Woodpecker (Swan) - Jeff Bark

Irgendetwas jenseits des Sagbaren

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Woodpecker (Swan) – Jeff Bark

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Die Zeit brachte vor ein paar Tagen ein Interview mit dem Fotografen Edward Burtynsky, der seit langem durch die Welt reist, den Einfluss der Menschen auf die Natur generell und den Niedergang des Ölgeschäfts dokumentiert. “Works on Oil” heißt dieses Langzeitprojekt mit seinen monumentalen, stillen Fotos.
Man nimmt ihm den kulissenhaften Charakter seiner Aufnahmen, wie ihn Hollywoods Endzeitdesigner nicht besser hinbekämen, zunächst kaum ab. Aber keine dreiviertel Sekunde später fällt der Vorhang langsam und man steht, wahlweise kopfschüttelnd irritiert oder schlichtweg Verzweiflungsseufzer ausstoßend davor:
Das sind wir und das ist diese Erde.
Herzlichen Glückwunsch, Mensch.

Oil, noch bis 9. September im C/O Berlin zu sehen.
“Manufactured Landscapes”, Dokumentarfilm von Jennifer Baichwal
“Manufactured Landscapes: The Photographs of Edward Burtynsky”, Bildband

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Dann fahren wir eben alle zur Hölle

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Éric Valli, Buchautor, Fotograf und Regisseur entdeckte bereits in den siebziger Jahren bis dahin unerforschte Gebiete der Himalayaregion und lebte lange selber in diesen Ländern. In “National Geographic” und “Geo” veröffentlicht er seit Jahren ausgezeichnete Bildreportagen.
Anfang April 2012 erschien im Knesebeck Verlag der Fotoband “Leben in der Wildnis – Begegnungen mit Aussteigern“, den ich an dieser Stelle jedem Menschen zwischen 0 und 120 Jahren ans Herz legen möchte.

Valli portraitiert Menschen, die sich für den Ausstieg aus unserem System entschieden haben und damit die Grundlagen unserer Kultur hinterfragen; die alternativen Lebensentwürfen nachspüren, in perfekter Symbiose mit der Natur leben – und damit glücklich zu sein scheinen.
Wenn ihre Entscheidung bei uns Unbehagen auslöst, dann vielleicht, weil darin etwas Wahres steckt.
“The walk their words”, wörtlich: “Sie gehen ihre Worte”, wie die Amerikaner sagen: Sie leben ihr Ideal. Nur Einzelfälle? Eine Handvoll Leute, Hippies, ein paar fanatische Ökos, Radikale, übermäßige Puristen? Nein, sondern besonnene, fleißige, gesetzte, strukturierte Menschen. In den USA nennt man sie “off the grid”, wörtlich “Netzunabhängige”, und ihre Zahl wächst ständig.

 Off the Grid – Éric Valli

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Off the Grid – Netzunabhängige

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Mit den besten Empfehlungen aus der Küche: die Blogs der Woche

Keine Frage: Himmelende verkommt in den letzten Tagen mehr und mehr zu einer dreckigen Link-Schleuder. Da muss man keinen Hehl draus machen, besonders was Links zu Läuferthemen betrifft.
Entschuldigung. Dabei hatte die Sache doch so harmlos angefangen.

Um auch noch den letzten verbliebenen Leser endgültig zu vergraulen, hier eine Auflistung der einwandfreiesten Tumblr-Blogs dieser Woche. Ist sonst nicht meine Art, viel Bohei zu machen, waren aber allesamt so dermaßen ausnahmslose Kracher, dass ihr sie euch auf keinen Fall entgehen lassen dürft.

Und weil aufgelistete Linksammlungen im Internet mindestens so spannend sind, wie chinesischen Rotbauchunken bei der Verdauung zuzusehen, gibt es nach dem Klick am Ende noch ein kleines Bewegtbild mit garantiert herzzerreissenden Emotionen.
Versprochen.
Also:

  • Landyscape, von deren Blog ich mir kurzerhand dieses Zitat hier geklaut kopiert habe, hauen Tag für Tag die wundervollsten, atemberaubendsten, [setzt weitere wahnsinnig übertriebene adjektive Steigerungsform bitte hier ein] Landschaftsaufnahmen raus, die man sich vorstellen kann.
  • A arte da cor!, Kunst, Kunst, immer irgendwas mit Kunst und eigentlich niemals bis maximalselten meinen Geschmack nicht treffend.
  • Divided Experiences, Gemälde, Zeichnungen, Radierungen, Collagen… ach, auch immer irgendwas mit Kunst. Bloß das hier gefällt mir gleich noch besser als A arte da cor!
  • Sunlight’s Goviz Blog, tatsächlich ein wahres Infographic-Elysium, bei dem geneigte Leser garantiert feuchte Höschen bekommen.
  • Other Wordly, schön, schlicht, weiß. Es geht um Sprache und um “seltsame und schöne Wörter”, wie z.B. dieses hier:

Dann gibt es da noch ein paar besondere Blogs. Sie stehen hier auf Himmelende seit einer gefühlten halben Ewigkeit unten rechts, ganz klein und – zugegeben – nicht besonders prominent platziert. Trotzdem möchte ich euch diese Blogs allerwärmstens ans Herz legen.

So, und wie versprochen geht’s hier mit den herzzerreissenden Emotionen weiter.
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“Wo die Uhren nicht die Zeit, sondern die Ewigkeit messen, muß einfach alles länger existieren als andernorts, so scheint es.”

“In the Silent World project, we wanted to study and transform our world’s most symbolic metropolises (New York, Beijing, Paris, Rome) into imaginary, fictional, impossible places. In our work, we always try to study and put into image the frontier between reality and the world of dreams. Our desire was to put the viewers into a puzzling and uncomfortable place, pushing him to put into question notions of time and space, but mostly our role and position towards the becoming of our world.”

via iGNANT, Projekt “Silent World” via Lucie & Simon

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In aller Stille

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Hasencontent

Es geht von Hasenkostümen eine besonders magische Anziehungskraft aus. Das muss so sein, denn anders lässt sich diese Begeisterung für Langohrcamouflage im Internet sonst nicht erklären, auch wenn die so verkleideten Freizeitmümmelmänner oftmals in ihren Outfits wie Jünger Satans wirken. Bei nackten Männern in Hasenkostümen bin ich mir allerdings noch nicht zweifelsfrei im Klaren darüber, ob diese es einfach bloß ungeheuer komisch finden, sich enthüllt und nur mit partieller Plüschfellapplikation bekleidet abzulichten oder ob ihnen auf irgendeine pathologische Art und Weise, die ich gar nicht erst verstehen will einer abgeht, wenn sie die textilbekleidete Restmenschheit mit ihrer Freizügigkeit beglücken.

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So, und zum Wochenschluss noch ein letzter Appell: Lasst uns alle ein wenig nachdenklich werden. Mit einem… naja, sagen wir, eher nur bedingt funktionierendem Schenkelklopfer-Thema: Tod. Continue reading

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Tod & Surrealismus

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Maschinen machen Musik

Mobile Mobile von LBi aka Lost Boys international, Looks Better inside und Little Breasts incorporated. (via TheJunction)

FELIX’S MACHINES (via tommansfield, via nordbad)
An intriguing, music-driven documentary by Tom Mansfield, which observes the orchestrations of a fantastical robotic musical machine, which was created by the inventor Felix Thorn in his bedroom.
Bild: “Colour of Music” by George Benson.

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