Was die Kleidung anbelangt, um gleich zum praktischen Teil der Frage zu gelangen, so lassen wir uns vielleicht häufiger durch Neuerungssucht und die Rücksicht auf die Ansicht der Leute bestimmen, als durch die wahre Nützlichkeit. Wer zu arbeiten hat, der möge bedenken, daß der Zweck der Kleidung erstens der ist, die Lebenswärme zu bewahren – und zweitens in unerer Gesellschaftsordnung die Nacktheit zu verdecken; er wird dann ermessen, wieviel nötige oder wichtige Arbeit verrichtet werden kann, ohne daß er seine Garderobe bereichert. – Könige und Königinnen, die einen Anzug nur einmal tragen, können, obwohl dieser von königlichen Hoflieferanten hergestellt ist, nicht wissen, wie bequem ein Anzug ist, der sitzt. (…)
Der Mensch sollte sich so einfach kleiden, daß er sich im Dunkeln anziehen kann, und sollte in jeder Hinsicht so geschlossen und vorbereitet leben, daß er, wenn der Feind die Stadt einnimmt, ohne Sorge mit leeren Händen, wie jener alte Philosoph, zum Tore hinausgehen kann.
- H. D. Thoreau, “Walden”
Artikel zum Schlagwort: gesellschaft
Einsamkeit ist kein individuelles Versagen. Einsamkeit ist eine Auswirkung unseres Lebensstils.
Leben in Zeiten von Facebook - schöner Artikel von Malte Welding über das Lebensprinzip Einsamkeit.
Keine Aussagen mehr, die mit “Männer sind…, Frauen sind…” beginnen – mit herzlichen Grüßen an Mario Barth. Guter Artikel.
In aller Stille
“Wo die Uhren nicht die Zeit, sondern die Ewigkeit messen, muß einfach alles länger existieren als andernorts, so scheint es.”
“In the Silent World project, we wanted to study and transform our world’s most symbolic metropolises (New York, Beijing, Paris, Rome) into imaginary, fictional, impossible places. In our work, we always try to study and put into image the frontier between reality and the world of dreams. Our desire was to put the viewers into a puzzling and uncomfortable place, pushing him to put into question notions of time and space, but mostly our role and position towards the becoming of our world.”
via iGNANT, Projekt “Silent World” via Lucie & Simon
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In der Endlosschleife des Optimierungsgequatsches
Doku “Work hard” : In der Endlosschleife des Optimierungsgequatsches – ZEIT ONLINE Carmen Losmann hat einen sehenswerten Dokumentarfilm über die moderne Arbeitswelt gedreht. “Work hard – play hard” erzählt von Team Buildings und kreativer Ausbeutung. Und hier der Trailer dazu. … Weiterlesen
“Wenn man sich das mal überlegt, dass es das einzige Leben ist, das wir zur Verfügung haben, da wundert es schon, dass so wenige Menschen Stopp sagen und aussteigen. Stattdessen machen wir lieber, was alle anderen auch machen, und werden krank dabei: mangelernährt in einer überfressenen Gesellschaft. Das muss man erstmal hinkriegen. Hut ab.”
- Die Gräfin, via 500beine
Wie man die Welt kleiner macht
Nachdem sich Daniel Lieberman, Harvards Über-Brain in Sachen Evolutionsbiologie, mehr als ausufernd mit der Frage auseinandergesetzt hat, warum wir aufrecht gehen und was unser Gehirn damit zu tun hat, beschäftigt sich der als Barefoot-Professor bekanntgewordene Lieberman in diesem sehenswerten Vortrag mit einer ganz anderen Frage:
Warum so viele Menschen heutzutage so “umfangreich”, also fettleibig sind und wie das Krankheitsbild Adipositas so gigantisch schnell diese epidemischen Ausmaße erreichen konnte.
Allein unter vielen
(Alone in a crowded room) München, 28.03.2010 – Rettungsleute finden mumifizierte Leiche Eine 90-Jährige hat länger als zwei Jahre tot in ihrer Wohnung in Neuhausen gelegen – und niemand hat es bemerkt. Erst als der Briefkasten übergequollen sei, habe der … Weiterlesen
Meat on a mission
Fleisch ist neuerdings auf einer Mission (und damit sind nicht Schweine im Weltall gemeint). Bereits im Februar wurde in mehreren Beiträgen auf Zeit Online, Spiegel (mit Video) und Kulturspiegel darüber berichtet. Dennis Buchmann, der schon für das Magazin Humanglobaler Zufall verantwortlich war, zeigt dem geneigten Konsumenten … Weiterlesen








