Donnerstag, 4. März, 2010
“Während die achtziger Jahre die Zeit der Künstlichkeit, der Virtualität und der Realitätsflucht waren, ist unsere Zeit der Authentizität verschrieben, so ein Buchtitel von Joe Gilmore und Jim Pine. Der Trend findet sich überall: organisches Brot, Reality TV, echte Namen auf Facebook statt virtueller Existenzen – der Hunger nach Echtheit ist groß.” Zeit Online: Spiel des Lebens: Warum [...]
Mittwoch, 24. Februar, 2010
“Jesus hat zugeschlagen und Wasser in Wein verwandelt und Fau K. hat nichts gemerkt.« Kommentar im Spon-Forum, via Astrid Paprotta Öffentliches Amt mit Vorbildsfunktion hin oder her: Der Rücktritt von Margot Käßmann, ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland ist falsch. Sie zieht mit dieser verfrühten Entscheidung die Konsequenzen aus ihrer Trunkenheitsfahrt vom vergangenen Samstag. Käßmann [...]
Donnerstag, 18. Februar, 2010
Aus einer Unterhaltung in einer Ladenpassage: I: … ach mir doch egal. Soll sich Herr Westerwelle doch weiter in seine spätrömische Dekadenz hineinlamentieren. Ich lebe mein Leben sowieso nach streng wertorientierten Kultur-Verpflichtungen, da brauch ich solche Possen nicht. II: Alles Phrasendrescherei. Spätrömische Dekadenz – das ist doch auch bloß so eine oberflächlich dahingeplapperte, stupid verallgemeinernde abendländische [...]
Sonntag, 24. Januar, 2010
Da feiern in Spanien also die Katalanen gerade ihre Calçotada, ihr sogenanntes Zwiebelfest, bei dem einmal im Jahr das ganze Volk zusammenkommt und nichts anderes macht, als dem kollektiven Speisezwiebelkonsum zu frönen. Eine gargantueske Völlerei, ob drinnen oder draußen, egal. Das einzige, was zählt ist: Maßlosigkeit. Und ich frage mich, wie sieht denn eigentlich bitteschön deren [...]
Dienstag, 19. Januar, 2010
Pet peeve: People who update their Facebook status with how many miles they just ran Honestly, what the fuck is wrong with these people? Worst of all are the smug fuckers who not only tell you how far they just ran, but also how many minutes it took them to run their nine miles or [...]
Mittwoch, 6. Januar, 2010
Das war’s. 2009 ist rum (endlich) und 2010 läuft noch nicht ganz flüssig. Derweil beglückt uns Zeit Online mit einem lesenswerten Rückblick auf fünf Symbole der Nullerjahre – “Die Requisiten des Jahrzehnts“, das Coffee-to-go-Prinzip und andere Zeichen der Entgrenzung: iPhone (Welt-Fernbedienung) Ritalin (Konzentrationsförderungshilfe) Porsche Cayenne (übermotorisierter Streitwagen) Manufactum (Neue Bürgerlichkeit) Das Coffee-to-go-Prinzip bedeutet: Alles ist [...]
“Früher konnte man über alles informiert sein. Heute führt dieser Anspruch zum Overload. Der Perfektionismus ist in dieser Welt utopisch geworden.” E-Mail, Handy, Newsletter: Viele ertrinken in der Datenflut. Das ist ein volkswirtschaftliches Desaster. Zeit Online – Informationstechnik: Einfach mal abschalten. Illustration by Dmitry Ligay (via willmakeyou.com)
Freitag, 13. November, 2009
Niesen in der Öffentlichkeit ist heutzutage scheinbar nicht mehr ganz unproblematisch. Heute Morgen, im Getümmel einer U-Bahn Haltestelle, da musste jemand niesen. Sofort drehten sich die Leute, die im Infektionsradius möglicher Schweinegrippeviren standen in dessen Richtung, Zorn und Verständnislosigkeit spiegelten sich in ihren Augen, manch einer schüttelte den Kopf. Kurz darauf – und damit begann [...]
“What are you doing?”
Was machst du? Das ist die Urmutter aller Fragen, die Twitter stellt. Und die Menschen antworten darauf, zwitschern fröhlich zurück. Dafür stehen ihnen 140 Zeichen zur Verfügung, eine SMS-Länge. Kurzmitteilungen an die Welt, die von überall abgesetzt werden können, via Mobiltelefon oder Internet-Browser. Was aber ist Twitter eigentlich wirklich? So viele Benutzer wie es gibt, so viele Antworten wird man finden. Twitter, das ist…
Sonntag, 5. Oktober, 2008
Mäandere durch Straßenschluchten. Versuche die große Stadt zu überleben. Gelingt mir mal wieder hervorragend. An der Ecke Goethe- Schwanthalerstraße zum Stillstand gekommen. Daneben gleich die Schillerstraße. Belustigt darüber, das in den beiden Straßen Münchens, die die Namen der deutschesten aller deutschen Dichter tragen, selbst kaum ein Wort Deutsch gesprochen wird. Gut, in der De-La-Paz-Straße spricht [...]