Tag: zitat (page 5 of 21)

Das bedeutet, wie mir aus heutiger Sicht nur allzu deutlich ist, dass eigentlich kein Aspekt meines College-Daseins, aber wirklich kein einziger, wirklich in Ordnung war. Nichts war okay. Ich kam nicht klar. Zu keinem Zeitpunkt. Ich war entweder furchtbar verzagt. Oder, wenn nicht verzagt, furchtbar zornig. Und immer stand ich unter Spannung. Und wenn ich einmal nicht unter Spannung stand, dann befiel mich eine eigenartige Hochstimmung, in der ich wie auf Wolken ging, dass man meinen konnte, mir sei tatsächlich alles scheißegal. Entweder war ich so grund- und ziellos glücklich, dass ich die Welt beinahe zu klein wähnte, oder abgrundtief traurig und deprimiert, dass ich es an keinem Platz der Erde aushielt. Ich habe Amherst gehasst. Und war doch nirgends glücklicher. Und beide Seiten desselben Orts setzen mich nun den Klauen und Schnäbeln der Wahrheit aus.

- David Foster Wallace, “Der Besen im System”
Ersetzt College mit Studium und Amherst mit LMU und ihr findet eine peinlich exakte Beschreibung meiner Erlebnisse.

Kinski über Niveau

Kinski über Niveau

Tatsächlich mein Lieblingszitat für die letzten Stunden dieses niveauvollen Jahres 2012, bitches!

„Ein Philosoph: das ist ein Mensch, der beständig ausserordentliche Dinge erlebt, sieht, hört, argwöhnt, hofft, träumt; der von seinen eignen Gedanken wie von Aussen her getroffen wird; der selbst vielleicht ein Gewitter ist, welches mit neuen Blitzen schwanger geht; ein verhängnisvoller Mensch, um den herum es immer grollt und brummt und klafft und unheimlich zugeht.”

- Friedrich Nietzsche

“Wenn der Vernünftige nicht mehr mit dem Wahnsinnigen kommuniziere, sei er mit Sicherheit selbst ein Wahnsinniger.”

Danke, Foucault. Also: redet mit mir!

Alles reduziert sich schließlich auf die Begierde und die Abwesenheit von Begierde. Der Rest ist Nuance.
Emile Michel Cioran, “Die verfehlte Schöpfung”

It’s just a ride

“Don’t worry, don’t be afraid, ever,
because this is just a ride.”

“Ich bin von der außergewöhnlichen Erfindungsgabe der Menschen begeistert, die sich manchmal gerade noch rechtzeitig für die Menschheit einstellt. Wenn Sie sich auf einem sinkenden Schiff befinden, das alle Rettungsboote schon verlassen haben, dann ist ein vorbeitreibender Klavierdeckel, mit dem Sie sich über Wasser halten können, ein willkommener Lebensretter.
Das heißt aber nicht, daß die Formgebung von Klavierdeckeln das beste Design für Rettungsringe wäre. Ich denke, daß wir an einer ganzen Reihe von Klavierdeckeln festhalten, wenn wir so viele zufällige Einrichtungen von gestern übernehmen und meinen, sie seien die einzigen Mittel, um gegebene Probleme zu lösen.”Richard Buckminster Fuller,  1895 – 1983, US-amerikanischer Architekt, Konstrukteur, Visionär, Designer, Philosoph und Schriftsteller

Ich bin der siebenmilliardenste Teil von allen, die den Wunsch haben, zufrieden leben zu können

Kennen Sie die Ermüdung, die einen mitunter überfällt, weil man in eine Spezies geboren wurde, die so wenig lernfähig ist? Jedermann hat den Wunsch gut zu leben – und doch gestehen die wenigsten auf dieser Erde dies auch ihren Mitmenschen zu.

Sibylle Berg über Toleranz – SPIEGEL ONLINE

Kurz gesagt, solange der Mensch lebendig ist, besteht immer die Gefahr, er könnte sterben, obgleich zugegeben werden muß, daß die Gefahr in dem Verhältnis geringer ist, je mehr er schon von vornherein eher tot als lebendig ist.

 

H. D. Thoreau, Walden

Ich habe immer versucht, in einem Elfenbeinturm zu leben, aber es brandet eine solche Flut von Scheiße gegen seine Mauern, dass er einzustürzen droht.

 

Gustave Flaubert an Ivan Turgenev, 13.11.1872

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