Wen das Sterben einholt

„Er wußte, der Mensch läuft weg, wenn das Sterben ihn einholt, da springt er aus dem Bett und macht, daß er wegkommt, gibt im Flugbüro Orte an, die nicht existieren, und fährt tagelang mit der Stadtbahn im Kreis. Die Leute waren alt, er war nicht alt, er stand in der Mitte seines Kalenders und dachte nicht über Dreitage/Viernächte hinaus. Das war die Ewigkeit einer Eintagsfliege und täglich genug für den eigenen Verbrauch.“

— aus Christoph Meckel „Nachtmantel“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.