Erschütter mich

An meine geliebte Anja

Ist der Himmel dunkel
Oder halte ich meine Augen geschlossen, weil ich hoffe, dass ich dann nichts sehe
Ist es die Welt, die schreit
Oder schreie ich weil ich hoffe, dass ich dann nichts hören kann
Ist es die Hölle, die unter mir bebt
Oder tanze ich auf den Steinen, weil ich hoffe, dass ich dann nicht festsitze

Gestern war es auch schon dunkel
Aber an meiner Wand hängen schon lange keine Bilder mehr
Gestern war es auch schon so unerträglich laut
Aber ich erinnere mich schon lange nicht mehr an die Melodie, die ich immer gesummt habe
Gestern hat auch schon die Erde gebebt
Aber ich geh schon lange nicht mehr aufrecht

Die Stimmen, die sonst so laut waren, schweigen
Anima erschütter mich!
Wenn ich auf meiner Pritsche lieg
Dann träum ich von den Wölfen
Und wenn ich meine Anja lieb
Trink ich aus leeren Kelchen
Schau ich zuguterletzt in meinen trunknen Schädel
Dann grausts mir, denn ich wedel
Mit dem Arsch
Bringts mir nur was

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