Wege aus einer kranken Gesellschaft

„Die Entfremdung in unserer modernen Gesellschaft ist fast total. Sie kennzeichnet die Beziehung des Menschen zu seiner Arbeit, zu den Dingen, die er konsumiert, zum Staat, zu seinen Mitmenschen und zu sich selbst. Der Mensch hat sich eine Welt von vom Menschen geschaffenen Dingen errichtet, wie sie nie zuvor existierte. Er hat eine komplizierte Gesellschaftsmaschinerie zur Bedienung des von ihm gebauten technischen Apparats geschaffen. Aber sein Werk steht hoch über ihm. Er fühlt sich nicht als Schöpfer und Mittelpunkt, sondern als Diener eines Golems, den seine Hände erschaffen haben. Je mächtiger und gigantischer die Kräfte werden, die er entfesselt, umso ohmächtiger fühlt er sich als menschliches Wesen … Er ist zum Eigentum seiner eigenen Schöpfung geworden und besitzt sich selbst nicht mehr.“Erich Fromm, „Wege aus einer kranken Gesellschaft“

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