Die Woche in 140 Zeichen

8/
Feb. × ’10
  • Ich habe doch gar keine Auto. #
  • I've seen shame on many faces, I've seen it on mine. ♫ http://blip.fm/~kivus #
  • Frau Wuckal: Ich hab dich lieb so. #
  • Someday this will all make sense. #
  • großes Dramapotential #
  • Ich probiers jetzt mal mit Gemütlichkeit. #
  • http://twitpic.com/11vkd0 – Facebook bietet Geisterbeschwörung an. Mit Jacko in Verbindung treten. Spooky. #
  • Hmmm… Pillsbury Sonntagsbrötchen sind ja gar nicht mal so gut. #
  • Käsekuchendoping um halb elf. Dann begreif ich auch das semiotische Dreieck als bildliche Darstellung der Mehrdimensionalität der Zeichen. #
  • Der Dornseiff, ich liebe ihn. Wörter nichts als Wörter. Gute Wörter. Und mein erstes Buch mit Bedienungsanleitung. http://yfrog.com/1es4pkj #
  • Hip Hip Hurra! Alles ist super, alles ist wunderbar. http://tumblr.com/xy9651u0x #
  • Mitternächtliches syntaktisches Zeugma: Ich gehe schlafen und mein Bett kaputt. #
  • Spondeus und Anapäst? Ich kenn bloß Spongebob und Antipasti. #
  • In meinem Studium jagt bis jetzt ein Plausibilitätsdefizit das nächste. Ärgerlich. #
  • Asyndetische Wahrnehmungsfragmente. Den ganzen Tag schon. #
  • Das Leben ist hart, aber heiter. #
  • Der Morgen beginnt mit schöner Kunst: http://yfrog.com/1eh9whj #
  • Meine These: Was wir Männer im Vergleich zu Frauen intelligenzmäßig nicht bringen, machen wir halt durch Waffen wieder wett. #
  • Kaufe ich jetzt den Landmaschinen- oder doch den Spreng- und Abrisssimulator? Hm, schwere Entscheidung. http://yfrog.com/1dtzfej #
  • Ich glaube, ich bin zu proletarisch für Bibliotheken. #
  • Komme gerade von einem mitternächtlichen Knutschtermin. Und jetzt in die Falle. #
  • "Don’t be evil? Bullshit!" Haha, mir scheint, His Steveness hat vor seiner "The Steve Show" den Baldriantee vergessen. http://bit.ly/91CLft #
  • Sorgte mich eben um den Präteritumsschwund in Bayern. Ehrlich Leute, das hat mir eine Scheißangst gemacht. #
  • Lerne etwas über das Nähe/Distanz-Kontinuum und die konzeptionell-medialen Affinitäten. Linguistik is a fickle bitch. #
  • Guten Morgen. Es ist Montag, Tag der postmaterialistischen Bestandsaufnahme. Also, was haben wir? Nichts. #
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Fleissige Mädchen

5/
Feb. × ’10

Mädels sind im Studium, wie überhaupt im Leben generell immer fleissiger und besser organisiert als Jungs. Wenn ich zu meinen Kommilitoninnen neben mir rüberspähe, bekomme ich regelmäßig Kotzanfälle; dort stapeln sich die Unterlagen, gut durchdacht und vorbereitet, während ich mich auf mein Geschick in der hohen Kunst der Improvisation verlassen muss. Ihr habt mich also erwischt, ich bin ein Flaneur, ein verklärter Träumer, ein prokrastinierender Geist der Empfindsamkeit. Aber ich habe eine These: Was wir Männer im Vergleich zu Frauen intelligenzmäßig oder durch Fleiss nicht bringen, machen wir halt durch Waffen wieder wett. Was wir fürchten, rotten wir aus. Vor was wir angst haben, essen wir auf. Kühe, Kangoroos, etc. Angst vor Pferden? Kein Problem! Lasst uns Steak daraus machen.

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Med-o-mat

5/
Feb. × ’10

Dieser Automat ist toll. Er steht im Untergeschoss des Münchner Hauptbahnhofs. Direkt gegenüber befindet sich das WC Center, das aussieht wie die Himmelspforte, alles supersteril, permanent umweht von einem Zitrone-Desinfektionsgeruch, hier will ich eines Tages nach dem Ableben gerne empfangen werden. Profan betrachtet macht man dort aus dem kleinen Geschäft nichts anderes als Big Business, Männer pinkeln für 80 Cent, bekommen dafür aber auch extra Baby-Wickelräume und Spiegel mit kleinen Tischen davor. Früher hieß das alles mal McClean, ist aber schon lange her. Nun, und gegenüber diesem sanitären Nobelschuppen steht also dieser Erste-Hilfe Automat, der dort vom Gesundheitszentrum aufgestellt wurde. Auf dem ersten Blick sieht er, bis auf das knallige Rot einem Zigarettenautomaten zum Verwechseln ähnlich. Nur dass man ausser Gauloises und Lucky Strike eben Taschentücher, Rettungsdecken und Mundsprays ziehen kann, bei Bedarf aber auch Grippe-, Drogen- und Harnwegstest und – meine Favoriten – Prostatakrebs- und Schwangerschaftstest bekommt! Genial. Ich meine, man geht dorthin um sich was zum Quarzen zu holen, steckt sich das Ding dann in dem Mund und stellt fest: Scheiße, ich bin Schwanger! Oder nuckelt anstatt an der Fluppe am Prostatakrebsvorsorgetest. Ironie des Schicksals, wenn dieser Test dann positiv ausfällt.

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Beim Finanzamt

5/
Feb. × ’10

“Warum man keine FDP-Wähler mehr auf der Straße sieht? Die sind alle im Finanzamt. Zur Selbstanzeige.”

Harald Schmidt

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Die einzige Aufgabe einer Universität

3/
Feb. × ’10

“Einer der fundamentalsten Irrtümer besteht darin, dass die Universität den Studenten auf’s Leben vorbereiten, alias, es ihm erleichtern soll, bevor er es noch betreten hat. Die Aufgabe einer Universität aber besteht keineswegs darin, möglichst viel tüchtige Theologen, Mediziner, “Philosophen” und Juristen heranzubilden (wie Kaiser Josef II., der die Kolleg-Hefte zensurieren ließ, vermeint hat): sondern alle diese ordinären Kerle derart nicht bloß mit Kenntnissen, sondern mit vorweggenommener Erkenntnis zu beschweren, dass nur die Allertauglichsten so was überleben können, davonkommen, und den vorausgeschossenen Pfeil einmal toto corpore einzuholen vermögen. Die anderen aber sind dann an der Alma mater lebensunfähig geworden, an ihren Kenntnissen picken geblieben, an geistiger Stuhlverstopfung gestorben: hole sie der Teufel. Die einzige Aufgabe einer Universität kann heute sein, den Leuten jeden Zugang in’s praktische Leben derart zu verengen, dass keiner durchrutscht, der nicht mit allen Wassern gewaschen ist. Anders: es ist genau die Sache der Universität, jede Halbbildung zu bekämpfen, und das Gesindel auf die Fachschulen – welche für’s Leben (o weh!) vorbereiten – abzudrängen. Neuestens kann ja die Geltungssucht auch dort ihr Genital mit einem “Doktorhut” bedecken, sei’s einem der Handelskunde oder Viecharzterei.”

Heimito von Doderer: Universitäten (1955). In: Repertorium. Ein Begreifbuch von höheren und niederen Lebens-Sachen. Hrsg. von Dietrich Weber. München 1969. S 255 f.

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Die Woche in 140 Zeichen

1/
Feb. × ’10
  • Ich stehe grad total auf scharfes Essen und Kaffee. Doppelplusungut für meinen Magen. #
  • Onweerstaanbare aantrekkingskracht. #
  • Wenn nur die Besten jung sterben, dann ist mir ein highlandereskes Leben beschieden. #
  • Das ist ein Tag ganz nach meinem Geschmack: stilles Wasser, Beruhigungsmittel und ein gutes Buch. http://yfrog.com/35uh5pj #
  • Störerfahrungen sind alle nichtintegrierbaren Erfahrungsanlässe. Also z.B. Headshot des nervigen Nachbarn. Danke, Peter Sloterdijk. #
  • Heutige Anagnorisis: Es riecht nicht alles gut, was kracht! #
  • I took mushrooms and went to Astroworld. And I had a really bad time. #
  • iPad? So ein Quatsch!Die sollten sich viel lieber für die Reinerhaltung des Gotischen Kulturguts und die Rettung des Seepferdchens einsetzen #
  • Unerwartete Trägheitsverzögerungen in der U-Bahn. Ich hasse sie. #
  • Vom wenigen Schlafen und vom vielen Lesen trocknete ihm das Hirn so aus, dass er zuletzt den Verstand verlor. #
  • Bin geplagt von neurotischen Erkenntnishemmnissen. Kommen aber immer erst ab 10:30 Uhr. #
  • Nehmen wir also an, nichts von alledem ist je geschehen. #
  • Wurstfachverkäuferin mobilisiert all ihren kleinbürgerlichen Gesinnungsmilitarismus und gibt mir partout keine Kostprobe der Bärchenwurst. #
  • Viehische Aufgeregtheit und Bedürfniskollisionen in der Warteschlange der Mensa. Lebensaufgabe Essensausgabe. #
  • Mir sind alle uniformierten Wichtigtuer zuwider, die auch nur ansatzweise den Geruch von einer Amtshaftigkeit ausströmen. #
  • Werde von der Wortpolizei observiert. #
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Happy

31/
Jan. × ’10

“When I was 5 years old, my mom always told me that happiness was the key to life. When I went to school, they asked me what I wanted to be when I grew up. I wrote down “Happy”. They told me I didn’t understand the assignment and I told them they didn’t understand life.”

Hazel Weatherfield

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Geschenke der Vergebung

28/
Jan. × ’10

It’s interesting that two drugs that are legal – alcohol and cigarettes – two drugs, that do absolutely… NOTHING for you whatsoever. And drugs that grow naturally upon this planet, drugs that open your eyes up to make you realize how you being FUCKED every day of your life… those drugs are against the law. Wow! Coincidence? I don’t now.

Bill Hicks in “Gifts of Forgiveness“, Rant in E-Minor

… danke Bill. Du warst der Beste.

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Die Woche in 140 Zeichen

25/
Jan. × ’10
  • So viel zu lesen. So wenig Zeit. #
  • Ich wusste es schon immer. Die Katalanen sind nicht klimaneutral. http://himmelen.de/3766 #
  • Ich staple nicht hoch, sondern breit. #
  • Tabasco auf Frühstückseiern. Scheint ganz so, als würde ich endlich ein richtiger Mann werden. #
  • Wenn einmal eine fixe Idee unaufhörlich in einem Hirn rumort und Ehrgeiz und Dummheit gleichermaßen in einem wüten, wird man waghalsig. #
  • Der Topos, dass Männer länger im Bett liegen bleiben, ist einwandfrei negativ besetzt. #
  • Psst! Lauerstellung. #
  • Die Guten gehen zuletzt, wie ihr seht bin ich noch immer da. # Weiterlesen »
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Klimaneutrale Katalanen

24/
Jan. × ’10

Da feiern in Spanien also die Katalanen gerade ihre Calçotada, ihr sogenanntes Zwiebelfest, bei dem einmal im Jahr das ganze Volk zusammenkommt und nichts anderes macht, als dem kollektiven Speisezwiebelkonsum zu frönen. Eine gargantueske Völlerei, ob drinnen oder draußen, egal. Das einzige, was zählt ist: Maßlosigkeit. Und ich frage mich, wie sieht denn eigentlich bitteschön deren CO2-Bilanz aus? Ist dieses katalanische Zwiebelfest überhaupt klimaneutral? Ich meine, so carbonfootprintmäßig dürfte das eine ziemliche Sauerei sein. Wenn australische Schweine pupsen, gehen dort gleich alle Sirenen. Und bei uns? Wir schicken bloß unseren Dr. Norbert Röttgen, der brav überall seine blauen Engel draufklebt, am liebsten auf Atomkraftwerke. Ich fordere ein Umdenken. Die katalanische Speisezwiebel muss manipuliert werden. Genetisch, biologisch, gleich wie. Schließlich tunen wir ja auch Mastfutter, damit das gemeine Hausschwein klimafreundlicher furzt. Und sollte alles nichts bringen, gäbe es noch ein weitere Lösung aus dem Schlamassel. Ich denke da an das Wohl zukünftiger Generationen. Ob Nabucco vom Bosporus, Southstream von Russland, lasst fahren die alten Ideen der transkontinentalen Erdgasversorgung. Katalanisches Methan kann ein Exportschlager sein und alle Energieprobleme Europas werden sich zwiebelartig enthäuten. Versprochen.

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