Meerestiere sind kein Müll

Knapp 90 Millionen Tonnen Fisch und Meerestiere zerrt die globale Fischindustrie Jahr für Jahr mit riesigen Schleppnetzen aus den Ozeanen. Man muss kein Rechenkünstler sein um zu erkennen, dass bei dieser Quote die Meere bald leer sind. Der Fischfang und, damit verbunden, die Existenzgrundlage vieler Menschen wird innerhalb der nächsten Jahrzehnte komplett zusammenbrechen. Schlimmer: Sollte die Überfischung der Weltmeere in diesem Tempo fortschreiten, droht dem Fischbestand der ökologische Kollaps, der Meeresumwelt die Katastrophe.

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Leute, da läuft was falsch: Knapp 90 Millionen Tonnen Fisch und Meerestiere zerrt die globale Fischindustrie Jahr für Jahr mit riesigen Schleppnetzen aus den Ozeanen. Man muss kein Rechenkünstler sein um zu erkennen, dass bei dieser Quote die Meere bald leer sind. Der Fischfang und, damit verbunden, die Existenzgrundlage vieler Menschen wird innerhalb der nächsten Jahrzehnte komplett zusammenbrechen. Schlimmer: Sollte die Überfischung der Weltmeere in diesem Tempo fortschreiten, droht dem Fischbestand der ökologische Kollaps, der Meeresumwelt die Katastrophe. Wale, Delphine, Tümmler, Schildkröten, ja selbst Möwen fallen als Kollateralschaden den megalomanischen Fangmaschinen einer profitgierigen Großindustrie zum Opfer. Ich bin nicht Käpt’n Iglo und ein großer Mahner will ich nicht sein aber viele Arten werden auf diese Weise einfach so verschwinden, ausgerottet sein, ehe wir „Scheiße!“ schreien und neue Biologie-Bücher für den Schulunterricht nachdrucken können.

Der WWF veröffentlichte kürzlich eine neue Studie über die Schäden durch Beifang. Eine idiotisch hohe Zahl stieß mir dabei besonders ins Auge: Von dem ganzen gefangenen Meeresgetier, das sich in den Netzen der Trawler verheddert, wird pro Jahr 40 Prozent, mehr tot als lebendig, einfach als Müll wieder ins Meer zurück gekippt. Das sind mal eben rund 40 Millionen Tonnen Lebens-Müll! Leben, das für die Industrie keinen Wert darstellt und nach dem Fang quasi postwendend wieder „entsorgt“ wird. Ich finde das eine katastrophale, da absolut lebensverachtendende Verhaltensweise, die zeigt: Wir haben da was nicht verstanden. „Die Fischbestände könnten sich nicht erholen, solange 40 Prozent wie Müll behandelt würden“, so WWF-Expertin Karoline Schacht. Dabei gäbe es genügend innovative Fangmethoden, moderne Techniken wie „intelligente“ Netze mit Notausgängen, magnetische Felder oder Geräuschreflektoren, die all das, was (noch) nicht auf unserer Speisekarte steht, fernhält.

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