Die Woche in 140 Zeichen

März 8th, 2010

“Hoppla, da ist etwas schiefgelaufen.” FFFFFFUUUUU…. #fb #fail #
Fühle mich unkommentiert. #
Die Trambahnwartehäuschen in München bringen einen scheiß. Von allen Seiten schneits rein. #
So sieht’s aus: tendenziell doch eher Sommer.

Hasencontent

März 6th, 2010

Es geht von Hasenkostümen eine besonders magische Anziehungskraft aus. Das muss so sein, denn anders lässt sich diese Begeisterung für Langohrcamouflage im Internet sonst nicht erklären, auch wenn die so

Pubertäre Unsicherheit

März 4th, 2010

Szenenwechsel, Wohnheimsküche, Westend.
Mit hibbeligen, nervösen Gesten, exaltierten Handbewegungen und fickrigem Gekicher reagieren die Mädels auf die Frage. Sie wollen so erwachsen damenhaft wirken, nach aussen schaffen sie es bestimmt, soviel

Eternal Sunshine Of The Spotless Mind

März 4th, 2010

“How happy is the blameless vestal’s lot!
The world forgetting, by the world forgot.
Eternal sunshine of the spotless mind!
Each pray’r accepted, and each wish resign’d…”
“Eloisa to Abelard“, by Alexander Pope

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Der Nichtstuer

“Der Nichtstuer als der Geistesmensch ist tatsächlich in den Augen derer, die unter Nichtstun tatsächlich nichts tun verstehen und die als Nichtstuer auch tatsächlich gar nichts tun, weil in ihnen während des Nichtstuens gar nichts vorgeht, die größte Gefahr und also der Gefährlichste.”

Thomas Bernhard, österreichischer Schriftsteller

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Brenzlig für Guido

Aus einer Unterhaltung in einer Ladenpassage:

I: … ach mir doch egal. Soll sich Herr Westerwelle doch weiter in seine spätrömische Dekadenz hineinlamentieren. Ich lebe mein Leben sowieso nach streng wertorientierten Kultur-Verpflichtungen, da brauch ich solche Possen nicht.

II: Alles Phrasendrescherei. Spätrömische Dekadenz – das ist doch auch bloß so eine oberflächlich dahingeplapperte, stupid verallgemeinernde abendländische Kultur-Aussage; viel Wind, aber nichts in der Hose.

I: Windhose?

II: Tote Hose! Das hat doch alles kein Fundament. Ich mein, er ist Aussenminister, warum missbraucht er sein Amt und macht das Thema zur Chefsache? Bläst sich auf, zweieinhalb mal so groß. “Man wird das in Deutschland ja wohl noch sagen dürfen”. Ja, klar. Das ist ein Terrorist, sag ich dir, der nimmt für sein eskapistisches Gequatsche das gesamte auswärtige Amt als Geisel. So ist der nämlich drauf.

I: Kollateralschäden sind ihm egal.

II. Kollateralschäden sind ihm sowas von egal!

I: Echt, bald wirds brenzlig für Guido. Wenn er sich nicht bald entschuldigt, steigen ihm die ganzen Hartzer aufs Dach. Dann brennt die Hütte, wie Rostock ‘92 (?). Wird ungemütlich…

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Suchanfragen

Es ist so liebreizend – kann man das in diesem Zusammenhang überhaupt sagen? – egal, jedenfalls, es ist so liebreizend von der Internetbevölkerung, quasi ein Zeichen inniger Fürsorglichkeit und wahren Respekts, dass genau in den Momenten, in denen meine Hoffnung sinkt und ich befürchten muss, es würden schleichende Prozesse geistiger Emanzipation eintreten, ein Wandel beginnen, der in den Hirnen der User ein intellektuelles Umdenken in Gang brächte, fulminant kumuliert in der finalen Auflösung hartnäckiger, präpubertärer Bildungsresistenzen; wenn also meine Befürchtungen aufkommen, die Masse erhebe sich plötzlich aus ihrer schleichenden, grenzdebilen Mittelmäßigkeit heraus, dann reicht nur ein Blick in das Serverlog, um die an Himmelende gerichteten Suchanfragen zu analysieren und ich weiß: Es hat sich nichts an der mir so liebgewonnenen Bullshittigkeit geändert, die mir in diesem Internetz, von dem jetzt alle reden links und rechts um die Ohren fliegen:

  1. Schmutzwäsche
  2. Pferdeporno
  3. Vodka
  4. Warum richten sie ihre Walther auf meine Hoden?

In dieser Reihenfolge.
Ordentlich.
Danke, Internet.

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Die Geschichte meines Lebens

“Die Geschichte meines Lebens gibt es nicht. So etwas gibt es nicht. Es gibt nie einen Mittelpunkt. Keinen Weg, keine Linie. Es gibt weiträumige Orte, von denen man glauben macht, es habe hier jemanden gegeben, das stimmt nicht, es gab niemanden.”

Marguerite Duras, “Der Liebhaber”, 1984

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Die Woche in 140 Zeichen

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Magazin der erfreulichen Dinge

Mit dem Alter – und ich bin bei diesem Gedanken noch nicht richtig überzeugt, ob es wirklich am Alter liegt – mit dem Alter jedenfalls werde ich zunehmend ein Freund der guten, erfreulichen Dinge: gute Tees, gute Cremes, gute Weine, gute Gesellschaft. Was sich jetzt anhört wie aus der Chantré-Werbung, sollte eigentlich ein Lockmittel für das Cascade-Magazin sein, “Das Magazin der erfreulichen Dinge”. Schaut also mal rüber, ist wirklich alles sehr erfreulich dort.

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Die Woche in 140 Zeichen

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Fleissige Mädchen

Mädels sind im Studium, wie überhaupt im Leben generell immer fleissiger und besser organisiert als Jungs. Wenn ich zu meinen Kommilitoninnen neben mir rüberspähe, bekomme ich regelmäßig Kotzanfälle; dort stapeln sich die Unterlagen, gut durchdacht und vorbereitet, während ich mich auf mein Geschick in der hohen Kunst der Improvisation verlassen muss. Ihr habt mich also erwischt, ich bin ein Flaneur, ein verklärter Träumer, ein prokrastinierender Geist der Empfindsamkeit. Aber ich habe eine These: Was wir Männer im Vergleich zu Frauen intelligenzmäßig oder durch Fleiss nicht bringen, machen wir halt durch Waffen wieder wett. Was wir fürchten, rotten wir aus. Vor was wir angst haben, essen wir auf. Kühe, Kangoroos, etc. Angst vor Pferden? Kein Problem! Lasst uns Steak daraus machen.

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Med-o-mat

Dieser Automat ist toll. Er steht im Untergeschoss des Münchner Hauptbahnhofs. Direkt gegenüber befindet sich das WC Center, das aussieht wie die Himmelspforte, alles supersteril, permanent umweht von einem Zitrone-Desinfektionsgeruch, hier will ich eines Tages nach dem Ableben gerne empfangen werden. Profan betrachtet macht man dort aus dem kleinen Geschäft nichts anderes als Big Business, Männer pinkeln für 80 Cent, bekommen dafür aber auch extra Baby-Wickelräume und Spiegel mit kleinen Tischen davor. Früher hieß das alles mal McClean, ist aber schon lange her. Nun, und gegenüber diesem sanitären Nobelschuppen steht also dieser Erste-Hilfe Automat, der dort vom Gesundheitszentrum aufgestellt wurde. Auf dem ersten Blick sieht er, bis auf das knallige Rot einem Zigarettenautomaten zum Verwechseln ähnlich. Nur dass man ausser Gauloises und Lucky Strike eben Taschentücher, Rettungsdecken und Mundsprays ziehen kann, bei Bedarf aber auch Grippe-, Drogen- und Harnwegstest und – meine Favoriten – Prostatakrebs- und Schwangerschaftstest bekommt! Genial. Ich meine, man geht dorthin um sich was zum Quarzen zu holen, steckt sich das Ding dann in dem Mund und stellt fest: Scheiße, ich bin Schwanger! Oder nuckelt anstatt an der Fluppe am Prostatakrebsvorsorgetest. Ironie des Schicksals, wenn dieser Test dann positiv ausfällt.

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Beim Finanzamt

“Warum man keine FDP-Wähler mehr auf der Straße sieht? Die sind alle im Finanzamt. Zur Selbstanzeige.”

Harald Schmidt

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© 2010 Himmelende . Design von Zidalgo. Jetzt keine Kapitulation vor den Schrecken der Dunkelheit!