Rotem Rathaus und dem &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/08/13/nike-human-race-2009-in-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch dieses Jahr lädt Nike wieder zum <a href="http://inside.nike.com/blogs/nikerunning_humanrace-de_DE?tags=race_day">Human Race 10k</a>, diesmal in Berlin. Das Ding startet am <strong>24.10.2009  um 19 Uhr</strong> <a href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=Neptunbrunnen,+Berlin&amp;sll=52.486125,13.397484&amp;sspn=0.128786,0.363235&amp;ie=UTF8&amp;ll=52.519466,13.406829&amp;spn=0.004185,0.011351&amp;t=h&amp;z=17">am Platz vorm Roten Rathaus</a>. Die Laufstrecke führt über zwei Runden durch die Berliner Innenstadt zwischen dem Rotem Rathaus und dem Brandenburger Tor. Der offizielle Streckenverlauf ist allerdings von der Berliner Polizei noch nicht genehmigt, insofern können noch Änderungen auftreten. Die Ausgabe der Startnummern ist am 23.10. von 10.00 &#8211; 20.00 Uhr und am 24.10. von 10.00 &#8211; 16.00 Uhr im <a href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=NikeTown+Berlin,+Tauentzienstra%C3%9Fe+7&amp;sll=52.519466,13.406829&amp;sspn=0.004185,0.011351&amp;ie=UTF8&amp;t=h&amp;z=16">NikeTown Berlin, Tauentzienstraße 7</a>. Dort bekommt man dann auch sein Nike+ Human Race T-Shirt. Kurzentschlossene haben noch die Möglichkeit, sich am 24.10.09 von 17:00 &#8211; 18:30 Uhr noch anzumelden, ebenfalls vorm Roten Rathaus. Der ganze Lauf findet im Rahmen des Festival of Lights statt, spezielle Lichtinstallationen verwandeln die Bundeshauptstadt eine Woche lang in eine Glitzermetropole. Umkleidemöglichkeiten, Kleideraufbewahrung und Catering sind vorhanden. DJs heizen ab 17 Uhr die Meute an, am Ende des Rennens übernimmt die Blue Man Group. Wer also am Lauf in Berlin teilnehmen möchte, kann sich <a href="http://davengo.com/e.php/de/NIKE2009">hier anmelden</a>. (Es gibt auch Walker?!)</p>
<p>Man muss allerdings nicht unbedingt direkt vor Ort sein, um am Human Race 2009 teilzunehmen. Wie schon im letzten Jahr reicht es auch, wenn man irgendwann an diesem 24ten sein Nike+ Outfit umschnallt, 10 Kilometer abspult, sich für das <a href="http://nikerunning.nike.com/nikeplus/?locale=de_de&amp;l=all_challenges,136335706">Human-Race via nikeplus.com registriert</a> und am selben Tag seine Daten hochlädt. Ich hab mich dort gleich mal eingetragen. Wer von euch läuft noch mit?</p>
<p>Und weil ich hier gerade über Nike abtexte, zwei andere Neuerungen in diesem Zusammenhang:<br />
Unser aller Lieblingssportartikelhersteller mit dem <em>Swoosh™</em>-Logo bohrt endlich seine nikeplus.com Internetseite auf und liefert ein paar Funktionen nach, die schon längst überfällig waren. Neue Optik, kürzere Ladezeiten, Fokus auf die Einbindung in andere soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook und endlich endlich eine Mitgliedersuche. Die gesamte Liste mit den Neuerungen könnt ihr <a href="http://forums.nike.com/ann.jspa?annID=406">hier im Forum</a> nachlesen. Noch ist die neue Version zumindest in Deutschland nicht offiziell gestartet, man kann sich aber <a href="http://nikerunning.nike.com/nikeos/p/nikeplus/en_US/plus/#//dashboard/">hier</a> auf den US-Servern bereits einloggen und fast alle Funktionen ausprobieren. Das ganze ist allerdings noch im Beta-Stadium, insofern läuft vieles noch nicht rund.</p>
<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/08/Nike-Sportband-2009.jpg" rel="lightbox[2671]"><img class="aligncenter size-full wp-image-2677" title="Nike Sportband 2009" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/08/Nike-Sportband-2009.jpg" alt="Nike Sportband 2009" width="543" height="149" /></a>Die zweite Neuerung ist wirklich ein Segen. Nike bringt endlich die <a href="http://store.nike.com/index.jsp?country=DE&amp;lang_locale=de_DE&amp;sitesrc=EMEAPL&amp;ref=http://www.nikeplus.com#l=shop,search,searchList-sportband">überarbeitete Version des Sportbands</a> auf den deutschen Markt. Das wurde allerhöchste Eisenbahn, denn die bis jetzt erhältliche Version war, kurz gesagt ein einziger Schmerz im Arsch. Ich habe das Ding mindestens acht mal umgetauscht, fast immer mit dem gleichen defekten Display. Entweder sammelte sich darin Flüssigkeit, obwohl ich damit noch nicht mal unter der Dusche war und es eigentlich wasserdicht sein sollte. Hatte ich dann endlich mal ein Austauschgerät, dass dicht war, zerbröselten nach kurzer Zeit <a href="http://www.flickr.com/photos/25785202@N07/3807064367/in/photostream/">die Kristalle im Display</a>, selbst ohne Gewalteinwirkung. Die Idee des Sportbands war und ist gut, die technische Umsetzung jedoch hundsmiserabel. Diskussionsforen im Internet quollen mit Beschwerden förmlich über und Nike hat sich ziemlich Zeit gelassen, dem PR-Gau entgegen zu wirken und eine überarbeitete Version des Sportbands mit neuem Display auf den Markt zu bringen. Als Option wird es noch einen <a href="http://www.brennr.de/2009/03/05/neu-nike-sportband-v2-mit-pulsgurt/">Brustgurt</a> zur Herzfrequenzmessung geben. Erhältlich ist das Sportband ab sofort, gerade rechtzeitig, denn meines hats wieder mal zerbröselt.</p>
<p>(Danke an fastwind von <a href="http://runningspots.wordpress.com/">Running Spots</a> und Christian von <a href="http://www.brennr.de">brennr.de</a> für diese Hinweise.)</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=2671&amp;md5=63ebc9af45b76ace2d04cb2b22b61de5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Im Test: Nike Lunaracer+</title>
		<link>http://himmelende.de/2009/06/11/im-test-nike-lunaracer/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Jun 2009 15:44:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegungsdrang]]></category>
		<category><![CDATA[Skepsisreservat]]></category>
		<category><![CDATA[brüste]]></category>
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		<description><![CDATA[Nun hat es doch etwas länger als die versprochene Woche gedauert, um Nikes Lunaracer+ genauer unter die Lupe zu nehmen. Prinzipiell ähnelt dieses Modell dem bereits vorgestellten Zoom Victory+, mit einer Ausnahme: Hier macht Nike alles richtig. Damit könnte der &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/06/11/im-test-nike-lunaracer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun hat es doch etwas länger als die versprochene Woche gedauert, um Nikes Lunaracer+ genauer unter die Lupe zu nehmen. Prinzipiell ähnelt dieses Modell dem <a href="http://himmelende.de/2009/05/21/im-test-nike-zoom-victory/">bereits vorgestellten</a> Zoom Victory+, mit einer Ausnahme: Hier macht Nike alles richtig.</p>
<p>Damit könnte der Test auch genau so schnell zu Ende sein, wie ein Beitrag auf der Titelseite der Bild-Zeitung: Undifferenziert, kurz und vorbei, bevor die Titten kommen. Also ist eigentlich alles irgendwie das selbe, bloß anders? Nicht ganz. Die Wahrheit steckt im Tchibo und der Teufel im Detail und genau diese kleinen, aber feinen Unterschiede heben den Lunaracer+ auf mein kleines, subjektives Favoritenpodest: Best Laufschuh ever ever!</p>
<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/06/Bild-1.png" rel="lightbox[2540]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2558" title="Lunaracer+ Fakten" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/06/Bild-1-150x150.png" alt="Lunaracer+ Fakten" width="150" height="150" /></a>Farblich kommt der Schuh in einem ähnlichen Kampfneongelb daher, wie bereits der Victory+. Und so wird sich manch Läufer entweder neidisch den Kopf verrenken zwecks Begeisterung oder mit spontaner Magenentleerung reagieren zwecks Ablehnung. Gleich ist auch der Einsatz von <a href="http://www.nike.com/nikelab/site.html?en_US#/technology/flywire/video/tech-flywire">Flywire</a> geblieben, Nikes stabilitätsfördernder Nahtkonstruktion, die direkt im Material eingewebt ist und somit Gewicht spart. Damit verbunden ist auch eine engere Passform, die den Fuß sehr fest im Bett hält. Läufer, die es luftiger in ihren Tretern haben wollen, sollten den Schuh eine Nummer größer kaufen. Damit enden allerdings auch schon die Gemeinsamkeiten zum Victory+. Grundlegend neu ist das Sohlendesign. Hier setzt Nike nicht auf herkömmliche Materialen, sondern auf einen speziell entwickelten Schaumstoff aus der Raumfahrt oder der Formel 1 oder was weiß ich woher. <em>Lunarlite</em> wird das Material genannt und das besondere daran: Beim Auftritt soll die Energie nicht vollständig absorbiert, sondern größtenteils verlustfrei wieder zurück gegeben werden, was sich in einem trampolinartigen Effekt bemerkbar macht. Das klappt in der Praxis sogar ganz gut und entpuppt sich nicht als bloßes Marketinggewäsch. Man geht im Lunaracer+ ein wenig wie auf Marshmallows, allerdings versumpft man darin nicht, sondern wird angenehm zurück gefedert. Wie viele gelaufene Kilometer dieser Effekt anhält, wird sich erst noch zeigen müssen. Und was Nike mit dem Schaumstoff anstellt, um diese Eigenschaft zu erreichen bleibt Geheimsache. Kevin Hoffer aus der Nike Innovationsküche nuschelt in diesem <a href="http://www.nike.com/nikelab/site.html?en_US#/product/luna-racer/video/interview-luna-racer">Produktvideo</a> zwar etwas von &#8220;we turn the road into a bed of feathers&#8221; in die Kamera, aber ich sag nur: Fuck you, it&#8217;s magic! Darüber hinaus ist dieser Schaumstoff besonders leicht, was dem Schuh zusätzliches Gewicht erspart. Mit 156 Gramm ist er ein absolutes Leichtgewicht, das man am Fuß kaum fühlt. Während des Laufens blickte ich öfters verunsichert an mir herab um zu prüfen, ob ich überhaupt Schuhe trage oder nicht doch barfuß durch die Tundra hoppse.</p>
<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/06/Bild-11.png" rel="lightbox[2540]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2565" title="Druckstelle" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/06/Bild-11-150x150.png" alt="Druckstelle" width="150" height="150" /></a>Die Form des Fersenbereichs ist anders konzipiert als beim Victory+ und verleiht dem Fuß beim Lunaracer+ dort etwas weniger Halt. Das ist allerdings überhaupt nicht störend, eher im Gegenteil. Der Schaft an der Achillessehne ist weicher und schließt weiter unten ab, was zur Folge hat, dass man sich im Vergleich zum Victory+ hier keine blutigen Sehnen holt. Hier scheinen die Designer wenigstens einmal selbst in ihre Schuhe geschlüpft und ein paar Runden um den Block gelaufen zu sein. Toll. Als Innovations-i-Tüpfelchen darf die Unterstützung für Nike+-Sensoren nicht fehlen, von dessen System es demnächst hoffentlich bald eine <a href="http://www.brennr.de/2009/03/05/neu-nike-sportband-v2-mit-pulsgurt/">überarbeitete Version des Sportbands</a> geben wird. Punktabzug gibt es für den in das Material eingearbeiteten Rahmen im Mittel- und Vorderfußbereich, der die Stabilität fördern soll. Genau <a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/06/Bild-11.png" rel="lightbox[2540]">an dieser Stelle</a> liegt mein kleiner Zeh an und das drückte bei den ersten Läufen etwas unangenehm, aber nicht störend und mittlerweile gar nicht mehr. Ausserdem fiel mir auf, dass das hightechige Oberschuhmaterial die Feuchtigkeit nicht besonders gut abtransportiert. Das hatte zur Folge, dass sich nach zwei längeren Läufen von jeweils 16 Kilometern Schwitzwasser im Schuh ansammelte. Lags an den falschen Socken, am Wetter oder an dem Whiskey, den ich vorm Laufen trank: Es störte nicht, nichtmal olfaktorisch (meine Füße riechen eh immer nach Rosenwasser). Nur die Sohle begann langsam zu quietschen und ja, wäre ich noch mal zehn Kilometer weiter gelaufen, vielleicht hätte ich dann langsam Probleme bekommen. Also, die Schuhe sind bei mir noch nicht Marathon-erprobt.</p>
<p><strong>Pro:</strong></p>
<ul>
<li>Design</li>
<li>irre leicht</li>
<li>schnell</li>
<li>sehr bequem</li>
<li>keine blutigen Achillessehnen</li>
<li>Material gut abwaschbar</li>
</ul>
<p><strong>Contra:</strong></p>
<ul>
<li>Design</li>
<li>Schweißbildung durch dichtes Oberschuhmaterial</li>
<li>innerer Rahmen drückt Anfangs auf kleinen Zeh</li>
<li>leuchten nicht im Dunkeln</li>
</ul>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Ich mag meine Lunaracer+. Ein verdammt schneller und leichter Wettkampfschuh für Mittel- aber auch Langdistanzen, ohne viel Schnickschnack und so unglaublich bequem, dass ich mir weitere Worte spare und euch empfehle, ihn einfach mal anzuprobieren. Wer die Farbe nicht abhaben kann, für den wirds demnächst eine <a href="http://www.brennr.de/2009/05/29/nike-lunarglide/#comment-3696">überarbeitete Version</a> in schwarz geben.</p>
<p><strong>Wertung: 5/5 Sternen</strong><br />
★★★★★</p>
<p>So, und weil dieser kleine verlauste Beitrag hier nur knapp am Bildzeitungsniveau vorbeischrammt, folgt nun ein <del datetime="2009-06-11T19:24:14+00:00">Foto</del> Video mit großen Brüsten. Das habt ihr jetzt davon.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/TkfzGnPUf_M&amp;rel=0&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/TkfzGnPUf_M&amp;rel=0&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=2540&amp;md5=ebb5e645a80e3fcdd9a3b2608ecb331c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Die Einsamkeit des Langstreckenläufers</title>
		<link>http://himmelende.de/2009/06/10/die-einsamkeit-des-langstreckenlaufers/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 09:34:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegungsdrang]]></category>
		<category><![CDATA[drogen]]></category>
		<category><![CDATA[erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[laufen]]></category>
		<category><![CDATA[nacht]]></category>
		<category><![CDATA[schemen]]></category>
		<category><![CDATA[sport]]></category>
		<category><![CDATA[sucht]]></category>

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		<description><![CDATA[„Run!“ Lauf! &#8211; Das ist unser Imperativ. Nike&#8217;s Werbeabteilung hats geschnallt, druckt den Befehl auf tausend mal tausend T-Shirts und fährt damit Milliardengewinne ein. Geschätzte Leser dieses Blogs, liebe Freunde der leichten Vorabendprogrammunterhaltung, ich lasse jetzt mal ein paar offenherzige &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/06/10/die-einsamkeit-des-langstreckenlaufers/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>„Run!“</h2>
<h3>Lauf! &#8211; Das ist unser Imperativ. Nike&#8217;s Werbeabteilung hats geschnallt, druckt den Befehl auf tausend mal tausend T-Shirts und fährt damit <a href="http://www32.wolframalpha.com/input/?i=nike+earnings">Milliardengewinne</a> ein.</h3>
<p>Geschätzte Leser dieses Blogs, liebe Freunde der leichten Vorabendprogrammunterhaltung, ich lasse jetzt mal ein paar offenherzige Worte vom Stapel zu meinem einzigen wirklichen Hobby: dem Laufen. (Die Himmelende-Groupies unter euch wissen bereits: Ich mag das Wort Joggen nicht besonders. Ehrlich gesagt, ich hasse es richtiggehend. Wenn es nach mir ginge würde das Wort aus dem Duden gestrichen werden. Sofern es denn dort überhaupt drinsteht. Na egal, jedenfalls heißt Joggen bei mir also Laufen. Basta!)</p>
<p>Während meine Beine einsame Runden durch den Münchner Westpark drehen, kreisen meine Gedanken &#8211; sofern sie denn überhaupt um etwas kreisen &#8211; um verschiedene Erkenntnisse, die mir beim Laufen mal eben so ins Gehirn purzeln; die mir in diesen Augenblicken so unglaublich wichtig erscheinen, dass ich sie unbedingt sofort aufschreiben will. Sofort! Wenn ich dann aber zuhause ankomme, sind diese Erkenntnisse meistens nicht mehr so unglaublich, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich auf dem Weg zurück die Hälfte vergessen habe. Was hier also nun steht, ist der Rest von dem ganzen Lauf-Erkenntnisscheiß. Wenn ihr euch darin wiederfindet (in den Erkenntnissen, nicht im Scheiß): schön für euch. Irgendwie haben wir Läufer ja eh alle den selben Riss in der Schüssel, insofern mag der eine oder andere Gedanke dem geneigten Leser nicht unbekannt sein.</p>
<p><strong>1. Das Laufen hat mir das Leben gerettet.</strong><br />
Tja, gleich der erste Gedankenfetzen und schon so ein Hammer-Ding. Das klingt fürchterlich pathetisch, stimmt aber einhundertprozentig. Mag sein, dass mich das Laufen vielleicht eines Tages selbst das Leben kostet (siehe nächster Punkt), weil ich zu schnell laufe und mich der Teufel holt oder zu weit links laufe und ein LKW mich plattwalzt oder zu tuntig laufe und mich so ein missglückter Dobermann-Dogge-Pitbull-Kreuzungsversuch verschluckt. Aber egal, fürs erste hat es mir das Leben gerettet.</p>
<p>Vor ein paar Jahren war ich nämlich fett, genervt, grantig und hochgradig depressiv. Latent unzufrieden mit mir und als ein Resultat daraus auch mit der Welt. Das wurde mit dem Laufen zwar nicht schlagartig besser, also nicht von heute auf morgen oder übermorgen; langsam aber sicher änderte sich jedoch die Chemie in meinem Gehirn. Dopamin, Serotonin, Endorphin, etc. &#8211; der ganze körpereigene <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Glückshormon">Glückshormon</a>-Drogencocktail schaffte und, toi toi toi, hält bis jetzt einen Pegel allgemeiner euphorischer Befindlichkeit. Als dann auch noch das Hüftgold begann dahinzuschmelzen und mir nach Jahren der Ablehnung endlich das gefiel, was ich im Spiegel sah, hatte ich das erste mal eine zarte Vorstellung von einem Gefühl des bei sich ankommens. Heute muss ich gar nicht mehr viel tun, nur ab und zu mal was Gutes (z.B. Straße kehren, Brösel aus dem Toaster fingern, Einkaufstüten alter Damen tragen, weinenden Kleinkindern zulächeln, auch wenn man Scheissschmerzen hat und einem die Ohren bluten). Und, meine Fresse: Das Universum liebt mich! Wir sind zwei ganz dicke Freunde geworden, ganz spezielle. Das ist manchmal schon so harmonisch, dass es zum Kotzen ist.</p>
<p><strong>2. Das Laufen hätte mich </strong><span style="text-decoration: line-through;"><strong>fast</strong></span><strong> </strong><span style="text-decoration: line-through;"><strong>knapp</strong></span><strong> </strong><span style="text-decoration: line-through;"><strong>bestimmt</strong></span><strong> irgendwann einmal das Leben gekostet.</strong><br />
Auch wenn ich gerade geschrieben habe, dass mir das Laufen fürs erste das Leben gerettet hat: es hätte mir auch schon ein paar mal das Leben gekostet. Einmal übersah ich knapp eine Trambahn, die mich ganz schön hübsch zermatscht hätte, machte aber in buchstäblich letzter Sekunde den entscheidenden Schritt von den Gleisen zurück. Ein andermal lief ich in ein Unwetter, nicht irgendeines, das war ein fucking Armageddon mit Hagel und Blitzen und herabstürzenden Ästen. Aber das sind alles andere Geschichten, aus denen ich stets mit einem blauen Auge davonkam. Oder einem blauen Knie oder etwas anderem blauen.</p>
<p>Ich lernte was es heißt, laufsüchtig zu sein und wie diese Sucht den Körper verzehren kann. Bei mir zeigte sich das in einem rapiden Gewichtsverlust. Der war zunächst nicht beabsichtigt, jedoch wurde der Drang danach, immer mehr Gewicht zu verlieren oder zumindest keines zuzunehmen, bald der wichtigste Grund für mein Hobby. Weniger Körpergewicht heißt weniger Kraftaufwand, da weniger Kilogramm mit rumzuschleppen sind, heißt schneller Laufen, heißt weiter Laufen, heißt bessere Zeiten und so weiter. Ausserdem fühlte es sich gut an, schlank zu sein und schnell; der Körper gespannt und sehnig, agil, kein Gramm Fett zu viel und immer auf dem Sprung. Permanent lag Energie an und ich stand die ganze Zeit unter Strom. Und irgendwann gefiel mir dieses ausgezehrte Gesicht im Spiegel, das nicht mehr nur hungrig nach Liebe aussah. Komisch, die Menschen in der dritten Welt wollen essen, aber können nicht und sind so unterernährt, das sie Blähbäuche bekommen und Skorbut und sie die Zähne verlieren und das Leben, als wäre es nichts. Und die Menschen unter der Sonne der ersten Welt können alles mögliche essen und wissen gar nicht, wohin zuerst, zu Wendys oder Subways oder Kentucky Fried Chicken aber sie verweigern und kasteien sich, bewusst, damit sie dünn und abgemagert und diätgedörrt aussehen, was nach ihren Standards als &#8220;schön&#8221; gilt. Schizophren, aber das ist auch ein <a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/06/sdYsolKXXmizsc5ldRnMGlFOo1_500.jpg" rel="lightbox[2255]">anderes Thema</a>.</p>
<p>Als ich mit dem regelmäßigen Laufen anfing, wog ich 74 Kilo. Als meine Ma mir das erste mal sagte: &#8220;Junge, ich weiß zwar nicht, was du machst aber egal was es ist, hör auf damit, du siehst schlecht aus.&#8221;, da wog ich noch 56 Kilo. Das war nicht ganz elf Monate später. Man braucht keinen Body-Mass-Index-Rechner um zu blicken, dass ich knapp an der Grenze zur Unterernährung war. Ich aß in dieser Zeit gezielt wenig, ein Apfel oder ein Joghurt und vielleicht noch eine Handvoll Kürbiskerne am Tag und lief weiterhin meine 50 bis 60 Kilometer in der Woche, immer hart an der Grenze des Stoffwechsel- und Kreislaufkollaps. Das ging auf Dauer nicht gut, ich fühlte mich mehr und mehr ausgebrannt, statt durch das Laufen glücklich zu werden, wurde ich zunehmender depressiv, richtig aggressiv, wenn ich eine Zeit nicht unterbieten oder eine angepeilte Distanz nicht laufen konnte. Die wenig übrig gebliebenen Fettreserven fraß also der Ehrgeiz, dann war Schluss. Übelkeit, Kreislaufbeschwerden, Verdauungsprobleme, Unruhe und Rastlosigkeit, Hitzeanfälle, ich konnte mich nicht mehr richtig konzentrieren und zur Hölle, ich bekam manchmal sogar keinen mehr hoch. Diese Zeit war Raubbau am eigenen Körper, ein permanenter Stresszustand und wenn es einen günstigen Zeitpunkt geben sollte, sich dafür bei ihm zu entschuldigen, so mache ich das hier und jetzt: Entschuldigung, Körper! Das passiert nie wieder.</p>
<p>Dass ich, was meine ehemalige Sucht betrifft hier so offenherzig bin, hat nichts mit Prahlerei oder einem erhöhten Aufmerksamkeitsdefizit zu tun. Ich suche kein Mitleid. Was ich sagen will: Geh laufen, hab Spaß, verlier Gewicht, genieß ein neues Körpergefühl, sei Ehrgeizig und ein verdammter Streber. Aber fang niemals an, wegen dem Laufen zu hungern. Darum geht es nämlich nicht. Und wenn deine Freunde sagen, du siehst wegen der ganzen Lauferei scheisse aus: hör auf sie!</p>
<p><strong>3. Laufen ist Meditation für mich</strong><br />
Sitze ich zehn Stunden für die Schule am Schreibtisch oder stehe in der Arbeit, brauche ich das. Als Ausgleich, um dröger Geistesarbeit körperliche Bewegung entgegen zu setzen, sonst würde mein Kopf platzen.<br />
Da draussen auf der Strecke, da bin ich mit meinen Gedanken alleine; da mache ich meine Probleme nur mit mir aus; da Kämpfe ich nur gegen meine eigene Schwäche, meine eigenen Ängste, meine eigene Wut. Da hast du nur das Sausen des Windes um die Ohren und diese eine unglaublich starke Kraft, die dich festhalten will, die Beine schwer macht und dir das Aufgeben verlockend schönredet. Aber auch diese andere unglaublich starke Kraft, die dich aufrichtet, anfeuert, dich von hinten anschiebt und dich immer noch ein Stück schneller, ein Stück weiter laufen lässt, als du eigentlich dachtest, das du es kannst. Ein Gezerre, ein hin und her bei jedem neuen Schritt.<br />
Da ist nur der Rhythmus des Atmens, ganz gleichmäßig, wie ein Mantra. Ein Grund, warum ich zum Laufen keine Musik höre ist der, dass ich meinen Körper hören will um mich auf ihn zu konzentrieren. Nach einer bestimmten Zeit läuft man wie in Trance, die Gedanken sind kristallklar oder laserscharf, ich weiß nicht, welche Beschreibung besser passt. Manchmal denke ich dann an alles mögliche und manchmal vielleicht nur an ein bestimmtes Wort oder einen Satz, den ich zum Rhythmus meines Schrittes immer wiederhole. Oft bin ich einfach nur glücklich während des Laufens, dann lächle ich, was zugegebener Maßen ziemlich bescheuert aussieht. Aber das ist nicht die Regel. Oft ist es vom ersten bis zum letzten Laufmeter einfach nur eine einzige Qual. Es ist eben mal so und mal so. Aber wenn sich ein Hochgefühl einstellt, dann ist es etwas besonderes. Und im Winter, wenn sich die Lunge mit eiskalter Luft füllt, fühlt man sich sehr am Leben.</p>
<p>Ich laufe sehr gerne im Regen, das ist eine unglaublich elementare Erfahrung, weil man beginnt, diese Situation einfach hinzunehmen, so wie sie ist. Irgendwann findet man sich damit ab und ist wirklich nur noch bei sich selbst. Ich laufe sehr gerne in der Nacht. Ich kann nicht behaupten, dass es keine Stellen gibt, an denen ich mich nicht fürchte. Manche Abschnitte im Park sind stockfinster und wenn ich wieder ins Licht komme merke ich erst, wie schreckhaft weit ich meine Augen aufgerissen habe, um in der Dunkelheit etwas zu erkennen. Laufe ich in der Nacht, so ist die Welt gehüllt in Schemen, was alles um einen herum noch bizarrer und unwirklicher werden lässt und den Trance-Effekt noch verstärkt.</p>
<p>Laufen ist Kontemplation und nach jedem Lauf bin ich der glücklichste Mensch der Welt, ein Schattenläufer im Regen.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=2255&amp;md5=a285fe30abbe95667697b1bd98c2b42d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Im Test: Nike Zoom Victory+</title>
		<link>http://himmelende.de/2009/05/21/im-test-nike-zoom-victory/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 May 2009 21:18:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Sommer-Laufsaison 2009 ist eröffnet und Himmelende geht gleich mit zwei Paar neuen Schuhen an den Start. (Dank an die lokale Runners Point Filiale unseres Vertrauens für die beiden Testmuster. Die schlechte Nachricht: Ihr bekommt sie nicht wieder.) Da eine &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/05/21/im-test-nike-zoom-victory/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Sommer-Laufsaison 2009 ist eröffnet und Himmelende geht gleich mit zwei Paar neuen Schuhen an den Start. (Dank an die <a href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=runners+point,+m%C3%BCnchen&amp;sll=37.0625,-95.677068&amp;sspn=45.553578,71.982422&amp;ie=UTF8&amp;t=h&amp;z=12&amp;iwloc=A"><span>lokale Runners Point Filiale</span></a> unseres Vertrauens für die beiden Testmuster. Die schlechte Nachricht: Ihr bekommt sie nicht wieder.)</p>
<p>Da eine ordentliche Laufschuhanalyse  schnell den Umfang einer wissenschaftlichen Diplomarbeit erreicht &#8211; man google sich durch diesbezügliche Foren und Artikel auf runnersworld.com &#8211; will ich hier nur meine persönlichen Eindrücke schildern, ohne viel technischen Schnickschnack. Von Sprengung, Pronation etc. habe ich nicht viel Ahnung. Was ich wissen will: Wie läuft es sich in den neuen Schuhen. Punkt. Und das ist natürlich hochgradig subjektiv. Also fangen wir an.</p>
<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/05/nike_zoom_victory_infos.jpg" rel="lightbox[2364]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2395" title="Nike Zoom Victory+ Fakten" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/05/nike_zoom_victory_infos-150x150.jpg" alt="Nike Zoom Victory+ Fakten" width="150" height="150" /></a>Als erstes nehmen wir den Nike Zoom Victory+ 2009 ins Visier. Nach über 1200 Kilometern in <a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/05/nike_vomero3.jpg" rel="lightbox[2364]">meinen alten Vomero 3</a> sind die ersten Meter in diesem neuen Schuh eine absolute Offenbarung für mich. Vomero ist auf Stabilität und Dämpfung ausgelegt, die Sohle schluckt jede Unebenheit, vom Untergrund bekommt man nicht viel mit, die Energie der Beine verpufft hauptsächlich im Schaumstoff der Sohlen. Das ist wie mit einem S-Klasse Mercedes: unendlich bequem, da rüttelt nix, da zwickt nix, da merkt man keine Bodenwelle, alles ein bisschen wie in Watte verpackt. Der Nike Zoom Victory+ ist vielleicht kein Porsche, aber geht ganz klar in diese Richtung. Ein knackiger, neutraler Schuh, sehr leicht (~ 170 Gramm), ohne großartige Dämpfung, ausgelegt auf Geschwindigkeit, Geschwindigkeit, Geschwindigkeit. Sebastien Mermet, Footwear Designer bei Nike preist das Konzept als &#8220;the ultimate naked ride&#8221; an (<a href="http://www.nike.com/nikelab/site.html?en_US#/product/nike-zoom-victory-plus/video/interview-nike-zoom-victory-plus">Video</a>). Er meint damit nicht den ultimativen nackten Ritt durchs Unterholz, sondern die Reduktion auf das Wesentliche. Also geringes Gewicht und trotzdem hohe Stabilität. Erreicht wird das unter anderem mit Nikes Flywire (<a href="http://www.nike.com/nikelab/site.html?en_US#/technology/flywire/video/tech-flywire">Video</a>), ein direkt in das Material eingenähtes dynamisches System aus Fäden, die Halt verleihen, sich fest an den Fuß schmiegen, trotzdem dehnbar sind und den Schuh somit durch Einsparung von Material extrem leicht machen. Nike überträgt dafür das Konzept der <a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/05/nike_victory_sprint.jpeg" rel="lightbox[2364]">olympischen Sprint-Version des Schuhs</a> eins zu eins auf den Zoom Victory+, klebt aber eine dickere Sohle dran. Darin findet auch ein <a href="http://nikeplus.nike.com/">Nike+</a> Sensor Platz, was den Schuh für Leute interessant macht, die gerne auf diesen Motivationsverstärker vertrauen. Soviel zur Theorie.</p>
<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/05/nike_zoom_victory_single.jpg" rel="lightbox[2364]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-2397" title="Nike Zoom Victory+" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/05/nike_zoom_victory_single-150x150.jpg" alt="Nike Zoom Victory+" width="150" height="150" /></a>Die Praxis bietet zunächst sehr gemischte Gefühle. Bei allen neuen Modellen mit Flywire fällt die Größe etwas knapper aus. War der Vomero in US 9 groß genug, um spezielle Einlagen zu verkraften, ist beim Zoom Victory dafür kein Platz mehr. Läufer, die nicht gerne mit einem sehr eng anliegenden Schuh laufen, sollten ihn deshalb eine halbe Nummer größer kaufen. Ich persönlich bin mit der engeren Passform sehr zufrieden. Der Schuh klebt so bockefest an den Füßen, Flywire tut hier seine ganze Arbeit. Fühlt sich wirklich gut an. Optisch ist der neonfarbene Zoom Victory+ auf jeden Fall ein echter Hingucker.</p>
<p>Nach den ersten Metern wird mir schnell bewusst: dieser Schuh ist ein Bastard, ein hundsgemeines Dreckschwein! Warum? Er ist schnell. Verdammt schnell. Was sich jetzt etwas schizophren anhört (ein Schuh an sich kann nicht schnell sein), stimmt jedoch insofern, als dass dieser Schuh förmlich danach drängt, noch einen Ticken schneller zu laufen. Und noch einen. Und noch einen. An der Ampel, nach 300 jungfräulichen Metern blicke ich an mir herab und betrachte meine Füße, wie sie unruhig hin- und hertippeln, nervös, ungeduldig. Das ist gaga aber diese Schuhe wollen laufen, schnell laufen! Und das macht Spaß. Selbst am Ende einer 12 Kilometer-Runde fauchen die Dinger und lassen mich noch einmal voll aufdrehen.</p>
<p><strong>Pro:</strong></p>
<ul>
<li>schneller, leichter Schuh</li>
<li>angenehm enge Passform</li>
<li>klebt am Fuß wie Pattex</li>
<li>vermittelt ein sehr gutes Gefühl für den Untergrund</li>
<li>leise (!)</li>
</ul>
<p>Leider gibt es, nach all dieser Lobhudelei einen idiotisch großen Haken, besser gesagt einen Designfehler kolossaler Größe: der Schaft, der die Achillessehne umschließt. Dieser ist den Designern bei Nike absolut misslungen. Ich las im Vorfeld viele Berichte von Läufern, die sich Schrunden und blutige Achillessehnen holten, die sich lautstark darüber beschwerten und den Schuh umtauschen mussten; ich las die Empfehlungen im Shop unter <a href="http://nikerunning.com">nikerunning.com</a>, wo es massenweise Proteste und miserable Bewertungen hagelte. All das hielt mich nicht davon ab, mich mit den Victory&#8217;s auf die Strecke zu wagen. Und soll ich euch etwas verraten? Sie haben alle recht. Ich hatte in meinem ganzen Leben nach nur einem Lauf noch niemals so blutige Achillessehnen, inklusive an dieser Stelle durchgescheuerten Socken. Selbst das Innenfutter der Schuhe saugte sich voller Blut, was zugegebener Maßen sehr martialisch aussah. Dementsprechend deprimiert war, nach anfänglicher Euphorie, meine Stimmung. Ich gab die Hoffnung jedoch nicht auf und den Schuhen noch eine zweite, eine dritte Chance; klebte über die lädierten Stellen ein dickes Pflaster, drückte den Schaft der Schuhe an dieser Stelle mehrmals auseinander und hey: das Aufscheuern ist weg. Was eigentlich nicht sein dürfte, bewahrheitet sich hier besonders: Zoom Victory+ muss eingelaufen werden. Mein Paar adelt das jedoch, denn nur so entstehen Legenden und wahre Männerlaufschuhe, blutgetränkt und unter Schmerzen mit zusammengebissenen Zähnen eingelaufen.</p>
<p>Ärgerlich, weil ganz einfach vermeidbar ist auch folgender Designfehler: die Zunge. Sie ist auf der Innenseite nicht fest mit dem Material vernäht. An sich nichts dramatisches. Bei diesem Paar Schuhe knickt jedoch die Naht beim Reinschlüpfen so unglücklich nach Innen, dass die Zunge dann an diesen Stellen quasi &#8220;doppelt&#8221; aufliegt und unangenehm auf den Span der Füsse drückt. Nervig. Gehört man zu den Geduldigen, kann man versuchen bei angezogenem Schuh die Zunge mit den Fingern innen gerade zu ziehen. Mühsame Frickelei.<br />
Zu schlechter Letzt: Das Oberflächenmaterial ist sehr anfällig für Schmutz. Zumindest in der Farbvariante mit dem weiß-schwarz Gradienten. Selbst die kleinsten Dreckflecken werden vom Material so aufgesaugt, dass sie selbst nach minutenlangem Schrubb-Prozedere nicht mehr rauszubekommen sind. Läufer mit Sauberkeitsfimmel durchleben hier Psychosen.</p>
<p><strong>Contra:</strong></p>
<ul>
<li>hinterer Schaft reibt Achillessehnen blutig</li>
<li>Zunge knickt beim Reinschlüpfen ein</li>
<li>schmutzempfindliches Material</li>
</ul>
<p><strong>Fazit:</strong> Ganz klar, eine Hassliebe. Zumindest, was die ersten Läufe betrifft. Dann wurde es immer harmonischer. Mein Tip für euch: Lauft den Schuh einmal, ihr werdet fluchen. Lauft den Schuh zweimal, ihr werdet immer noch fluchen. Lauft ihn ein drittes und viertes mal und die beschriebene Achillessehnenproblematik verschwindet langsam und ihr erhaltet ein verdammt gutes Paar Laufschuhe, die von den unzähligen negativen Stimmen in ein viel schlechteres Licht gerückt werden, als sie eigentlich verdient haben.</p>
<p><strong>Wertung: 4/5 Sternen</strong><br />
★★★★●</p>
<p>Ich persönlich hab mittlerweile irre viel Spaß an Nike&#8217;s neuem Zoom Victory+ (dass ich das mal von Laufschuhen behaupten würde, hätte ich nie gedacht). Wenn ich diese neongelben Wahnsinnsdinger anziehe, fühle ich mich wie Peter Parker in <a href="http://www.apple.com/trailers/sony_pictures/spider-man_3/trailer1_high.html">Spiderman 3</a>. Sie ergreifen Besitz von mir und ich mutiere zum absoluten badass. Dann solltet ihr schleunigst die Straßen verlassen. Es wird sonst Kollateralschäden geben.</p>
<p><em>Hinweis für alle Münchner unter euch: Den Zoom Victory+ gibts derzeit reduziert bei Sport Scheck für 99 statt 130 Ocken. Zuschlagen und erstmal ordentlich blutige Sehnen holen. Yeah!</em></p>
<h5>Testbericht in der nächsten Woche: <a href="http://himmelende.de/2009/06/11/im-test-nike-lunaracer/">Mit dem neuen Lunaracer+ einmal zum Mond und zurück.</a></h5>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=2364&amp;md5=225a4758b78b2464c313d3799fa8e0ff" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Verschoben: Lauferfahrung dokumentiert &#8211; THC</title>
		<link>http://himmelende.de/2009/04/22/verschoben-lauferfahrung-dokumentiert-thc/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 15:17:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[biologie]]></category>
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		<category><![CDATA[gesundheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Aufgrund eines Anfalls akuter Lustlosigkeit wird der Artikel &#8220;Lauferfahrung dokumentiert: THC&#8221;, ein Beitrag aus einer Serie, die die Auswirkung verschiedener Stoffe in Nahrungs- und Konsumprodukten auf den laufenden Menschen betrachtet, verschoben. Wir danken für Ihr Verständnis.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aufgrund eines Anfalls akuter Lustlosigkeit wird der Artikel &#8220;Lauferfahrung dokumentiert: THC&#8221;, ein Beitrag <a href="#mce_temp_url#">aus einer Serie</a>, die die Auswirkung verschiedener Stoffe in Nahrungs- und Konsumprodukten auf den laufenden Menschen betrachtet, verschoben. Wir danken für Ihr Verständnis.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=2108&amp;md5=26de71217f141d5d5ce6e9a808360d57" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Im Test: cep Kompressions-Laufstrümpfe</title>
		<link>http://himmelende.de/2009/04/14/im-test-cep-kompressions-laufstrumpfe/</link>
		<comments>http://himmelende.de/2009/04/14/im-test-cep-kompressions-laufstrumpfe/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 09:57:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegungsdrang]]></category>
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		<category><![CDATA[laufen]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;running O2 sportsocks – für alle Läufer&#8221; steht auf der Schachtel, drin stecken ein Paar Laufstrümpfe mit High-Tech und Raumfahrt und Klimaregulation und einer Menge anderem Voodoo-Kram. Kompression ist ein Meister aus Deutschland, made in Germany. cep tüftelt seit Jahrzehnten &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/04/14/im-test-cep-kompressions-laufstrumpfe/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/04/photo-1.jpg" rel="lightbox[2001]"><img class="alignleft size-medium wp-image-2013" title="cep Kompressions-Laufsocken" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/04/photo-1-225x300.jpg" alt="cep Kompressions-Laufsocken" width="225" height="300" /></a>&#8220;<a href="http://www.cep-sports.com/produkte/running-o2/running-o2-socks.html">running O2 sportsocks </a>– für alle Läufer&#8221; steht auf der Schachtel, drin stecken ein Paar Laufstrümpfe mit High-Tech und Raumfahrt und Klimaregulation und einer Menge anderem Voodoo-Kram.</p>
<p>Kompression ist ein Meister aus Deutschland, made in Germany. cep tüftelt seit Jahrzehnten an der perfekten Stricktechnologie. Raus kamen ganz ordentliche Kompressions-Laufstrümpfe &#8220;kurz vor Verschreibungspflicht&#8221;, so die Verkäuferin medizinfraumäßig nickend, als sie vor mir auf die Knie ging, um meinen Wadenumfang zu messen. Der ist nämlich die ausschlaggebende Größe bei den cep-Socken.<br />
Und bevor ihr denkt, ich hab verstärkt einen an der Marmel: Die Dinger halten, was sie versprechen. Nach drei Läufen, jeweils um die 15 Kilometer, stellen sich ähnliche Effekte ein, wie damals schon bei meinem ersten Paar <a href="http://himmelende.de/2008/09/11/laufender-wirbelsturm/">Rohner</a>. Unterschied hier: Es gibt sie wahlweise auch in Schwarz und sie sind noch einen Ticken enger. Die cep&#8217;s sind somit nicht nur die teuersten Socken meines Lebens (46 Euro!), es sind auch die am schwierigsten Anzuziehenden. Wer dafür nicht die richtige Technik entwickelt, darf sich auf diverse Krämpfe einstellen. Hiermit verkünde ich also feierlich, dass ich in die Sockenforschung gehen und Kompressionsstrümpfe entwickeln werde, die leicht und schmerzfrei anzuziehen sind. Und damit roll ich dann den Weltmarkt auf.<br />
Sonst bin ich ja keine Slogan-Hure, aber den von cep kann ich unterschreiben: &#8220;Schneller laufen &#8211; leichter laufen &#8211; schneller erholen &#8211; besser fühlen.&#8221; Einziger Punktabzug: horrender Preis. Von fünf möglichen Sternen also nur vier.</p>
<p>★★★★●</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=2001&amp;md5=6d8d06ad2d044322ed26b404ac7fe2e4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Lauferfahrung dokumentiert: Zigaretten</title>
		<link>http://himmelende.de/2009/02/21/lauferfahrung-dokumentiert-zigaretten/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Feb 2009 14:42:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was man nicht alles im Namen der Wissenschaft über sich ergehen lässt. Sebastian von Himmelende geht in der Serie &#8220;Lauferfahrung dokumentiert&#8221; der Frage auf den Grund, welche Stoffe in Nahrungs- und Konsumprodukten sich wie auf den Organismus eines Sportlers auswirken. &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/02/21/lauferfahrung-dokumentiert-zigaretten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Was man nicht alles im Namen der Wissenschaft über sich ergehen lässt. Sebastian von Himmelende geht in der Serie &#8220;Lauferfahrung dokumentiert&#8221; der Frage auf den Grund, welche Stoffe in Nahrungs- und Konsumprodukten sich wie auf den Organismus eines Sportlers auswirken. Am Ende der Teststrecke steht eine rasselnde Lunge, ein paar Gramm Hüftgold mehr, aber auch die Erkenntnis: es ist nicht alles schlecht, was ungesund aussieht.</h3>
<h2>Zigaretten</h2>
<p>Na das geht ja gleich mal mittelprächtig los. Für einen Ex-Raucher &#8211; mittlerweile seit sechs Jahren abstinent &#8211; sind die Verlockungen am Ende der zweiwöchigen Teststrecke enorm und ich musste mich gehörig zusammennehmen, um mit dem Rauchen nicht wieder anzufangen. Die Macht der Gewohnheit und die Macht suchtgenerierender Tabak-Inhaltsstoffe sind ein paar hinterfotzige Kandidaten, aber das soll jetzt nicht Gegenstand meiner Betrachtung sein. &#8220;<a href="http://himmelende.de/2008/11/10/nicht-deswegen/">Manchmal muss man Rauchen, um das Nicht-Rauchen nicht überhand nehmen zu lassen.</a>&#8221; Das gilt aber auch im Umkehrschluss und das befreiende Gefühl, wenn sich der ganze schleimige Scheiss wieder aus der Lunge löst, ist unübertroffen.</p>
<h4>Was steckt drin</h4>
<p>Hauptbestandteil einer Zigarette ist neben Teer und ein paar anderen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tabakzusatzstoffe">leckeren Zusatzstoffen</a> das Nikotin. Als Acetylcholin-Konkurrent (ein Neurotransmitter, der für die Weiterleitung eines Impulses vom Ende der Nervernfaser zum Muskel verantwortlich ist), dockt es an Rezeptor-Molekülen der Museklfaser an, besetzt diese und löst Muskelzittern aus. Fies: Es kann von körpereigenen Enzymen nicht abgebaut werden. Nikotin ist also, ähnlich wie Curare, ein Nervengift: ein Muskelrelaxans. Die letale Dosis für einen gesunden, erwachsenen menschlichen Organismus liegt bei 20 &#8211; 35 mg, was nicht besonders viel ist. Ein paar Zigaretten ins Müsli gekrümelt und der Rest des Tages verläuft, naja, sagen wir eher ungünstig.<br />
Bei der Verbrennung des Tabaks entstehen dann noch in etwa drölfmillionen anderer kleiner, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tabakrauch">fieser Nebenprodukte</a>, die meisten davon mit karzinogenem Charakter, also krebserregend. Summa summarum also genau die richtigen Stoffe, die ein Sportler so braucht. </p>
<h4>Versuchsaufbau und Erfahrungen</h4>
<p>Dazu gleich eine kurze Anmerkung. Die von mir beschriebenen Erfahrungen sind subjektiver Natur, die von Mensch zu Mensch variieren können. Dass sie nichtwissenschaftlicher Art sind, brauche ich nicht extra zu erwähnen. Genau so wenig, wie dass die einzelnen Versuche dieser Serie schlecht bis gar nicht miteinander zu vergleichen sind. Trotzdem will zumindest folgende Rahmenbedinungen festlegen:</p>
<ol>
<li>Die Versuchsphase erstreckt sich immer über 14 Tage.</li>
<li>In dieser Zeit treibe ich weiterhin Sport, d.h. alle 48 Stunden 10 Km Joggen.</li>
<li>Mindestens 4 Stunden vor dem Laufen erfolgt die letzte Zufuhr des jeweiligen Stoffes.</li>
</ol>
<p>In diesen 14 Tagen rauche ich 34 Zigaretten (1,0 mg Nikotin, 10 mg Kondensat und 10 mg Kohlendioxid pro Zigarette). Gleich die erste Inhalation wirkt heftig: Schwindelgefühl und leichtes Muskelzittern. Meine Verdauung spielt verrückt, permanent befinde ich mich auf dem Weg zwischen Schreibtisch und Toilette. Der Effekt beim Laufen innerhalb der ersten Tage ist sofort spürbar: Kreislaufbeschwerden und Muskelkrämpfe nach den ersten Kilometern. Für gewöhnlich laufe ich Distanzen zwischen 10 und 15 Km, ohne überhaupt daran zu denken, aufzuhören. Nach drei Tagen Zigarettenkonsum ist nach 4 Km erstmal Schluss. Ich brauche einen Zwischenstop, weil ich nicht genügend Luft bekomme. Es rasselt in meiner Lunge und es fühlt sich an, als würde einem der Hals zugedrückt werden. Ich fühle scheinbar jedes einzelne Lungenhärchen stechen, fühle die Lunge als solches in meinem Brustkorb und das ist übel.<br />
Nach einer Woche (ich muss meine Laufdistanz bereits auf 5-6 Km runterschrauben, mein Puls springt jetzt nämlich schon nach 800 Metern in eine Region, die alles andere als gesundheitsförderlich ist) gesellen sich zu den leistungsmindernden Effekten noch Stoffwechselstörungen: Ich bekomme Pickel und zwar richtig viel. Als die 14 Tage vorüber sind, laufe ich nicht mehr gegen die Muskelerhärtung durch Überreizung, sondern gegen den Schmerz in meinem Brustkorb.</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Egal, was eure Idole, Freunde und der Marlboro-Mann erzählen: Rauchen ist scheisse. Punkt. Die Aspekte der Sozialisierung und der Kommunikationsförderung von Zigaretten stelle ich nicht in Abrede. Als Leistungs- und Ausdauerkiller rangieren Zigaretten in meinen Versuchen jedoch absolut unangefochten in der Kategorie &#8220;gesundheitliche Wasserstoffbombe&#8221;.<br />
Immense körperliche Beeinträchtigungen und die entstehende Suchtwirkung &#8211; dieser erste Versuch war im Vergleich zu allen Folgenden der Übelste. Am Ende tat mir meine Lunge richtiggehend leid, wie sie nach jedem Lauf versucht hat, mit vermehrter Schleimproduktion diesen ganzen Schrott aus sich heraus zu husten. Die Leistungsminderung lag in meinem Fall bei über 50%. Meine Muskeln hätten in dieser Zeit mehr drauf gehabt, allein es fehlte an Luft.<br />
Zwei Wochen nach Testende war ich in etwa wieder auf dem Leistungsniveau wie davor. Das ist überraschend schnell. Allerdings dürfte noch weitaus mehr Zeit vergehen, bis wirklich alle Schadstoffe in meinem Körper abgebaut sind.<br />
Für alle angehenden Nichtraucher, ehemals rauchende, jetzt rückfällig gewordene Sportler (oder Läufer mit dem latenten Drang zu masochistischen Selbstversuchen) empfehle ich folgendes. Weiterlaufen und nicht schonen, gemäß dem Motto: &#8220;Ich erhol mich erst mal ein paar Tage und fang dann nächste Woche wieder mit dem Sport an.&#8221; (Die Gefahr, in dieser Zeit wieder Blödsinn anzustellen, ist groß!) Da Nikotin vom Körper selbst zwar relativ einfach abgebaut werden kann, an der neuromuskulären Synapse jedoch nur durch eine vermehrte Acetylcholin-Ausschüttung von den Kontaktstellen &#8220;vertrieben&#8221; wird: macht weiter Sport. Ausserdem merkt man dabei am Besten, was für einen Scheiss man sich eigentlich antut und überlegt es sich vielleicht zweimal, mit dem Rauchen wieder anzufangen.</p>
<p>Zum Thema:<br />
<a href="http://www.sportanalyse.de/cms/trainingstheorie/1051-rauchen-und-sport.htm">Rauchen und Sport &#8211; Einfluß von Tabakkonsum auf die körperliche Leistungsfähigkeit im Sport</a><br />
<a href="http://www.stern.de/wissenschaft/medizin/:Regeneration-Was-K%F6rper-Zigarette/507874.html?eid=501405">Regeneration &#8211; Was im Körper nach der letzten Zigarette passiert</a></p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=1446&amp;md5=9bc561e9b0fcf7af37883d26ed969414" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>134.979.939.800 gemeinsame Schritte</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 20:46:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rippenprellungsbedingt muss ich momentan mit dem Joggen etwas kürzer treten. Wissen sie: Das ist insofern schlecht, als dass ich sonst sehr viel laufe &#8211; gegen Ärger, gegen Stress, mindfuck usw. und jetzt sitzt hier ein 60 Kilogramm Frustpotential das versucht, &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/01/20/134979939800-gemeinsame-schritte/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1257" title="running" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/01/running.jpg" alt="running" width="528" height="122" /><a href="http://himmelende.de/2009/01/03/im-as-mad-as-hell-and-im-not-going-to-take-this-anymore/">Rippenprellungsbedingt</a> muss ich momentan mit dem Joggen etwas kürzer treten. Wissen sie: Das ist insofern schlecht, als dass ich sonst sehr viel laufe &#8211; gegen Ärger, gegen Stress, mindfuck usw. und jetzt sitzt hier ein 60 Kilogramm Frustpotential das versucht, aggressive Tendenzen mit stumpfer Gewalteinwirkung auf die Tastatur und homöopathischen Arzneimitteln zu kompensieren. Klappt alles nicht besonders gut. Wilde Beschimpfungen der Zimmerpflanze helfen da auch nicht weiter.</p>
<p>So hätte ich in all meiner motorischen Unruhe fast nicht bemerkt, dass Nike mir still und heimlich meine Laufjahresstatistik unter der Tür durchgeschoben hat. Seit Mai 2008 benutze ich <a href="http://nikeplus.nike.com/">Nike+</a> &#8211; ein System, bestehend aus einem Armband (oder iPod), das mit einem Sensor im Laufschuh in Verbindung steht und Distanz, Zeit, Geschwindigkeit und Kalorien ermittelt. Diese Daten kann man zu nikeplus.com hochladen, um dort an virtuellen Wettkämpfen teilzunehmen, was besonders in motivationslosen Phasen gut zum Joggen animieren.</p>
<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/01/nike-jahresstatistik-2008.png" rel="lightbox[1253]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1260" title="nike-jahresstatistik-2008" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2009/01/nike-jahresstatistik-2008-150x150.png" alt="nike-jahresstatistik-2008" width="150" height="150" /></a>821,444 Schritte habe ich laut dieser Statistik gemacht, seitdem ich mir das erste mal den Sensor in den Schuh steckte. Mittwoch sei angeblich mein Lieblings-Lauftag, was eine glatte Lüge ist (es ist Freitag oder vielleicht Sonntag, so genau will ich mich da nicht festlegen). 42.345 verbrannte Kalorien in 83 Tagen: beeindruckende Zahlenspielerei. Die gesparten 103,5 Liter Benzin, die ich benötigt hätte, drehte ich meine Runden statt per pedes mit dem Auto, sind dagegen beste Ökobilanzpolitur. Zählt man die Schritte der gesamten Nike+ Läuferschaft (134.979.939.800 sind das, eine idiotisch große Zahl), kommt man damit 2.710 mal um den Globus. 5.610.069 Gramm Körpergewicht wurde dabei verbrannt, genug Energie, um 630 Haushalte mit Strom zu versorgen. Nicht schlecht. Zwei Fragen aber bleiben am Ende:<br />
1) Fließen diese Daten in den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Happy_Planet_Index">Happy Planet Index</a> ein?<br />
2) Warum ist Luxemburg &#8220;klein neben Nike+&#8221;? (siehe Grafik)</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=1253&amp;md5=eb91d85f96fac964be16a3bdd4e44dab" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>22k Weihnachtslauf</title>
		<link>http://himmelende.de/2008/12/22/22k-weihnachtslauf/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Dec 2008 17:59:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegungsdrang]]></category>
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		<description><![CDATA[Meine Damen und Herren, wehrte Leser dieses Blogs: Alles, was ich nun von ihnen verlange ist ein wenig ehrliche Anteilnahme, ein wenig Applaus, Lobhudelei, Kopftätscheln, sie wissen schon. (genauere Darstellung via runnerplus.com) Hier ist er also nun, mein erster Halbmarathon &#8230; <a href="http://himmelende.de/2008/12/22/22k-weihnachtslauf/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Damen und Herren, wehrte Leser dieses Blogs: Alles, was ich nun von ihnen verlange ist ein wenig ehrliche Anteilnahme, ein wenig Applaus, Lobhudelei, Kopftätscheln, sie wissen schon.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://fpdownload.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=8,0,0,0" width="198" height="145" id="Nike+ Runs" align="middle"><param name="allowScriptAccess" value="sameDomain" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="movie" value="http://nikeplus.nike.com/nikeplus/v1/swf/scrapablewidget/rundetail.swf" /><param name="quality" value="high" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="FlashVars" value="type=individualRun&#038;userDefaultUnit=km&#038;screenName=Laokoon&#038;dateFormat=DD/MM/YY&#038;id=338306418&#038;userID=618967010&#038;region=emea&#038;language=de&#038;locale=de_de"/><embed src="http://nikeplus.nike.com/nikeplus/v1/swf/scrapablewidget/rundetail.swf" quality="high" wmode="transparent" bgcolor="#ffffff" width="198" height="145" name="Nike+ Runs" align="middle" allowScriptAccess="sameDomain" FlashVars="type=individualRun&#038;userDefaultUnit=km&#038;screenName=Laokoon&#038;dateFormat=DD/MM/YY&#038;id=338306418&#038;userID=618967010&#038;region=emea&#038;language=de&#038;locale=de_de" type="application/x-shockwave-flash" pluginspage="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer"></embed></object><br />
(genauere Darstellung via <a href="http://www.runnerplus.com/run/4195-606871/">runnerplus.com</a>)</p>
<p>Hier ist er also nun, mein erster Halbmarathon und ja, ein bisschen Prahlerei in der glühweingetränken Vorweihnachtszeit darf sein. Der Lauf: Komplett ungeplant und erst ab Kilometer 9 restlos davon überzeugt gewesen, die Halbmarathon-Distanz nun wirklich anzupacken. Für eine Weile begleitete mich ein herrenloser, schwarzer Hund, der fröhlich vor sich hin sabberte und glücklich war, dass jemand mit ihm mitläuft. Geschotterte Wege, wenig Asphalt, gute Luft und kein Verkehr: Vorteile des Laufens im Münchner Hinterland. Am Wendepunkt legte ich bei einem Hof einen Zwischenstop ein. Musste ich, denn ich war ohne Wasser unterwegs und fragte dort nach einem Glas (skeptischer Blick), bekam eine 0,5er Flasche mit Blubber und fühlte mich ein wenig wie Josef, der gutmütige Ziehvater von Jesus, auf der Suche nach einer Unterkunft. Die 11 Kilometer heimwärts dann mit üblem Gegenwind gekämpft, der letzte Kilometer war eine Qual. Noch nicht genug gequält stieß ich am Ende einen Jubelschrei aus, erst verhalten, dann brüllend. Hase und Fuchs, die sich dort draussen sonst nur gute Nacht sagen, schüttelten den Kopf und sagten nur: &#8220;Der spinnt!&#8221;, und zündeten sich noch eine Kippe an.<br />
So und mit diesem Lauf kann man wunderbar das Jahr abschließen. Allen Laufbegeisterten dieser Erde &#8211; und allen anderen natürlich auch &#8211; wünsche ich ein schönes Weihnachtsfest und fröhliche Sektkorkenknallerei, wenn das Ding mit dem Jahreswechsel wieder dran ist.<br />
Erholt euch, <a href="http://himmelende.de/2006/11/19/gaukler-der-worte/">bleibt hungrig</a> und <a href="http://himmelende.de/2007/12/29/das-letzte/">unvernünftig</a>. Und seid mir auch nächstes Jahr weiterhin gewogen.<br />
Ende der Durchsage.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=1083&amp;md5=0528352281906144d30d74c7d1c2fbd3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Ja wo laufen Sie denn?</title>
		<link>http://himmelende.de/2008/09/20/ja-wo-laufen-sie-denn/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Sep 2008 15:36:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegungsdrang]]></category>
		<category><![CDATA[laufen]]></category>
		<category><![CDATA[sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern eine neue, maximale Laufdistanz geschafft: 16,44 Kilometer! Am Stück, ohne Keuchen, ohne Murren. Nach 13 Kilometer Ziehen im Oberschenkel. Nach 14 Kilometer brannten meine Nippel, wundgescheuert durch das lockere T-Shirt drunter. (Merke: Das nächste mal abkleben.) Das Gefühl hernach: &#8230; <a href="http://himmelende.de/2008/09/20/ja-wo-laufen-sie-denn/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern eine neue, maximale Laufdistanz geschafft: 16,44 Kilometer! Am Stück, ohne Keuchen, ohne Murren. Nach 13 Kilometer Ziehen im Oberschenkel. Nach 14 Kilometer brannten meine Nippel, wundgescheuert durch das lockere T-Shirt drunter. (Merke: Das nächste mal abkleben.) Das Gefühl hernach: total dope. Was da alles an Endorphinen und weiß der Teufel was noch einfuhr. Unheimlich. Mein Kopf war so leicht, ohne Körper dran wäre er an die Decke gegangen. Meine Knie taten weh. Meine Waden jedoch kaum, <a href="http://himmelende.de/2008/09/11/laufender-wirbelsturm/" target="_self">Kompressionssocken</a> sei Dank. Meine Stimme hatte leichtes Valium-Timbre.<br />
Ich war so glücklich.<br />
Doch das Beste daran: Nur noch fünf weitere Kilometer zur Halbmarathon-Distanz!<br />
Nun bloß keinen überbordenden Eifer. Aber Träume soll man haben. Und es tut vor allen Dingen gut zu sehen, dass es machbar ist; dass ich eineinhalb Stunden am Stück laufen kann, dass ich diese Distanz verhältnismäßig schnell laufen kann. Rund eine Minute pro Kilometer schneller, als bei meiner alten, persönlichen <a href="http://nikeplus.nike.com/nikeplus/?l=runners,runs,618967010,runID,1020086126">13 Kilometer-Bestmarke</a>. Das ist eine Menge. Mal sehen, wie&#8217;s weiterläuft. </p>
<p>Die Distanz als Graph: So hat&#8217;s Nike+ gesehen (mit typischem Rundungsfehler als Delle)<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://fpdownload.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=8,0,0,0" width="198" height="145" id="Nike+ Runs" align="middle"><param name="allowScriptAccess" value="sameDomain" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="movie" value="http://nikeplus.nike.com/nikeplus/v1/swf/scrapablewidget/rundetail.swf" /><param name="quality" value="high" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="FlashVars" value="type=individualRun&#038;userDefaultUnit=km&#038;screenName=Laokoon&#038;dateFormat=DD/MM/YY&#038;id=272104165&#038;userID=618967010&#038;region=emea&#038;language=de&#038;locale=de_de"/><embed src="http://nikeplus.nike.com/nikeplus/v1/swf/scrapablewidget/rundetail.swf" quality="high" wmode="transparent" bgcolor="#ffffff" width="198" height="145" name="Nike+ Runs" align="middle" allowScriptAccess="sameDomain" FlashVars="type=individualRun&#038;userDefaultUnit=km&#038;screenName=Laokoon&#038;dateFormat=DD/MM/YY&#038;id=272104165&#038;userID=618967010&#038;region=emea&#038;language=de&#038;locale=de_de" type="application/x-shockwave-flash" pluginspage="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer"></embed></object></p>
<p>Und so <a href="http://www.runnerplus.com/run/4195-474429/" target="_blank">Runner+</a>, mit einer präziseren Darstellung.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=655&amp;md5=bee3259891a10828f324acd406c225ca" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Laufender Wirbelsturm</title>
		<link>http://himmelende.de/2008/09/11/laufender-wirbelsturm/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Sep 2008 11:11:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegungsdrang]]></category>
		<category><![CDATA[Skepsisreservat]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[laufen]]></category>
		<category><![CDATA[sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Einsatz von Kompressionssocken wird in der Laufwelt schon lange diskutiert. Nachdem sie jahrelang eher ein Schattendasein fristeten, erlebten die Spezialsstümpfe spätestens mit Paula Radcliffe&#8217;s Sieg des New York Marathons ihre Renaissance. Zur Zeit sind sie wieder schwer im Kommen. &#8221;Länger, besser &#8230; <a href="http://himmelende.de/2008/09/11/laufender-wirbelsturm/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Einsatz von Kompressionssocken wird in der Laufwelt schon lange diskutiert. Nachdem sie jahrelang eher ein Schattendasein fristeten, erlebten die Spezialsstümpfe spätestens mit Paula Radcliffe&#8217;s Sieg des New York Marathons ihre Renaissance. Zur Zeit sind sie wieder schwer im Kommen. &#8221;Länger, besser ausdauernder&#8230;&#8221; soll sichs damit laufen. Mal sehen, ob was dran ist.</p>
<p>Gestern also ein Paar Kompressionssocken gekauft (&#8220;Running Hurricane&#8221; von <a title="Rohner Socks" href="http://www.rohner-socks.com/" target="_blank">Rohner</a>, 25€ bei <a title="Google Maps: SportScheck, München, Sendlinger Str.6" href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=sport+scheck,+m%C3%BCnchen&amp;ie=UTF8&amp;ll=48.136291,11.572638&amp;spn=0.002223,0.003428&amp;t=h&amp;z=18&amp;iwloc=A" target="_blank">Sport Scheck, München</a>) und am Abend gleich eingelaufen. Komplett vorurteilsfrei ging&#8217;s auf die Strecke. 10KM Testlauf, Asphalt. Um es kurz zu machen: das Anziehen braucht etwas Übung, die Optik ist sicher gewöhnungsbedürftig. Der Effekt hat mich jedoch ziemlich erstaunt: Kilometer 5 fühlt sich in den Waden so an, als wäre ich gerade aus der Haustür spaziert; Kilometer 10 fühlt sich dagegen an wie Kilometer 5. Ich laufe zwar nur geringfügig schneller, habe aber nach einer Stunde das Gefühl, immer noch über ausreichend Kraft und Reserven in den Beinen zu verfügen. Selbst auf den letzten Kilometern geht noch ein Tick mehr. Das überrascht angenehm.<br />
Zuhause dann die Socken noch ein wenig beim Dehnen und Ausdampfen getragen. Sie sitzen knalleng. Sexy. Nach dem Ausziehen (eher: &#8220;Herausschälen&#8221;) dann die nächste angenehme Überraschung: Ich spüre den Lauf zwar etwas in den Knien und in den Oberschenkeln. Waden und Füße fühlen sich jedoch frisch an, irgendwie leicht und so gar nicht schwer, wie sonst. Kaum Ermüdungserscheinungen, mit den Beinen könnte ich glatt wieder auf die Piste gehen. Ergebnis fällt also definitiv positiv aus. Der Kompressionseffekt hat mich überzeugt.</p>
<h5>Synthese </h5>
<p><em>Pro:</em><br />
geringere Ermüdungserscheinungen, weniger Muskelkrämpfe, schnellere Erholung, warme Waden<br />
<em>Contra:<br />
<span style="font-style: normal;">warme Waden (im Sommer), optisch Hui, Anziehen braucht etwas Übung</span></em></p>
<p>Was bettlägerigen Krankenhauspatienten ein notwendiges Übel ist (und bei ihren Besuchern für einigermaßen Häme und Spott sorgt), gilt in der Laufwelt zwar als Ausrüstungsgegenstand des Spitzensports, ist meiner Meinung nach jedoch auch Ideal für den Semi-Pro-Jogger.<br />
An alle Läufer also: ausprobieren. Lustig.</p>
<p>(weiterführender Artikel: Runnersworld.de - <a title="Runnersworld.de - Was bringen Kompressionssocken?" href="http://www.runnersworld.de/ausruestung/laufbekleidung_/was_bringen_kompressionssocken.88963.htm" target="_blank">Was bringen Kompressionssocken?</a>)</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=622&amp;md5=4eebaa277c81611a6575d18672ba031e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Noch eins drauf</title>
		<link>http://himmelende.de/2008/06/29/noch-eins-drauf/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Jun 2008 14:24:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegungsdrang]]></category>
		<category><![CDATA[foto]]></category>
		<category><![CDATA[laufen]]></category>
		<category><![CDATA[sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Premiere: Mittwochs meine 10 Kilometer zum ersten mal unter 60 Minuten gelaufen. Gestern dann gleich noch eins drauf gesetzt: 90 Minuten und 13 Kilometer am Stück gerannt, für mich ein Novum. Muskeln brannten, Pace war scheisse, aber das Gefühl am Ende &#8230; <a href="http://himmelende.de/2008/06/29/noch-eins-drauf/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Premiere: Mittwochs meine 10 Kilometer zum ersten mal unter 60 Minuten gelaufen. Gestern dann gleich noch eins drauf gesetzt: 90 Minuten und 13 Kilometer am Stück gerannt, für mich ein Novum. Muskeln brannten, Pace war scheisse, aber das Gefühl am Ende war sagenhaft.</p>
<p>Graphisch sieht das ganze so aus:<br />
(Delle in der Mitte ist ein Rundungsfehler von Nike+)<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="198" height="145" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="id" value="Nike+ Runs" /><param name="align" value="middle" /><param name="allowScriptAccess" value="sameDomain" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="quality" value="high" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="FlashVars" value="type=individualRun&amp;userDefaultUnit=km&amp;screenName=Laokoon&amp;dateFormat=DD/MM/YY&amp;id=1020086126&amp;userID=618967010&amp;region=emea&amp;language=de&amp;locale=de_de" /><param name="src" value="http://nikeplus.nike.com/nikeplus/v1/swf/scrapablewidget/rundetail.swf" /><embed id="Nike+ Runs" type="application/x-shockwave-flash" width="198" height="145" src="http://nikeplus.nike.com/nikeplus/v1/swf/scrapablewidget/rundetail.swf" flashvars="type=individualRun&amp;userDefaultUnit=km&amp;screenName=Laokoon&amp;dateFormat=DD/MM/YY&amp;id=1020086126&amp;userID=618967010&amp;region=emea&amp;language=de&amp;locale=de_de" bgcolor="#ffffff" quality="high" wmode="transparent" allowscriptaccess="sameDomain" align="middle"></embed></object> </p>
<p>Etwas genauer hier via <a href="http://www.runnerplus.com/run/4195-337295/" target="_blank">runnerplus.com</a></p>
<p>Und photographisch am Ende dann so:<br />
<a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2008/06/img_1195.jpg" rel="lightbox[399]"><img class="alignnone size-medium wp-image-406" title="img_1195" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2008/06/img_1195-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><br />
BA-BÄMM! Ein wenig Posen darf ich auch mal. </p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=399&amp;md5=8727382d3093902cdaac422da51ea6a6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Kollektiver Freudentaumel</title>
		<link>http://himmelende.de/2008/06/25/kollektiver-freudentaumel/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 21:30:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[No Name No Slogan]]></category>
		<category><![CDATA[laufen]]></category>
		<category><![CDATA[sport]]></category>
		<category><![CDATA[traum]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade vom Nachtlauf nach Hause gekommen. Bewusst während des Spiels Deutschland &#8211; Türkei Laufen gegangen, ich pack sowas nervlich nicht. Drum Schuhe an und los, als die Spieler gerade in die Halbzeitpause gingen. Ein paar Runden durch den Park gedreht, &#8230; <a href="http://himmelende.de/2008/06/25/kollektiver-freudentaumel/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade vom Nachtlauf nach Hause gekommen. Bewusst während des Spiels Deutschland &#8211; Türkei Laufen gegangen, ich pack sowas nervlich nicht. Drum Schuhe an und los, als die Spieler gerade in die Halbzeitpause gingen. Ein paar Runden durch den Park gedreht, es war einsam, schön. Kein Mensch auf den Straßen, keine Autos, kühl. Nur von der Ferne wogten hin und wieder Freudenschreie durch das Parkdunkel heran. Auf dem Weg raus aus der Anlage an einer Kneipe vorbeigelaufen, draussen Fernseher, zehn Leute drumherum, da stand es 2:1 für Deutschland. Zurück durch die Stadt, anderen Weg genommen, suchte Hauptverkehrsadern, um auf dem Laufenden zu bleiben. Dann über eine breite, zweispurige Straße gelaufen, bis zum Horizont kein Auto, nichts. Da setzte ein Schreien ein, ein Gebrüll, zunächst noch einzelne Stimmen in der Nähe zu hören, dann hob ein Getöse an, das hoch bis über die Spitzen der Wohnblöcke anschwoll und über die ganze Stadt rollte. Ein aussergewöhnlicher Moment, ich stand mitten auf der Kreuzung der breiten Straße, bliebt stehen, stoppte meine Uhr, drehte mich im Kreis und musste lachen. Aus allen Richtungen war es zu hören, eine Welle, die über meinen Kopf schwappte. Man bekommt ein eigenartiges Bewusstsein von der Gesellschaft, wenn man in Augenblicken des kollektiven Freudentaumels mal nicht mitten drin steht, sondern am Rande, eine von aussen nach innen gerichtet Perspektive auf die Ekstase einnimmt. Wahnsinn.<br />
Dann Blick auf die Uhr: passend zur letzten Minute durch Wohnsiedlung gelaufen, die Extrarunde war geplant, &#8220;Noch eine Minute, noch eine Minute!&#8221; plärrte es aus einem Fenster. Von allen Häuserwänden rauschte Stadiongebrüll. Dann war es vorbei. Abpfiff. Und Sirenen heulten los, Kracher und Hupen und Schreie. Alles brodelte, als ich glücklich und verschwitzt die Wohnungstüre öffnete. Verrückte Nacht.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=400&amp;md5=112f0b8a1c8542b40a8a0c9b9ce0451d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Frisch, Fromm, Fröhlich, Frei&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 20 May 2008 15:06:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegungsdrang]]></category>
		<category><![CDATA[laufen]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230; ging es heute durch die Natur, durch den Wald, über Feldwege. Die Straße lag vor mir und ich hatte keine Plan, wohin ich lief. Ein wenig kam das Gefühl von damals auf: Von hier aus ohne weiteres jeden Punkt &#8230; <a href="http://himmelende.de/2008/05/20/frisch-fromm-frohlich-frei/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; ging es heute durch die Natur, durch den Wald, über Feldwege. Die Straße lag vor mir und ich hatte keine Plan, wohin ich lief. Ein wenig kam <a href="http://himmelende.de/2008/05/12/lauft-gut/">das Gefühl von damals</a> auf: Von hier aus ohne weiteres jeden Punkt erreichen zu können. Herrliches Wetter. Kühl, aber sonnig. Etwas Wind und nicht zu drückende Temperaturen. </p>
<p>Vor ein paar Monaten überschritt ich das erste mal eine für mich damals magische Marke: 30 Minuten am Stück laufen. Während des Laufs achtete ich damals nicht auf die Uhr, sondern konzentrierte mich nur auf meinen Atem. Ich war ganz ohne zeitlichen Druck unterwegs und nahm mir vor, einfach so lange zu laufen, wie ich Lust hätte. Nach einer Zeit verschwand die Anstrengung, ein Gefühl der Leichtigkeit erfüllte mich, das ich damals noch nicht kannte. Als ob mich etwas sanft von hinten anschob. Zuhause angekommen dann die Überraschung. Ohne es gemerkt zu haben war ich über diese 30 Minuten Marke gesprungen, die ich davor so verkrampft nie erreichte. Einfach mal loslaufen, ohne Marken und Ziele und Tabellen im Kopf &#8211; das ist befreiend.</p>
<p>Heute lief ich das erste mal <a href="http://nikeplus.nike.com/nikeplus/?l=runners,runs,618967010,runID,887039201">länger als 40 Minuten</a>, knapp 10 Kilometer und ebenfalls wieder nur mit dem Vorsatz, einfach so lange zu laufen, wie ich Lust hätte. Als ich mit meinem Lauf fertig war, waren 51 Minuten vergangen. Ein gewaltiger Sprung für mich. Ich ruhte kurz aus und trank fast einen Liter Wasser, bevor ich ins Auto stieg und nach Hause fuhr. Durch meinen Körper schwappte eine Flut <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Endorphine">Endorphine</a>, ich war absolut &#8220;drauf&#8221;, aber nicht neben der Kappe. Bewusst, aber halt irgendwie <em>stoned</em>. Ein euphorischer Gemütszustand, ein hammergutes Gefühl.</p>
<p>Während eines Laufs stellen sich bei mir verschiedene Zustände ein. Hier mal eine kleine Zusammenfassung: </p>
<p><strong>Nach 200-500 Metern</strong> spielt sich der Automatismus ein. Atmung, Geschwindigkeit, ich finde den richtigen Rhythmus.</p>
<p><strong>Nach 20-25 Minuten:</strong> Seitenstechen, Ziehen in den Muskeln, insgesamt alle unangenehmen Gefühle werden Nebensache. Sie sind zwar noch da, ich merke sie nur nicht mehr. Mein Interesse für die Umgebung nimmt ab, mein Gesichtsfeld verengt sich, mein Bewusstsein fokussiert sich ganz auf das Laufen und die Atmung. Wenn ich Einsicht über den Verlauf der Strecke habe, mache ich jetzt manchmal die Augen zu und laufe ein Stück blind. Eigentlich müsste ich jetzt nicht mehr sehen. Die Gesichtsmuskulatur ist ganz erschlafft, meine Augen werden kleiner, sieht vielleicht ein bisschen so aus, als sei ich sehr müde, was aber überhaupt nicht der Fall ist. Ich bin eher sehr entspannt. Ein erstes Hochgefühl stellt sich ein.</p>
<p><strong>Nach 40 Minuten:</strong> Nach der veränderten Wahrnehmung, die sich nach 20 Minuten Laufzeit einstellte dachte ich, es würde nichts neues mehr kommen. Heute fand ich jedoch folgendes heraus. Nach 40 Minuten fokussiert sich meine Wahrnehmung noch mehr auf den Körper, sie wird noch etwas &#8220;schmäler&#8221;. Das ist aber kein beengendes Gefühl, denn gleichzeitig wird das Denken weit. Die Natur, die Umgebung allgemein bleibt jedoch präsent aber die Gedanken liegen irgendwie alle horizontal vor einem, ganz breit gefächert und aufgedeckt wie auf einem Tisch. Ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll.<br />
Nach den heutigen 51 Minuten hatte ich den Eindruck, ich könne ewig laufen. Und gegen Ende des Laufs legte ich sogar, rein aus Neugierde mit dem Tempo noch ordentlich zu, ohne dabei ausser Atem zu kommen. Meine Gedanken waren im Fluss und ich war im Einklang mit mir und der Welt.<br />
Das war ein sehr positives, euphorisches Gefühl. Und doch stelle ich gleichzeitig mit Neugierde fest, wie sehr es mich danach verlangt, dieses Gefühl wieder zu reproduzieren. <em>Ich will wieder dorthin zurück.</em> Komme mir ein wenig wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Star_Trek:_Treffen_der_Generationen">Soran aus Star Trek</a> vor, der wieder zurück in seinen heilsbringenden Nexus möchte. </p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=309&amp;md5=b7ff8a102ee45fa1e2c182479245a852" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Nikotinmonster und Schweinehund</title>
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		<pubDate>Sun, 18 May 2008 13:21:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegungsdrang]]></category>
		<category><![CDATA[laufen]]></category>
		<category><![CDATA[sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Mitte 2007 begann ich nach einer längeren Phase des Nichtstuns wieder mit dem Laufen. Diesmal mit dem Vorsatz, regelmäßig dran zu bleiben. Die ersten Minuten damals waren eine Qual, die ersten Kilometer schier unüberwindbar. Zehn Minuten am Stück das Maß aller &#8230; <a href="http://himmelende.de/2008/05/18/nikotinmonster-und-schweinehund/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mitte 2007 begann ich nach einer längeren Phase des Nichtstuns wieder mit dem Laufen. Diesmal mit dem Vorsatz, regelmäßig dran zu bleiben. Die ersten Minuten damals waren eine Qual, die ersten Kilometer schier unüberwindbar. Zehn Minuten am Stück das Maß aller Dinge. Um etwas regelmäßig zu betreiben, sollte man Spaß daran haben. Und das war in den ersten Laufwochen überhaupt nicht der Fall. Dementsprechend schwer fiel es mir, mich zu motivieren. Wichtig war, mit kleinen, schaffbaren Vorsätzen anzufangen, die Ziele nicht zu hoch zu stecken. Auch wenn es abgedroschen klingt, genau diese Taktik der &#8220;kleinen Schritte&#8221; half mir, die ersten Wochen überhaupt zu überstehen. Ziel war also, besagte zehn Minuten so zu überstehen, dass ich meine Lunge nicht auf dem Boden hinter mir her schleife und die Menschen, denen ich begegnete in einer Mischung aus Mitleid und Schrecken augenblicklich einen Krankenwagen rufen.</p>
<p><strong>Ettapendenken&#8230;</strong><br />
heißt <em>&#8220;Positiv denken und mit einem Lächeln laufen.&#8221;</em> Bullshit! Die einzige Verformung im Gesicht des blutigen Beginners, das entfernt an ein Lächeln erinnern würde, ist schmerzverzerrtes Zähneblecken. Und positiv ist in diesen ersten Laufminuten alles andere, nur nicht das eigene Denken. Waden schmerzen, Knie schmerzt, Dauerschwindel und irgendwie macht Laufen ja überhaupt keinen Spaß. Nach den ersten Tagen wurde meine Abneigung so groß, dass ich nicht weitermachen wollte. Warum sollte ich mich quälen? Schließlich bin ich kein Masochist.<br />
Ich blieb jedoch dran. Das war die erste Hürde, die ich überwand. Mit dem Joggen zu beginnen ist wie mit dem Rauchen aufhören. Am Anfang gibt es jede Menge Hürden, alle paar Minuten in kurzen Abständen. Bei dem Glimmstengelkampf ist es das Nikotinmonster, das schreit. Beim Laufkampf ist es der Schweinehund, der schreit. Und es braucht ein gesundes Maß an Überwindung. Aber bleibt man abstinent (Rauchen) oder dabei (Joggen), folgen bald die ersten Belohnungen: Nikotinmonster brüllt nur noch jede Halbe-, statt jede Viertelstunde. Und Schweinehund hält auch mal öfter die Klappe.<br />
Die Hürdenabstände wurden also immer größer. Und irgendwann kam der Tag, da überschritt ich die 10 Minuten-Marke. Ich war zwar nach dieser Zeit immer noch fürchterlich aus der Puste, aber das erste Ziel hatte ich erreicht.<br />
<strong>Lehrstück 1:</strong> Konzentriere dich nicht auf den Schmerz sondern auf das gute Gefühl, sonst hast du auf Dauer keinen Spaß mehr an der Sache. Und Spaß ist die Grundvoraussetzung für regelmäßigen Sport. Wobei wir wieder beim Lächeln wären.</p>
<p> </p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=296&amp;md5=5abb656b8ef8255a086d9336ec810bd4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Läuft gut</title>
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		<pubDate>Mon, 12 May 2008 12:59:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegungsdrang]]></category>
		<category><![CDATA[laufen]]></category>
		<category><![CDATA[sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Wäre es nicht meine Geschichte um die tatsächlichen Ereignisse, die dazu führten, dass ich zu Joggen begann: ich müsste selbst weiterzappen. Denn diese Geschichte beginnt mindestens genauso verkackt verkitscht, wie die Story eines Films im Vorabendprogramm der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten. So &#8230; <a href="http://himmelende.de/2008/05/12/lauft-gut/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wäre es nicht meine Geschichte um die tatsächlichen Ereignisse, die dazu führten, dass ich zu Joggen begann: ich müsste selbst weiterzappen. Denn diese Geschichte beginnt mindestens genauso verkackt verkitscht, wie die Story eines Films im Vorabendprogramm der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten. So was in der Art wie: &#8221;Junge leidet an seltener Krankheit, gefesselt an Rollstuhl, niemand behandelt ihn, Mutter verzweifelt, trifft Chefarzt, verliebt sich, Arzt heilt Jungen, Familienglück, Ende.&#8221;<em> </em>Noch dabei? Respekt.</p>
<p><a href="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2008/05/492501160_843aa3e926.jpg" rel="lightbox[261]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-304" title="Jogger on the beach" src="http://himmelende.de/wp-content/uploads/2008/05/492501160_843aa3e926-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ganz so dramatisch ist meine Geschichte dann allerdings auch nicht. Alles begann vor 18 Jahren mit einem Urlaub an der Nordseeküste. Zu dieser Zeit kutschierte unsere Familie kreuz und quer mit dem Wohnmobil durch Deutschland &#8211; mehr oder minder zum Gefallen der Kinder. An einem Campingplatz in der Nähe des Meeres machten wir für ein paar Tage Halt. Der Wind blies kalt und heftig, von weitem hörte man die Wellen rauschen. Man brauchte nur den Mund weit aufmachen und tief einatmen, schon schmeckte man das Salz in der Luft, weit hinten im Rachen, so nah waren wir am Meer. Bei meiner ersten Erkundung des Gebietes kletterte ich über eine Böschung und blickte hinab auf den langen, weiten Sandstrand. Nach links und rechts, so weit das Auge sah: die Küste, die sich im Dunst der Gischt weit in der Ferne verlor. Ich war allein, hinter mir hörte ich meine Eltern und vor mir tosendes, raues Meer. Ich zog meine Schuhe und meine Socken aus, um den nassen Sand zwischen meinen Zehen zu spüren und ging die Düne hinab zum Meer. Der Boden war so kalt, dass die Füße schmerzten und das Wasser, das sie umspülte und mich dabei weiter in den Strand einsinken ließ, so als wolle er mich langsam verschlucken, war eiskalt. Ich blickte der sichelförmigen Krümmung der Bucht nach und sah diese nicht enden wollende Weite. Mich überkam das intensive Gefühl zu Laufen. Es war ein drängendes, zappelndes Gefühl. Ich wurde übermütig, unruhig und war mir sofort sicher, von hier aus spielend jeden Punkt auf dieser Erde zu erreichen. Zu Fuß. Laufend.</p>
<p>Dann rannte ich los. Rannte wie der Teufel, der eisige Wind pfiff dabei noch stärker und lauter um meine Ohren, so laut, dass ich nur noch ganz leise die Brandung hörte, die Möwen und meine Mutter, die weit zurück mir etwas zurief. Ich rannte und rannte und in diesem Augenblick verlor sich alles um mich. Nur das Stechen in den Füßen bei jedem festen Tritt erinnerte mich daran, auf der Erde zu laufen.<br />
Bald ging mir die Puste aus, ich lief jedoch weiter, mein Herz schlug mir bis zum Hals und meine Schläfen pochten. Der Boden flog unter meinen Füßen nur so davon. Dann blieb ich stehen und atmete schnell und tief. Enttäuscht blickte ich zum Horizont, dem ich scheinbar kein Stück näher gekommen war. Alles sah dort in der Ferne so aus, wie vorhin. Dann drehte ich mich um und erkannte die Konturen eines Menschen in der Bucht, weit hinter mir. Meine Mutter stand dort und winkte, was ich gerade noch so erkennen konnte. Die Entfernung zu ihr überraschte mich. Und an einem Stück lief ich wieder zurück zu ihr und hatte das Gefühl, dass nicht ich es bin, der läuft, sondern die Welt es ist, die mir entgegen kommt. Völlig aus der Puste nahm mich meine Mutter in den Arm, wuschelte mir durchs Haar und schüttelte lachend den Kopf. Ab da war mir klar: Du kannst jeden Punkt auf dieser Erde erreichen. Es dauert halt nur eine Weile.</p>
<p>Diese Erfahrung ist umso bedeutender, als dass sie von prophetischer Natur war. Mit Fünfzehn (da lag dieser Tag am Meer schon ein paar Jahre zurück) ging ich alleine an einem lauen Frühlingsnachmittag spazieren. Die Feldwege um die Ortschaft, in der meine Eltern wohnen sind manchmal lang und schnurgerade, Flurbereinigung sei dank. Als ich an diesem Nachmittag auf einem der Wege ging und seinen Verlauf bis zum Horizont verfolgte, überkam mich dieses Gefühl, das ich schon fast vergessen hatte: der Drang, einfach loszulaufen. Von da an schnürte ich mir regelmäßig an bestimmten Wochentagen die Schuhe und lief.<br />
Über die Jahre vernachlässigte ich jedoch meine Passion. Arbeit, Freizeit, keine Zeit, Bequemlichkeit: es gab und gibt tausend Vorwände nicht zu laufen und meine Begeisterung war sporadisch. Für kurze Zeit packte mich dann immer wieder das intensive Verlangen nach Bewegung und ich begann dem Sog der Strecke zu folgen. Doch lies ich wieder zu schnell davon ab, die Ausnahme, nämlich das Laufen zur Regel in meinem Alltag werden zu lassen und vergnügte mich stattdessen mit allerhand Zerstreuung und Kurzweil. Bis vor einem Jahr, als ich beschloss, etwas in meinem Leben zu ändern.</p>
<p>Diesmal war es jedoch nicht unbedingt der Drang, einfach drauf los zu laufen, sondern eher das Unwohlsein im eigenen Körper. Unzufriedenheit, Unausgeglichenheit und noch eine Menge anderer Un-Wörter, die schlussendlich dazu führten, dass ich seit Mitte 2007 recht regelmäßig die Laufschuhe anziehe. Was mich selbst noch ein wenig überrascht, bin ich in sportlichen Dingen sonst eigentlich ein eher unsteter Charakter.</p>
<p>Seitdem ist alles gut gelaufen. Manchmal laufe ich gegen Depressionen und für das Glück. Manchmal gegen Wut und für Seelenfrieden. Und neuerdings auch <a title="Nike+: Wettbewerb" href="http://nikeplus.nike.com/nikeplus/?l=all_challenges,351788636" target="_self">gegen Amerika und für Europa</a>, <a title="Nike+: Wettbewerb" href="http://nikeplus.nike.com/nikeplus/?l=all_challenges,687459037" target="_self">für den Mac</a> oder <a title="Nike+: Wettbewerb" href="http://nikeplus.nike.com/nikeplus/?l=all_challenges,1828183619" target="_self">für Deutschland</a>. Auf jeden Fall aber immer für den Spaß. Aber dazu ein ander mal mehr.</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=261&amp;md5=3af9dc79417b5183e7755c1b577510fb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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