Inspiration

Das glückliche Geheimnis besserer Arbeit

Lustig, schnell, inspirierend – absolut sehenswert für alle, die positive Verhaltensweisen erzeugen wollen.

Kurzfassung

(Kommt schon Leute, 12 Minuten?)

Problem:
Wenn ein größerer Erfolg erreicht wird, wird das Ziel (Glück/Zufriedenheit) weiter nach hinten gesetzt und letztlich niemals erreicht.

Bisherige Formel:
Härter Arbeiten => Größerer Erfolg => mehr Glück/Zufriedenheit

Lösung:
Die Formel umdrehen. Glücklicher/zufriedener sein lässt Menschen besser arbeiten (höhere Konzentration, Produktivität etc.) und dadurch größere Erfolge verwirklichen.

Konkret:
Indem man z. B. 21 Tage lang jeden Tag für drei neue Dinge dankbar ist, lässt sich das Gehirn umstöpseln, sodass man nicht mehr nach den negativen Dingen, sondern nach den positiven Ausschau hält und damit sein Grundgefühl ändert.

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Zitate

“Wir argwöhnen, dass das eigentliche Leben notorisch gerade dort sprudelt, wo wir nicht sind. Darum also der Drang, alles, was man gerade tut, so schnell wie möglich zu erledigen, das sich seinerseits natürlich wieder als uneigentlich entpuppt, so dass man wieder den schnellen Absprung schaffen muss. Es scheint heutzutage eine besondere Untüchtigkeit zur Anwesenheit zu geben, zur Präsenz, zur Gegenwart. Das moderne Individuum krankt an der Unfähigkeit, Gegenwärtig zu sein.”

Marianne Gronemeyer, “Zeit haben”

Eine besondere Untüchtigkeit zur Anwesenheit

Zitat
No Name No Slogan

Die Gegenwart: Ein rätselhaftes Phänomen
Sehr hörenswerter Podcast zum Thema Gegenwart und wie unsere permanent auf das Zukünftige fixierte Gesellschaft sie überhaupt noch wahrnimmt. 22 Minuten. Bitte.

Wir machen Pläne, sorgen für morgen und erinnern uns an das, was einmal war. Aber wenn wir fragen, was eigentlich Zeit ist, dann fällt uns die Antwort schwer. Unser vorherrschendes Zeitempfinden ist, dass wir ständig zu wenig davon haben.

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Zitate

Einer starken, kühnen, verwegenen Seele genießen; mit ruhigem Auge und festem Schritt durch das Leben gehen, immer zum Äußersten bereit wie zu einem Feste und voll des Verlangens nach unentdeckten Welten und Meeren, Menschen und Göttern; auf jede heitere Musik hinhorchen [...] und im tiefsten Genusse des Augenblicks überwältigt werden von Tränen und von der ganzen purpurnen Schwermut des Glücklichen: Wer möchte nicht, dass das alles gerade sein Besitz, sein Zustand wäre! Aber [...] mit diesem Glück Homers in der Seele ist man auch das leidensfähigste Geschöpf unter der Sonne! Und nur um diesen Preis kauft man die kostbarste Muschel, welche die Wellen des Daseins bisher ans Ufer gespült haben.
– Friedrich Nietzsche

Alles Glück aber ist ein Risiko

Zitat
Rücklicht

Die Notwendigkeit glücklichen Strebens

Il ne faut plus qu’on poursuivre le bonheur.

“Siehst du Ihn?”
“Wer sieht Ihn?”
“Genau das, genau das ist sein Problem, er sieht sich noch nicht mal selbst.”
“Im Grunde genommen ist er eigentlich ein armer Kerl.”

Schon wieder Wochen her aber dieser letzte Satz spukte tagelang in meinem Kopf. Aus mir heraus, über mich, in der dritten Person. Verurteilung von einem Aussenstehenden, der ich selbst bin. Eigentlich unhöflich mir selbst gegenüber, von mir in meinem Kopf – also quasi während ich ja anwesend bin, in der dritten Person zu sprechen. (Und wir reden hier noch nicht einmal vom königlichen “Wir”.) Da richtet also jemand über mich, aller Wahrscheinlichkeit nach ich selbst und sprüht feinen Nebel Mitleid; wenn ja, dann bitteschön Selbstmitleid in d-moll und das ist ja dann fast schon widerlich.

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No Name No Slogan

Schatzsuche

Inga liegt im Central Park und schrubbt mit den Armen Engelsflügel in den Schnee. Das hat sie als Kind schon gern gemacht und dann ein Vierteljahrhundert nicht mehr, auch nicht daran gedacht. Ihr einst aschblondes Haar hat neuerdings die Farbe von Himbeereis, nur momentan etwas dunkler, wegen der Nässe.
Das war so eine Idee, Pink in ihr beige-braun-graues Leben zu lassen. Um sich daran zu gewöhnen, kaufte sie eine Barbie und Wildrosen-Duschgel, dann rosa Kerzen und irgendwann schillernden Nagellack, den sie sogar in der Kanzlei trug, wo er erstaunlicherweise niemandem auffiel. Sie wurde mutiger, malte sich hin und wieder die Lippen pink und strich irgendwann eine Küchenwand in kräftigem Rosarot. Dann buchte sie spontan einen Flug nach New York, weil sie Europa noch nie verlassen hatte, und wenn schon, denn schon – dann schon die Hauptstadt der Welt. Im Flugzeug sah sie “Sex And The City – der Film” und trank vor Aufregung vier Plastikbecher Sekt.

“Du wirst dich erkälten”, sagt über ihr jemand auf Englisch und lässt sich neben sie in den Schnee fallen. Inga guckt zur Seite. Hübscher Junge, denkt sie. Tatsächlich ist der Kerl kaum älter als 25, 26 und damit etwa ein knappes Jahrzehnt jünger als sie. Einer der ganz seltenen Menschen mit afrikanischer Physiognomie, haselnussbrauner Haut und schwarzen Locken, aber blauen Augen. So hell und glitzernd, dass sie nicht umhin kommt, banale Vergleiche zu ziehen, über deren mangelnde Originalität sie sich ein wenig ärgert: Mich hat ein Schatz gefunden. Zwei Diamanten im Schnee. Continue reading

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