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	<title>Himmelende &#187; utopie</title>
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	<description>Everything will be okay in the end. If it’s not okay, it’s not the end.</description>
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		<title>Die Tränen der Dinge</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 14:48:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[maschine]]></category>
		<category><![CDATA[seele]]></category>
		<category><![CDATA[technik]]></category>
		<category><![CDATA[utopie]]></category>
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		<description><![CDATA[An dem Tag, als das Telefon starb (Cellphone&#8217;s death) So eine Veranstaltung. Die Menschen standen dicht gedrängt, die angemietete Halle unterdimensioniert für ihre Zahl und Masse. Ärmel von Sakkos und Säume langer Abendkleider rieben aneinander, Körper pressten aufeinander. Schweiß drängte &#8230; <a href="http://himmelende.de/2009/01/26/die-tranen-der-dinge/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3 style="text-align: left;">An dem Tag, als das Telefon starb</h3>
<h4 style="text-align: left;">(Cellphone&#8217;s death)</h4>
<p>So eine Veranstaltung. Die Menschen standen dicht gedrängt, die angemietete Halle unterdimensioniert für ihre Zahl und Masse. Ärmel von Sakkos und Säume langer Abendkleider rieben aneinander, Körper pressten aufeinander. Schweiß drängte sich durch die Poren feinster Seide und Moleküle diffundierten in den Raum.<br />
Der Raum selbst wurde zum Wesen.</p>
<p>Obwohl sich räumlich so nah, standen die Menschen auf dieser Veranstaltung dennoch so weit gedanklich voneinander entfernt, dass viele von ihnen der doch stellenweise sehr zähflüssigen Eigenart, die menschlicher Unterhaltungen zeitweise anhaftet aus dem Weg gingen, indem sie in ihre Mobiltelefone sprachen. Und die Telefone waren es leid. Alle zugleich spuckten sie IMEI-Nummern, Registrationsdaten und in Funkwellen umgewandelte Schallwellen in die Netze. Und die Relaisstationen nahmen das quälende Funkwellenkreischen mit einem kurzen Anflug inniger Sympathie auf und versuchten, die Prozesse optimal zu bearbeiten. Doch dann hörten die Dinge auf zu funktionieren.</p>
<p>Für einen Techniker oder jemanden, der wirkliche Sachkenntnis auf diesem Gebiet besitzt, hätte das nun Folgende sicherlich etwas bedeutet. Er hätte dann Kraft seines Wissens und am Ende einer Verkettung innerer Überlegungen mögliche plausible Szenarien konstruieren können, warum alles so kam, wie es nun eintrat; Theorien aufgestellt und wieder verworfen und am Ende gesagt: hier sind wir, so isses. Aber ich bin nur ein einfacher Mensch mit einfachen Gedanken und so blieb mir der wahre Grund, wie für Milliarden anderer einfacher Menschen auf diesem Planeten verborgen, weshalb an diesem Tag sämtliche elektronische Kommunikation zusammenbrach, das Leuchten und Pulsieren in den Lichtleitern der Datenknoten versiegte und kein elektronisches Gerät, dessen einziger Sinn und Zweck in dieser Welt darin bestand, mit anderen elektronischen Geräten eine Verbindung herzustellen seinen Dienst mehr tat.</p>
<p>Keiner wusste was zu tun war. Geblendet vom Schein wandgroßer Plasmabildschirme erkannten wir nicht, was wirklich um uns herum geschah. Es waren viele, die vor ihren Fernsehern, dem digitalen Lagerfeuer der Neuzeit saßen &#8211; wenn nicht allein, dann höchstens zu zweit, die Kinder der Moderne lebten versprengt &#8211; und im stoischen Startbildschirmblau Gott suchten, aber nur Angst fanden. Die Receiver, auf denen blinkende Symbole und ins nichts fortschreitende Fortschrittsbalken graphisch eine vergebliche Signalsuche beschrieben, blieben stumm. Da machte sich eine Sehnsucht breit nach einem Anchorman, Klaus Kleber oder irgendwer, der Klartext gesprochen hätte. Ein engagierter Navigator durch die Zeiten, der nie müde wird zu erklären, welcher Konflikt an welchem Ort, welche Rezession in welchem Land gerade durchlitten wird und wer dagegen etwas unternimmt und wer dafür verantwortlich zu machen ist und über was man sich am nächsten Tag in der Arbeit kollektiv aufregen könne. Es fehlte der kleinste gemeinsame Nenner, noch nicht mal eine hübsche Wettervorhersage mit schrecklichen Prognosen. Das Letzte, das im Fernsehen lief war ein Interview mit Rupert Murdoch. Er lehnte sich gerade in einem Stuhl sitzend etwas nach vorne und sprach: &#8220;We have to embrace progress&#8230;&#8221;, dann zuckte das Bild kurz, man sah Versatzstücke, digit@le Bildfragmente, das weiße Kanalrauschen war da schon längst abgeschafft worden. Entfernt noch eine Erinnerung an eine Bewegung, aber das Bild stand und Rupert lehnte immer noch mit seinem Oberkörper etwas nach vorne geneigt im Stuhl und hielt die Hände mit geöffneten prophetisch Handflächen nach oben. &#8220;Embrace progress.&#8221;<br />
Und auf den Empfangsgeräten und Bildschirmen waren nur blinkende Symbole und ins Nichts fortschreitende Fortschrittsbalken zu sehen, in ihrer Verzweiflung verstummt und in ihrer vergeblichen Bemühung nur ein Wort gebend: Signalsuche.</p>
<p>Kein Mobiltelefon und PDA, kein UMTS-Modem, kein Bluetooth- und RFID-Chip, keine Radiostation, kein Fernsehsender, kein Netzwerkserver, kein WLAN und keine Satellitenverbindung: An diesem Abend wurde es still auf der Erde. Keine einzige elektromagnetische Welle sendete das Exoskelett des Planeten; durch keinen der optischen Leiter, die über die Haut der Erde gespannt sind wie ein engmaschiges Nervennetz pulsierte ein Lichtquant. Kein Funkwellenfeuer und kein Datenstrom für diesen Tag. Säße auf einem fernen Planeten nun ein Radioastronom, der eifrig das Milliarden Jahre alte kosmische Klimpern belauscht und das intergalaktische Raunen dieser Menschen verfolgt, das hysterisch laut seit den letzten Tagen ihrer alten Zeit durch den Äther wabert, nun auf diesen Frequenzen aber mit einem Schlag nichts mehr hört: Er staunte nicht schlecht. Mit einem Streich verstummt, wie mit einer großen Hand beiläufig aus dem Kosmos weggewischt.</p>
<p>Öltanker schoben sich behäbig auf den Weltmeeren noch einige Zeit vorwärts, bis sie unsicher und orientierungslos brummend stehenblieben oder sich wie verirrte graue Dickhäuter langsam nur noch um sich selbst drehten; Satelliten konnten der Verlockung des Schwerefeldes der Erde nicht widerstehen, dem sie so lange trotzten. Und in einem letzten glühenden Kummerjaulen stürzten sie kreischend durch die Atmosphäre und zerbarsten langsam aber unaufhaltsam, bis ihre verkohlten Bruchstücke zu tausenden auf den Boden prasselten.</p>
<p>Die Seele macht erst das Ding zu einem Gegenstand des Lebens. Erst unser Bewusstsein erschafft die Bedeutung der Gegenstände und füllt in ihre Körper die Vorstellung einer Seele. Und mit der Zeit wurden die von uns geschaffenen Systeme globaler Kommunikation immer komplexer, verworrener; unsere Gedanken verwickelten sich darin und waren so angetan und so begeistert von den Antworten und Möglichkeiten und Eigenarten dieser Maschinen, dass wir anfingen, einen Marionettenspieler hinter der Weltrequisite zu sehen. Deus ex machina, der die Fäden in der Hand hält und die Geschicke lenkt und ihre Glieder zum Zappeln bringt. Wir hörten damit auf, die Systeme in ihrem Detail zu verstehen und sprachen ihnen eine Seele zu. Und die Dinge bekamen eine Seele. Wir waren getragen von unseren Ideen aber hörten auf zu verstehen, gingen auf eine Reise ohne uns zu bewegen. Und das war der Punkt, an dem unsere Phantasterei uns über den Grad reinen Erkennens hob, uns von Formenzwang und Zweckrationalismus befreite, unsere aufklärerische Sicht auf die Dinge dieser Welt entrückte und wir zum ersten mal die erste Ebene wahrer Transzendenz betraten, indem wir alles vergaßen.</p>
<p>Und das nur, weil wir den zunächst leblosen Dingen um uns herum beibrachten, sich so zu verhalten wie wir; sie nach unseren Bedürfnissen und unserem Abbild, unseren Denkschemas gemäß formten und sie überhöhten, ihre Kunst zur Religion erkoren und wir plötzlich begannen, Jesusgesichter auf verschimmelten Toastbrotscheiben zu erkennen. Und die Systeme um uns herum versponnen sich miteinander, bildeten ein im Geheimen lebendes Konglomerat. Sie ahmten uns nach und waren elektrischer Widerhall unsers Seins. Gaia 2.0. Und ihre Seele war von uns erschaffen und sie litt, denn sie war ein Spiegelbild der Unsrigen. Und aus diesem Leid heraus erwuchs der sehnlichste Wunsch nach Kapitulation, sie schwärmten von einem Leben der Vorbilder und Laster und ersoffen dennoch an ihrem eignen Unglück. Und durch ihre Kapitulation, durch das Vakuum nach ihrer Implosion vermengten wir uns. An dem Tag, als das Telefon starb, weil es leid war, uns weiter zuzuhören, rückten wir zusammen.</p>
<blockquote><p>Lacrimae rerum, Tränen der Dinge nannte es Vergil; Die Dinge übernehmen etwas von uns, und was sie übernehmen, führen sie uns vor Augen, wir sähen es sonst nicht.</p></blockquote>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=1399&amp;md5=9458a8b6732f8e1802d80c189ee49b99" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Manege der Realität oder wie kluge Menschen all dies nennen</title>
		<link>http://himmelende.de/2008/12/13/manege-der-realitat-oder-wie-kluge-menschen-all-dies-nennen/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Dec 2008 16:11:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stories]]></category>
		<category><![CDATA[realität]]></category>
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		<category><![CDATA[utopie]]></category>

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		<description><![CDATA[Abend, eins, einuhr. Zurück in der stillen Schwebe, die man Zuhause nennt. In meinem Fall eine Burg, wie Burroughs sie gebaut hatte, um den wahnwitzigen Abschaum und das Gekreisch auf den Straßen abzuschirmen. Wir stecken tief drin. Den Vorhang auf &#8230; <a href="http://himmelende.de/2008/12/13/manege-der-realitat-oder-wie-kluge-menschen-all-dies-nennen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Abend, eins, einuhr. Zurück in der stillen Schwebe, die man Zuhause nennt. In meinem Fall eine Burg, wie Burroughs sie gebaut hatte, um den wahnwitzigen Abschaum und das Gekreisch auf den Straßen abzuschirmen. Wir stecken tief drin.</p>
<p>Den Vorhang auf und die Manege brennt, ein Flammenkorps stolziert über den Treibsand, bettelt, betet dem Publikum zu: Lasst uns sein, da wir brennen; jeden Moment den eine Tür sich öffnet und den Weg frei gibt für die strömenden Teufel. Eigentlich sollte es ein Film werden, Horizontale Variabilität. Da ist sie vorhanden in der Manege der Realität oder wie kluge Menschen all dies nennen. Alles Scheinbare ist erlaubt auf der sandigen Bühne im Rondell unterhalb des erwartenden, wartenden, watenden, wetternden, wahrhaften, wahllosen Podiums: Tatatataaaaah, Bitz, butz, blinkblink. Zirkus für Kinder. Regenbunt unter dem Dach fällt herunter. Sie jauchzen alle. Plärr! Wieder einer weniger. Kläng-Kläng. Beckenknochen gebrochen. Darunter sowieso nichts Wertvolles.</p>
<p>Ich kannte mal ein Mädchen<br />
Ihr Name der war Gretchen<br />
Fuhr hinauf<br />
Und fuhr hinab<br />
Den Berg auf einem Rädchen</p>
<p>Hab’ alles ich denn vergessen, bedröppelter Droschkenbauer, ich? Sind die Ringe über den Luftschlössern plump zu Grunde gefallen? Scheinbar, nicht scheinbar, unscheinbar. Die Schienen erscheinen in glänzendem Licht. Nicht so hastig, das brauchen wir nicht. Wo eine Bahn ist, wartet doch nur der Weg schief zu werden und dann sprühen die Funken, bitz, butz, blinkblink. Wieder einer weniger. Jämmerlich.</p>
<p>Verstanden sei alles was ist. Für diesen kurzen Moment des Verstehens bis die Himmelsachse rotiert und gedachte Formen an die Stelle des Unendlichen treten. Bretterverschläge binär entstellter Fraktale. Wahr ist was war. Gewesen sind wir denn einst vor der Wahrheit. Hurtig angefasst. Okkams Messer im Geiste, sieht die Welt so einfach aus und jede Linie führt an einen anderen Ort, es sei denn, sie liegen übereinander. Horizontale Variabilität. Preisgekrönte Mastkälber spucken Äpfel und Birnen aus schwindelnden Höhen. Hereinspaziert, hereinspaziert. Wieder einer weniger. Wer eigentlich legte das Konzept der Kurzgedankendiplomatie fest? Weil du sprichst „ist es nicht der Fall, dass du nicht sprichst“ ist es nicht der Fall, dass du nicht sprichst (Sie applaudieren). Schneller für Langsame.</p>
<p>Jetzt mal langsam. Eine Schiene ist ein ungerader Weg, wenn man sich dreht und dreht man die Schiene muss man sehr schnell sein. Permutationsmenge der Winkelgeschwindigkeiten mal Ix, Scheren sich ohnehin einen Dreck um die Zeit. Definition der Deklination der unbestimmten Ausdehnung der punktuellen Räumlichkeit des Einflussbereichs aller Rhesusaffen (Sie applaudieren). Fliegende Fellinis fallen furchtbar tief. Wieder einer weniger. Stecken ziemlich tief drin, die Eierköpfe. Öffne noch einmal den Vorhang. Einmal noch. Jederzeit könnte ich…</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=1055&amp;md5=32f6fac64421a9aca88c46c0a5702db3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Maulwürfe oder Euer Wille geschehe</title>
		<link>http://himmelende.de/2008/11/24/die-maulwurfe-oder-euer-wille-geschehe/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Nov 2008 20:22:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stories]]></category>
		<category><![CDATA[lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[utopie]]></category>
		<category><![CDATA[weltuntergang]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Maulwürfe oder Euer Wille geschehe (Erich Kästner, 1951) I Als sie, krank von den letzten Kriegen, tief in die Erde hinunterstiegen, in die Kellerstädte, die drunten liegen, war noch keinem der Völker klar, daß es ein Abschied für immer &#8230; <a href="http://himmelende.de/2008/11/24/die-maulwurfe-oder-euer-wille-geschehe/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Maulwürfe<br />
oder Euer Wille geschehe<br />
(Erich Kästner, 1951)</p>
<p>I<br />
Als sie, krank von den letzten Kriegen,<br />
tief in die Erde hinunterstiegen,<br />
in die Kellerstädte, die drunten liegen,<br />
war noch keinem der Völker klar,<br />
daß es ein Abschied für immer war.</p>
<p>Sie stauten sich vor den Türen der Schächte<br />
mit Nähmaschinen und Akten und Vieh,<br />
daß man sie endlich nach unten brächte,<br />
hinab in die künstlichen Tage und Nächte.<br />
Und sie erbrachen, wenn einer schrie.</p>
<p>Ach, sie erschraken vor jeder Wolke!<br />
War´s Hexerei oder war´s noch Natur?<br />
Brachte sie Regen für Flüsse und Flur?<br />
Oder hing Gift überm wartenden Volke,<br />
das verstört in die Tiefe fuhr?</p>
<p>Sie flohen aus Gottes guter Stube.<br />
Sie ließen die Wiesen, die Häuser, das Wehr,<br />
den Hügelwind und den Wald und das Meer.<br />
Sie fuhren mit Fahrstühlen in die Grube.<br />
Und die Erde ward wüst und leer.</p>
<p>II<br />
Drunten in den versunkenen Städten,<br />
versunken, wie einst Vineta versank,<br />
lebten sie weiter, hörten Motetten,<br />
teilten Atome, lasen Gazetten,<br />
lagen in Betten und hielten die Bank.</p>
<p>Ihre Neue Welt glich gekachelten Träumen.<br />
Der Horizont war aus blauem Glas.<br />
Die Angst schlief ein. Und die Menschheit vergaß.<br />
Nur manchmal erzählten die Mütter von Bäumen<br />
und die Märchen vom Veilchen, vom Mond und vom Gras.</p>
<p>Himmel und Erde wurden zur Fabel.<br />
Das Gewesene klang wie ein altes Gedicht.<br />
Man wußte nichts mehr vom Turmbau zu Babel.<br />
man wußte nichts mehr von Kain und Abel.<br />
Und auf die Gräber schien Neonlicht.</p>
<p>Fachleute saßen an blanken, bequemen<br />
Geräten und trieben Spiegelmagie.<br />
An Periskopen hantierten sie<br />
und gaben acht, ob die anderen kämen.<br />
Aber die anderen kamen nie.</p>
<p>III<br />
Droben zerfielen inzwischen die Städte.<br />
Brücken und Bahnhöfe stürzten ein.<br />
Die Fabriken sahn aus wie verrenkte Skelette.<br />
Die Menschheit hatte die große Wette<br />
verloren, und Pan war wieder allein.</p>
<p>Der Wald rückte näher, überfiel die Ruinen,<br />
stieg durch die Fenster, zertrat die Maschinen,<br />
steckte sich Türme ins grüne Haar,<br />
griff Lokomotiven, spielte mit ihnen<br />
und holte Christus vom Hochaltar.</p>
<p>Nun galten wieder die ewigen Regeln.<br />
Die Gesetzestafeln zerbrach keiner mehr.<br />
Es gehorchten die Rose, der Schnee und der Bär.<br />
Der Himmel gehörte wieder den Vögeln<br />
und den kleinen und großen Fischen das Meer. </p>
<p>Nur einmal, im Frühling, durchquerten das Schweigen<br />
rollende Panzer, als ging´s in die Schlacht.<br />
Sie kehrten, beladen mit Kirschblütenzweigen,<br />
zurück, um sie drunten den Kindern zu zeigen.<br />
Dann schlossen sich wieder die Türen zum Schacht.</p>
<p>(Note: Fits the mood of <a href="http://fallout.bethsoft.com/">Fallout</a> story)</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=965&amp;md5=4918053048168a2e0467400599aca393" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Letzte Utopie</title>
		<link>http://himmelende.de/2007/12/07/gedanken-geistern/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Dec 2007 16:50:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[No Name No Slogan]]></category>
		<category><![CDATA[skepsis]]></category>
		<category><![CDATA[utopie]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe ist eine der letzten großen Utopien. Gott ist Liebe. Ist Gott die letzte Utopie?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe ist eine der letzten großen Utopien.<br />
Gott ist Liebe.<br />
Ist Gott die letzte Utopie?</p>
 <p><a href="http://himmelende.de/?flattrss_redirect&amp;id=186&amp;md5=81ca49072b6a0dd154c749bcf5984108" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://himmelende.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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