Wortglauberei 20

transzendentale Obdachlosigkeit
Diesen Begriff prägte Georg Lukács in seiner Theorie des Romans (1916). Transzendental obdachlos sind mithin jene, die die Frage nach dem Sinn des Lebens stellen und religiöse Antworten darauf nicht akzeptieren, weil sie glauben, dass sich alles mit dem irdischen Dasein erschöpft, so dass es für Ungerechtigkeit, Gewalt und Unglück kein Ausgleich geben könne, zumindest nicht in einem Jenseits.
Link: Welche Rolle spielt Gott in der modernen Literatur?

 

Über Sebastian

Chefdramaturg von Himmelende, ambitionierter Dilettant und komplexbehafteter Polterer. Wagt hier den Seelenstrip. Hat Programm ohne Ende aber mangelhafte Noten in der Ausführung. Mit den Füßen im Süden der Republik unterwegs, mit dem Kopf stets in den Sternen. Und momentan kopfüber am anderen Ende der Welt. »weiterlesen
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