Durchsuche Tag »monolog«

Diese vier Wände

Januar 24th, 2010

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Chaostage vor dem Erstsemester. Die endgültige Entscheidung nach Berlin zu gehen um dort zu studieren traf Ron im März Nullneun, als er im Badezimmer vor dem Spiegel stand und versuchte, sich die Nasenhaare mit einer spitzen, aber furchtbar stumpfen Nagelschere zu stutzen. “Bitte fall jetzt nicht ins Klo! Bitte fall jetzt nicht ins Klo! Bitte [...]

Everything was beautiful and nothing hurts

Dezember 29th, 2009

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Er erzählt die Geschichte nur brüchig. 100 mal nachfragen, damit die Wahrheit kohärent wird. Sie weint. Das Gespräch ist jetzt zu Ende. Jetzt herrscht Affekt. So viel Zweifel war nie. Erst die Teilung, jetzt die Trennung. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Wenn sie jetzt geht, dann gibt es kein Wiederkommen. Splendor regis. Und Tränenglanz schimmert über seine Wange [...]

Veilchenzucker

Mai 15th, 2009

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Eine Gutenachtgeschichte Sina ist ein offenes Buch mit ein paar fehlenden Seiten. Sagt immer, was sie denkt, aber manchmal nicht, was sie fühlt. Sagt nun: “Liebe ist ein viel kleineres Gefühl als wir alle vermuten” und hofft, dass ihr jemand widerspricht. Aber weil alle betrunken sind, halten sie das für einen großartig klugen Satz, da kann [...]

Oder ich werde

Mai 2nd, 2009

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Berufswunsch: Schriftsteller. Abgemacht, ich nehme die Schrift und stelle sie auf, stelle sie hin, irgendwohin. Ins Internet zum Beispiel, das mache ich ja jetzt bereits. Oder ich werde Verleger. Nehme die Dinge, nicht auseinander, sondern zunächst an mich, um sie in Schritt Nummer Zwei zu verlegen. Auch hier wieder gilt: irgendwohin. Und zwar so, dass niemand sie findet. Und fragen mich dann alle danach, zucke ich mit den Achseln, setze mein poliertestes Unschuldslammlächeln auf und sage verlegen: verlegt.

Wortschleimabsondernd

Mai 1st, 2009

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“Bring ich mit, wenn wir uns treffen. Und dann gehen wir…” “13 oder 14, ich weiß es nicht, auf jeden Fall ne Menge…” “Immer dann, wenn du deine Tage hast! Immer dann…” Da laufen sie und stehen sie und sprechen und schreien und quaken ganz laut und schrill und aufgebracht, so als ob es die wichtigste Sache der [...]

Sonnenblume

April 26th, 2009

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„Stell dir vor, du könntest die Zeit in Fetzen reißen, alles neu zusammensetzen und dann noch mal im Mosaik leben“, sagt Marie und lacht. Sie sagt öfter solche Sachen. Und sie lacht die ganze Zeit. Deshalb hat Nils sich in Marie verliebt und kaut nun Mangostücke, die sie von der Frucht schneidet und ihm in den Mund schiebt, obwohl er sich nichts daraus macht. Nichts aus Obst und eigentlich auch nichts aus solch schrägen Gedanken, wie Marie sie immer hat. Aber heute scheint die Sonne.

Man malt sich oft aus

April 5th, 2009

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Man malt sich oft aus, wie man die Gespenster der Vergangenheit, sollten sie unerwartet vor einem stehen, vertreiben oder verprügeln würde. Der Freund, der sich in dasselbe Mädchen verliebte, der Lehrer, der einen vor der Klasse demütigte oder, oder, oder. Es sind die großen und kleinen Kränkungen, die nicht weichen wollen und sich in lauen Momenten [...]

Das waren wir. Erinnerungen an ein halbes Jahr.

März 14th, 2009

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Seit du gegangen bist, ist mein Körper traurig. Weinen kann ich kaum. Die Trauer ist tief in mir vergraben. Ich lenke mich bis zur Erschöpfung ab, lese, bis mir die Augen zufallen, bin so abgelenkt wie möglich und so wenig traurig wie nur irgend geht. Unser erster Kuss hat mir nichts bedeutet, du weißt. Ich erzählte es dir Monate später. [...]

Sieben bis zehn Millionen

Januar 27th, 2009

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This interview is over

November 24th, 2008

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Gefunden via www.uiuiuiuiuiuiui.de