Still

Still, schwarze Nacht
Zauberröhren schließen sich und grelle Lichter schwinden
Geschäftig Raunen fliegt dahin auf kühlen Westerwinden
Wenn kalte Aschenfeuer schwindend wirre Bilder bringen,
Die lachend nun vor tauben Ohren Wahneslieder singen.

Still
Still, schwarze Nacht
Trug und Schein der Rizinus gleich, in schmale Ritzen fließt
Wenn gnadenvoll das kosmisch’ Uhrwerk seine Tore schließt
Letzter eilig Schritte Klang hallt dumpf durch Silberregen
Wenn zitternd sich verbrannte Seelen auf Schlachtenboden legen.

Still
Leises Weltenrauschen
Glimmen von Gestirnen
Sanfte Wolken lauschen
Unter Himmelsschirmen

In zirpendem Laternenlicht schemenhaft Figuren tanzen
Kaleidoskope brechen starren Raum über Traumesschanzen
Kling-Klang geht der Figuren Gesang
Strömt wie Freudentränen die Häuserschlucht entlang
Wach auf, schwarze Nacht, Phantasienflügel
Sausen schon wie Teilchenwinde
Durch Wasser, Fels und Elfenhügel
Den schwarzen Vorhang auf! Und der Nacht Gesinde
Spiegelt sich im Sphärenlauf
Zu Pandorras Puppenspiel
Über goldnem Bogen
Knallbunter Donnerstürme Kiel
Streift durch Weltallwogen

Still
Still, schwarze Nacht
Orange Morgendämmerung im Geheule von Sirenen
Schon tausend graue Mäntel gehen
Um faules Fleisch geschlungen
Von pochendem Getöse wird die Stille nun durchdrungen

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