Mike, ein Münchner Aborigine

Bei Deichmann, nahe am Marienplatz fiel mir schon oft ein Didgeridoo-Spieler auf. Auf dem Weg zu meiner Tram lief ich ein paar mal an ihm vorbei, er sitzt dort manchmal in den Abendstunden und spielt … Weiterlesen →

Restrealität – Steven Assael

Selten, dass ich mich so lange und so fasziniert durch ein Online-Portofolio geklickt habe. Steven Assael malt herrliche Zeichnungen und Gemälde; Körperstudien, Portraits und Szenerien. Es sind keine superrealen Bilder, es ist vielmehr das, was … Weiterlesen →

Niemand ist eine Insel

“In a sense, each of us is an island. In another sense, however, we are all one. For though islands appear separate, and may even be situated at great distances from one another, they are … Weiterlesen →

In aller Stille

“Wo die Uhren nicht die Zeit, sondern die Ewigkeit messen, muß einfach alles länger existieren als andernorts, so scheint es.”

“In the Silent World project, we wanted to study and transform our world’s most symbolic metropolises (New York, Beijing, Paris, Rome) into imaginary, fictional, impossible places. In our work, we always try to study and put into image the frontier between reality and the world of dreams. Our desire was to put the viewers into a puzzling and uncomfortable place, pushing him to put into question notions of time and space, but mostly our role and position towards the becoming of our world.”

via iGNANT, Projekt “Silent World” via Lucie & Simon

In der Endlosschleife des Optimierungsgequatsches

Doku “Work hard” : In der Endlosschleife des Optimierungsgequatsches – ZEIT ONLINE Carmen Losmann hat einen sehenswerten Dokumentarfilm über die moderne Arbeitswelt gedreht. “Work hard – play hard” erzählt von Team Buildings und kreativer Ausbeutung. … Weiterlesen →

Wohin gehen wir?

Wie sieht unser städtisches Leben aus, wenn wir es raffen? Wenn wir die Zeit stauchen, Stunden zu Sekunden verdichten?

Klein und hektisch und schnell sieht es aus; nebensächliche Irrlichter auf ihren Bahnen, die sie immer ziehen. Tagein, tagaus. Wenn Leben akkumuliert wird von der Stadt – pulsierende Lichtquanten, der Vergleich mit Blutbahnen eines Organismus liegt nah - und sich selbst zu einem prozesshaften Muster dieser Stadt verändert; langsam überlagert, bis es irgendwan vollkommen Deckungsgleich und – erhöht man die Blickdistanz – kleinkariert wird.

Es liegt in diesem ständigen herumgeistern eine eigenartige Poesie. Sind es die beständigen Gebäudekomplexe, die wirken, als würden sie schon immer dort ruhen? Mit ihren monolithisch-gleichgültigen Glasfassaden, an denen sich nichts reibt, die nur wiederspiegeln können, was auf sie geworfen wird?

Die Sterne sind nicht dort oben, sind sind hier unten, in dieser Stadt, einer Lichtergalaxie, und sie drehen und schrauben sich: ein auf den Kopf gestelltes Bild. Wo unten oben ist und das Oben unser Unten wird, sollen wir zuhause sein? Das verdreht uns die Sinne. Und dennoch liegt in diesem Trubel und Gewusel eine Stille, die wir viel zu selten wahrnehmen können, weil wir zu sehr in der Zeit stecken.

Die Feuerstelle war dereinst das Zentrum unseres Universums. Heute ist es das fahle Leuchten der Plasmabildschirme, digitale Lagerfeuer der Neuzeit und die Leuchtreklamen an öffentlichen Plätzen.
Menschenströme verschwimmen in elektifizierten Röhren zu einer bunten organischen Masse.

Mit dem Einsetzen des ersten Streichers in diesem Video nehmen wir Abschied von der Stadt; wir sehen Menschen an einem Strand, in einer weniger von uns modifizierten Umgebung. Hier verliert er endgültig die Entwurfs- und Deutungshoheit über “seine” Gebilde, bis er im weiteren Verlauf ganz aus den Szenen verschwindet, nur noch Bergkämme und zuletzt ein Hochplateau und die Sterne zu sehen sind.

Das Video folgt einem ganz bestimmten Pfad: von der untersten Ebene, der technisierten Umgebung im Untergrund einer Metropole, hoch zu den obersten Ebenen der Welt, den Randbezirken, in denen der Mensch eigentlich nichts mehr verloren hat. Man kann das deuten, wie man möchte. Letztenendes sind es einfach nur wahnsinnig schöne Aufnahmen.

Wir sind also bis hierher gekommen, all den weiten Weg.
Aber: Wohin gehen wir?

Fredda, mit den natürlich gelockten Haaren (und andere Situationen)

“Hier haben Sie Destillate, etwas Verdichtetes; Alltagsfetzen, Szenen, Dinge halt, die einem nach und nach langsam ins Bewusstsein träufeln. Passiert Ihnen das nicht auch ständig?” – Lovable Doc Stanley Das dicke Mädchen rechts neben mir … Weiterlesen →

Die andere Saite eines Riesen

Er brummt mit tiefer Stimme sein Unglück. Dass er sich den Knöchel gleich zweimal verstaucht hat und er jetzt deswegen vorsichtig sei, sagt er, während ich seine Laufschuhe, die er gleich kaufen wird in die … Weiterlesen →

Die meisten Leute sind andere Leute

Most people are other people. Their thoughts are someone else’s opinions, their lives a mimicry, their passions a quotation. Oscar Wilde, “De Profundis“

People who hate people

“I don’t hate people, I just feel better when they aren’t around.” Charles Bukowski, US-amerikanischer Schriftsteller