Question of the day – What’s your favorite word?

“Fernweh”
A german word which is not precisely translated with “wanderlust”.
It’s not all about wandering, it’s more an ambivalent feeling. On the one hand it’s kind of melancholy, because your heart wants to set sail and move on, to another place or away from a person or situation. On the other hand it’s this tingling feeling if you know that adventure awaits you and there is so much to explore right around the next bend of your path.
“Heimweh” describes the opposite. If you are out there in the wild and your heart seeks the place or person where it feels at home.

And yours?

Tucholsky: Zur soziologischen Psychologie der Löcher

Ein Loch ist da, wo etwas nicht ist.

Das Loch ist ein ewiger Kompagnon des Nicht-Lochs: Loch allein kommt nicht vor, so leid es mir tut. Wäre überall etwas, dann gäbe es kein Loch, aber auch keine Philosophie und erst recht keine Religion, als welche aus dem Loch kommt. Die Maus könnte nicht leben ohne es, der Mensch auch nicht: es ist beider letzte Rettung, wenn sie von der Materie bedrängt werden. Loch ist immer gut.

Wenn der Mensch ›Loch‹ hört, bekommt er Assoziationen: manche denken an Zündloch, manche an Knopfloch und manche an Goebbels.
via Tucholsky: Zur soziologischen Psychologie der Löcher

Das glückliche Geheimnis besserer Arbeit

Lustig, schnell, inspirierend – absolut sehenswert für alle, die positive Verhaltensweisen erzeugen wollen.

Kurzfassung

(Kommt schon Leute, 12 Minuten?)

Problem:
Wenn ein größerer Erfolg erreicht wird, wird das Ziel (Glück/Zufriedenheit) weiter nach hinten gesetzt und letztlich niemals erreicht.

Bisherige Formel:
Härter Arbeiten => Größerer Erfolg => mehr Glück/Zufriedenheit

Lösung:
Die Formel umdrehen. Glücklicher/zufriedener sein lässt Menschen besser arbeiten (höhere Konzentration, Produktivität etc.) und dadurch größere Erfolge verwirklichen.

Konkret:
Indem man z. B. 21 Tage lang jeden Tag für drei neue Dinge dankbar ist, lässt sich das Gehirn umstöpseln, sodass man nicht mehr nach den negativen Dingen, sondern nach den positiven Ausschau hält und damit sein Grundgefühl ändert.

Bis zur Unkenntlichkeit – Die unglaubliche Geschichte einer Gesichtstransplantation

Dies ist die Geschichte von Carmen Tarleton, einer Krankenschwester, die ein ziemlich normales Leben führte. Bis zu einem Tag im Jahr 2007. Nach einem Streit mit ihrem Ehemann, der sie mit einem Baseballschläger verprügelt hatte, übergoss er sie mit industrieller Lauge. Die Chemikalie richtete verheerende Schäden an Carmens Körper an. Die Verätzung drang tief bis in die untersten Schichten des Gewebes, ihr Gesicht wurde bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Aber sie überlebte. Irgendwie.

Dies ist aber auch die Geschichte von Cheryl Denelli-Righter, die nach einem schweren Hirnschlag ins Koma fiel. Es bestand keine Hoffnung, dass sie jemals wieder das Bewusstsein erlangen würde. Cheryl hatte sich als Organspenderin zur Verfügung gestellt. Als ihre Tochter Marinda von den Ärzten gefragt wurde, ob sie auch einer Gesichtstransplantation zustimmen würde, musste sie schnell eine Entscheidung treffen. Fünf Minuten hatte sie Zeit – und willigte ein.
Cheryl starb an diesem Tag. Aber sie überlebte. Irgendwie.

The Verge – Beyond recognition: The incredible story of a face transplant berichtet von einer Gesichtstransplantation, deren Prozedere immer noch sehr experimental ist. Man darf diesen Beitrag nicht bloß als Befriedigung morbider Sensationslust sehen. Sicherlich, von einem technischen Standpunkt aus betrachtet ist eine Gesichtstransplantation eine ziemlich gruselige Angelegenheit, aber dabei sollte man es nicht belassen.

Denkt man an die immensen philosophischen Implikationen, die so ein Eingriff hervorrufen, gerät man schnell ins Stottern: Was sagt uns das über unsere Selbstwahrnehmung? Wenn ich die Maske eines anderen Menschen trage, wer und was ist dann dieses ich überhaupt noch? Und wer war diese andere Person? Existiert sie mit mir weiter, oder überlagert sie mich und verbindet sich mit mir zu einem neuen Wesen?

Der Punkt jedoch, der mich schier vom Stuhl gehauen hat, ist der:
Welche Willenskraft diese verstümmelte Frau entwickelt hat und wie feierlich sie das Leben umarmt, nach alldem, was ihr passiert ist.
Dies ist eben nicht nur eine Geschichte von zwei Menschen mit gleichem Gesicht (oder doch nicht?), sondern auch eine Geschichte über Mut, Liebe, Vergebung, Identität, Bestimmung und den unbändigen Willen zu Leben.

Spatzen werden nie verstehen, warum Adler höher fliegen, als Kirschbäume wachsen.russisches Sprichwort

Versendet Facebook ortsbezogene, personalisierte Werbung auf’s Handy?

Ich brauch eure Hilfe in einer Sache, die mich sehr nachdenklich macht. Nehmt euch bitte die drei Minuten, lest den Artikel und schreibt mir in den Kommentaren, ob euch so etwas auch schon passiert ist oder ob ich total gaga bin.

Folgendes Szenario:
Ein Freund von mir, der in der selben Stadt wohnt veröffentlicht auf Facebook einen Termin zu seiner Geburtstagsparty, mit Ortsangabe. Ich bestätige die Einladung auf Facebook und sage zu. Am Tag der Party schnappe ich mir mein Rad und fahre dorthin. Jetzt kommt der Gaga-Teil: Als ich dort ankam und mein iPhone aus dem Rucksack hole sehe ich, dass ich unterwegs folgende Werbe-SMS bekam.

2014-08-10 14.37.24

Das ist an sich noch nichts erschreckendes, so etwas passiert häufiger. Was mich jedoch extrem stutzig machte war, dass die SMS…

  1. exakt zu der Zeit kam, als ich unterwegs war
  2. als SMS-Absendername mein Kumpel angegeben war

Die Nummer, von der die SMS kam ist nicht die Nummer meines Freundes. Eine Recherche bei anrufer.info brachte heraus, dass es sich bei „der Vorwahl 01573 um eine Vorwahl ohne direkten regionalen Bezug z.B. Mobilfunkanbieter, Sonderrufnummern, VoIP-Anbieter handele. Der Betreiber bzw. die Klassifierung ist E-Plus Mobilfunk GmbH & Co. KG.“

Die Domain http://whatsappmail.com leitet weiter auf www.meincoyote.de, ein Anbieter von Fahrassistenz-Systemen,  „die auf dem Informationsaustausch zwischen Autofahrern einer Community basieren.“ Mit dem iPhone geöffnet leitet der Link zu einer entsprechenden App weiter.

Facebook besitzt alle Informationen darüber, wo und wann eine Veranstaltung stattfindet, wer zu- oder absagt, kennt die jeweiligen Rufnummern der Teilnehmer und ihre aktuellen Wohnorte, bzw. momentanten Aufenthaltsorte. Sobald die App auf dem iPhone geöffnet wird, werden Positionsdaten übermittelt, die Bewegungsprofile ermöglichen. Soweit nichts neues.

Bis jetzt ging ich in meiner naiven Kleinteiligkeit davon aus, dass Facebook die Daten nutzt, um mir entsprechende Angebote im Internet und auf seinem Portal unter die Hirnrinde reiben zu wollen. Aber eine personalisierte SMS, die sich als Nachricht eines Freundes tarnt und exakt dann verschickt wird, wenn ich mich auf dem Weg zu ihm befinde – das ist eine ganz neue Qualität.

Mich persönlich schreckt die aggressive Art dieser Werbung eher ab, als dass sie mich animieren würde, etwas zu kaufen. Im Gegenteil, es wirft ein schlechtes Licht auf die Betreiber solcher Seiten.

Denkt an eine Postwurfsendung, die daherkommt als Nachricht eurer Freundin / eures Freundes und euch hinterhergetragen wird, wenn ihr auf dem Weg zum Blumenhändler oder Juwelier seid, um ein Geschenk zu kaufen.
Ich gehe davon aus, dass die Menschen, die sich solche Kampagnen ausdenken sehr wohl die negativen Effekte abwägen – sie geben nur einen gepflegten Dreck drauf.

Meine Anfrage an E-Plus, wieso diese Werbenummern vergeben werden und ob sie wissen, dass darüber derartige Werbung verschickt wird blieb noch unbeantwortet. Coyote erreicht man telefonisch erst wieder Werktags. Ich werde diesen Beitrag aber aktualisieren, sobald ich etwas neues weiß.

Mein Frage an euch: Ist euch schon mal etwas ähnliches passiert? Vielleicht mit anderen Diensten? Auch in Kombination mit Facebook? Bitte postet es in den Kommentaren und leitet diesen Beitrag an eure Freunde und Bekannte weiter.

DANKE!

All the Way – Charles Bukowski

If you are going to try, go all the way. You will ride life straight to perfect laughter.
It’s the only good fight there is.Charles Bukowski

Für gewöhnlich sieht der Mensch nur das Stoppelfeld der Vergänglichkeit; was er übersieht, sind die vollen Scheunen der Vergangenheit. Im Vergangensein ist nämlich nichts unwiederbringlich verloren, vielmehr alles unverlierbar geborgen.Viktor Frankl

Seth Godin: The tribes we lead – TEDtalk

Skript und Untertitel auf Deutsch verfügbar. Ansehen!
Hier einige Auszüge:

Die Beatles haben Teenager nicht erfunden. Sie haben sich nur dazu entschlossen sie zu führen. Bei den meisten Bewegungen besteht die Führung darin, Gruppen zu finden, die nicht verbunden sind, aber bereits ein Verlangen spüren. Nicht Leute zu überzeugen etwas zu wollen, was sie noch nicht haben.

All diese Leute haben gemeinsam, dass sie Ketzer sind. Sie schauen sich den Stand der Dinge an und sagen: “So geht es nicht weiter! Ich kann das nicht hinnehmen!” Ich bin bereit aufzustehen und Dinge zu bewegen. Ich sehe den Stand der Dinge. Und er gefällt mir nicht. Anstatt all die kleinen Regeln zu sehen und ihnen zu folgen, anstatt wie ein Schaf in der Herde zu agieren, im Halbschlaf den Anweisungen zu folgen, den Kopf unten zu halten und sich anzupassen, gibt es ab und zu jemanden der aufsteht und sagt: “Nicht mit mir.” Jemand steht auf und sagt: “Das ist wichtig. Wir müssen uns darum organisieren.”

Ich habe drei Fragen an Sie. Die erste: Wem treten Sie auf den Schlips? Wenn Sie niemanden aufscheuchen, verändern Sie nicht den Stand der Dinge. Die zweite Frage ist: Wen verbinden Sie? Denn viele Leute machen nur deshalb mit. Wegen den Verbindungen, die hergestellt werden. Die dritte ist: Wen führen Sie? Denn die Veränderung entsteht nicht durch die Technik hinter Ihrem Produkt, sondern durch die Menschen und durch Führung.

via direktTED

It seems to me now that the plain state of being human is dramatic enough for anyone; you don’t need to be a heroin addict or a perfomance poet to experience extremity. You just have to love somebody.Nick Hornby, “How to be good”

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