Apropos: Woran denkst du beim Masturbieren?

“Wie bitte?”

“Pass auf, ich glaube, wir können davon ausgehen, dass du masturbierst. Über den Daumen gepeilt 98 Prozent aller Männer masturbieren. Das ist wissenschaftlich erwiesen. Die restlichen 2 Prozent sind meistenteils irgendwie behindert. Das Leugnen können wir also überspringen. Ich masturbiere; du masturbierst. Ist nun mal so. Alle machen es, alle wissen, dass es alle machen, und trotzdem spricht nie einer darüber. Das ist hier eine unendlich langweilige Fahrt, wir haben nichts Besseres zu tun, wir sitzen in dieser Luschenkutsche fest — brechen wir also unsere Verkrustungen auf. Diskutieren wir es aus.”

“Was denn für Verkrustungen?”

“Einfach woran du denkst. Überleg mal. Das ist eine total innerliche Zeit. Eine der wenigen Situationen im Leben, wo man echt autark ist. Man braucht kein Außen. Man bereitet sich ausschließlich mit den eigenen Gedanken Lust. Diese Gedanken sagen viel über einen aus: wovon man träumt, wenn man seine Träume selber wählen und kontrollieren kann.”

“…”

“…”

“Titten.”

“Titten?”

“Du hast gefragt. Jetzt weißt du’s.”

“Das ist alles? Titten?”

“Was soll ich denn sonst sagen?”

“Nichts als Titten? In völliger Isolation? Nur abstrakte Titten?”

“Ach, leck mich doch.”

“Du meinst, die schweben da einfach so, zwei Titten, im leeren Raum? Oder schmiegen sie sich in deine Hände? Sind es immer dieselben Titten?”

“Das soll mir eine Lehre sein. Du stellst mir eine solche Frage, ich sag mir scheiß drauf und beantworte sie, und für die Antwort krieg ich prompt ein DIF-Verfahren an den Hals.”

“Titten.”

“…”

“…”

“Ja, woran denkst du denn, Mr Verkrustungen?”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.