Das ist alles

Das ist alles so mühsam.
Quatsch, sehen Sie einfach nicht auf die Worte, während Sie tippen.
Das ist alles so erheiternd.
Quatsch, Quatsch und Doppelquatsch. Sehen Sie nicht, wie sich diese durchaus ernstzunehmende Lage immer mehr verfängt, sie Verhedderter? Lassen sie bloß los, bevors zu spät ist.

Und ich ließ los und schlief vierzig Tage am Stück. Dieser Traum war so ein David Lynch Ding, so ein besessener Gonzo-Traum; echt irgendwie bedeutungsvoll, und dabei keinen blassen Schimmer, um was es eigentlich geht. Ich schlief für vierzig Tage denn dieser Traum war so staunenswert.
Da stehen plötzlich alle vor mir und wollen, dass ich Begriffe wie Synergieeffekte schematisch in ein trapezoides Diagramm übertrage. Ich versuche dabei, an nichts zu denken, denke aber natürlich an alles mögliche und blicke aus dem Fenster. Dabei dachte ich so viele tolle Sätze und hatte gefallen daran, sie in meinem Kopf zu lassen und summte leise vor mich hin, während ich fror. Jetzt ein schönes Käsebrot, mit Brie und Paprikapulver, das wärs; und ein kleines Fässchen für die Angst und irgendwas zum Schnupfen. Habe Hunger, höre meinen Magen bellen, er krampft. Es scheint, die ganze Stadt kauft heute Laufschuhe. Jetzt ist es endlich etwas ruhiger. Sie reden von Fußball, ich gehe ins Lager und schicke der Frau, die ich liebe fünf Küsse in Andacht.

Traum, wilde Assoziationsketten. Ich muss dieses Messer spülen, es führt kein Weg daran vorbei. Es erscheint so Aussichtslos, doch ist es die Grundbedingung, ohne der alles sonst keinen Sinn ergäbe. Also spüle ich das Messer frei von Butterschmalz und Blut oder etwas, das verkrustetes Ketchup sein könnte und lege es beiseite, betrachte die Sonne wie sie schnell versinkt und aufgeht und wieder versinkt. Ein Glas Vitamin C für die Seele. Und in all meinem Glück verdampft dann ein bisschen was von der Gewissheit, dass alles nur ein Traum ist und ich jederzeit aufwachen könnte, wenn ich wollte. Doch der Himmel kippt nur langsam. (Wie sind die Zeichen schleichenden Wahnsinns?)
Nur ein einziges mal in meinem Leben hatte ich so einen Traum, in dem ich wusste, dass ich träume. Ich hörte sogar am Ende den Wecker im Traum klingeln, ich wusste dann, dass er bald zu Ende sein würde und ich war plötzlich zwei Personen, der Schlafende und der gleich Erwachende. Und der gleich Erwachende, der sich herüberrettete, rief dem Träumer hinter sich noch etwas zu, bevor er davongezogen wurde; ich rief mir also selbst zu: Die Wahrheit liegt in den Dingen selbst. Ich dachte mir noch, wow, was für ein enigmatischer Satz und wachte auf.

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