Wenn viele gemeinsam träumen

Zwei Überlegungen, die geprüft werden müssen.

1. Neue Wirklichkeit
Wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum. Wenn viele gemeinsam träumen, ist das der Anfang einer neuen Wirklichkeit.

Wenn Menschen etwas für wirklich halten, dann ist es in seinen Folgen wirklich. Eine Überzeugung kann also völlig haltlos oder phantastisch sein — wenn man auf der Grundlage dieser Überzeugung handelt, schafft diese Handlung gleichwohl Wirklichkeit. Ein Werkzeug dafür ist z.B. Sprache. Sprache schafft Realität. Achte darauf was du sagst und wie du etwas benennst.

2. Emotionen sind ansteckend
Menschen ändern sich nicht, wenn du ihnen Predigen hältst sondern nur, wenn dein Beispiel sie überzeugt. Du kannst als Mahner mit erhobenem Zeigefinger vor ihren Nasen herumwedeln. Am Ende hast du vielleicht immer noch eine gute Botschaft, aber keinen mehr, der dir zuhört.

Emotionen sind ansteckend, Gewohnheiten sind ansteckend. Natürlich besitzen wir einen eigenen Willen. Inwiefern dieser frei ist, kann diskutiert werden. Aber wir treffen Lebensstil-Entscheidungen, weil es eine Art soziale Ansteckung gibt. Wir treffen schlechte Gesundheits-Entscheidungen, weil wir sehen, dass andere um uns herum ähnliche Entscheidungen treffen. Wir sind Lebensstil-Imitatoren, wir können positive und gleichwohl zerstörerische Lebensstile übernehmen, weil unsere Freunde, Familien und Nachbarn, Ikonen und Vorbilder uns inspirieren dies zu tun. Oder weil wir an einem gewissen Punkt in unserem mittellangen Leben total frustriert sind von dieser Bullshit-Maschine.

In diesem Sinne sind z.B. Zivilisationskrankheiten das Produkt der Kultur, in der wir leben.

Sieht es nicht ganz danach aus, dass wir langsam damit beginnen ein paar dieser Krankheiten auszukurieren? Oder ist das schönfärberisches Gequatsche?

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