Blaue Stunden

Die Müdigkeit steckt Nora in allen Gliedern, bleischwer. Würde sie sich hinlegen, sie schliefe wohl augenblicklich ein. Aber sie sitzt ja, und so bleibt sie künstlich wattig-wach, mit diesem benebelten, betrunkenem Hirn und dem besoffenen Herzen, das überschwappt vor Liebe, wie immer in solchen Momenten. “Halt mich”, würde sie gern sagen, beißt sich aber auf die Lippen. Es würde die Sache verkomplizieren, sie sind jetzt drei Jahre getrennt und haben sich langsam daran gewöhnt. Weiterlesen

Die Woche in 140 Zeichen

Dr. Pepper attestiert mir Zuckerschock als Grund für meine überbordende Fröhlichkeit. http://twitpic.com/4eg9q # RT @badbanana: This flu virus is so terrible and widespread I think it’s time we start calling it Coldplay. # Wortschleimabsondernd #

Oder ich werde

Berufswunsch: Schriftsteller. Abgemacht, ich nehme die Schrift und stelle sie auf, stelle sie hin, irgendwohin. Ins Internet zum Beispiel, das mache ich ja jetzt bereits.
Oder ich werde Verleger. Nehme die Dinge, nicht auseinander, sondern zunächst an mich, um sie in Schritt Nummer Zwei zu verlegen. Auch hier wieder gilt: irgendwohin. Und zwar so, dass niemand sie findet. Und fragen mich dann alle danach, zucke ich mit den Achseln, setze mein poliertestes Unschuldslammlächeln auf und sage verlegen: verlegt. Weiterlesen

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